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Berühmte Rösser von

Berühmte Rösser von Ilka Platzek Danedream gewann 2012 beim Galopprennen in Iffezheim den Großen Preis von Baden. Danedream Foto: Uli Deck dpa Danedream, geboren am 7. Mai 2008, wurde in Deutschland gezogen und von Peter Schiergen trainiert. Die Acherner Unternehmer Heiko und Helmut Volz hatten die kleine unscheinbare Stute 2010 für nur 9000 Euro auf der Iffezheimer Frühjahrsauktion ersteigert. Jörg Thane, Gestütsleiter vom Brümmerhof in der Lüneburger Heide, wo Danedream geboren wurde, hat sie als kleine graue Maus in Erinnerung, die im Training nichts zeigen und erst im Rennen losstürmen. – Am 2. Oktober 2011 gewann die Stute unter Jockey Andrasch Starke mit fünf Längen Vorsprung und einem neuen Bahnrekord den Prix de L‘Arc de Triomphe und erzielte für ihren Besitzer ein Preisgeld in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Dies war nach Star Appeal erst der zweite Sieg eines deutschen Pferdes in diesem bedeutenden Rennen. Am 21. Juli 2012 gewann sie in Ascot die King George VI And Queen Elizabeth Stakes, ein Gruppe-1-Rennen mit einem Preisgeld von insgesamt einer Million Pfund. Damit ist Danedream die erste Stute, die sowohl den Arc als auch die King George gewinnen konnte. Mit einer Gewinnsumme von über 3,6 Millionen Euro avancierte Danedream zum gewinnreichsten deutschen Rennpferd aller Zeiten. Seit 2012 wird sie in der Zucht eingesetzt. National Horse Racing Museum Newmarket Marengo Er war das Reit- und Kriegspferd Napoleon Bonapartes. Benannt wurde Marengo nach der Schlacht von Marengo, wo Napoleon ihn ritt. Marengo war ein kleiner arabischer Schimmelhengst, dessen Stockmaß 1,45 Meter betrug. Er stammte wahrscheinlich aus dem Gestüt El Naseri und wurde ein Jahr nach der Schlacht von Aboukir als Sechsjähriger aus Arabien importiert. Marengo wird als schnell, geschickt, mutig und schussfest beschrieben. Er wurde achtmal in der Schlacht verwundet. Er trug Napoleon in den Schlachten von Austerlitz, Jana, Wagram und Waterloo und überlebte den Russlandfeldzug. Berichten zufolge war Marengo in der Lage, die Strecke von 129 km von Valladolid nach Burgos in fünf Stunden zu galoppieren. Bei Waterloo wurde Marengo erbeutet und nach England gebracht, versagte aber als Deckhengst. Marengo starb im Alter von 38 Jahren. Sein Skelett wurde im Imperial War Museum in London aufgestellt. Sham alias Godolphin Napoleon auf Marengo 1814 Godolphin Arabian oder Godolphin Barb wurde circa 1724/1725 geboren und starb im Dezember 1753. Er war neben Byerly Turk und Darley Arabian einer der Hengste, die als Stammväter des Englischen Vollbluts gelten. Die unterschiedlichen Bezeichnungen erklären sich daraus, dass der Hengst von seinen Eigentümern und auch heute noch oft als Vollblut-Araber bezeichnet wurde. Es spricht aber auch einiges dafür, dass es sich bei dem aus Tunesien importierten Pferd tatsächlich um einen Berber gehandelt hat. Um Herkunft und Leben des Godolphin Arabian ranken sich zahlreiche Geschichten. Weitgehende Einigkeit besteht darüber, dass der Sham (arabisch: Sonne) genannte Hengst zu einer Gruppe von Pferden gehörte, die der Bey von Tunis dem französischen König Ludwig XV. schenkte. Das Pferd fand aber offenbar vor den Augen des französischen Hofs wenig Anerkennung und gelangte in den Besitz des Engländers Edward Coke, der ihn als Deckhengst für sein Gestüt in Derbyshire übernahm. Dort deckte er unter anderem die Stute Roxana. Das daraus hervorgehende Fohlen Lath sollte eines der berühmtesten Rennpferde seiner Zeit werden. Halla Halla wurde 1945 geboren. Ihre Eltern waren Helene, ein französisches Beutepferd unbekannter Abstammung, und der Traberhengst Oberst. Mit Hans Günter Winkler im Sattel wurde Halla 1954 und 1955 Weltmeisterin, 1956 Doppelolympiasiegerin sowie 1960 nochmals Olympiasiegerin mit der Mannschaft. Halla starb am 19. Mai 1979 im hohen Alter von 34 Jahren. Halla war erst Rennpferd, später Hindernisrennpferd und sollte schließlich in der Military (Vielseitigkeit) eingesetzt werden. Sie galt aber als sehr schwierig und blieb erfolglos. 1951 übernahm Winkler die Stute. Mit ihm gewann sie dreimal Olympiagold und insgesamt 125 Springen. 1960 ging Halla in die Zucht und brachte acht Fohlen zur Welt, die jedoch nicht so erfolgreich waren wie sie. Zum Mythos wurde sie am 17. Juni 1956, als sie den schwer verletzten Hans Günter Winkler im entscheidenden Umlauf fehlerlos über den Olympiaparcours von Stockholm trug. Um die deutsche Mannschaft nicht aus der Wertung fallen zu lassen, ging er trotz großer Schmerzen mit Halla in den zweiten Umlauf. Infolge schmerzstillender und betäubender Spritzen konnte Winkler Halla nur noch an die Hindernisse heranführen, ihr aber nicht mehr die üblichen Hilfen geben. Winkler blieb als einziger Reiter fehlerfrei. Damit hatten die deutschen Springreiter Gold in der Mannschaftswertung gewonnen, und Winkler wurde Olympiasieger in der Einzelwertung. Halla im Alter von 30 Jahren 1975 mit ihrem Reiter Hans Günter Winkler. Gemälde von Jean-Louis-Ernest Meissonier Foto: dpa/Horst Ossinger 30

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