Aufrufe
vor 6 Monaten

Niederrheinische Blätter -13.06.2018-

  • Text
  • Markt
  • Viersen
  • Niederrheinische
  • Stadt
  • Archiv
  • Zeit
  • Krefelder
  • Fest
  • Stoffmarkt
  • Krefeld

Drei Stunden in

Drei Stunden in Dinslaken Im Sommer hat der Besucher selten Lust auf eine Stadtbesichtigung. Deshalb wollen wir unsere Leser heute nach Dinslaken ins Grüne locken. 14.00 Uhr Im dörflichen Stadtteil Hiesfeld fließt der Rotbach, und auch der Rotbachsee lädt zum Verweilen ein. 15.00 Uhr Folgt der Naturfreund dem Rotbachweg, stößt man auf das Mühlenmuseum, am Freibad 3. Das Museum hat sonntags vormittags geöffnet und besticht mit einer großen, schön gestalteten Sammlung von Mühlenmodellen. Im Mühlenhof befindet sich ein alter Backofen, in dem zu besonderen Anlässen Brot nach traditioneller Herstellungsweise gebacken wird. 16.00 Uhr Zum Museum gehören zwei Mühlen: eine Wassermühle sowie eine Windmühle. Die 1822 erbaute Turmwindmühle ist die einzige Windmühle in der Stadt. Nach bereits 100-jähriger Betriebsdauer wurde die Mühle 1922 stillgelegt. Seit 1979 gehört auch die Hiesfelder Wassermühle mit zum Aufgabenbereich des Drei Stunden in Dinslaken Windmühle Fördervereins. Ein mächtiges mittelschlächtiges Wasserrad trennte diese von dem erst später er- Rotbachsee Im kühlen Nass fühlt sich Familie Ente wohl. Das Innere der Mühle ist beeindruckend. Oberhausener Str. Mühlenmuseum Dinslaken-Hiesfeld Hügelstraße Kirchstraße Windmühle FOTOS: MARTIN BÜTTNER (2), ARCHIV | GRAFIK: FERL Mühlenmuseum 14.00 Uhr Spaziergang am Rotbach und am Rotbachsee. 15.00 Uhr Besuch des Mühlenmuseums. 16.00 Uhr Besichtigung der Windmühle. 17.00 Uhr Ausklang im Restaurant. Rotbachsee Sonntags öffnet das Museum für Besucher. Rotbach richteten Backsteinbau. 17.00 Uhr Lassen Sie Ihren sommerlichen Ausflug im Restaurant Haus Hiesfeld, Kirchstraße 125 in mediterraner Atmosphäre ausklingen. Margit Leuchtenberg Kultur und Design aus Ton auf dem Pottbäckermarkt Keramik ist wieder hip. Das zeigt sich auch auf dem Pottbäckermarkt in Krefeld. Mehr als 100 Keramikkünstler und Keramikdesigner aus der Region, aus verschiedenen europäischen Ländern und sogar aus Japan kommen jedes Jahr am ersten Maiwochenende in die Innenstadt, um ihr Kunsthandwerk an unzähligen Ständen rund um die Dionysiuskirche zu präsentieren. Seit 26 Jahren gehört die große, zweitägige Freiluftausstellung für Porzellan und Keramik zur Stadt. Ob Geschirr oder Gefäße, Skulpturen, Fließen, Schalen, Schmuck und sogar Tische und Bänke aus Keramik - der Pottbäckermarkt bietet für jeden Geschmack das Richtige. „Wer hochwertige, preisgekrönte Keramik sammelt, wird auf dem Markt genauso fündig, wie Besucher, die kleine Accessoires für Haus und Garten suchen“, sagt Uli Cloos, Leiter des Veranstalters Krefelder Stadtmarketing. Dass der Pottbäckermarkt in Krefeld stattfindet, kommt nicht von ungefähr. Die Stadt hat eine lange handwerkliche Tradition in der Fertigung keramischer Waren. In der Stadtgeschichte gab es im Stadtteil Hüls sogenannte Pottbäcker, die am Hülser Berg Ton abbauten und verarbeiteten. Die Kunst, tonhaltige Erde durch Feuer dauerhaft zu verfestigen, gehört zu den ältesten handwerklichen Fertigkeiten des Menschen. Schon vor mehr als 20.000 Jahren gelang es, kleine Figuren zu brennen. Heute verfügt die Technik über keramische Bauteile für Motoren, Hitzeschilde, Schneidwerkzeuge, Elektronikartikel und medizinische Implantate. Daher wundert es nicht, dass auch die Produktdesigner der Hochschule Niederrhein mit dem Schwerpunkt Keramik-Porzellan-Glasdesign auf dem Markt vertreten sind. Dabei können die Besucher die Modellentwicklung mit Hilfe von 3D-Druckern erleben, eines der wichtigsten Werkzeuge im modernen Entwurfsprozess. Ganz traditionell hingegen geht die japanische Porzellanmalerin Yamiko Odawara vor, die jedes Jahr ihre Technik auf dem Krefelder Markt vorführt und Gelegenheit zum Nachahmen bietet. Dass die Produktion traditioneller Keramik in Industrie, Handwerk und Freizeitgestaltung wieder im Aufschwung ist, zeigt sich an vielen Werkstattneugründungen junger Töpfer, von denen sich einige ebenfalls mit einem Stand vorstellen. Stephanie Wickerath 22 Niederrheinische Blätter — 2/2018

Alljährlich findet Ende April/Anfang Mai in Brüggen der „Burgi“-Spargelmarkt statt - diesmal bereits zum 22. Mal. Alles dreht sich ums weiße Gold „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles“. Doch an Margarete in Goethes „Faust“ denkt wohl kaum jemand auf dem Kreuzherrenplatz in Brüggen, auch wenn er Ausschau nach dem Gold hält. Nach dem „Weißen Gold“, dem Spargel, der im Frühjahr wohl kaum auf einem niederrheinischen Teller fehlt. Natürlich in Gesellschaft, wie schon Wilhelm Busch wusste: „Spargel, Schinken, Koteletts sind doch mitunter auch was Nett’s“. Die „Königin des Gemüses“ finden Freunde und Freundinnen des Genusses in großer Menge auf dem Spargelmarkt, der alljährlich Ende April/Anfang Mai nach Brüggen lockt. Diesmal war’s die 22. Auflage, organisiert von der Burggemeinde und den in der „Burgi“- Gemeinschaft vertretenen vier Spargelanbaubetrieben. Sie waren es auch, die 1996 die Idee zum Brüggener Spargelmarkt hatten – mit dem „Burgi“, dem kleinen frechen Knappen, als Maskottchen. Der „Burgi“-Spargel ist denn auch ein Zeichen für Qualität dieser weißen Stangen, die bis zum Johannistag, 24. Juni, gestochen werden. Das und vieles mehr über das königliche Gemüse erfahren die Besucher des alljährlichen Spargelmarktes: Beim Qualitätsspargel sind die Schnittflächen frisch, der Kopf ist geschlossen, die Stangen sind fest und knackig, und wenn man sie aneinander reibt, quietschen sie. Auch geben die Spargelbauern viele Anregungen zur richtigen Behandlung des Gemüses und verraten leckere Rezepte. Auch in diesem Jahr drehte sich auf dem Nikolaus- und Kreuzherrenplatz wieder einmal alles um das „weiße Gold“. Es wurde freilich nicht nur zum Kauf angeboten, die Besucher konnten es auch genießen – und dazu den passenden Mosel-Wein. Zum jährlichen Spargelmarkt gehören natürlich Musikdarbietungen, ein Bühnenprogramm sowie Aktionen für kleine und große Besucher. Und diesmal war sogar das Maskottchen leibhaftig unterwegs: Die achtjährige Paulina Lamm schlenderte in der „Burgi“-Tracht über den Markt – zur Freude besonders der kleinen Jungs und Mädels. Folkmar Pietsch INFO Die vier Mitgliedsbetriebe in der „Burgi“-Gemeinschaft sind Paul Brinkmann, Genholter Straße 30, Dieter Jakobs, Heidhausen 68, Genholter Hof, Genholter Straße 61, und Udo Meerts, Alst 69. Homepage: www.burgi-spargel.de KREFELDER LAUFMASCHE 21. – 28. Juli 2018 www.krefeld.de/laufmasche

Sonderveröffentlichungen