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Pferde im Fokus

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Reitdisziplinen für

Reitdisziplinen für Individualisten Die Pferdeliebe beginnt oft schon im Kindesalter, gerade kleine Mädchen verbringen viel Zeit im Stall. Steht zunächst der Umgang mit dem Tier im Vordergrund, entscheidet sich später, in welche reiterliche Richtung es gehen soll. Neben den bekannten Disziplinen Dressur, Springen oder Freizeit gibt es auch solche, die weniger weit verbreitet bis nahezu unbekannt sind. Wir stellen einige vor. Von Brigitte Bonder Barockreiter in historischen Kostümen. Foto: Equitana Klassisches Pferdeballett: Barockreiten Das klassisch-barocke Reiten ist eine besondere Form des Dressur-Reitens. Die theoretischen Grundlagen ähneln denen der herkömmlichen englischen Reitweise. Reiter beider Disziplinen bilden ihre Pferde in der Dressur aus, lehren den gleichen reiterlichen Sitz und verwenden ähnliche Hilfen. „Beim klassisch-barocken Reiten geht es um die Bewahrung der Reitkunst der alten Meister sowie um das Reiten mit feinsten Hilfen“, erklärt Andrea Lipp, ausgebildete Trainerin und Leiterin einer Dr. Behrens Schick Kollegen Anwa tskanz ei Rechtsanwalt Dr. Stephan Behrens ist Mitinhaber der in Kevelaer seit Jahrzenten ansässigen Anwaltssozietät Dr. Behrens & Schick. Seit seiner frühesten Jugend beschäftigt sich Rechtsanwalt Dr. Behrens mit dem Reitsport. Er war aktiver Turnierreiter und Studentenreiter. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit betreibt er durchgängig weiter den Reitsport. Als auf das Pferderecht spezialisierter Rechtsanwalt, wie auch als ehrenamtlich tätiger Vorsitzender Richter des Sportgerichts der EWU Deutschland beschäftigt er sich regelmäßig mit sämtlichen Rechtsgebieten, die im Zusammenhang mit dem Pferd und dem Pferdesport stehen. Hierzu gehört die Erstellung von Pferdekaufverträgen insbesondere für Züchter und gewerbliche Verkäufer. Herr Dr. Behrens ist ebenfalls Ihr Ansprechpartner bei vertraglichen Regelungen im Zusammenhang mit Reitbeteiligungen bzw. Bereiterverträgen. Die Fertigung bzw. Überprüfungen von Pensionsverträgen, Pacht- und Mietverträgen sowie Einstallverträgen gehört für die Kanzlei zum kleinen Einmaleins. Weitere Informationen über die Rechtsanwälte Dr. Behrens & Schick unter www.behrens-schick.de Anzeige Klassich-Barocken Reitschule im Bergischen Land. Das Reiten bezieht sich dabei auf die Stilepoche des Barock von 1575 bis 1770, die Bezeichnung „klassisch“ meint die Orientierung an historischen Reitmeistern wie Francois Robichon de la Guérinière. Er prägte die klassisch-barocke Reitweise maßgeblich. „Die Harmonie zwischen Reiter und Pferd hat zu jedem Zeitpunkt in der Ausbildung höchste Priorität“, betont Andrea Lipp. „Reiten mit Kraft hat in dieser Disziplin keine Berechtigung.“ Geritten werden klassische Lektionen der barocken Reitkunst, beispielsweise Piaffen oder Passagen. Besonders bekannt ist das barocke Kleeblatt, die Formation wird insbesondere in Prüfungen abgefragt. Hierbei wird von der Mittellinie eine Volte rechts, dann Foto: privat Expertentipp zwei Volten links und eine Volte rechts herum geritten. Während beim Training in normaler Reitkleidung geübt wird, kommen bei den Auftritten passende Kostüme hinzu, die Pferde tragen spezielle Sättel und Zaumzeuge mit Verzierungen. Auf großen Events wie dem CHIO in Aachen gibt es bereits eigene Vorführungen. „Darüber hinaus werden mittlerweile auch Turniere veranstaltet“, erklärt Andrea Lipp. „In Köln findet zum Beispiel regelmäßig die feria espectáculo statt. Es handelt sich um ein reines Barockturnier.“ Die Grundlage für Wettkämpfe ist die Ausbildungs- und Prüfungsordnung des Bundesverbandes für klassisch-barocke Reiterei Deutschland e.V., die auch Bestandteil des Regelwerks der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN geworden ist. Von Andrea Lipp von der klassisch-barocken Reitschule Wermelskirchen Es gibt in Deutschland einige Ausbilder, die sich der Bewahrung des klassisch-barocken Gedankengutes verschrieben haben. Idealerweise nutzt man das Internet und entsprechende Foren und Gruppen, um einen Ausbilder in der Nähe zu finden. Gute Lehrpferde sind jedoch noch selten. In den meisten Fällen benötigt man tatsächlich ein eigenes Pferd. 22

Für Frischluftfanatiker: Distanzreiten Expertentipp Von Vereinspräsidentin Tanja Wedemeyer Foto: Barbara Miller „Das Besondere am Distanzreiten ist die Herausforderung, gemeinsam mit seinem Pferd eine lange Strecke von 25 bis 160 Kilometer an einem Tag in freier Natur gesund und mit Freude zu absolvieren“, erklärt Tanja Wedemeyer, Präsidentin des Vereins Deutscher Distanzreiter und -fahrer. Mit dem Überreiten der Ziellinie ist der Ritt jedoch noch nicht beendet, denn das Pferd muss den Tierärzten innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit vorgestellt werden. Nur wenn Puls, Atmung, Bewegungsablauf und Gesundheitszustand in Ordnung sind, ist der eigentliche Wettkampf abgeschlossen. So muss nicht zwangsläufig das Paar gewinnen, das als erstes im Ziel ist. Auch auf der Strecke gibt es immer wieder sogenannte Vet-Gates, bei denen die Tiere untersucht werden. Die Länge der Pause richtet sich dann nach den Pulswerten. „Beim Distanzreiten besteht die Herausforderung in erster Linie darin, die eigene Leistungsfähigkeit und die des Pferdes unter Berücksichtigung des Wetters, des Geläufs, der Ausrüstung und sonstiger Parameter korrekt einzuschätzen und das Pferd in passendem Tempo zu reiten.“ Die Königsdisziplin ist der „100-Meiler“, bei dem Pferd und Reiter 160 Kilometer an einem Tag zurücklegen. Bis dahin ist es jedoch ein langer Weg: Für den ersten Start bieten sich Einführungswettbewerbe an. Die werden vom Verein Deutscher Distanzreiter mit Streckenlängen von 25 bis 39 Kilometern angeboten. Hier wird nicht nach Zeit, sondern nur nach Leistungsklassen oder Foto: Privat Die Wettbewerbe finden in freier Natur statt. Daher muss der Reiter sein Pferd jederzeit unter Kontrolle haben. Der tierische Sportpartner muss verkehrssicher und konditionell auf die entsprechende Streckenlänge vorbereitet sein. nach einer Punktwertung aus Zeit, Pulswerten und/oder Sonderprüfungen gewertet. 10.- 11.06.2017 Düsseldorf ISS DOME Tickethotline: 01806 – 73 33 33 20 Cent/Anruf aus dem Festnetz, max. 60 Cent/Anruf aus Mobilfunknetzen www.apassionata.com 23

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