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Niederrheinische Blätter -ET 13.07.2017 Nord-

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Xanten Jutta und

Xanten Jutta und Michael Bongers bewirtschaften ihren Garten inmitten von Feldern am Hochwald Marienbaum. Am Ende der Apfelbaumallee Inmitten von Feldern und mit Ausblick auf den Hochwald Marienbaum und den Mühlenberg Uedem liegt rund um ein ehemaliges kleinbäuerliches Anwesen der 3.600 Quadratmeter große Garten von Jutta und Michael Bongers. Nach dem im Eingangsbereich liegenden klassischen Kreuzgarten eröffnet sich dem Besucher ein mit viel Liebe gestalteter Landgarten. Prächtige Staudenbeete, vielfältige Rosen, Wasserquellen, ein alter Obstbaumbestand und eine kleine Kräuter- und Gemüseecke prägen das Bild. Gemütliche Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Ein echter Paradiesgarten erwartet den Besucher hier. Ein schöner Ort, an dem man die Seele baumeln lassen kann. „Durch eine glückliche Fügung konnten wir dieses kleinbäuerliche Anwesen vor gut elf Jahren erwerben“, erzählt der 54- jährige Michael Bongers, der den Garten gemeinsam mit Ehefrau Jutta bewirtschaftet. Es war im Frühjahr 2006 – während eines Spazierganges – als sie das alte Haus entdeckten, in dessen verwunschenem Garten ein Verkaufsschild angebracht war. „Dabei haben wir direkt die Möglichkeiten gesehen, die sich uns durch die Lage, die Weiträumigkeit und die alten Baumbestände bot. Dies war für uns Antrieb, Herausforderung und Glück.“ Ein Beet nach dem anderen Jutta Bongers ist in ihrem Bruchergarten immer mit der Rosenschere unterwegs. Foto: Markus van Offern „Als Allererstes haben wir einen Hausbaum gepflanzt, ohne eine wirkliche Idee oder einen Plan zu haben. Die Blutbuche hat sich mittlerweile zu einem stattlichen Baum entwickelt“, erzählt die 53- jährige Jutta Bongers. Nach zweijähriger Haussanierung wurden dann die Pläne für den ersten Teil des Gartens geschmiedet. So entstanden im Jahr 2008 die Pflasterung, die Wegeführung und die Hecken als Rahmen. Ihr Bestreben war es, dem fantastisch gelegenen Grundstück in dieser wunderschönen Natur und dem einstigen kleinbäuerlichen Anwesen gerecht zu werden. Keineswegs wollten sie den Ausblick in die Weite dieser Idylle verlieren. So wurde der Garten in die Landschaft integriert. Im Laufe der kommenden Jahre wurde dann Beet für Beet angelegt: Kreuzgarten, Obstwiese, Schattenbeete, üppige Staudenbeete, dazu Wasserquellen und Gehölzborder, ein kleiner Gemüsegarten, Rosen, darunter Englische, Gallica, persische, Rambler, historische Rosen und Kletterrosen, viele neue Bäume, eine Zierapfelbaumallee und eine Blumenzwiebelwiese. Im Garten stehen auch viele alte, bienenfreundliche Bauerngartenstauden. Doch damit ist die Gestaltung noch nicht beendet. „Es sind immer noch neue Ideen im Kopf“, sagt Michael Bongers. Das Ehepaar bewirtschaftet den Garten alleine und führt alle Arbeiten von A bis Z alleine aus. Dazu gehören schneiden, pflanzen, mähen, misten, jäten, ernten, säen, einmachen und gießen. Doch die beiden Hobbygärtner genießen die Arbeit. „Für uns bedeutet der Garten Erholung, Ruhe, Entspannung und körperlicher Ausgleich“, sagt Jutta Bongers. „Hier finden wir Ruhe und Frieden, und jeden Tag gibt es etwas Neues.“ Da ist die Freude, wenn etwas wie geplant aufgeht und gut wird und wenn sie neue Ideen angehen und umsetzen können. Schön ist auch, dass es immer wieder Wildtiere zu entdecken gibt, die dem Garten einen Besuch abstatten. Nach getaner Arbeit genießen sie ihren Garten an ihren Lieblingsplätzen unter dem Walnussbaum und am Ende der Apfelbaumallee. Monika Hartjes INFO Bruchergarten, Jutta und Michael Bongers, Ortsteil Uedemerbruch, Marienbaumer Straße 5, 47589 Uedem, Tel.: 02825 1322, www.bruchergarten.de. jutta.bongers@t-online.de. 28 Niederrheinische Blätter — 3/2017

Jedes Jahr verwandeln Alfons Bazelmans und Antonia Soeterbroek das Gesicht ihres Gartens. Ein Garten mit viel Leben Kalkar Hier wohnen Niederländer, das ist klar. Foto: Privat Welchen Gartentraum man aus 850 Quadratmeter Fläche realisieren kann, das zeigen Antonia Soeterbroek und Alfons Bazelmans mit ihrem Garten Plaza-Alfonto. Wobei der von einem Gartenarchitekten vor acht Jahren entworfene Garten inzwischen etliche Verwandlungen erfahren hat. „Wir verändern eigentlich jedes Jahr das Bild. Wir sehen etwas und auf einmal ist die Inspiration da. Wir müssen dann gar nicht viel nachdenken, sondern gehen einfach an die Veränderung heran. Unser Garten lebt“, sagt Bazelmans. So entstand ganz aktuell zu den drei bestehenden Wasserbecken ein viertes. Der Clou hier. Die beiden setzten einen Spiegel hinter die Wasserfläche. Überhaupt sind es, neben der Blumenpracht und den Küchenkräutern, die an einen bunten Bauerngarten erinnern, die vielen kleinen Kunstwerke, die den Garten zu einem besonderen Kleinod machen. Harmonisch ins Grün eingebracht entfalten sie ihre Wirkung. Da ist zum Beispiel die Frauenskulptur im Wasser, die für Wasserbewegung sorgt. Ein ebenfalls ganz spontaner Kauf der Gartenliebhaber und nun ein wahrer Hingucker. Wunderschön, die in die Fläche integrierten Sitzplätze, von denen es gleich sechs gibt. „Wir haben gemütliche Sitzecken für jeden Typ von Wetter“, beschreibt es Bazelmans. Da gibt es den Platz unter dem Maulbeerbaum, der im Sommer Schatten bietet und in der kühleren Jahreszeit, wenn keine Blätter vorhanden sind, die Sonne durchlässt. Den Nussbaum ziert eine runde Baumbank und wenn Gäste kommen, finden diese Raum unter dem Laubengang. Bis zu acht Personen können hier mit dem einmaligen Ausblick über die Felder und den Wald sitzen. „Der Garten ist arbeitsintensiv, aber er schenkt uns so viel Schönheit. In jedem Monat trägt er ein anderes Farbenkleid und gerade, wenn die Rosen blühen, liegt auch ein intensiver Duft über dem Ganzen“, sagt Bazelmans, dem die Freude über den Garten anzuhören ist. Bianca Treffer INFO Soeterbroek und Bazelmans, Theodor- Franken-Straße 56 in Kalkar, öffnen ihren Garten am 16. und 23. Juli sowie am 24. September von jeweils 11 bis 17 Uhr für Besucher. Der Eintritt ab zwölf Jahren beträgt drei Euro inklusive Kaffee und Kuchen. 3/2017 — Niederrheinische Blätter 29

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