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Rheinische Post -Leseprobe-

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D-HI02 2

D-HI02 2 Leseprobe RHEINISCHE POST SAMSTAG, 18. MÄRZ 2017 INTERVIEW OLIVER SCHLÄBITZ Stadtwerke-Kunden ernten jetzt Sonne Hildens Energieversorger hat ein neues Geschäftsfeld eröffnet. Vertriebschef ist von der großen Resonanz positiv überrascht. Die Stadtwerke Hilden standen biser für die Versorgung mit Gas, Wasser und Ökostrom. Jetzt verkaufen oder verpachten Sie auch Solaranlagen im Kreis Mettmann und den angrenzenden Städten. Warum? OLIVER SCHLÄBITZ Wir stehen seit mehr als 130 Jahren im Geschäft. Der Wettbewerb in den letzten Jahrzehnten hat den Kampf um Marktanteile verschärft. Wir müssen unser Unternehmen für den Kunden immer neu erlebbar machen, ihm Neues bieten. Sie haben vor zwei Jahren das Projekt „HildenHome“ gestartet, bei dem die Stadtwerke Lösungen zur Fernsteueung des Hauses bieten. . . SCHLÄBITZ Das war unser erster Schritt, den Dialog mit den Kunden zu beleben. Die Riesenresonanz haben wir damit zwar nicht gefunden – wenige Pakete sind bisher verkauft. Aber wir haben gemerkt, wieder im Gespräch zu sein. Es gilt: Themen besetzen, sonst macht es jemand anderes. Und so geht es weiter über die klassische Energieberatung bis hin zu Elektromobilitätslösungen. nd dabei kam dann die Photovolaik ins Spiel? SCHLÄBITZ Als die Einspeisevergütung hoch war, gab es einen regelrechten Hype. Jetzt ist die Vergütung für die Kilowattstunde Sonnenstrom, die der Kunde ins öffentliche Netz einspeist, niedrig. Aber auch die Preise für die Photovoltaik-Elemente sind gesunken. Jetzt sollte das oberste Ziel sein, den auf dem Dach produzierten Strom im Haus zu halten. Der kostet mit 14 Cent etwa die Hälfte des bezogenen Stroms. In der Differenz liegt die Einsparung für den Kunden. Und für uns in der Langfristigkeit der Kundenbeziehung. Aber wenn Sie jetzt die Kundschaft ermuntern, den eigenen Strom selbst zu produzieren, sägen Sie doch an dem Ast, auf dem Sie sitzen. SCHLÄBITZ Indem wir die Solaranlage verkaufen, kommen wir an Kunden – auch neue – heran. Wir sprechen über die Reststrom-Lieferung. Und wir haben ein Thema besetzt. Wenn wir eine Anlage verpachten, ist eine Kundenbindung für bis zu 20 Jahre gesichert. Ich bin überzeugt: Photovoltaik wird ein Riesenthema. Vertriebsleiter Oliver Schläbitz (r.) und Energiespezialist Jens Müller zeigen ein Modul für eine Photovoltaik-Anlage. Die bieten die Stadtwerke Hilden jetzt im Kreis Mettmann und angrenzenden Städten zum Kauf oder zur Pacht an. RP-FOTO: KÖHLEN Sie hatten vor drei Wochen zu einem Infoabend eingeladen. Wie war die Resonanz? SCHLÄBITZ Verblüffend. Wir hatten im Vorfeld 6.600 Ein- und Zweifamilienhaus-Besitzer angeschrieben. 130 waren da. So einen Zuspruch habe ich noch nie erlebt. Unser Internetportal „www.hildensolar.de“ ist in diesen drei Wochen insgesamt 600 Mal besucht worden. Konkret sind 25 Angebote angefordert worden – auch aus den Nachbarstädten – und es hat schon drei Abschlüsse gegeben. Auch unser Partner ist positiv überrascht. In verschiedenen Gesprächen hat sich gezeigt, dass bei den Kunden der Wunsch nach Autarkie wächst und man zugleich von der Geiz-ist-geil-Mentalität abkommt. Wie sieht für den Kunden denn der Weg zur Solaranlage aus? SCHLÄBITZ Über das Solarportal gibt es binnen zehn Minuten ein erstes Angebot. Kommt das in Frage, stattet ein Solarteur dem potenziellen Kunden einen Besuch ab. Vor Ort schaut er sich die Elektro-Anlage an und auch den Dachaufbau. Kurzum prüft er die Gegebenheiten genau nach. Erst danach kann ein Vertrag geschlossen werden. Die Pachtlösung hat für den Kunden den Vorteil, dass er sich für 15 Jahre nicht um Wartung und Reparaturen kümmern muss. Das übernehmen wir. Übrigens sind die Photovoltaik-Elemente aus deutscher Fertigung. Was zahlt denn ein Kunde für die Pacht der Anlage? SCHLÄBITZ Nehmen wir ein Beispiel- Einfamilienhaus. Eine Anlage auf dem Dach liefert zwei Kilowatt peak. Das kostet, ohne Batteriespeicher, rund 4900 Euro. Bei einer Pachtlösung zahlt der Kunde rund 53 Euro im Monat. Durch den selbst verbrauchten Sonnenstrom spart der Kunde 200 Euro und verdient durch die Einspeisung 169 Euro. Und er tut sofort etwas für die Umwelt. Wer einen Batteriespeicher haben will, könnte dafür auch Förderkonditionen der KfW-Bank nutzen. Ohne Speicher dürften 30 Prozent des Solarstroms direkt nutzbar sein, mit Speicher klettert die Eigenstromnutzung auf 70 bis 80 Prozent. Den Reststrom bezieht der Kunde zu den üblichen Konditionen bei uns. Welche Entwicklungsmöglichkeiten peilen Sie für die neue Solarschiene an? SCHLÄBITZ Derzeit gibt es in Hilden rund 380 Solaranlagen. Die Stadt ist von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägt. Jeder kann im Solarkataster exakt nachvollziehen, inwiefern die Lage seines Hauses günstig ist, eine Solaranlage aufs Dach zu setzen. Wenn wir im ersten Jahr 25 Anlagen absetzen, sind wir zufrieden. Wie machen Sie nach den ersten drei Wochen weiter? SCHLÄBITZ Wir setzen unsere Marketingmaßnahmen in mehreren Wellen fort. Eine Telefonaktion ist ebenso geplant wie ein Mailing. RALF GERAEDTS STELLTE DIE FRAGEN. Bürgerhaus-Areal: Pläne werden konkret Noch in diesem Jahr sollen das alte Schwimmbad und der Veranstaltungssaal an der Düsselberger Straße abgerissen werden. VON RALF GERAEDTS HAAN-GRUITEN „Alles, was da gemacht wird, wird besser sein als das, was wir derzeit dort haben.“ Wolfgang Stötzner, Vorsitzender des Bürger- und Verkehrsvereins Gruiten, ließ am Ende der Anhörung im neuen Bürgersaal den Blick über das Modell schweifen, mit dem die Ideen der Stadtplaner zur Neubebauung des Bürgerhaus-Areals veranschaulicht worden sind. Wo heute noch Schwimmbad und Bürgerhaus stehen, sollen künftig zwei- und dreigeschossige Gebäude sein. Im mittleren Bereich der großen Baufläche soll es möglicherweise einen Versammlungssaal geben oder ein Nachbarschafts-Café. Und im Bereich Düsselberger Straße stellen sich die Planer viergeschossige Baukörper vor, die quasi Gartenbereiche umschließen, die auf dem Dach einer der beiden im Gebiet geplanten Tiefgaragen angelegt sind. Zwei Hauptzufahrten soll es geben – eine über die Düsselberger Straße, eine zweite von der Dörpfeldstraße aus. Zwei untergeordnete Zufahrten sind vorgesehen von der Dörpfeldstraße (näher an der Straße Am Marktweg) und für acht Stellplätze in Carports vom Gaudigweg her. Das neue Wohngebiet soll die Grünverbindung vom Thunbuschpark zu der Grünanlage unterhalb des Gaudigwegs schaffen. Der Stadtentwicklungsausschuss hat den Planern ins Pflichtenheft geschrieben, dass bezahlbarer Wohnraum zur Miete ebenso geschaffen wird wie möglicherweise auch Wohnmodelle für mehrere Generationen verwirklicht werden. Konkret werden die Vorgaben in Kürze in einem Vermarktungskonzept zusammengefasst, das in diesem Jahr entwickelt werden soll, erklärte Planungsamtsleiter Peter Sangermann. Damit geht die Stadt als Eigentümerin des Geländes auf Investorensuche. Technischer Beigeordneter Engin Alparslan beantwortete die Frage einer Bürgerin, wann denn mit dem Bau begonnen werde: „Zweieinhalb Jahre brauchen wir sicher noch.“ Sei ein Investor gefunden, führe der das Bebauungsplanverfahren bis zum Satzungsbeschluss fort. Bis alle Bauarbeiten vollendet seien, könnten anderthalb bis vier Jahre vergehen. An der Planung selbst, die nach einem Wettbewerb von Aachener Architekturstudenten und einem Workshop vor gut zwei Jahren entwickelt worden ist, gab es kaum Kritik von Bürgern. Anwohner vom Marktweg waren skeptisch, ob die Baukörper ihre Grundstücke nicht zu stark verschatten. Das werde geklärt, sagte Peter Sangermann zu. Ebenso, ob die Bäume, die heute auf dem Streifen zwischen Bürgerhaus und Marktweg-Grundstücken stehen, nicht geschnitten werden könnten. Große Bedenken der heutigen Anwohner bezogen sich indes auf das Parken. Denn nicht alle künftigen Bewohner würden einen Tiefgaragenplatz mieten und ihre Autos dann draußen stehen lassen. Das werde den Parkdruck auf die Nebenstraßen noch erhöhen und vielleicht sogar Rettungswege blockieren. Der Parkdruck dürfte sowieso zunehmen. Denn heute nutzten viele Bewohner des Gebietes Düsselberg den Bürgerhaus-Parkplatz, um ihre Fahrzeuge abzustellen. „Wo sollen die denn hin?“ lautete eine Blick über die IKK-Geschäftsstelle (vorn rechts) auf die Baukörper auf dem Areal von Bürgerhaus und Schwimmbad. FOTO: DTS häufig gestellte Frage an diesem Abend. Antworten gab es indes keine. Ihr Kontakt zu uns: Lokal-Redaktion Hilden Tel.: 02103 959194 E-Mail: hilden@rheinische-post.de Zentral-Redaktion Tel.: 0211 505-2880 E-Mail: redaktionssekretariat @rheinische-post.de Leserservice (Abonnement, Urlaubs- und Zustellservice) Tel.: 0211 505-1111 Online: www.rp-online.de/Leserservice E-Mail: leserservice@rheinische-post.de Kundenservice (Anzeigen) Tel.: 0211 505-2222 Online: www.rp-online.de/anzeigen E-Mail: mediaberatung @rheinische-post.de ServicePunkt Hilden: DERPART Reisebüro Dahmen, Mittelstraße 73, 40721 Hilden RHEINISCHE POST Redaktion Hilden: Schulstraße 13, 40721 Hilden; Redaktionsleitung: Gökcen Stenzel; Vertretung: Ralf Geraedts; Sport: Birgit Sicker. Für unverlangte Einsendungen wird keine Gewähr übernommen. Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die Abonnementgebühren sind im Voraus fällig. Abonnementkündigungen werden nur schriftlich beim Verlag oder einem Service Punkt mit einer Frist von 6 Wochen zum Quartalsende entgegengenommen. Freitags mit prisma - Wochenendmagazin zur Zeitung. Zur Herstellung der Rheinischen Post wird Recycling-Papier verwendet.

RHEINISCHE POST SAMSTAG, 18. MÄRZ 2017 D-HI03 Leseprobe 3 Autobahn: Bauarbeiten dauern bis 2019 An der A3 zwischen Leverkusen und Solingen soll es im Baustellen-Abschnitt schon bald einen weiteren Blitzer geben. VON ALEXANDRA RÜTTGEN UND LUDMILLA HAUSER HILDEN Die neue Baustelle auf der A3 zwischen Leverkusen-Opladen und Solingen – das ist das erste Teilstück der Fahrbahnsanierung zwischen Leverkusen und Hilden – ist eingerichtet worden. Unter anderem sind gelbe Markierungen für die Fahrstreifen aufgebracht. Zudem wird in den nächsten Tagen eine Schutzwand aufgebaut. Für Vielfahrer heißt es: Achtung, Staugefahr. Demnächst muss es aber auch noch heißen: Achtung, Blitzer. Der Kreis Mettmann bestätigte jetzt auf Anfrage, dass eine „für diese Zwecke geeignete“ Radaranlage bald auf dem Baustellen-Teilstück postiert werden soll. „Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest, ich gehe davon aus, dass die notwendigen Absprachen aber zügig erfolgen werden“, sagte eine Sprecherin des Kreises. Denn: „Zunächst müssen etwa mit der Bezirksregierung, und Straßen NRW die Messplätze festgelegt werden.“ Außerdem soll vor der Einrichtung der mobilen Blitze noch eine Stauwarnanlage aufgebaut werden. Auf 85 große Autobahnbaustellen müssen sich Autofahrer und Anwohner im Rheinland in den kommenden beiden Jahren einstellen. Das hat jetzt der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen bei seiner 3. Regionalen Baustellenkonferenz vor Vertretern anderer Behörden und Verkehrsträger, von Verbänden, der Wirtschaft und der Polizei erklärt. Die Baustellenkonferenzen von Straßen NRW gibt es, um alle Betroffenen früh an einen Tisch zu bringen. Mit ihnen sollen große bauliche Maßnahmen im Vorfeld abgestimmt werden. Die Beteiligten hoffen, auf diesem Weg die Beeinträchtigungen durch Baustellen so gering wie möglich zu halten. Dennoch heißt es „Achtung Stau“, denn Folgende Projekte sind in Arbeit oder noch geplant: Großbaustelle A46, Kreuz Hilden: Noch im zweiten Quartal dieses Jahres soll der Bau der Lärmschutzwand für Erkrath („An der Brandshütte“) beendet werden. Die Bauarbeiten dauern seit dem 4. Quartal 2015 an. Großbaustelle A3, Leverkusen- Opladen/Kreuz Hilden: Noch bis ins 2. Quartal kommenden Jahres soll die Streckensanierung des 1. Bauabschnittes andauern, die im ersten Quartal dieses Jahres begonnen hat. Warnbaken auf dem Notstreifen sind aufgestellt und kündigen die Bauarbeiten an. Großbaustelle A3, Kreuz Ratingen-Ost/Kreuz Hilden: Im zweiten Quartal dieses Jahres soll die Sanierung der Autobahn in beide Fahrtrichtungen abgeschlossen sein. Die Arbeiten dauern seit dem dritten Quartal 2014 an. Großbaustelle A3, Kreuz Ratingen-Ost/Mettmann: Die Fahrbahndecken in beiden Fahrtrichtungen werden zwischen dem dritten und dem vierten Quartal saniert. Großbaustelle A46, Düsseldorf- Eller/Erkrath: Für beide Fahrtrichtungen laufen Bauarbeiten zum sechsstreifigen Ausbau der Autobahn seit 2013. Sie sollen im zweiten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Großbaustelle A542, Dreieck Langenfeld/Kreuz Monheim-Süd: Seit dem 2. Quartal 2016 werden die Fahrbahnen für beide Richtungen saniert. Die Arbeiten sollen im dritten Quartal 2017 beendet sein. Wer sich mit den geplanten Baustellen beschäftigen möchte, kann ab sofort das neue Angebot des Straßen-NRW-Verkehrsportals nutzen. Auf der neu programmierten Karte erhalten die Nutzer nach Auswahl des Reiters „Baustellenplanung, langfristige Sicht“ einen Überblick über die wichtigsten aktuellen und künftigen Großbaumaßnahmen auf Blick von der Brücke Hochdahler Straße aus auf die Bauarbeiten an der A 3. RP-FOTO: STEPHAN KÖHLEN den Autobahnen in NRW unter: www.verkehr.nrw/karte/?center=51.25770,7.05448&zoom=9&car=true&publicTransport=true&bike=true&layer=Planbaustellen&highlightRoute=false

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