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Oktoberfestzeitung Xanten 2017 -15.09.2017-

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DIE GESCHICHTE HINTER

DIE GESCHICHTE HINTER DER GESCHICHTE Viel mehr als nur ein Fahrgast Dietmar Nagels ist seit 20 Jahren Taxifahrer, ringt jedes Jahr hunderte Gäste vom Oktoerfest nach Hause. 2014 hat er einen ganz esonderen Gast aufgeommen: seine heutige ebensgefährtin. VON BARBARA GROFE Im Herbst 2014 klingelt Dietmar Nagels’ (54) Telefon im Taxi. Im Display: eine Handynummer. Die Frauenstimme am anderen Ende möchte vom Oktoberfest nach Hause, eine Adresse in Xanten, gebracht werden. Nagels, der schon seit 20 Jahren Taxifahrer in Xanten ist, fährt zum Festzelt, die Frau, Dietmar Nagels hat sein Liebesglück im Taxi gefunden: Er war der Fahrer, sie der Gast. die ihn angerufen hatte, steigt ein – und der Xantener ist hin und weg. Es sind nur ganz wenige Minuten dieses Oktobertages, aber sie reichen. Sie reichen Dietmar Nagels, um zu wissen, dass da eine ganz großartige Frau in seinem Auto sitzt, die er nicht einfach so unverrichteter Dinge wieder gehen lassen will. Dietmar Nagels ist seit 20 Jahren Taxifahrer in Xanten. Während des Oktoberfests hat er besonders viel zu tun. Er wartet dann mit den Taxifahrer-Kollegen in der Schlange vor dem Festzelt, bis Kundschaft kommt. Viel in seinem Job ist – wie in jedem Job – Routine, Verhaltensweisen wiederholen sich: Nagels berichtet von Kunden, die versuchen, den Preis zu drücken, von solchen, die nicht mehr wissen, wo sie wohnen oder denen, die kein Geld dabei haben, von Oktoberfest-Feierwütigen, die es übertrieben haben und sich leider in seinem Auto übergeben müssen. Berufsrisiko, sagt der Xantener dazu und zuckt mit den Achseln. In dem Fall hilft übrigens nur Pragmatismus: „Abwischen, desinfizieren, weiterfahren“, sagt Nagels. Zurück zur Nicht-Routine, zu dem Herbstabend im Jahr 2014: Als die junge Frau sich in sein Taxi setzt, ist Dietmar Nagels schlagartig verzaubert. Hinreißend sieht sie in ihrem Dirndl aus, denkt der Xantener bei sich, als er in die Nacht hinein- und in Richtung Zuhause der Frau fährt. Am Ziel angekommen, nimmt er all seinen Mut zusammen. Er fragt sie, ob es vielleicht okay wäre, wenn er die Nummer, über die sie ihn angerufen hat, abspeicherte. Und ob es außerdem okay wäre, wenn er sich irgendwann mal meldete. Die junge Frau sagt zweimal Ja – und Nagels ist überglücklich. Und er bleibt es: Dietmar Nagels und seine Freundin Nina sind noch immer zusammen. Im Dubai-Urlaub in diesem Jahr hat er seiner Freundin sogar einen Heiratsantrag gemacht. „Über den Dächern der Stadt habe ich sie gefragt, ganz zufällig hatte ich einen passenden Ring dabei“, sagt Nagels und lacht. Denn Nina „Über den Dächern der Stadt habe ich sie gefragt, ganz zufällig hatte ich einen Ring dabei“ hat wieder Ja gesagt. Im Juni 2018 wird geheiratet, Trauung in der Xantener Mühle, die Feier dann im Schützenzelt. Sie habe sich schon ein wunderschönes Kleid ausgesucht, erzählt Nagels. Gesehen hat er es noch nicht, das würde ja das Pech anziehen. Nicht jedem bringt das Taxi so viel Glück wie dem glücklichen Paar: Ein Krefelder, der sich beim Oktoberfest in eine Frau verguckt hat, kannte nur ihren Vornamen. keinen Nachnamen, keine Nummer, keine Mailadresse, nichts. Der verzweifelte Gast schüttete dem Taxifahrer sein Herz aus, bat ihn um Hilfe. „Aber da FOTO: ARMIN FISCHER kann man ja nichts machen“, sagt Nagels. Besser aus ging die Geschichte des Fahrgastes, der die Kamera mit den Hochzeitsfotos der Tochter im Taxi von Dietmar Nagels vergessen hat. Der Mann rief Nagels am kommenden Tag an, fragte, ob er etwas im Taxi gefunden hätte. Nagels kniete sich auf die Rückbank seines Wagens, schaute unter den Beifahrersitz nach – und fand die Kamera mit den wichtigen Bildern darauf. Das Oktoberfest ist für Dietmar Nagels und seine Freundin immer etwas Besonderes. Er geht in jedem Jahr einmal samstags und einmal sonntags, Nina geht fast jeden Sonntag ins Festzelt. Es hat ihnen schließlich Glück gebracht. Das Größte. Elf Fehler finden und VIP-Karten plus Hin- und Rückfahrt gewinnen (jul) Bei unserem Bilderrätsel mitzumachen, lohnt sich. Im unteren Bild unseres Fotografen gilt es, elf Fehler zu finden. Und das ist der Preis, den es zu gewinnen gibt: Gemeinsam mit dem Freizeitzentrum Xanten verlosen wir acht VIP-Tickets für das Xantener Oktoberfest 2018 plus Hin- und Rückfahrt. Wer den Preis gewinnt, kann sich wünschen, zu welchem Termin er oder sie mit sieben weiteren Personen zur Wiesn möchte. Um die Hin- und Rückfahrt müssen sich die Glücklichen übrigens keine Gedanken machen. Der Shuttle-Service ist inklusive. Und so funktioniert das Gewinnspiel: Wer alle elf Fehler entdeckt hat, diese dann noch gut sichtbar mit einem Stift kennzeichnet und die Rätselseite mit ausgefülltem Coupon an die RP schickt (Adresse siehe Coupon), der darf auf die begehrten Tickets hoffen. Teilnahmeschluss ist der 30. Oktober (Poststempel oder Datum Mail-Eingang). Variante 1: Die komplette Seite mit der Lösung und dem ausgefüllten Coupon oder eine Kopie an Matthias Schaum, Großer Markt 11, 46483 Wesel. Variante 2: Ein Foto der kompletten Seite mit der Lösung und dem ausgefüllten Coupon machen und per E-Mail an matthias.schaum@rheinischepost.de senden. Original. FOTO: ARMIN FISCHER Fälschung. MONTAGE: ARMIN FISCHER

Der große Xanten-München-Vergleich Was München kann, kann Xanten auch. Nicht nur beim Oktoberfest gibt es Parallelen: Es wimmelt geradezu von Gemeinsamkeiten, wie unser Xanten- München-Vergleich zeigt. Es gibt einen überraschenden Gewinner. Xanten München 1:0 Xanten München 1:1 VON SEBASTIAN PETERS XANTEN/MÜNCHEN Man kann natürlich bierernst auf diese beiden Städte schauen – das würde einem Anlass wie dem Oktoberfest aber kaum gerecht. Unbestritten haben ja Xanten und München beide so ihre Reize. Beide Städte sind geprägt durch die Historie, beide bieten kulturell wie landschaftlich hohe Lebensqualität und in beiden Städten gibt es Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Münchener nennen das „Mia san Mia“. In Xanten äußert sich das dergestalt, dass der Dom gefüllt ist, sobald die Glocken läuten. Den Sport darf man nicht vergessen: In München kann man beim FC Bayern Champions-League- Fußball schauen, im Umfeld von Xanten kann man dafür beim SV Sonsbeck hervorragenden Amateur-Fußballsport sehen. Wenn man also diese Städte vergleicht, dann kann man zu einem überraschenden Ergebnis kommen, wie unsere kleine Bildersammlung rechts zeigt. 4:2 für Xanten, Sieg auf ganzer Linie! Zwei mächtige Bauwerke: Der Xantener Dom (links) geht auf ein Bauwerk aus karolingischer Zeit im Jahr 725 zurück. Die Frauenkirche in München hat ihre Wurzeln in einer kleinen Marienkapelle, die erst im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Punkt für Xanten! FOTOS: ARFI (3)/MÜNCHEN.DE/CARO/DPA/KREBS/BAUCH Xanten München 4:2 Zweimal Sportstadion: Nichts gegen die Allianz-Arena, aber im Vergleich zum APX ist das eben doch nur ein Gummiboot. Punkt Xanten! Zweimal Erholung: Die Münchener haben ihren Englischen Garten, die Xantener ihren Archäologischen Park Xanten. Beides schön, der Englische Garten vielleicht noch etwas schöner. Punkt für München Xanten München 1:2 Zweimal Müller: Thomas Müller vom FC Bayern (r.), links der APX-Direktor Dr. Martin Müller. Vorteil Thomas Müller: Er hat deutlich mehr Länderspiele. Punkt für München. Xanten München 3:2 Xanten München 2:2 Zwei Flüsse: Sorry, liebe Münchner, aber Eure Isar ist nun wirklich kein reißender Fluss. Wenn Ihr einen echten Strom sehen wollt, dann kommt mal an den Niederrhein. Punkt für Xanten Zweimal Oktoberfest: Zugegeben, das Original steht in München, und nicht in Wardt. Dafür gibt es beim Feiern in Xanten einen großen Vorteil: Man läuft nicht Gefahr, Horst Seehofer über den Weg zu laufen. Punkt für Xanten

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