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Mein eigenes Pferd von

Mein eigenes Pferd von Gökcen Stenzel Der Pferdekauf muss gut überlegt sein, sonst wird er für Ross und Reiter schnell zum Albtraum. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt. SELBST-CHECK FRAGEN 1. Was bin ich für ein Reiter / seit wann bin ich Reiter? Gehe ich gern mit dem Pferd in den Wald oder aufs Turnier? Oder auf die Jagd? Bin ich gesellig oder lieber für mich? Bin ich erfahren im Sattel und im Umgang (zehn Jahre intensive Reiterfahrung müssen mindestens hier stehen, um ein Ja zu rechtfertigen) oder stehe ich noch am Anfang? Bin ich gar kein Reiter, sondern Fahrer? (Im Folgenden geht es um Reiter). 2. Wie bin ich körperlich aufgestellt? Bin ich klein und leicht oder eher nicht? Bin ich sportlich und schlank oder eher weniger? Gerate ich schnell aus der Puste oder stehe ich im Training? Dabei unbedingt beachten: Reiten ist eine sportliche Betätigung, auch ohne Turniere und Wettkämpfe. Ein Minimum an körperlicher Fitness ist Pflicht, ein Mehr kann nicht schaden. 3. Foto: privat Erster Punkt, bevor irgendetwas passiert: Der Selbst-Check! Beantworten Sie für sich folgende Fragen wahrheitsgetreu Welche Pferdetypen gefallen mir? Leichte oder schwere Pferde? Ponys und Kleinpferde oder große Warmblüter? Barocke Rassen und Kaltblüter? Wer Freizeitreiter ohne sportliche Ambitionen ist, hat hier sicher andere Vorstellungen als der Turnierreiter. Und: Wie alt soll und darf mein Pferd sein? Die Faustregel: Erfahrener Reiter (siehe links) – junges Pferd. Unerfahrener Reiter – ausgebildetes Pferd. Wer diese Regel missachtet, hat sich noch immer unglücklich gemacht. 4. Wie viel Zeit habe ich für mein Pferd? Brauche ich Hilfe, um alles zu bewältigen? Wer könnte die stellen (Freund, Bereiter, Verwandter)? 5. Wie teuer wird das Ganze jeden Monat? Habe ich das Geld auch in zwei Jahren noch „übrig“? Faustregel hier: Ein Pferd kostet 1000 bis 1500 Euro monatlich im Rheinland, wenn Unterbringung, Schmied, Unterricht und übliche Tierarztkosten berücksichtigt sind (Impfungen, Wurmkur). Erkrankt das Pferd, können die Kosten weit höher liegen (siehe rechts). HORSETRUCKS tERHORST Rechtsanwalt Manfred Gatermann Rechtsanwalt Nikolaus Simons Turnierrichter bis Klasse S Pferderecht – wir helfen bei allen Fragen Klever Str. 14 • 46509 Xanten Am Wasserturm 6 • 40668 Meerbusch Tel.: +49 (0) 28 01/7 15 10 • www.gs-xanten.de visit: www.stx-germany.de Terhorst GmbH | Lötscher Weg 57 | 41334 Nettetal | Germany Tel: +49(0)2153-9566880 | Mobil: +49(0)173-2575775 | eMail: Info@stx-germany.de 10

SELBST-CHECK ANTWORTEN Die Antworten auf diese Fragen sind wegweisend für die Zukunft als Reiter mit eigenem Pferd. Von den Antworten hängt die Pferdesuche ab. Am besten ist es, sich mit seinem Trainer auszutauschen und nach Adressen von Ställen/ Züchtern zu fragen, die er empfehlen kann. Hier kann auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) in Münster weiterhelfen, ebenso der jeweilige Zuchtverband, wenn man schon genau weiß, was es denn werden soll. Dann heißt es: Mit dem (Zucht-)Stall Mit Stall und Zubehör ist es nicht einen Termin machen und sich erst getan: Auch Trainer und Tierärzte müssen bezahlt werden. Das kann einmal umsehen/Pferde ansehen. schnell teuer werden. Bei Gefallen mit dem Trainer zum Ausprobieren fahren, ruhig mehrfach. Zeit lassen! Zuvor schon den Kostenrahmen feststecken: Ein Pferd kann 5000, aber auch 500.000 Euro kosten. Foto: pivat zu 1. zu 2. Leichte und kleine Erwachsene können auch Ponys reiten. Merke: Nicht alle großen Pferde sind auch Gewichtsträger, das ist stark von der Rasse und weniger vom „Kaliber“ abhängig. Wer es lieber gemütlich mag, sollte sich entsprechend nach einem ruhigen Vertreter umschauen. Achtung: Junge Menschen können noch nicht genügend Erfahrung haben, um ein junges Pferd auszubilden! Auch wenn sie bisher hervorragend mit einem „älteren Modell“ zurechtkamen und erfolgreich auf Turnieren sind, ein Youngster ist etwas völlig anderes. Immer bedenken, dass Reiten zwar eine der schönsten, aber eben auch eine der gefährlichsten Sportarten überhaupt ist und kein Risiko eingehen! zu 3. Es ist wichtig, dass das Pferd gefällt und nicht nur mit dem Verstand erworben wird. Das Herz muss auch Ja sagen! zu 4. Zwei Stunden täglich ist der Schnitt, den man für ein Pferd einplanen muss. Wer die nicht jeden Tag hat oder haben will, muss sich kümmern: Ein Pferd braucht täglich Bewegung, muss dafür aber nicht unbedingt geritten werden. Der Halter muss sicherstellen, dass das Pferd täglich Auslauf und Futter hat, auch wenn er selbst nicht da ist. Die Verwendung des Pferdes ist für den Auslauf mitentscheidend. Ein Sportpferd wird eher stundenweise auf die Wiese gehen. Viele Freizeitpferde stehen den ganzen Tag draußen oder sogar Tag und Nacht. zu 5. Vorsicht: Auch wenn der Stall günstig ist, kommen zusätzliche Kosten auf den Halter zu (Futter z.B.). Es ist besser, mit 1000 Euro zu kalkulieren als sein letztes Erspartes zusammenkratzen zu müssen, weil das Pferd etwa erkrankt ist. Tierärzte sind ebenfalls unterschiedlich teuer, hier sollte man sich im Verein, im Stall, beim Trainer informieren. 11

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