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Pferde im Fokus

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Die Rheinische

Die Rheinische Reiterstaffel auf dem Weg zum Einsatz bei einem Regionalliga-Fußballspiel. Hier sind Pferde die Profis Foto: Olaf Staschik Die Reiterstaffel unterstützt die Einsatzhundertschaft bei Großeinsätzen, dazu zählen anmeldete Demonstrationen oder Versammlungen, aber auch Sportveranstaltungen. „Doch auch überall dort, wo keine Streifenwagen durchkommen, sind wir gefragt“, weiß Melanie Lipp. „Also beispielsweise bei der Vermisstensuche im Gelände, hier sind wir mit unseren ausdauernden Polizeipferden im Vorteil.“ Rückepferde Starke Helfer im Wald Top ausgebildete Warmblüter verschaffen ihren Polizei-Reitern Respekt und Überblick bei Großveranstaltungen. Starke Kaltblüter helfen, im Wald aufzuräumen und gelassene Kutschpferdesorgen im Großstadtverkehr für einen Hauch von Nostalgie. von Brigitte Bonder Polizeipferde Einsatz in der Reiterstaffel Ob bei großen Demonstrationen, beim Fußballspiel oder auf Streife in Parkanlagen oder Wohngebieten – bei der Reiterstaffel geht es ums Sehen und gesehen werden. „Wir Polizeireiter haben einen ganz anderen Überblick als die Kollegen am Boden und erkennen durch unsere erhöhte Sitzposition Störungen bereits sehr früh“, erklärt Melanie Lipp, Leiterin der Reiterstaffel Bochum. „Außerdem werden wir von den Menschen besser gesehen und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.“ Polizeireiter sollen daher durch sichtbare Präsenz das Sicherheitsgefühl der Bürger steigern. Gleichzeitig löst das Pferd aufgrund seiner Größe mehr Respekt aus als andere Einsatzmittel. „Es ist eben ein Unterschied, ob man auf Augenhöhe unterwegs ist, oder ob sich eine Person einem großen, massigen Pferd gegenüber sieht“, erklärtdie Polizeihauptkommissarin. Historisch gesehen war das Pferd im Wald über Jahrhunderte nicht wegzudenken. Heute ist es dort jedoch nur noch selten vertreten. „Dabei ist eine sinnvolle Kombination von Rückepferden und Maschineneinsatz vorteilhaft für einen ökologisch gesunden Waldboden“, weiß Christine Sauvageoll von der Bundesgeschäftsstelle der Interessengemeinschaft Zugpferde. Der Verein fördert den Einsatz von Arbeitstieren, die Zucht geeigneter Zugpferde und die Ausbildung der Gespannführer. „Zwar bietet der Einsatz von Großmaschinen wie Harvestern und Vollerntern kurzfristig enorme ökonomische Vorteile, aufgrund stetig gestiegener Masse und Dimension sind jedoch irreparable Bodenverdichtungen vorprogrammiert“, erklärt Sauvageoll. Dazu kommen Wurzelschäden randständiger Bäume, die sich in vielen Fällen durch den gezielten Einsatz von Zugpferden abmildern ließen. Internationale Reiterreisen Reitspaß für Groß und Klein! Reiterverein Bayer Uerdingen e.V. Freude an Reiterreisen Jetzt den Katalog 2017 bestellen! www.rp.pferdreiter.de 040 607 6690 Reiterverein Bayer Uerdingen e.V. Otto Hof • Hökendyk 4 • 47803 Krefeld 0172 / 29 44 561 • www.reiterverein-bayer-uerdingen.de Schulbetrieb 28

Fiaker in Wien. Für viele Touristen gehört die nostalgische Kutschfahrt durch die österreichische Hauptstadt zum Urlaub dazu. Bei einer nachhaltigen Form der Holzernte arbeitet die Maschine auf der Rückegasse oder dem Forstweg, das Pferd kommt im Wald zum Einsatz um Bestand und Boden zu schützen. „Außerdem werden so die Arbeitsschritte entzerrt, denn das von Pferden an die Gasse gerückte Holz wird erst dann von der Maschine abgeholt, wenn der Boden befahren werden kann“, erklärt Christine Sauvageoll. „Daher haben Pferde in der Holzernte mit Nostalgie nichts zu tun, sondern bedeuten umweltbewusstes Wirtschaften zum Wohle des Waldes.“ Kutschpferde Mit dem Fiaker durch Wien Eine Kutschfahrt gehört zu einem Urlaub in der österreichischen Hauptstadt für viele dazu. Am Schloss Schönbrunn, am Stephansdom oder an der Hofburg warten die traditionellen Fiaker auf Gäste, dann geht es gemütlich schaukelnd durch die sehenswerte Altstadt. Etwa 110 Pferde gehören zur Firma Paul, einem Wiener Traditionsunternehmen, das seit über 50 Jahren Fiakerfahrten anbietet. 60 Tiere sind im Betrieb, die übrigen befinden als junge Pferde noch in der Ausbildung. An Spitzentagen sind bis zu 20 Kutschen in Wien unterwegs. „Unsere Pferde arbeiten vier Tage in der Woche je nach Nachfrage von 10 bis 18 oder 19 Uhr“, erklärt Johann Paul. „Dabei sind sie zu 95 Prozent im Schritt unterwegs, lediglich an Kreuzungen wird nach Bedarf kurz getrabt.“ Der Inhaber kauft die Pferde zumeist in Ungarn oder Polen, zum Einsatz kommen hauptsächlich Lipizzaner, Traber und das Ungarische Halbblut. „Die meisten Pferde sind bereits eingefahren, jüngere erhalten bei uns eine Kutschausbildung. Dann Foto: Brigitte Bonder gewöhnen wir sie langsam an Autos und andere Fahrzeuge. Erst auf dem Land, dann in der Stadt,“ zeigt Johann Paul die Ausbildung auf. Doch nicht jedes Pferd eignet sich als Fiakerpferd. „Etwa acht von zehn Pferden kommen in den Betrieb, die anderen werden als Freizeitpferde verkauft.“ An den Arbeitstagen geht es für die Fiakerpferde zunächst vom Hof in die Stadt. Die Fiaker von Johann Paul sind etwa 50 Minuten im Schritt unterwegs. Dann fahren sie mit den Gästen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Rundfahrten dauern je nach Strecke 40 bis 60 Minuten. Futter und Wasser gibt es am Standplatz. Um die Pferdehufe vor dem harten Asphalt zu schützen, werden sie mit einem speziellen Beschlag versehen. „Mit den richtigen Hufeisen sind Pferde in der Stadt sicher unterwegs“, sagt Johann Paul. 29

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