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Niederrheinische Blätter -12.10.2017 Süd-

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Das neue Programm

Das neue Programm „Krählativ“ der „Krähen“ wird ab Mitte November an sechs Terminen aufgeführt. „Et jibt Zeit, dat sich wat tut!“ Es sind die liebenswerten Schrullen der Menschen am Niederrhein, die sich in den Stücken wiederfinden: Die Kabarett-Gruppe „Die Krähen Krefeld“ ist seit mehr als 30 Jahren jährlich eine gesetzte Größe für liebevoll dargebotene pointierte Unterhaltung. „In unseren Stücken agieren humorvoll-schrullige Charaktere, wir schauen den Leuten am Niederrhein sozusagen ‚auf’s Maul“, schildert der amtierende Krähen-Vorsitzende Stefan Erlenwein. Derzeit proben acht „Krähen“ für das neue Programm „Krählativ“, das im November erstmals auf die Bühne kommen soll. Die Krähen möchten zeigen, dass die Zeit „krählativ“ ist. Auslöser für die philosophisch-humorvolle Betrachtung der Zeit war die Feststellung, dass uns genau die – die Zeit – immer mehr fehlt. „Im Stück geht es darum, dass wir kaum noch Zeit haben, wie wir die Zeit nutzen oder wie die Zeiten sich am Niederrhein verändern“, lässt Stefan Erlenwein ein bisschen hinter den Proben-Vorhang gucken – und das Ganze verpacken die Krähen in eine „krählative“ Zeitreise… Das derzeitige Ensemble besteht aus dem Vorsitzenden sowie Bernhard Schauws, Karl-Willi Severens (Alt-Krähe seit 2000), Udo Paniczek, Peter Gronsfeld (Neu-Krähe), Christa Teichmann und Laura Fiebig, die am Piano von Mick Schneider begleitet werden. Die Herkunft der Leute ist unterschiedlich. So hat Stefan Erlenwein als Schüler an der Montessori-Schule schon viel in Theaterprojekten mitgearbeitet und war im Hülser Karneval aktiv, Christa Teichmann kommt aus einer sehr musikalischen Familie, Bernhard Schauws ist ebenfalls im Hülser Karneval aktiv… „Die Vielseitigkeit der Leute zeichnet die Krähen aus und gibt eine gute Mischung“, meint Präsident Erlenwein. Jedes Programm ist Teamwork. Die einzelnen Elemente eines Programms werden von allen acht Krähen gemeinsam erarbeitet – jeder kann zu dem Thema schreiben, was ihm einfällt. Dann arbeiten alle gemeinsam daran, wobei die Federführung dann doch eher beim Präsidenten liegt. Gezielt sprechen die „Krähen“ kein Kriewelsch, „denn wir sind keine Mundart-Gruppe“, betont Erlenwein – seine Beschreibung der Krähensprache ist „Straßenköter-Platt“: niederrheinische Schnauze je nach Charakter. Seit der Gründung verstehen sich die „Krähen“ als gemeinnütziges Kabarett. Mit dem Erlös werden Projekte und Menschen in Not unterstützt – seit Gründung gab es 212 Spendenhilfen. So haben die Krähen schon das „Krähennest“ des Sozialdienstes Katholischer Frauen unterstützt oder kürzlich ein Fahrzeug für eine Wohngruppe unterstützt, in der junge Geflüchtete leben, damit diese mobil sind. Im Laufe der Jahre haben die Ensemble-Mitglieder mehr als 355 000 Euro eingespielt. Schule und Gaststätte Das neue Programm „Krählativ“ wird ab Mitte November an sechs Terminen aufgeführt: Es gibt zwei Termine in den Räumen der Turnerschaft St. Tönis, zwei Termine in der Aula der Montessori-Gesamtschule und zwei Termine im „Burghof“. Dabei sei es für die Kabarettisten spannend zu beobachten, dass das Publikum mit anderen Erwartungen an den Spielort komme, erklärt Stefan Erlenwein. Nadia Joppen INFO Kartenbestellungen www.die-kraehen.de, Auszüge aus früheren Programmen gibt es auf www.youtube.de. Das Ensemble: Stefan Erlenwein, Karl Willi Severens, Udo Paniczek, Laura Fiebig, Christa Teichmann, Peter Gronsfeld, Bernhard Schauws, Mick Schneiders. Die Krähen als Neandertaler verkleidet, von links: Christa Teichmann, Laura Fiebig, Bernhard Schauws. Fotos: privat Udo Paniczek, Peter Gronsfeld, Christa Teichmann. 16 Niederrheinische Blätter —4/2017

Der Sohn zweier Lehrer weiß genau: „Es kommt anders, wenn man denkt“. Comedian Werker „Es kommt anders, wenn man denkt“, der Name des aktuellen Programms von Comedian David Werker hat „bedrohlich“ über dem Interview und dem Schreiben der Geschichte über ihn geschwebt. Also versuchte ich krampfhaft, das Gehirn einzuschalten und nicht allzu flapsige Fragen zu stellen. Doch das fällt schwer, wenn man den leicht zerzaust aussehenden jungen Mann (32) vor sich sieht. Er wurde 1985 in Duisburg geboren, absolvierte jedoch seine Schulzeit an der Bischöflichen Montessori Gesamtschule in Krefeld. Dort stand er nicht nur unter der besonderen Obhut der Lehrer, sondern auch sein Vater, seines Zeichens Lateinlehrer an eben dieser Schule, hatte immer ein Auge auf ihn. Doch trotz oder gerade wegen der strengen Beobachtung keimte schon früh das zarte Pflänzchen Comedy in ihm und erblühte ganz, als er zum Studium nach Siegen zog. In der Talentschmiede des Quatsch Comedy Clubs überzeugte er sofort mit seinem komischen Talent und gewann 2007 den Wettbewerb. Der Krefelder Künstler ist gern gesehener Gast in zahlreichen TV-Formaten, auf den Kleinkunstbühnen in der Region und hat seine kabarettistischen Ansichten über das Studentenleben am frühen Morgen um 15.30 Uhr und auch das aktuelle Programm zwischen zwei Buchdeckel pressen lassen. Zum Nachlesen, damit das Hirn auch immer gut beschäftigt ist. Locker und hellwach hat er sich unseren Fragen gestellt: Wie sieht Ihr Tagesablauf momentan, in den Semesterferien aus? Es sind Semesterferien? Wieso sagt mir keiner was?! Sind ihre Eltern, Krefeld oder die Bischöfliche Maria Montessori Gesamtschule „schuld“, dass Sie Comedian geworden sind? Der Quatsch Comedy Club ist schuld, der hat mich einfach so bei der „Talentschmiede“ mitmachen und gewinnen lassen. Wo bekommen Sie Ihre besten Einfälle für Ihre Show? Manche Leser haben vielleicht auch einen Alltag, dann werden sie solche Situationen kennen, in denen einem etwas einfällt: Neulich saß an der Supermarktkasse eine Kassiererin mit drei Leberflecken im Gesicht. Da habe ich gefragt: „Sammeln Sie Punkte?“ Arbeiten Sie altmodisch mit Blatt und Papier oder mit Handy und Tablet? Ich arbeite neumodisch mit Stift und Tablet! Wie ist es, aus der Region in der Region aufzutreten? Es ist absolut „regionial“! Haha! Wie reagieren die Krefelder, wenn Sie ein Eigengewächs auf der Bühne sehen? Sie klopfen dir väterlich auf die Schulter und sagen: „Isch happ et dir ja immer jesacht!“ Und Du antwortest: „Äh, kennen wir uns?!“ Geht Comedy überall gleich gut, oder gibt es Regionen, Städte, Länder, die komischer sind als andere? Ostwestfalen ist ne harte Nuss, dafür zeigen sich die Leute dort NACH dem Auftritt bei der Autogrammstunde immer am euphorischsten! Wie sehen Sie den Niederrheiner durch die Comedy- Brille? Braun, ganz klar braun - denn ich habe leider nur eine Sonnenbrille! Ist der Niederrheiner an sich komisch? David Werker plaudert gerne. Foto: Archiv Hertgen Wer schon mal einen Viersener hat Autofahren sehen, der kennt die Antwort! Haben Sie Hobbies, die nichts mit Comedy zu tun haben? Ja, ich guck auch gerne Kabarett! Zwinkersmiley. Werden Sie Comedy machen, bis Sie 65 sind? Da wir dank künstlicher Herzklappe, Hüfte und Hornhaut alle 150 werden; ja, ich werde mit 65 hinschmeißen und in Frührente gehen! Herrlich. Margit Leuchtenberg INFO 27.10. Lebach, Lachnacht, 3.11. Schönberg/Holstein, Lachnacht, 8.11. Löhne, Night Wash, 17.11. Wuppertal, Night Wash, 20.11. - 02.12. Hamburg, Quatsch Comedy Club, 1.12. - 02.12. Hamburg, Quatsch Comedy Club, 12.12.2017 Essen, Night Wash, 14.12. Stuttgart, Froggy Night, 19.12. - 23.12. Berlin, Quatsch Comedy Club. Fenster Haustüren Rollläden Markisen MOSO BAMBUS-PARKETTBÖDEN sind: – langlebig mit einer hohen Formstabilität – wohngesund d. h. antistatisch und antiallergisch – große Auswahl an Stilen, Ausführungen – erfüllt höchste Ansprüche Kunststoff Brandenburg GmbH & Co. KG Telefon 0 21 62/95 69 90 www.kunststoff-brandenburg.de Ausstellung & Verkauf: Eintrachtstraße 40 41751 Viersen-Dülken Massivparkett · Moso-Bambus Massivholzdielen · pur Natur · Steirer-Parkett Bergland-Parkett · Berg & Berg Gewerbering 27 · 41372 Niederkrüchten · Tel. 0 21 63-5 79 27 80 · info@parkett-werkstatt.com · www.parkett-werkstatt.com 4/2017 — Niederrheinische Blätter 17

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