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Niederrheinische Blätter -12.10.2017 Süd-

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Als Matta und Lisbett

Als Matta und Lisbett haben die beiden passionierten Schwimmerinnen eine feste Fangemeinde gefunden. Maria Pohlmann und Ursula Kühlen trauen sich Im Frühjahr 2018 werden sie sich wieder nach zweijähriger Schaffenspause trauen. Dann werden Matta und Lisbett im Bademantel oder Trenchcoat die Bühne im Krefelder Lokschuppen die Bühne besteigen, und die 60 Gäste werden schon beim Anblick der großen, etwas schrillen und lauten Maria Pohlmann (Matta) und zarten, naiven Ursula Kühlen (Lisbett) in Gelächter ausbrechen. Der Anblick der beiden Frauen ist so unterschiedlich wie liebevoll und amüsant zugleich. Ausgestattet sind sie mit modernen Headsetmikrofonen, aber ihre altertümlichen Handtäschchen und die ulkigen Hüte scheinen aus einer anderen Zeit entsprungen. Dabei decken die beiden ein breites Altersspektrum ab: Friseurmeisterin Ursula Kühlen ist 70 und Diplom-Kaufmann Maria Pohlmann ist 56, und im Publikum tummeln sich sogar männliche und weibliche Besucher von 40 bis 90. Das Alter mit seinen Folgen ist auch Hauptbestandteil des kabarettistisch, musikalischen Pro- Praxis Ilse Hennerkes Supervisorin & Coach Ilse Hennerkes Heilpraktikerin f. Psychotherapie Diplom-Sozialarbeiterin Supervisorin & Coach Am Alten Gymnasium 6 41747 Viersen Tel.: 0172/6070848 kontakt@praxis-ilsehennerkes.de www.praxis-ilsehennerkes.de Ursula Kühlen (links) und Maria Pohlmann sind ein ungleiches Paar, ergänzen sich auf der Bühne perfekt. Foto: Strücken gramms, das die beiden Hobby-Comedians auf die Bühne bringen. Schlaffes Bindegewebe, Falten, graue Haare und die seit Jahren anhaltende Trauer um Lisbetts verstorbenen Mann Willy gehören dazu. Alle Nuancen des Frauseins und des Älterwerdens beleuchten die beiden Ladies, werden dabei aber nie bösartig, sondern bewegen sich immer am Rand der Gürtellinie. Dabei hat das heute zweistündige Programm der Krefelderinnen mit einem Kurzauftritt im Nordbahnhof beim Stiftungsfest der Schwimmvereinigung Krefeld angefangen. Die zwei „imitierten“ die aus Oberhausen stammenden Missfits und gaben dem Kurzprogramm den nötigen Lokalkolorit. So berichteten sie genüsslich von ihren stundenlangen Kaffeekränzchen auf der Freibadterrasse der SVK. Dabei ging es jedoch nicht um den Kaffee, sondern um den Logenplatz „zum Börschkes gucke“. Die muskelbepackten Körper der SVK-Wassballspieler hatten es den beiden angetan. Aus dem mit Vereinsinterna bestückten kleinen Auftritt 2005 wurde direkt im nächsten Jahr ein einstündiges Bühnenprogramm, das die Krefelder im Lokschuppen des Nordbahnhofs begeisterte. „Die Zuschauer forderten damals Zugabe. Doch woher sollte die kommen, wir hatten nicht mehr,“ erzählt Ursula Kühlen. Das und auch die Professionalität hat sich innerhalb der zwölf Jahre natürlich eingestellt. Heute haben sie feste Treffen und Probezeiten für ihre Text- und Gesangseinlagen. So treffen sie sich einmal in der Woche, um Material zu sammeln, und die letzen Wochen vor der Premiere treffen sie sich täglich. „Auch dann, wenn wir und eigentlich nicht mehr sehen können“, schmunzelt Maria Pohlmann, die den Mutterwitz von Ursula Kühlen bewundert. So kann Lisbett herrlich naiv über den Besuch im Swingerclub erzählen, ohne daß dies schlüpfrig wirkt. „Bei mir geht so was gar nicht.“ Die Mischung der beiden stimmt einfach: So werden Matta und Lisbett auch gerne zu Geburtstagen und Firmenfeiern gebucht. Denn bei ihnen ist zweistündige Unterhaltung mit Zugabe für Männer und Frauen garantiert. Margit Leuchtenberg INFO Kartenwünsche über: mariapohlmann@t-online.de. 20 Niederrheinische Blätter — 4/2017

Der Marktplatz der Blumenstadt Straelen besticht im Herbst mit seinem mediterranen Flair. Drei Stunden in Straelen Drei Stunden in Straelen 14.00 Uhr Rundgang über den Marktplatz mit Grüner Couch 15.00 Uhr Besuch der Pfarrkirche St. Peter und Paul 16.00 Uhr Sehenswert: Das Europäische Übersetzer-Kollegium 17.00 Uhr Ausklang im Café Europäisches Übersetzunger-Kollegium Auch wenn man keine Blumen ersteigern möchte, ist Straelen an der niederländischen Grenze immer eine Reise wert. „Shoppen und Chillen“ lautet die Devise für Besucher, die fernab von Fahrradrouten und Gartenbaubetrieben die historisch-restaurierte Innenstadt mit Marktplatz, Brunnen, Glockenspiel und Grüner Couch erleben möchten. 14.00 Uhr Beginnen Sie Ihren Rundgang auf dem Marktplatz. Er lädt zum Bummeln ein und ist die gute Stube der Stadt. Gerade im Sommer und Früh- Herbst lädt er mit seinem mediterranen Flair zum Verweilen ein. Und die Grüne Couch vor dem Rathaus der Blumenstadt ist ein allseits beliebtes Fotomotiv. 15.00 Uhr Besuch der Pfarrkirche St. Peter und Paul, die heute Teil des Jakobsweges ist. Hier kann der Besucher vom hektischen Treiben Ruhe finden. Die große Kirche schmücken bunte Glasfenster. 16.00 Uhr Neben der Kirche auf der Kuhstraße befindet sich das Europäische Übersetzer-Kollegium. Hier sind im Jahr rund 750 Gäste aus aller Welt mit literarischen Überset- Grüne Couch Die grasbewachsene Grüne Couch ist immer ein beliebtes Fotomotiv. Beim Tag der offenen Tür sind Besucher willkommen. Westwall Nordwall Sankt Peter und Paul Kirche losters sterstrara Klo raße Ostwall Europäisches Übersetzer- Kollegium FOTOS: NN, PICASA, PRIVAT | GRAFIK: ZÖRNER St. Peter und Paul Die Pfarrkirche schmücken große, bunte Glasfenster. zungen beschäftigt. 17.00 Uhr Zum Ausklang sollten Sie mit den letzten warmen Sonnenstrahlen die Brunnen, die Restaurants und Cafés auf dem Marktplatz genießen. Margit Leuchtenberg Der Herbst reizt mit Erntefülle und seinen Farben Hofgeflüster Alle Wurzelgemüse kommen jetzt knackig und frisch von den Feldern und werden bis zum Frühjahr eingelagert. Die Bauern sind emsig bei der Ernte: Kartoffeln, Kohl, Möhren, Pastinaken, Wurzelgemüse, Rote Beete und vieles mehr werden jetzt eingeholt und fachgerecht gelagert. Die Dahlien im Garten sollten jetzt abgedeckt werden. Oder aber es können die Knollen ausgebuddelt werden und dann kühl und trocken bis zum Frühjahr verstaut werden. Fast alle Ernteerzeugnisse sind frostempfindlich und müssen jetzt in Scheunen und Lager gebracht werden und dort, mit passenden Temperaturen bis im Frühjahr neues auf den Feldern wächst, gelagert werden. Das gilt auch für Obst. Äpfel und Birnen (getrennt lagern) werden jetzt bis zum März/April im Lager verbringen. Der Apfel, den Sie im Herbst essen, ist jetzt gepflückt worden. Auch die Wälder stehen voller Waldpilze. Einfach mal sammeln gehen oder sich im Fruchthandel leckere Steinpilze holen. Zusammen mit frischen Nudeln sind sie ein Hochgenuss. Und wenn Sie schon einmal im Wald sind, eignen sich unterschiedliche Nüsse, Kastanien und farbenfrohe Blätter super für die Herbstdeko. Sie werden erst im November von Tannengrün, Ilex und Mistel abgelöst, die die Vorweihnachtszeit einläuten. Bernd Hesseling, Bauernmarkt Lindchen, Uedem 4/2017 — Niederrheinische Blätter 21

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