Aufrufe
vor 3 Wochen

Ostseeinsel Usedom -02.03.2019-

Ostseeinsel Usedom

REISE&WELT SAMSTAG, 2. MÄRZ 2019 KANAREN Teneriffa feiert Karneval wie im Rausch Seite 3 E7 RHEINISCHE POST INDIEN RP-GEWINNSPIEL Liebe in Marmor, Erotik in Stein Golfurlaub im Osnabrücker Land Das Taj Mahal ist weltberühmt als grandioses Symbol ewiger Liebe. Die Tempel von Khajuraho hingegen begeistern mit tausend Jahre altem Sex. VON EKKEHART EICHLER Bildschön und weltberühmt: Das Taj Mahal ist Indiens bedeutendste touristische Attraktion. Die Vereinigung ist hier kein in erster Linie körperlicher Akt, sondern eine spirituelle und damit religiöse Form der Gotteserfahrung. Es kann nur eine Fata Morgana sein, die der Morgennebel da urplötzlich ausatmet. Ein ätherisch flirrender Hauch, weiß und transparent wie ein Hochzeitsschleier, zart und filigran wie ein Schmetterlingsflügel. Einmal Augen reiben, doch das vermeintliche Trugbild will nicht verblassen. Im Gegenteil: Mit jedem Lidschlag materialisiert es sich deutlicher. Und als sich der Dunst vom nahen Fluss endlich verflüchtigt, strahlt es dann ganz real unter blauem Himmel: das einzigartige und wunderbare Taj Mahal. Oder wie es der große Dichter Rabindranath Tagore einst poetisch pries: „Eine Träne auf der Wange der Zeit.“ Als 1631 Mumtaz Mahal, die Lieblingsfrau des Großmoguls Shah Jahan, bei der Geburt ihres vierzehnten Kindes stirbt, gibt dieser – tief erschüttert ob des Verlustes – ein Mausoleum in Auftrag, das alles bisher Dagewesene an Schönheit und Vollkommenheit übertreffen sollte. Und 17 Jahre später schon wird dieses Wunder wahr. Das atemberaubend schöne Grabmal aus weißem Marmor steht auf einer Plattform inmitten eines Gartens aus symmetrisch angelegten Wasserläufen und Fontänen. Es wird gekrönt von einer Zwiebelkuppel und flankiert von minarettartigen Türmen, die leicht nach außen geneigt sind – bei einem Erdbeben würden sie also nicht auf das Grabmal stürzen. Blendnischen und Zierpavillons vermitteln den Eindruck schwebender Leichtigkeit. Schriftbänder mit Suren aus dem Koran säumen die Portale. Blumen- und Rankenreliefs aus Marmor schmücken den unteren Teil der Fassade. Im Zentrum der Anlage stehen die Kenotaphe (Scheingräber) von Mumtaz Mahal und Shah Jahan, verschwenderisch geschmückt mit Intarsien aus Halbedelsteinen und umgeben von einem prächtigen Marmorgitter. Die sterblichen Überreste des Paares ruhen unmittelbar darunter in der nicht zugänglichen Grabkammer. Auf ewig verbunden, wie im Leben, so auch im Tode. Kein Wunder folglich, dass dieses Symbol tiefer Zuneigung für frisch vermählte indische Eheleute fast Wallfahrtsort-Charakter hat. So unangefochten das Taj Mahal den touristischen Thron Indiens besetzt, so felsenfest behauptet sich auf Platz zwei eine noch viel aufregendere Attraktion. Oder besser gesagt, eine erregendere. Im kleinen Ort Khajuraho nämlich – eine Tagesreise südlich vom Taj Mahal – haben es 22 alte Tempel zu weltweitem Ruhm gebracht. Dank Indiens wohl delikatestem Kulturerbe. Denn in Khajuraho geht es zur Sache. Ungeniert und ungehemmt geben sich hier attraktive Menschen – von unbekannten Steinmetzmeistern vor tausend Jahren kunstvoll aus Sandstein skulptiert – erotischen Spielen hin. Zumeist spärlich bekleidete Herren und Damen bei freizügigem Sex zu zweit, zu dritt oder gar zu viert; zugange sind aber auch Männer mit Männern, Frauen mit Frauen, auf einem Fries sogar Soldaten mit einem Pferd. Im erotischen Freilichtkino von Khajuraho gibt es raffinierte Verführung zu bestaunen und ausgedehntes Vorspiel – eine überaus plastische und vollkommen tabulose Zurschaustellung von sexueller FOTOS (2): EKKEHART EICHLER Aktivität, wie man sie nirgendwo sonst je in aller Öffentlichkeit gesehen hat. Geschweige denn an götterngeweihten Tempeln. Doch was im prüden Indien von heute unvorstellbar wäre, war zur Bauzeit der Tempelstadt zwischen 950 und 1070 offensichtlich völlig normal. Damals stand die altindische Liebeslehre Kamasutra hoch im Kurs und war mitverantwortlich für ein Klima sexueller Unverkrampftheit. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das Skulpturenensemble besteht nur zu etwa zehn Prozent aus solch frivolen Akten, die außerdem oft gar nicht so leicht zu entdecken sind in der Fülle der Szenen. Insgesamt schmücken über 2000 Skulpturen die Steilwände. Auch wenn es also auf den ersten Blick so scheinen mag – die Tempel von Khajuraho sind sehr viel mehr als ein steinerner Kamasutra-Katalog. Aber erkläre das mal einer den Busladungen verschämt kichernder Touristen. INFO Indien Anreise Zum Beispiel mit Air India von Frankfurt nach Delhi (ab 505 Euro, Flugzeit ca. acht Stunden); zur Einreise ist ein Visum erforderlich, das vorab besorgt werden muss (bei Gruppenreisen über Veranstalter). Beste Reisezeit Von Oktober bis April ist es im Norden regenfrei bei angenehmen Temperaturen. Übernachtungen In Agra zum Beispiel Hotel Mansingh Palace, DZ/F ab 80 Euro, www.mansinghhotels.com. In Khajuraho Ramada, DZ/F ab 60 Euro, www.ramadakhajuraho.com. Pauschalreisen Eine Zehn-Tage-Privatreise „Vom Taj Mahal zum Ganges“ gibt es bei Gebeco ab 1085 Euro (ohne Flug). Sprache Amtssprache ist Hindi. Daneben gelten auch Englisch (noch aus der Kolonialzeit) und 17 gleichberechtigte Regionalsprachen als Amtssprache. Währung In Indien wird mit Rupien bezahlt. Gesundheit Unbedingt empfehlenswert sind Malariaprophylaxe und Tetanusschutzimpfung, ratsam Hepatitis- und Typhusschutz. Meiden Sie beim Essen und Trinken alles, was mit Leitungswasser in Berührung gekommen sein könnte. In die Reiseapotheke gehören Mittel gegen Durchfall und Erkältungen sowie eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Internet www.india-tourism.net www.icredibleindia.org www.gebeco.de Wenn im März der Frühling Einzug hält, startet im Osnabrücker Land die Golfsaison – der perfekte Zeitpunkt für einen Urlaub im Idingshof. Inmitten einer schönen Parkanlage am Hase-See bietet das Hotel zahlreiche Vorteile für Ihren Golfurlaub. Sie erreichen sechs schöne Golfplätze in unter 30 Minuten. Massagen, Wellness-Angebote und die attraktive Varus-Therme nebenan garantieren Entspannung. Die Nacht inklusive einmal Greenfee, Halbpension und Eintritt ins Hasebad gibt es schon ab 129,50 Euro pro Person. Mehr Informationen: www.idingshof.de Frage beantworten und mit etwas Glück sieben Übernachtungen im Doppelzimmer mit Halbpension für zwei Personen gewinnen: An welchem See liegt der Idingshof Hotel & Restaurant? Antwort nennen unter 0 137 9 88 67 15 (50 Cent/ Anruf aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichende Preise aus dem Mobilfunk) oder SMS mit dem Kennwort „rpreise“, Leerzeichen, Ihrem Namen, Adresse und Lösung an 1111 (ohne Vorwahl, 50 Cent/SMS)! Teilnahme erst ab 18 möglich; ausgeschlossen sind Mitarbeiter des Verlags oder verbundener Unternehmen. Das Los entscheidet und die Gewinner werden kurzfristig benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinns kann nicht erfolgen. Der Gewinn ist ohne Anreise. Im Übrigen finden Sie unsere Teilnahme- und Datenschutzbedingungen auch unter rp-online.de/teilnahmebedingungen Teilnahmeschluss: 05.03.2019 Ostseeinsel Usedom ANZEIGE Naturparadies für Familien nur eine Stunde entfernt Wer das Meer und die Natur liebt, ist auf Deutschlands Sonneninsel ebenso gut aufgehoben wie Erlebnisurlauber. Usedom ist per Flug erreichbar. Die Ostseeinsel Usedom ist ein Urlaubsparadies für Kinder und Familien. Mit dem 42 Kilometer langen feinen Sandstrand, der flachen Ostsee und der unberührten Natur im Achterland ist Usedom prädestiniert für einen unvergesslichen Familienurlaub. Durch ihre günstige Lage im äußersten Nordosten verwöhnt Deutschlands zweitgrößte Insel ihre Gäste mit überdurchschnittlich viel Sonnenschein. Vor allem der Strand und die Ostsee ziehen Kinder magisch an. Ausgerüstet mit Eimer, Schaufel und Förmchen bauen sie beeindruckende Sandburgen, legen Kanäle und Staudämme an oder modellieren kunstvolle Sandfiguren. Wer einen Blick für schöne Radwege und abwechslungsreiche Küsten laden auf Usedom zu Ausflügen ein. Muscheln, besonders geformte Steine, bizarres Strandgut oder sogar Bernstein hat, entdeckt am Strand manch kostbaren Schatz. Faszinierend sind auch die fünf Seebrücken, auf denen die Kinder über den Wellen spazieren können. Usedom lässt sich bestens zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken. Der Strand, die hügelige Landschaft im Hinterland und die abwechslungsreichen Gewässer rund um Usedom laden zum Wandern und Radfahren ein. Wandertouristen können die Insel Usedom auf 400 Kilometer langen Wanderwegen entdecken oder das 200 Kilometer lange Wegenetz mit dem Rad erkunden. Zauberhafte Gartencafés sind lohnende Ziele für Ausflüge in das Usedomer Achterland. Hier werden die Gäste mit selbstgebackenem Kuchen, Kaffeespezialitäten und regionalen Produkten verwöhnt. Usedom ist ein abwechslungsreiches Revier für Segler und Wassersportler. Kleine versteckte Naturhäfen, idyllische Wasserwanderrastplätze sowie Yacht- und Sportboothäfen empfangen die Freizeitkapitäne mit komfortablen und modern ausgestatteten Liegeplätzen. Köstlichen Fisch aus der Ostsee, dem Peenestrom, dem Achterwasser oder dem Stettiner Haff genießt man fangfrisch oder auf Buchenholz geräuchert direkt am Hafen und in den zahlreichen Fischrestaurants der Insel. Insbesondere die Seebäder im Insel-Norden leben Familienfreundlichkeit. Einzigartig an der gesamten deutschen Ostseeküste ist etwa Karlshagens Kinderkurdirektorin, die sich mit großem Elan für die Wünsche und Interessen ihrer Altersgenossen einsetzt. Nicht nur Strand und Meer bieten beste Voraussetzungen für Spiel und Spaß. Usedom wartet mit vielfältigen Erlebnisangeboten für Kinder und Jugendliche auf. Auf den Kletter- und Experimentierspielplätzen in den Grünanlagen können sie sich austoben. Besonders im Kletterwald Usedom in Neu Pudagla ist Mut, Gleichgewichtssinn und Geschicklichkeit gefragt. Sollte sich die Sonne doch einmal hinter den Wolken verstecken, garantieren die abwechslungsreichen Badelandschaften der Bernsteintherme in Zinnowitz und der OstseeTherme Usedom in Ahlbeck ungetrübten Badespaß. Übrigens erreichen Urlauber aus Westdeutschland Usedom in nur etwa einer Stunde per Flugzeug. Von April bis Oktober bringt Eurowings Fluggäste aus Düsseldorf und ab Mai von Dortmund aus zum Inselflughafen Heringsdorf. Weitere Informationen und Urlaubsangebote auf www.usedom.de

Sonderveröffentlichungen