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Niederrheinische Blätter -ET 13.07.2017 Nord-

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Ein durchdachtes Konzept

Ein durchdachtes Konzept ist für die Planung wichtig. Gartenidylle Ländliche Idylle muss nicht unbedingt im Dorf beheimatet sein. Auch in der Stadt hat der Bauerngarten Platz.Foto: v. Eden Romantisch und zugleich natürlich gibt sich der Bauerngarten. Gitta Jagusch, Pflanzenexpertin beim Sonsbecker Gartengestalter Grütters, erklärt, was es bei der Anlage eines stimmungsvollen Bauerngartens zu beachten gibt. „Der klassische Bauerngarten ist eine Kombination aus Zier- und Nutzgarten“, so die Expertin. Und da es immer mehr junge Familien zurück in die Städte zieht, sehnen sie sich nach mehr Naturnähe, Nachhaltigkeit und Natürlichkeit. „Man muss für ländliche Idylle nicht unbedingt auf dem Dorf wohnen“, ergänzt Josef Grütters. Was den ländlichen Garten ausmacht, bringt er auf den Punkt: „In einem Bauerngarten kann ich säen und ernten.“ Denn ein wesentliches Element bei der Anlage eines ländlichen Gartens ist tatsächlich der Nutzgarten, und den gibt es in ganz unterschiedlichen Spielarten. „Die wirklichen Selbstversorger sind aber eher die Ausnahme“, hat Grütters beobachtet. „Den meisten Menschen geht es vor allem darum, wieder etwas zu essen, das sie im eigenen Garten haben heranwachsen sehen“, beschreibt er die Motivation der Gartenbesitzer. Dazu braucht es keine große Fläche, denn es muss nicht die gesamte Familie aus dem Garten ernährt werden. Deshalb funktionieren Bauerngärten auch auf kleinen Grundstücken hervorragend. „Wichtig ist einfach, dass alles zusammenpasst“, so der Gartengestalter. Zum Nutzgarten, der bei vielen eher den Charakter eines Naschgartens hat, gehören die blühenden Pflanzen. „Alle heimischen Pflanzen, die viele farbenfrohe Blüten hervorbringen, passen“, so Grütters. „Dabei muss bei der Strukturierung gar nicht unbedingt streng zwischen Nutz- und Ziergarten getrennt werden“, lautet der Tipp des Edengärtners. „Es gibt sehr dekorative Nutzpflanzen, wie etwa rote Mangoldsorten oder auch bunte Blattsalate. Die können auch in einem Ziergarten ganz groß rauskommen.“ Wuchsgeschwindigkeit Nach klassischem Vorbild kann ein Bauerngarten beispielsweise mit vier Beeten um ein Wegekreuz herum angelegt werden. Die Beete sollten jeweils mindestens zehn Quadratmeter Fläche haben und mit niedrigen Hecken eingefasst werden. Als Wegebelag dienen heimischer Kies oder Splitt. Zu den Pflanzenklassikern gehören unter anderem Nutzpflanzen und Kräuter wie Rosmarin, Hortensien und andere dauerblühende Blumen. Wenn ein Bauerngarten harmonisch, natürlich und geradezu mit leichter Hand komponiert wirkt, wurde er in aller Regel besonders sorgfältig geplant. „Für ein stimmiges und nachhaltiges Gesamtbild braucht es unbedingt ein durchdachtes Konzept“, erklärt die Expertin. Schließlich sollten Wuchsformen, -höhen und -geschwindigkeit der einzelnen Pflanzen aufeinander abgestimmt sein. „Man sollte sich auf einige Sorten beschränken“, rät Gitta Jagusch deshalb. „Werden diese dann in Mengen gepflanzt, kann ein Staudenbeet mit toller Fern- und Langzeitwirkung entstehen.“ Zudem gewährleistet eine von Anfang an dichte Bepflanzung, dass Unkräuter bald keine Chance mehr haben, sich anzusiedeln, und das macht ein Beet auf Dauer pflegeleicht. „Einfach draufloszupflanzen und zu schauen, was passiert, führt in der Regel schnell zu Frust und Unzufriedenheit“, weiß Gitta Jagusch aus Erfahrung. Wichtig ist, Standortfaktoren wie Sonneneinstrahlung und Bodenbeschaffenheit, aber auch Nährstoff- und Wasserangebot sowie Windverhältnisse zu berücksichtigen. „Nur wenn diese Faktoren erfüllt sind, ist eine optimale Pflanzenentwicklung garantiert. Wir empfehlen winterharte Stauden, die jedes Jahr wiederkommen und immer üppiger werden“, so Gitta Jagusch. Der Aspekt „pflegeleicht“ bekommt in heutiger Zeit einen besonderen Stellenwert. „Aber je größer die Pflanzenvielfalt in den Beeten ist, desto höher und intensiver ist der Pflegeaufwand. Bei kleinen Naturgärten rechnen wir rund fünf Stunden Gartenarbeit in der Woche“, so die Gartenexpertin. Kommen allerdings dann noch Beeren- und Säulenobst hinzu, Tomatenpflanzen und anderes Gemüse, verlangt der Garten eine einstündige Pflege pro Tag, so ihre Erfahrung. Sabine Hannemann INFO Gartengestalter Josef Grütters in Sonsbeck gehört zu den „Gärtnern von Eden“, einem genossenschaftlichen Zusammenschluss von rund 50 Top- Gartengestaltern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Betrieb steht für kreative und ästhetisch ausgereifte Gartenplanung und hochwertige Umsetzung bei der Neu- und Umgestaltung von Privatgärten sowie für zuverlässige und nachhaltige Pflege. Mehr Informationen auch unter wwwgruetters-gruen.de. 24 Niederrheinische Blätter — 3/2017

Gartenkunst. Land Art Kevelaer Die Land Art öffnet am 26. und 27. August 2017 ihre Pforten in Kevelaer-Achterhoek. 21 Künstler vom Niederrhein, dem Ruhrgebiet, Belgien und den Niederlanden stellen auf dem Gelände des alten umgebauten Landhofes in der Ortschaft Kevelaer-Achterhoek, ihre Gartenkunst aus. Unter den Exponaten finden sich Kunstformen wie Plastiken, Skulpturen, Fotografie, Glas und Keramikwerke, Bronze-, Stahl-, Beton- und Steinkunst wieder. Die Stilrichtungen reichen von zeitlos-klassisch über alternativ-recycled bis hin zu modern. INFO Landart 2017, 26. August 2017, 11 bis 19 Uhr, 27. August 2017, 11 bis 18 Uhr, Kevelaer, Hungerwolfsweg 12. ANZEIGE Hier steht das Museum Katharinenhof. „Holiday on Ice“ ist hier regelmäßig zu Gast. DAS GROSSE NIEDERRHEIN-RÄTSEL Hier ist Wissen aus der Region gefragt: Wie gut kennen Sie sich aus? Die markierten Buchstaben in den Kästchen ergeben das Lösungswort und mit etwas Glück können Sie einen Gutschein von Georgs Fahrradladen gewinnen. Als Preis winkt: Ein Gutschein über 200 Euro von Georgs Fahrradladen in Mönchengladbach. Der Mottenhügel liegt an der Burgstraße. Ein neuer Stern erhellt die Stadt. FOTOS: BUSCH SENIOR, EVERS, KAISER, KAUSSEN, STADT GELDERN, STEEG | GRAFIK: ZÖRNER Der Drachenbrunnen erinnert an die Stadtgründung. Sées in der Normandie ist Partnerstadt. Mitmachen und gewinnen! Antwort nennen unter 01379 88 67 14 (50 Cent/Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) oder SMS mit dem Kennwort „rp7“, Leerzeichen, Ihrem Namen, Adresse und Lösung an 1111 (ohne Vorwahl, 50 Cent/SMS)! Teilnahme erst ab 18 möglich; ausgeschlossen sind Mitarbeiter des Verlags oder verbundener Unternehmen. Das Los entscheidet und die Gewinner werden kurzfristig benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinns kann nicht erfolgen. Im Übrigen finden Sie unsere Teilnahmebedingungen auch unter www.rp-online.de/teilnahmebedingungen. Teilnahmeschluss: 21.07.2017, 24 Uhr! LÖSUNG Die Hochsaison für Beerenobst ist reif: Sei schlau – iss blau! Hofgeflüster Die Beerenzeit hat ihre Hochsaison. Antioxidantische Wirkung haben alle blauen Früchte und Beeren. Blaubeeren, Aroniabeeren und Goji Beeren stellen die Balance in Ihrem Körper her und schützen vor freien Radikalen. Johannis-, Stachel (rote und grüne)-, Brom-, Him-, Wald-, Erdund Blaubeeren sind jetzt ein Muss! Törtchen mit frischen Beeren zu jedem Eis. Für alle Beeren gilt: Einmal kurz aufgekocht mit Zucker und Mondamin, ist es ein erfrischender und sauerleckerer Nachtisch. Kluge Hausfrauen aufgepasst! Jetzt die Marmeladenvorräte aus den frischen Beeren für das ganze Jahr anlegen. Früchte einfrieren und einwecken. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, diese vitaminreichen Leckereien auch außerhalb der Beerenzeit zu genießen. Und nicht vergessen! Jetzt sind Sauerkirschen da. Für die gilt natürlich das Gleiche. Nur daran denken, bitte vorher den Stein heraus zu holen. Legt euch auf die Lauer, bald kommen die Weinbergpfirsiche. Das besondere Geschmackserlebnis als gekochter Pfirsich ist das Größe, was die Natur zu bieten hat. Bernd Hesseling, Bauernmarkt Lindchen, Uedem 18. Rheinische Kartoffelkönigin kommt aus Weeze. Königin Anne Die 24-jährige Anne Dicks wurde in diesem Jahr vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) und dem Rheinischen LandFrauenverband als Botschafterin für die rheinischen Kartoffeln berufen und ist somit 18. Rheinische Kartoffelkönigin. Anne ist auf einem landwirtschaftlichen Ackerbaubetrieb mit Kartoffelanbau und Schweinemast in Weeze groß geworden und macht derzeit den Bachelorabschluss ihres Agrarstudiums an der FH Soest. „Ich habe schon immer gern auf unserem Hof mitgearbeitet und mich daher für ein agrarwissenschaftliches Studium entschieden. Landwirtschaft und das Arbeiten in und mit der Natur sind mir unheimlich wichtig. Es gibt nichts Schöneres!“, sagt die junge Studentin. Anne Dicks ist Kartoffelkönigin. Foto: rlv 3/2017 — Niederrheinische Blätter 25

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