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Niederrheinische Blätter

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AUSFLUG Udo Brand aus

AUSFLUG Udo Brand aus Goch züchtet die Kaltblutpferde mit großem Erfolg und bietet Planwagenfahrten an. Schleswiger vom Niederrhein Saftige Wiesen und glückliche Tiere. Die Schleswiger Kaltblutpferde leben bei Udo Brand in Goch. Fotos (2): van Offern Wenn Udo Brand nach draußen schaut, kann er seine Pferde auf der Weide beobachten. „Das genieße ich sehr“, sagt der 66-Jährige. Denn Pferde begleiten ihn schon seit seiner Kindheit. „Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe mir als Student mein erstes Pferd gekauft“, erzählt er. Seinen großen Traum hat sich Udo Brand dann vor 21 Jahren erfüllt: ein eigener Bauernhof in Goch – inklusive Pferde. Genau: Schleswiger Kaltblutpferde. Denn die faszinieren ihn besonders. „Die Tiere sind unglaublich gutmütig, ausgeglichen, robust und pflegeleicht“, schwärmt er. „Und trotz ihres Körperbaus sind die Schleswiger sehr elegant, leichtfüßig und extrem lauffreudig – die perfekten Kutschpferde.“ Damit seine Pferde genug Bewegung haben, spannt Udo Brand die Tiere regelmäßig vor den Wagen. Seit diesem Monat bietet er wieder seine beliebten Kutsch- und Planwagenfahrten an. Große Gruppen, aber auch (Hochzeits-)Paare und Familien können sich im Planwagen, im schicken Jagdwagen, in der Wagonette oder im Jan Plezier, das ist eine Ausflugskutsche, durch die Landschaften rund um Goch kutschieren lassen. „Der große Wagen kann auch von drei Schleswigern nebeneinander gezogen werden“, sagt Udo Brand. „Das sieht dann besonders beeindruckend aus.“ Die Touren führen zum Beispiel durch die Niers- Auen, zur Viller Mühle, zur historischen Klosteranlage Graefenthal oder zur Schlossruine Hertefeld. Aber nicht nur den Niederrhein, sondern auch das niederländische Limburg zwischen Maas und Niers erfahren die Gäste in der Kutsche. „Wir können alle Touren individuell planen, alles ist möglich“, verspricht Udo Brand, der mit seinen Pferden auch an Umzügen teilnimmt, Kutscherlehrgänge anbietet und ständig neue Ideen hat. Aktuell ist er zum Beispiel auf der Suche nach einem Schlitten, um mit seinen Kaltblütern durch verschneite Landschaften im Sauerland oder im Bayerischen Wald zu fahren. „Ich hoffe, dass das bis zum Winter klappt.“ Der pensionierte Pfarrer möchte aber nicht nur immer mehr Leute für das Schleswiger Kaltblut begeistern. Als Hobby-Züchter hat er sich außerdem zum Ziel gesetzt, den Fortbestand der Rasse zu sichern. Denn die steht auf der Roten Liste gefährdeter, einheimischer Nutztiere. „Früher wurden die Pferde als Arbeitstiere in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt“, erzählt er. Ebenso als Zugpferd in der Industrie, beim Militär und als Brauereipferd. „Die Zeiten sind vorbei. Aber das Schleswiger Kaltblut ist nicht nur ein ideales Zugpferd, sondern es eignet sich auch für Freizeitreiter, die beispielsweise etwas kräftiger sind.“ Zauberbote brachte den Erfolg Als Brand vor Jahren mit der Zucht anfing, war er noch im Hauptberuf Pfarrer und Seelsorger am Berufskolleg Kleve. Schmunzelnd erinnert sich an die ersten Zuchtversuche: „Mit einer Stute und Gefriersperma: Nichts als Nerven und Geld hat mich das gekostet.“ Aber dann kam Zauberbote - und mit dem dreijährigen Hengst kam der Erfolg. Seit er da ist, werden auf dem Hof regelmäßig Fohlen geboren. Aktuell sind es zwei, außerdem leben dort die Stuten Una, Veilchen und Emma. „Mehr als zwei bis drei Fohlen im Jahr sollen es aber nicht werden“, betont der Freizeit-Züchter, der die einzige Schleswiger-Zucht in Nordrhein- Westfalen betreibt. Die Kaufinteressenten für die Fohlen aus Goch kommen auch aus Norddeutschland und den Niederlanden. „Aber am liebsten bringe ich die Tiere in der Region unter, damit ich sie noch besuchen kann“, sagt Brand, der eine enge Bindung zu jedem seiner Pferde hat. Seine Schleswiger vom Niederrhein sind schon oft prämiert worden. „Darauf bin ich sehr stolz, weil die Zucht ja nur mein Hobby ist!“ Und Zauberbote ist mittlerweile so bekannt, dass Pferdebesitzer von überall her ihre Stuten nach Goch bringen. Angeboten werden verschiedene Ausflüge mit der Kutsche oder dem Planwagen, auf Wunsch auch mit Picknick oder Grillen. Eine Planwagenfahrt (3 Std. Dauer) für eine Gruppe mit 16 Personen kostet beispielsweise ab 20 Euro pro Person. Udo Brand bietet auch Kutscherlehrgänge (Theorie und Praxis) an, Dauer: 3 Monate. Verena Bretz Udo Brand hat sich einen Bauernhof gekauft. INFO Kaltblut-Gestüt Udo Brand, Hassumer Straße 188 in Goch, Tel. 02823 86469, kaltblutpferde-goch.homenet.org. 14 Niederrheinische Blätter —2/2017

fahrRad-Pause in der Marienstadt. 200 Jahre Fahrrad Helfen mit weltweiter Erfahrung. Mit erfahrenen Auslandshelfern wollen wir die Lebensumstände von Menschen in Not möglichst dauerhaft verbessern. Vor allem unsere medizinischen Fähigkeiten spenden neue Kraft zum Leben! Spendenkonto 4242 BLZ 370 205 00 (BfS) Stichwort: Auslandshilfe www.johanniter-helfen.de Karl Drais erfand 1817 eine Laufmaschine. Die Nachfolger sind jetzt in Kevelaer zu sehen. Foto: Archiv dpa Zur ersten „fahrRad-Pause Kevelaer“ lädt die Marienstadt am Samstag, 2. Juli von 10 bis 18 Uhr auf den Peter-Plümpe-Platz ein. Vom historischen Laufrad bis zum Pedelec spannt das Kevelaer Marketing im Jubiläumsjahr „200 Jahre Fahrrad“ den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft. Radfahren gehört zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten auch am Niederrhein: Zeitgleich mit dem Niederrheinischen Radwandertag zwischen Rhein und Maas und der Motorrad-Wallfahrt gibt es ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Aktionen zum Mitmachen. Ergänzt wird die „1. fahrRad-Pause Kevelaer“ durch eine Infomeile rund um die Themen Tourismus, Fitness, Gesundheit und Sicherheit. Wer gerne seinen nächsten „Rad“Urlaub plant, findet vielfältige Anregungen. Angefangen bei „Bett & Bike“ zertifizierten Übernachtungsbetrieben bis zu Radtouren und Ausflugstipps für die Region Niederrhein. „Wir möchten den Besuchern ein weites Spektrum zum Thema Fahrrad präsentieren und dabei Kevelaer und die Radregion Niederrhein möglichst breitgefächert darstellen“, ergänzt City-Managerin Nicole Wagener. Bei allem steht der Drahtesel im Mittelpunkt: Einrad- Workshops, Mühlen-Rad, Verkehrssicherheits-Parcours, Historische Zweirad-Ausstellung, Mountainbike-Parcours, Spinningvorführungen, Bike- Looping. Außerdem sind die Besucher eingeladen, ihr Geschick auf dem Segway-Parcours zu probieren. Mit zum Angebot gehören ein bewachter Fahrrad-Parkplatz, eine Pannenhilfe für Notreparaturen und die Möglichkeit ein NiederrheinRad für die geführten Routen rund um Kevelaer zu testen. Liss Steeger INFO Die fahrRad-Pause Kevelaer am Samstag, 2. Juli ist eine Freiluft-Messe für alle - zum Anfassen und Probefahren. www.kevelaer.de. 2/2017 — Niederrheinische Blätter 15

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