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Niederrheinische Blätter

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Kleve 30

Kleve 30 Wohnmobilstellplätze gibt es im Kreis Kleve, und die Wohnmobilfreunde Niederrhein besuchen diese mit Freude. Menschen und glückliche Kühe Jedes Jahr zu Saisonbeginn, das heißt, wenn die Temperaturen für Reisemobilisten wieder positiv stimmen, treffen sich die „Wohnmobilfreunde Niederrhein“, um gemeinsam zu fachsimpeln und ein kühles Getränk auf die frische Draußen-Saison zu heben. Der Wohnmobilpark im Ökodorf Rheurdt ist Treff- und Sammelpunkt für die Wohnmobilfreunde, die sich über Facebook austauschen und sich gegenseitig immer auf dem Laufenden halten. Uwe Bayer und seine Frau sind nicht zum ersten Mal hier. 2015 haben sie sich der Facebook-Gruppe angeschlossen und sind seitdem mit ihrem Reisemobil auf Achse. Der Niederrhein ist eines ihrer Lieblingsziele. „Wegen der netten Menschen und der glücklichen Kühe“, lacht Irmgard Bayer und löst bei den Freunden, die es sich vor ihren Gefährten gemütlich gemacht haben, einen Sturm der Begeisterung aus. Der Stellplatz in Irmgard und Uwe Beyer sind mit ihrem Wohnmobil und den Fahrrädern für den Niederrhein bestens ausgestattet. Foto: WfG Rheurdt ist einer von vielen im Kreis Kleve, der sich als besonders wohnmobilfreundliches Reiseziel einen Namen gemacht hat. In allen 16 Städten und Kommunen des Kreises findet sich mindestens ein Platz für die „Womo-Touristen“. Das bestätigt auch Hans-Josef Kuypers, Chef der Wirtschaftsförderung des Kreises, der den Zusammenhalt der Gemeinden in Sachen Reisemobiltourismus lobt und auf den ökonomischen Faktor für die Region verweist. Und der ist beachtlich. Schließlich lassen die Reisenden pro Kopf und Tag knapp 40 Euro vor Ort. Bei rund 100 000 Übernachtungen im Jahr freut das Auswahl der Stellplätze im Kreis Kleve: Goch, Friedensplatz, 270 Stellplätze, ww.goch.de. Geldern, Reisemobilhafen „Am Holländer See“, 50 Stellplätzen, www.geldern.de. Kevelaer, Reisemobilhafen „Den Heyberg“, 150 Stellplätze, www.wohnmobilhafen-den-heyberg.de. Reisemobilstellplatz nicht nur den Einzelhandel. Bilderbuchlandschaft am Rhein Doch warum kommt man überhaupt an den Niederrhein? Sicher sind es die bereits erwähnten netten Menschen, die Bilderbuchlandschaft sowie die historischen Sehenswürdigkeiten. Daneben punktet auch die kurze Anreise aus dem Ruhrgebiet und den Metropolen der Rheinschiene. Nicht zu vergessen die entspannte Verkehrssituation, das perfekt ausgebaute Radwegenetz und die Reisemobil-Infrastruktur. Rees, „Ebentalstraße“, 46 Stellplätze, www.stadt-rees.de. Straelen, Stellplatz am Fitnessbad „wasserstraelen“, 27 Stellplätze www.wasserstraelen.de. Wachtendonk, Stellplatz „Achter de Stadt“, 24 Plätze, www.wachtendonk.de. WfG Fachhändler bieten Miet-Reisemobile, andere Firmen haben sich beispielsweise auf Solaranlagen für Womos spezialisiert, die an Ort und Stelle montiert werden. So kann der Reisemobilbesitzer das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Gut 30 Stellplätze (ab vier Euro pro Tag) gibt es im Kreisgebiet. Alle sind mit Strom-, Wasseranschluss und Entsorgungsmöglichkeit ausgestattet. Manche halten E-Bike-Ladestationen und WLAN bereit. Die hohe Stellplatzdichte fördert die Mobilität. Und die ist bekanntlich das Lebenselixier der Wohnmobilfahrer. Wie Perlen an der Schnur reihen sich die Attraktionen, und der touristische Kalender kennt viele Höhepunkte. Beispielsweise in Goch, wo vom 20. bis 23. Juli zum zehnten Mal die deutschlandweit einmalige Reisemobilwallfahrt mit Fahrzeugsegnung und -prozession stattfindet. WfG INFO Eine Auflistung der Reisemobilstellplätze gibt es unter: www.wfg-kreiskleve.de. 28 Niederrheinische Blätter — 2/2017

Schloss Moyland lädt in den Park ein: Kräuter, Pflanzenraritäten und Kunsthandwerk. Hier ist ein Kraut gewachsen Es ist ein Fest für alle Sinne: Mal frisch, mal würzig, dann wieder blumig-süß betört der Duft die Besucher, wenn man durch den Kräutergarten des Museums Schloss Moyland streift. Das Moyländer Kräuter- Duftende Kräuter rund um das Schloss. Foto: Archiv gartenfest ist ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders und zieht schon seit Jahren tausende Besucher von nah und Fern an. In diesem Jahr findet es am 27. und 28. Mai statt - am Samstag von 10 bis 19 Uhr, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Neben einem naturpädagogischen Angebot für Kinder und Erwachsene, Kräuterführungen und kreativen Aktionen gibt es auch wieder einen Markt mit Kräutern und Gemüsepflanzen, historischen Rosen und Staudengewächsen sowie Kunsthandwerk und Nützlichem für den Garten. „Im Kräutergarten gibt es Heil- und Arzneipflanzen, würzige Küchenkräuter oder giftige Gewächse – mit über 350 verschiedenen heimischen und ausländischen Kräutern gilt der Kräutergarten des Museums Schloss Moyland als einer der größten und attraktivsten der Region Kleve/Niederrhein. 1999 wurde der Kräutergarten nach dem Fund des bis dahin unbekannten Anholter-Moyländer Kräuterbuches von 1470 angelegt, das sich heute in der Fürstlich Salm-Salmschen Bibliothek der Wasserburg Anholt befindet“, erklärt Sofia Tuchard, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vom Museum Schloss Moyland. Das Organisationsteam um Jannie Uhlenbrock- Lueb stellt alljährlich ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine. So schlüpft etwa Gesundheitsberaterin Silvia Steinberg in die Rolle der Gelehrten und erzählt bei einer Kräuterführung aus dem Leben der Heiligen zwischen Kräutergarten, Klostermedizin und Kirchenpolitik. Auch Kräuterpädagogin Carola Wiefhoff nimmt die Gäste mit auf eine Tour durch den Garten der Hildegard von Bingen. Niederrhein-Guide Gabi Willenberg lädt ein zu einer Wildkräuterwanderung, Heilpraktikerin Susanne Ewig zu einer Führung zum Thema „Heilkraft der Bäume“. Monika Hartjes INFO Eintritt inkl. Ausstellungen: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei. Bedburg-Hau 2/2017 — Niederrheinische Blätter 29

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