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Niederrheinische Blätter

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Die Krefelder

Die Krefelder Gastronomin Tin Strücken hat mit ihrer Stullen Manufaktur den Geschmack der Zeit und der Kunden getroffen. Zickenstulle mit Blümchen Tin Strücken bereitet ihre köstlichen Stullen immer frisch zu und lässt bei der Verpackung ihrer Kreativität freien Lauf. Es gibt Bütterken und Bemmen, Knifften und Sandwiches (neudeutsch), es gibt belegte Brötchen und Wurst- und Käsebrote. Vergessen Sie Ihr vermeintliches Wissen rund um die beliebte Stärkung in der Pause, und lassen Sie sich die Zickenstulle mit Ziegenfrischkäse, dünnen Birnenscheiben und Rucola im Munde zergehen. Beißen Sie herzhaft in die Chickeriki Stulle mit Putenbrust und selbst gemachtem Dip oder lieben Sie die klassische ToMo Stulle belegt mit Tomate Mozzarella und Pesto? Das alles liefert „Tins Stullen Manufaktur“ in Krefeld. Die 52 Jahre alte Tin Strücken ist weit über die Grenzen der Samt- und Seidenstadt bei vielen Liebhabern der spanischen Küche bekannt, denn sie führt auf dem Krefelder Großmarkt das „Tapas“, das mit Köstlichkeiten aus dem Süden lockt. Nun hat die rege dreifache Mutter eine neue Idee, Leckermäuler in Krefeld zu verwöhnen. „Für meine Kinder habe ich jahrelang Bütterchen geschmiert, die sie mit zur Schule genommen haben. Ab und zu habe ich auch einmal Salatblatt untergeschmuggelt oder anstatt mit Wurst mit einem leckeren Dip das Brot bestrichen“, erinnert sich die Gastronomin. Nachdem sie ihr Gastroangebot auf dem Großmarkt Ende letzten Jahres auch um Catering mit regionalen, gesunden Produkten (Smoothie, frische Müsliriegel) ausgeweitet hat, kam ihr parallel dazu die Idee mit den Stullen. „Immer Pizza oder Pommes in der Mittagspause ist doch langweilig“, erzählt sie. „Versuchskaninchen“ war ihre Friseurin. „Zu einem Termin beim Friseur in der Mittagszeit habe ich der Friseurin, die ihre pause opferte, ein hübsch verpacktes, liebevoll geschmiertes Butterbrot mitgebracht und sie war begeistert“, sagt Tin Strücken. Die Anfrage ob nicht auch die Kolleginnen aus dem Salon in den Genuss der Stullen kommen könnten, folgte prompt, und Tin Strücken bastelte an einem Konzept. Heute gibt eine monatlich wechselnde Karte mit frischen Ideen rund um Brot, das teilweise selbst gebacken ist, und Bagel. Der Clou der Stullenmanufaktur ist jedoch nicht nur der köstliche Inhalt, sondern auch das geschmackvolle Äußere. Mit viel Liebe und geschicktem Händchen dekoriert Tin Strücken, nachdem die Stullen mit Lachs, Roastbeef oder Erbsenpesto in Backpapier und Butterbrottüte sicher verpackt wurden, die Hülle. Frische Gänseblümchen, Zeitungspapier oder hübsche Bänder verzieren den leckeren Inhalt appetitlich. Zu ihren jungen Stammkunden gehören neben den Friseuren Mitarbeiter eines Autohauses, das auch zu einem Autoevent mit Tins Stullen die Gäste verwöhnte, und eine Abteilung im Polizeipräsidium. Dabei ist die Bestellung denkbar einfach per Mail oder telefonisch bis 18 Uhr des Vorabends der Lieferung. Ja genau, Lieferung. Tin Strücken liefert ab fünf Stullen die Mittagsstärkung kostenfrei aus. Innerhalb Krefelds. Und alle anderen dürfen ihre Stullen auf dem Großmarkt im Tapas selber abholen. Der Weg für ein lecker Bütterken sollte nie zu weit sein. Margit Leuchtenberg INFO Tins Stullen Manufaktur, tin.struecken@t-online.de, Tel.: 01749242486. Jede einzelne Stulle wird liebevoll verpackt. Da freuen sich die Kunden auf die Mittagspause. Fotos (3): Lothar Strücken Tomate und Mozzarella wollen hier gemeinsam mit Basilikum und frischem Brot hoch hinaus. 16 Niederrheinische Blätter — 1/2017

Matthias Merholz vom Schniedershof beschäftigt sich bereits seit 30 Jahren mit dem Thema ökologische Landwirtschaft. „Bio-Pionier“ aus Wachtendonk Matthias Merholz ist ein echter „Bio-Pionier“. Der Chef des „Schniedershof“ in Wachtendonk hatte sich vor mehr als 30 Jahren erstmalig mit dem Thema ökologische Landwirtschaft auseinandergesetzt. Damals arbeitete der Gärtnermeister noch in der elterlichen Gärtnerei, als er zwei Menschen kennenlernte, die bereits Ökolandbau betrieben. „Besonders ein älterer Herr aus Dortmund hat mir sehr imponiert. Der betrieb Demeter-Landbau. Das war etwas, das ich auch machen wollte“, sagt Mehrholz. Gesagt, getan. 1986 bekam der junge Unternehmer seine Demeter-Zulassung. Anfänglich produzierte er weiter Blumen, rein biologisch, aber das war auf Dauer nicht besonders rentabel. Merholz stieg um auf die Direktvermarktung von Bio-Lebensmitteln, baute einen Bio-Großhandel mit auf. Nachdem die elterliche Gärtnerei verkauft wurde, Matthias Merholz. Foto: Archiv Wensierrski zog er um auf den Schniedershof. 1990 baute Merholz den Schniedershof mit Hilfe vieler Menschen um. Gerne würde er auch selbst größer produzieren, doch das klappte bislang nicht. „Ich habe noch keinen Verpächter für größere Flächen gefunden. Für den Biolandbau braucht man langfristige Pachtverträge. Das ist schwierig zu finden“, sagt Merholz. Außerdem benötige der konventionelle Anbau riesige Flächen, deswegen sei es für Bio-Bauern zusätzlich schwer, an Land zu kommen. Deswegen erhält der Schniedershof seine frischen Nahrungsmittel von ausgesuchten Bauern, Gärtnern und Verarbeitern in seiner Umgebung. „Neben den Bio-Zertifikaten garantieren unsere Handelspartner die Qualität unserer Produkte. Wir bemühen uns assoziativ zu arbeiten – verbindend, miteinander, nicht gegeneinander“, erläutert Merholz. Im Hofladen hält Merholz ein großes Produktangebot vor, von Obst und Gemüse über Trockenprodukte, Kindernahrung, Getränke bis hin zu Kosmetik und Reinigungsartikeln. Marc Cattelaens INFO Kostenlos sind die Tipps, die Matthias Merholz regelmäßig in seiner Kolumne „Matthias berichtet“ gibt, die auf der Homepage des Schniedershof biokistenlieferservice.de zu finden ist. 1/2017 — Niederrheinische Blätter 17

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