Aufrufe
vor 6 Monaten

Pferde im Fokus

  • Text
  • Pferd
  • Pferde
  • Reiter
  • Aachen
  • Reiten
  • Dressur
  • Rheinland
  • Deutschen
  • Chio
  • Pferden
  • Pets
  • Fokus
  • Beschnitten

Talente unterm Hammer

Talente unterm Hammer Nur die besten Pferde schaffen es in die Auktion. Foto: Thinkstock/purple queue Abstammung, Gesundheit und Veranlagung sind die wichtigsten Kriterien, nach denen Zuchtorganisationen Pferde bewerten. Nur die besten – gemessen am jeweiligen Verwendungszweck wie Dressur, Springen oder Vielseitigkeit – schaffen es in die Ausstellungen und damit in die Auktionen. Von Birthe Rosenau Ehe der Hammer fällt und damit der Meistbietende den Zuschlag erhält, passieren im Verborgenen viele Zwischenschritte. Beim Westfälischen Pferdestammbuch Münster-Handorf läuft es in der Regel so ab: Vor der Auktion: Ein Team stellt Monate vor Beginn der Auktion nach einem speziellen Auswahlverfahren die Pferde zusammen. Um den Gesundheitszustand beurteilen zu können, muss der Besitzer so etwa zwölf Röntgenaufnahmen nachweisen können. Zudem untersuchen die für die Auktion zuständigen Tierkliniken die Vierbeiner zweimal während der Vorbereitung und am Auktionstag selbst. Wichtige Bewertungskriterien sind aber auch die Veranlagungen des Pferdes in den Bereichen Springen, Dressur und Vielseitigkeit. Nur die Besten schaffen es in die Kollektion des westfälischen Verbandes. Sie sollten möglichst gut abschneiden was Rittigkeit, Leistungsbereitschaft, Grundgangarten, Typ oder Exterieur sowie den Charakter betrifft. „Jedes Jahr suchen und finden wir für unsere Kunden aus aller Welt außergewöhnliche Talente von hervorragenden Züchtern“, betont Auktionsleiter Bernd Richter. Interessenten können sich die Pferde auf der Webseite oder in Videos anschauen. Oder sie lassen sich vom Verkaufsteam beraten. Während der Auktion: An mehreren Tagen gibt es dann die Möglichkeit, die Pferde näher in Augenschein zu nehmen und gegebenenfalls auch Probe zu reiten. Ein Gebot gibt der Interessent während der Versteigerung durch Hochhalten des Auktionskataloges an. „Das Mindestgebot liegt in der Regel bei 5000 Euro, ab da geht es dann meist in 1000er-Schritten aufwärts“, erläutert Richter. Ja und dann kommt früher oder später die Stelle, die alle aus Auktionen in Filmen kennen: Der Auktionator zählt das letzte Gebot an: Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten – der Hammer fällt, der Höchstbietende hat in Kürze ein neues Pferd im Stall. Man 14 www.boeckmann.com

muss übrigens nicht zwingend bei einer Auktion vor Ort sein: Kaufinteressenten können vorher die Katalognummern der für sie in Frage kommenden Pferde per E-Mail an das Auktionsbüro schicken. Am Auktionstag selbst können sie dann per Telefon mitbieten. Nach der Auktion: Zunächst erhält er aber einen Kaufzettel, den er unterschreiben muss und auf dem der Bruttopreis (dieser entspricht dem Zu- schlagspreis) und persönliche Angaben des Käufers stehen. „Das Pferd kann direkt vor Ort bezahlt werden. Es ist aber auch eine Überweisung möglich“, sagt Richter über das weitere Vorgehen. Als Gebühren fallen noch an: Sechs Prozent des Zuschlagpreises als Vermittlungsgebühr an das Westfälische Pferdestammbuch sowie eine Versicherungsprämie (jeweils zuzüglich Steuern). Bis zu einer Woche dürfen die Pferde noch für den Käufer kostenfrei im Stall in Münster-Handorf stehen bleiben. Doch die meisten haben es eilig, den Vierbeiner zu sich zu holen. Reit- und Fahrverein Hünxe e.V. ANZEIGE Buschreiter suchen ihre Meister Vom 14. bis 16. Juli richtet der Reit- und Fahrverein Hünxe die Rheinischen Meisterschaften in der Vielseitigkeit aus. Bereits zum 13. Mal findet der Wettbewerb auf dem Gutshof Glückauf statt. Foto: Thomas Koppers Dieses Jahr bietet der Reit- und Deutschen Meisterschaft und interessantes Angebot. Der Fahrverein Hünxe bei den Rheini- eine Formüberprüfung für die U-25-Fördercup ist auch in schen Meisterschaften Vielsei- Teilnehmer der Europameister- diesem Jahr wieder eine tolle tigkeit pur an: Mit den internati- schaft Ende Juli in Ungarn. Möglichkeit, Nachwuchsreiter auf onalen Vielseitigkeitsprüfungen CIC2*-Niveau zu fördern. CCI1* (Pferde), CCIP1*(Ponys), Der Reit- und Fahrverein Hünxe CIC1*, CIC2* und den Gelände- ist in der Pony-Vielseitigkeit, der In den internationalen Prüfungen pferdeprüfungen Klasse A** und CCIP1*-Prüfung, super gut ver- wird freitags Dressur geritten, am L können sich alle Vielseitigkeitsreiter und Zuschauer wieder auf treten: „Von vereinseigener Seite sind wir besonders stolz, dass die Sonntag ist Springen angesagt. Das Herzstück dieses Vielseitig- Anna Lena Schaaf und Fairytale ein breit aufgestelltes Programm amtierende Europameisterin und keitsturniers ist aber traditionell auf hohem Niveau freuen. Die Rheinische Meisterin Anna Lena der Geländetag am Samstag: Bei Gelände für Vorbereitungen Rheinische Post sponsert die gro- Schaaf an den Start geht. Eben- jedem Wetter lädt ein weitläu- unterwegs ist. ße internationale Vielseitigkeits- falls bei den Ponys startet Jana figes Gelände auf dem Gutshof prüfung CCI1*, die in etwa dem Lehmkuhl (C/D-Kader) sowie die Glückauf Besucher ein, sich zu Die letzten Entscheidungen Schwierigkeitsgrad der Klasse M Drittplatzierte des vergangenen Fuß auf den Weg zu machen, um im Kampf um Meisterehren entspricht. Zum 13. Mal finden Jahres, Helena Bottermann. Auch Spitzensport auf einer liebevoll fallen traditionell am Sonntag die Meisterschaften auf dem die derzeitige Rheinische Meiste- gestalteten Strecke hautnah zu im Springparcours. Hier wird Gutshof Glückauf am Sternweg rin der Junioren, Frauke Rockhoff, erleben. Bis zu 2500 Zuschauer es zum Abschluss noch einmal 140 in Hünxe statt. kommt vom Ausrichter und wird haben schon an der Strecke ge- spannend, bevor am Nachmittag versuchen, ihren Titel erfolgreich standen. Vorzugsweise am Was- die Siegerschleifen und Schär- In allen internationalen Teil- zu verteidigen.“, sagt Sprecherin ser: „Die Hindernisse an beiden pen vergeben werden. An allen prüfungen werden zugleich die Christina Skoeries Wasserkomplexen sind immer Turniertagen ist der Eintritt frei. Rheinischen Meister ermittelt: Zuschauermagnete“ sagt Dieter Um die Verpflegung der Besucher Meister wird der jeweils beste Mit dem „Buderus-Cup“ und Heisterkamp, der nicht nur mit kümmert sich wie jedes Jahr eine Rheinländer. Für die Ponyreiter dem „Raiffeisen Markt Cup“ der Gesamtorganisation betraut erfahrene Küchencrew. ist dieses Turnierwochenende macht der Ausrichter auch ist, sondern schon seit etlichen gleichzeitig eine Sichtung zur Buschreitern auf A-Niveau ein Wochen mit dem Bautrupp im www.ruf-huenxe.de 14

Sonderveröffentlichungen