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Rheinische Post -Leseprobe-

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Rheinische Post

SAMSTAG, 18. MÄRZ 2017 HILDEN • HAAN GRUITEN Zweimal musste die Kirchengemeinde ihre Glocken für die Weltkriege opfern. Seite 4 HAAN Der Kiebitz muss das Feld für den geplanten Technologiepark räumen. Seite 2 VON OLIVER WIEGAND KREIS METTMANN In den zehn Städten des Kreises Mettmann ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr zurückgegangen. Wurden 2015 noch 32.491 Taten registriert, waren es ein Jahr später 31.005, was einem Rückgang von 4,57 Prozent entspricht. „Damit liegt der Kreis Mettmann sogar über dem Landesdurchschnitt von 3,1 Prozent“, sagte Kreisdirektor Martin Richter bei der Präsentation der Kriminalitätsstatistik für 2016. 51,6 Prozent aller Taten wurden aufgeklärt. Einige ausgewählte Zahlen. Einbrüche: Bei den Einbrüchen werden versuchte und erfolgreiche Taten zusammengerechnet. So ergibt sich für das Jahr 2016 eine Zahl von 1492 Taten. Das sind 207 Einbrüche und damit 12,18 Prozent weniger, als ein Jahr zuvor. Allerdings war die Zahl im vergangenen Jahr mit 1699 angezeigten Einbrüchen auf einem Rekordhoch. In 738 Fällen (49 Prozent) blieb es bei einem Einbruchsversuch. So habe die Polizei „Gruppen von südländisch aussehenden Mädchen“ angetroffen, die von Wohnungstür zur Wohnungstür gehen und einen Hebel ansetzen. Geht die Tür leicht auf, wird später eingebrochen. Widersteht die Tür, gilt so etwas als „Einbruchsversuch“. Die Aufklärungsquote stieg von 7, 7 auf 21,3 Prozent an, insgesamt wurden bei 318 Einbrüchen die Täter ermittelt. „In 40 Fällen wurden Einbrecher auf frischer Tat ertappt, weil Nachbarn die Polizei gerufen haben“, sagt der Leitende Polizeidirektor Johannes Hermanns. Mit der weiterhin hohen Zahlen bei den Wohnungseinbrüchen ist die Polizei nicht zufrieden. Die Zahlen im Kreis Mettmann seien bereits seit 2010 auf einem „viel zu hohen Niveau“, so Hermanns. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 wurden im Kreis Mettmann 1149 Einbrüche registriert, 2008 waren es 1057 und 2009 zählte 1492 14.144 11.679 die Polizei 996 Taten. Mit großem Abstand die meisten Einbrüche (465) gab es in Ratingen, gefolgt von Langenfeld (258) und Erkrath (173). Obwohl das gewaltsame Eindringen GRAFIK: THINKSTOCK Einbrüche gab es in den Städten des Kreises. Die meisten in Ratingen Anzeigen wurden wegen Diebstahls aufgenommen. Tatverdächtige wurden ermittelt. Darunter sind 3757 Nichtdeutsche. in Wohnungen und Häuser sowie der Diebstahl fremden Eigentums nur fünf Prozent aller Straftaten ausmachen, sind Einbrüche bei den Bürgern gefürchtet. „Jeder, der nach Tatort ME Die Zahl der Einbrüche ist zurückgegangen. dem Urlaub seine Wohnung verwüstet vorgefunden hat, weiß, wovon ich rede“, sagt Hermanns. Die Polizei tourt nach wie vor mit dem Info-Mobil durch den Kreis, um die Bürger darauf hinzuweisen, wie man sich vor Einbrüchen schützen kann. Gewaltkriminalität: In den zehn Städten wurden 1057 Delikte angezeigt. Darunter fallen unter anderem schwere und gefährliche Körperverletzung. Die Zahl ist um 88 Straftaten und damit um neun Prozent gestiegen. Besonders starke Zunahmen gab es in den Städten Ratingen (+24,1 Prozent), Hilden (+27,5 Prozent) und Wülfrath (+ 23,5 Prozent. Kapitalverbrechen: In Ratingen wurde im März vergangenen Jahres ein 16 Monate altes Mädchen aufgefunden, das vom Vater so stark geschütttelt wurde, dass es an den Folgen starb. Im Juli kam es in Erkrath zu einer Auseinandersetzung zweier Familienväter. Ein Mann kam mit Messerstichen ins Krankenhaus, wo er wenig später verstarb. Der Prozess läuft. Im August erstickte ein Erkrather seine 84-jährige Mutter und sprang dann vom Dach des Hauses. In der Wohnung wurde ein Abschiedsbrief gefunden, der Mann wollte seine Mutter von ihren Leiden erlösen und sich dann selbst das Leben nehmen. Vergewaltigung: Im Jahr 2016 wurden 44 Fälle erfasst. Das sind 6 mehr als ein Jahr zuvor. 35 dieser Fälle wurden aufgeklärt, in 32 Fällen kannten sich Täter und Opfer. Die Dunkelziffer dürfte jedoch höher liegen, weil sich viele Taten in bestehenden Beziehungen ereignen und nicht angezeigt werden. Enkeltrick/Falsche Polizisten: Straftäter ersetzen den so genannten „Enkeltrick“ in den vergangenen Monaten, indem sie Senioren am Telefon vorspielen, die Polizei rufe an und ein Einbruch stehe unmittelbar bevor. In sechs Fällen ist es Tätern im Kreis Mettmann auf diese Art gelungen, mehr als 180.000 Euro Ersparnisse von Senioren zu erbeuten. Die Polizei weiß von 140 Fällen, in denen der Enkeltrick gescheitert ist. Läden sollen 2017 an vier Sonntagen öffnen dürfen HILDEN (-dts) Vier verkaufsoffene Sonntage soll es 2017 in Hilden geben: am 7. Mai anlässlich der Modenschau, des Weinfestes und des Frühlingsfestes in der Innenstadt. Am 17. September zur Autoschau in der Innenstadt. Am 5. November anlässlich des Bücher- und Antikmarktes in der Stadtmitte und schließlich am 3. Dezember aus Anlass des Hildener Weihnachtsmarktes. Im Haupt- und Finanzausschuss stimmten nur Grüne und Bürgeraktion gegen den Vorschlag. MELDUNGEN Personalengpass: Kirche lädt zu Versammlung ein HILDEN (-dts) Im Seelsorgerteam der Hildener Pfarrgemeinde St. Jacobus gibt es Veränderungen, die sich ab den Sommerferien auf die Gottesdienstordnung auswirken. Pastoralteam und Pfarrgemeinderat beraten schon lange, wie angesichts entstehender Engpässe eine mittelfristige Stabilität gewährleistet werden kann. In einer Gemeindeversammlung am Sonntag, 2. April, um 12.30 Uhr nach der Messe in St. Konrad werden die aktuellen Überlegungen vorgestellt. Alle Gemeindemitglieder sind dazu eingeladen. Rund 18 Millionen Euro fließen an Kreis zurück KREIS METTMANN (RP) Der Landschaftsverband Rheinland muss dem Kreis Mettmann rund 18 Millionen Euro zurückzahlen. Das teilte Harald Giebels mit, CDU-Kreistagsabgeordeter mit Sitz in der Landschaftsversammlung. Oldtimer-Ausfahrt startet beim Fabry-Antikmarkt HILDEN (-dts) Der Gebrauchtwagenund der Fabry-Antikmarkt locken am Sonntag, 2. April, in die Hildener Innenstadt. Ein Höhepunkt des Tages ist zudem die Präsentation von Autos (Durchschnittsalter 44 Jahre) des Mettmanner Oldtimer-Clubs.

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