Aufrufe
vor 5 Monaten

Pferde im Fokus

  • Text
  • Pferd
  • Pferde
  • Reiter
  • Aachen
  • Reiten
  • Dressur
  • Rheinland
  • Deutschen
  • Chio
  • Pferden
  • Pets
  • Fokus
  • Beschnitten

Para-Disziplinen Ob

Para-Disziplinen Ob Dressur, Springen, Reining oder Fahren – für Menschen mit Behinderungen ist Reiten eine ideale Sportart, die auch zusammen mit Nichtbehinderten ausgeübt werden kann. von Brigitte Bonder Diese Reiterin gibt ihre Zügelhilfen mit den Füßen. die „Interessengemeinschaft Springreiten für Menschen mit Handicap e.V.“ gegründet, die den Para-Springsport fördert und in Zusammenarbeit mit dem DKThR ein vorläufiges Regelwerk erarbeitet hat. Der Sportgesundheitspass ist für den Para-Sportler der Eintritt in den Turniersport. „Hier sind die Spezielle Hilfsmittel, wie umgebaute Sättel oder besondere Zügel, machen das Reiten, Fahren oder Voltigieren auch Menschen mit schweren körperlichen Einschränkungen und Blinden zugänglich. Damit sind viele von ihnen in der Lage, erfolgreich am Regelsport teilzunehmen. Es gibt aber auch eigene Wettbewerbe, Turniere und Meisterschaften. „Die allgemeine Bezeichnung für den Pferdesport für Menschen mit Behinderungen lautet Para-Equestrian“, erklärt Elke Lindner vom Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V. - kurz DKThR. Dieser Anschlussverband der Deutschen Reiterlichen Vereinigung organisiert den Behindertenreitsport in Deutschland. Dabei ist das Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen nicht zu verwechseln mit The- rapeutischem Reiten, bei dem die Heilung und Förderung der geistigen, sozialen und körperlichen Entwicklung im Vordergrund steht. Seit 2006 ist Para-Equestrian unter dem Dach des Weltreiterverbandes FEI organisiert, bei den Weltreiterspielen in Kentucky 2010 stand die Para-Dressur als achte Pferdesportdisziplin zum ersten Mal auf dem Programm. „Bisher ist die Para-Dressur die einzige paralympische Disziplin, die deutschen Para-Dressurreiter zählen seit Jahren zur Weltspitze“, weiß Elke Lindner. „Die FEI ist aber gerade dabei, den Para-Sport auch auf andere Disziplinen auszuweiten. Von Anfang an gehört das Para-Fahren dazu. Es gibt auch Weltmeisterschaften für Para-Fahrer.“ Auch Reining als eine der Westernreitdisziplinen steht Reitern mit Behinderungen offen. In Deutschland hat sich Volitigieren macht auf gehandicapten Kindern Spaß. Foto: Julia Rau 2013 die „Interessengemeinschaft Springreiten für Menschen mit Handicap e.V.“ gegründet, die den Para-Springsport fördert und in Zusammenarbeit mit dem DKThR ein vorläufiges Regelwerk erarbeitet hat. „2015 konnte sich Para-Reining erstmals auf der Pferdemesse Equitana vorstellen“, weiß Lindner. In Deutschland hat sich außerdem 2013 Foto: Kristina Rahe Wettkampfklasse des Athleten und das zugelassene kompensatorische Hilfsmittel vermerkt“, erklärt Elke Lindner die Voraussetzungen. „Der Sportgesundheitspass gilt sowohl bei Regelsportturnieren als auch bei Para-Equestrian Turnieren.“ Auch ohne den Sportgesundheitspass kann man an Wettbewerben teilnehmen, allerdings ohne den Einsatz besonderer Hilfsmit- tel. Zurzeit gilt das Klassifizie- rungssystem nur für Reiter mit körperlichen Behinderungen. Im Breitensport werden zunehmend inklusiver Reitunterricht, Reiterferien und Reitfreizeiten angeboten. Auch Voltigieren eignet sich für den Einstieg und wird insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit vielfach in inklusiven Gruppen angeboten. Der Übergang von der Therapie in das sportliche Reiten, Voltigieren oder die weiteren Pferdesportdisziplinen wird von vielen Einrichtungen gefördert, Kontaktadressen gibt es beim DKThR. 26

27

Sonderveröffentlichungen