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School’s out ANZEIGE Sicher mit dem NachtEpress durch die Stadt Wenn der reguläre Nahverkehr spätabends endet, beginnt die Zeit der Nachtbusse, den sogenannten NE-Linien. Leere Straßen sorgen für eine schnellere Fahrt für die letzten Heimkehrer. Im Verkehrsverbund Rhein- Ruhr, dem VRR, ist das Angebot an Nacht-Express-Linien in den letzten Jahren deutlich gestiegen. In jeder Großstadt zwischen Rhein und Ruhr gibt es längst ein Nacht-Netz aus Bussen mit spezieller Linienführung. Auch in Solingen können Nachtschwärmer mit dem NachtExpress-Angebot die Abende in und um Solingen unbeschwert und sicher genießen. Für die Fahrt durch die „Ich mache diese Arbeit gerne, mit Toleranz gegenüber Jugendlichen und Respekt gegenüber meinen älteren Fahrgästen“ Yahya Akpinar Busfahrer Ausbildung in der Stadtsparkasse Remscheid – spannend ab dem ersten Tag Die Weichen stellen: Eine Ausbildung bei deiner Sparkasse schafft gute Perspektiven für die berufliche Zukunft. Die Stadtsparkasse ist einer der wichtigsten Ausbildungsbetriebe in Remscheid. Jedes Jahr beginnen hier mehrere junge Menschen den Start ins Berufsleben. Ausgebildet wird zu Bankkaufleuten, Kaufleuten für Versicherungen und Finanzen sowie Informatikleuten. Wer seine Ausbildung in der Stadtsparkasse Remscheid beginnt, sollte den täglichen Umgang mit Menschen schätzen, Spaß an der Kommunikation haben und dazu die Finanzwelt kennenlernen wollen. „Uns ist es wichtig, unseren eigenen Nachwuchs auszubilden und dann auch weiter zu fördern“, erklärt Jutta Fricke, zuständig für die Auszubildenden in der Stadtsparkasse Remscheid. Ein Highlight während der Ausbildung in allen drei Berufsfeldern ist die Azubi-Geschäftsstelle, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand und fest in den Ausbildungsplan aufgenommen wurde. Die Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs leiten dann für einen gewissen Zeitraum eigenständig eine der sechs Geschäftsstellen. Dann laufen bis auf Depotgeschäfte und Wertpapierhandel alle Vorgänge über die Schreibtische der Azubis. Hierzu zählen zum Beispiel Auszahlungen und Buchungen, Kontoeröffnungen, Sparanlagen und Kreditgeschäfte. Auf dem Weg zur Abifeier und zurück? Kein Problem mit dem NachtExpress der Stadtwerke Solingen. Die sechs NachtExpress-Linien bieten die Möglichkeiten, dass Erwachsene und Jugendliche auch mitten in der Nacht sicher zur Party und wieder nach Hause gelangen. Nacht stehen sechs NachtExpress-Linien zur Verfügung. Werktags starten die NE-Linien um 23.30 Uhr und um 0.30 Uhr für ihre Runde durch die Stadt; am Wochenende und vor Feiertagen sind die NEs sogar drei Stunden länger, also bis 3.30 Uhr, unterwegs. Diese sechs Linien, NE21 bis NE25 und NE28, fahren im Stunden-Takt, um die Nacht zum Tag zu machen. Der Graf- Wilhelm-Platz ist Startpunkt aller NE-Linien. Am Hauptbahnhof im Stadtteil Ohligs haben die Linien NE21, NE22 und NE25 einen stündlichen Anschluss untereinander. Um 23.59 Uhr steht Yahya Akpinar mit seinem NE21 am Hauptbahnhof in Ohligs und wartet auf Fahrgäste in die Innenstadt. Pöbeleien oder gar Schlägereien sind dem Fahrdienstmitarbeiter in den letzten Jahren auf seinen Fahrten mit den NEs nicht vorgekommen. Gerade mal ein Fahrgast hat sich übergeben müssen, In der Ausbildungszeit bei der Stadtsparkasse Remscheid werden auch der Teamgeist, die Eigenverantwortung und das selbstständige Arbeiten der Auszubildenden gefördert. Wer zum Team im nächsten Jahre gehören will, kann sich schon jetzt bewerben. nach einer feucht-fröhlichen Feier. Yahya Akpinars startet um 0.00 Uhr für die Rückfahrt zum Graf-Wilhelm-Platz, wo es dann als NE22 um 0.30 Uhr in die zweite Runde geht. Die Spätdienste mag er ganz besonders, die Atmosphäre ist entspannt bis fröhlich. „Ich mache diese Arbeit gerne, mit Toleranz gegenüber Jugendlichen und Respekt gegenüber meinen älteren Fahrgästen“, sagt der 57-jährige Busfahrer. „Hier werden Eigenverantwortung und selbstständiges Arbeiten genauso gefördert wie Teamgeist“, so Fricke. Die Ausbildung bei der Stadtsparkasse Remscheid bietet eine Fülle hochinteressanter beruflicher Perspektiven, egal, ob es um den direkten Kundenkontakt geht, man sich auf eines der vielen Fachgebiete in der Sparkassen-Welt spezialisieren möchte oder als Organisationstalent im Hintergrund arbeitet. „Unser Bewerberportal ist zur Zeit wieder geöffnet und wir suchen Auszubildende für das Jahr 2018“, Betrunkene sind selten, aggressive Pöbler auf dem Fahrzeug kennt er fast gar nicht. Sicherheit wird auch bei den NEs groß geschrieben. So fahren nur die modernsten Busse auf den sechs NachtExpress- Linien. Vier Kameras sind an Bord und liefern ihre Bilder an eine Videoaufzeichnung. Die letzten 48 Stunden werden gespeichert, bevor die Bilder von neuen Aufnahmen überspielt werden. Zudem ist der Funkwagen des Verkehrsbetriebes sagt Ausbildungsleiterin Jutta Fricke. Alle Informationen und das Online-Bewerbungsverfahren finden Interessierte auf der Internetseite der Stadtsparkasse in der Rubrik Ausbildung und Karriere. Darüber hinaus ist Jutta Fricke per E- Mail erreichbar. zusätzlich zur Leitstelle auch in den Abend- und Nachtstunden besetzt. Um zwanzig nach eins endet am Graf-Wilhelm-Platz die Schicht von Yahya Akpinar auf dem NachtExpress. Alles ist ruhig geblieben, keine Schlägerei, keine erbrochene Currywurst. Was ihm nicht gefallen hat während seines Nachtdienstes: „Ich begrüße jeden Fahrgast herzlich. Schade, dass manche Kunden nicht antworten“. Stadtsparkasse Remscheid Alleestraße 76-88 42853 Remscheid Internet: www.stadtsparkasseremscheid.de E-Mail (Jutta Fricke) zu Ausbildung und Praktikum: jutta.fricke@stadtsparkasseremscheid.de

School’s out ANZEIGE Verantwortung interm Lenkrad Seit drei Jahren bilden der Stadtwerke Remscheid- Verbund Fachkräfte im Fahrbetrieb aus. Thomas Drache ist der erste Auszubildende im dritten Lehrjahr und sitzt bereits am Steuer der Linienbusse. Es ist 4 Uhr morgens, wenn die ersten Busse der Stadtwerke Remscheid die Wagenhalle verlassen. Hinter dem Steuer eines Busses sitzt Thomas Drache, Auszubildender zur Fachkraft im Fahrbetrieb und mittlerweile im dritten Ausbildungsjahr. An die wechselnden Arbeitszeiten hat sich der 26-Jährigen Solinger schnell gewöhnt. „Das frühe Aufstehen ist nicht das Problem, nur das frühe Schlafengehen fällt schwer, besonders im Sommer, wenn es lange hell ist und die Nachbarn noch grillen“, sagt Thomas Drache. Auf den Ausbildungsberuf ist er durch Zufall gestoßen, das Berufsprofil hatte ihm sofort zugesagt. „Ich bin gerne unter Leuten und draußen unterwegs“, sagt der Auszubildende. Daher hat er sich nach einer abgeschlossenen Ausbildung zum Speditionskaufmann noch einmal komplett umorientiert und sich bei den Stadtwerken Remscheid beworben. „Ich hatte direkt ein gutes Gefühl und nach dem Vorstellungsgespräch auch die Zusage erhalten. Mehrere Abteilungen hat er während der ersten beiden Ausbildungsjahre durchlaufen. Der Einblick in die Werkstatt soll helfen, später im Linienverkehr bei Problemen eingreifen zu können, um den Bus schnellstmöglich wieder auf die Strecke zu bringen. Des Weiteren erhielt der Auszubildende Einblicke in die Diensteinteilung und die Aufgabe des Kontrolleurs. Da ist Durchsetzungsvermögen gefragt. „Die Busfahrer stehen im direkten Kontakt zu den Kunden, die die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Kontrolleure werden selten mit einem Lächeln begrüßt“, hat Thomas Drache erfahren. Bei der Diensteinteilung werden die Fahrer auf die insgesamt 29 Linien eingeteilt – von der Frühschicht bis zum Nachtexpress. Ein wichtiges Thema für Fachkräfte im Fahrbetrieb ist die Verkehrsplanung. „Eine sehr komplexe und anspruchsvolle Aufgabe, wo alle Anschlüsse und Taktungen stimmen und ineinandergreifen müssen“, sagt Thomas Drache. Theoretisches Wissen vermittelt die Berufsschule in Hattingen im Blockunterricht. Den Busführerschein Klasse D1 erwerben die Auszubildenden in der eigenen Fahrschule der Stadtwerke. 56 Pflichtfahrstunden sind mindestens zu absolvieren. Im dritten Ausbildungsjahr sind die jungen Fachkräfte dann so fit, dass sie Voll im Einsatz: Auch die großen Gelenkbusse der Stadtwerke lenkt Thomas Drache sicher durch die Straßen von Remscheid. Hier ist täglich Konzentration gefordert. im Fahrbetrieb eingesetzt werden können. Die ersten Wochen immer in Begleitung, denn jeder Tag verläuft anders. Die Nachwuchskräfte lernen die Fahrstrecken wie auch die Ticketpreise kennen. Dass auch Fahrer von Linienbussen sich mal verfahren können, hat Thomas Drache selbst schon erfahren. „Ich bin einmal falsch abgebogen, so wie auf der Strecke, die ich vorher gefahren bin. Das habe ich aber direkt gemerkt“, berichtet er lachend. Ab 7 Uhr wird es voll im Bus. Die Schüler steigen ein, um zur Schule gefahren zu werden. „Dabei kann es schonmal laut und auch anstrengend werden, aber man blendet die Geräuschkulisse irgendwann aus“, sagt der Solinger. Schwierig wird es für die Fahrer, wenn beispielsweise Falschparker die Fahrbahn verengen. Hier wird dann die ganze Fahrkunst verlangt und manchmal ist „Wenn man einmal Unternehmen integriert ist und sich wohlfühlt, dann möchte man auch bleiben.“ Thomas Drache Auszubildender auch eine Meldung bei der Leitstelle notwendig. Um die richtige Kleidung muss sich der 26-Jährige morgens keine Gedanken machen. Adrett gekleidet im hellblauen Hemd steuert er den Bus durch Remscheid. Die Dienstkleidung wird vom Arbeitgeber gestellt. „Dass kein Krawattenzwang besteht, nutze ich gerne aus“, sagt der junge Mann. Vielen Schulabgängern ist der Beruf „Fachkraft im Fahrbetrieb“ nicht bekannt. Es ist eine Erweiterung zum „normalen“ Beruf des Busfahrers mit mehreren Einsatz- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Dennoch hält sich die Zahl der Bewerber in Grenzen. „Durch die Arbeitszeiten ist es kein Job für jeden“, sagt Ausbildungskoordinatorin Lina Jäckel. Die Freude an diesem Beruf ist eine wichtige Voraussetzung. Gefragt ist auch eine hohe Kundenorientierung, denn die Fahrer begegnen jeden Tag unterschiedlichen Menschen. Dieses Thema ist im Ausbildungsrahmenplan vorgesehen und wird auch in internen Kommunikationsschulungen gefördert. Allgemein herrsche ein Mangel an Busfahrern. Die Stadtwerke haben die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb eingeführt, um den eigenen Bestand an qualifizierten Mitarbeitern zu sichern. Somit sind auch die Übernahmechancen im Stadtwerke Remscheid-Verbund bei entsprechender Leistung sehr gut. Drei Jahre dauert die Ausbildung, wobei Thomas Drache seine Prüfung um ein halbes Jahr vorziehen und die Ausbildungsdauer somit auf zweieinhalb Jahre verkürzen wird. Im kommenden Winter steht die Abschlussprüfung an. Sein Wunsch ist es, von den Stadtwerken Remscheid ins Arbeitsverhältnis übernommen zu werden. „Wenn man einmal im Unternehmen integriert ist und sich wohlfühlt, dann möchte man auch bleiben“, sagt er. Dabei schließt er eine spätere Weiterbildung zum Verkehrsmeister nicht aus. Zwei Ausbildungsplätze bieten die Stadtwerke in diesem Beruf jährlich an. Im August beginnt ein neuer Auszubildender. Thomas Drache macht Bewerbern Mut: „Mit der richtigen Motivation ist die Ausbildung gut machbar“, ist er überzeugt. Fragen zur Bewerbung: Lina Jäckel, Tel. 02191-164335 INFO Bewirb dich jetzt! Voraussetzungen für eine Ausbildung: Volljährigkeit und Führerschein-Klasse B (spätestens im ersten Ausbildungsjahr), Realschulabschluss, Kommunikationsstärke, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit, Fähigkeit schnell Entscheidungen zu treffen, Flexibilität und Offenheit Dauer: 3 Jahre Art: Klassische duale Ausbildung Verdienst: 1. Jahr: 918,26 € 2. Jahr: 968,20 € 3. Jahr: 1014,02 € Immer weniger Auszubildende beginnen eine Lehre Jeder vierte Ausbildungsbetrieb in NRW hat inzwischen Probleme, seine Lehrstellen zu besetzen und geeignete Bewerber zu finden. In Nordrhein-Westfalen haben im vorigen Jahr so wenige junge Menschen eine Ausbildung absolviert wie noch nie. Ende 2016 befanden sich insgesamt 297.219 Personen in einer dualen Ausbildung und damit 2,1 Prozent weniger als im Jahr 2015, wie das Statistische Landesamt vor wenigen Tagen mitteilte. Es war die geringste Zahl an Azubis seit Beginn der Aufzeichnungen der Berufsbildungsstatistik im Jahr 1976 - somit also seit 40 Jahren. Die Zahl der männlichen Auszubildenden lag um 1,6 Prozent, die der weiblichen um 2,9 Prozent unter der des Vorjahres, wie es in der Statistikauswertung hieß. Die Zahl der ausländischen Auszubildenden erhöhte sich hingegen um 8,5 Prozent. Die Zahl der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag war 2016 in NRW um 1,7 Prozent niedriger als 2015. Neue Tiefstände ermittelte das Statistische Landesamt im Ausbildungsbereich der Hauswirtschaft (minus acht Prozent) sowie im Handwerk (minus 1,6 Prozent). Im größten Ausbildungsbereich Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe sank die Zahl der Auszubildenden nach Angaben der Statistiker um 2,7 Prozent. Aber es gibt auch einen positiven Trend zu verzeichnen: Im Öffentlichen Dienst befanden sich Ende 2016 mehr junge Menschen in einer dualen Ausbildung (plus 2,6 Prozent). Hierunter fallen beispielsweise Lehrer, Polizisten aber auch Verwaltungsfachangestellte. Anders hingegen der Trend bei den Freiberuflern, zu denen Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater zählen. Hier wurden 0,9 Prozent und in der Landwirtschaft sogar 2,4 Prozent weniger Auszubildende gezählt. Ein Aus- oder Weiterbildung, wie hier am BZI in Remscheid, ist der erste und wichtigste Schritt in die Berufstätigkeit.

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