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School’s out ANZEIGE TENTE-Auszubildende sind erfolgreich im Team Die Firma TENTE erleichtert Schülern den Einstieg ins Berufsleben. Drei Azubis erbrachten nun eine erausragende Leistung als „Energie-Scouts“. Ein starkes Team: Die TENTE-Auszubildenden verbrachten mit den jungen Kollegen der Firma Hupfer ein Arbeitswochenende in Holland. tung. Das TENTE-Team zählt zu den Siegern der insgesamt 69 nominierten Teams, die jeweils ein herausragendes Energieeffizienzprojekt entwickelt haben. Sie wurden am 28. Juni im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin zu einer feierlichen Urkundenübergabe mit Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer eingeladen. Ein beeindruckendes Erlebnis: „Es gab eine Schifffahrt auf der Spree und man konnte die anderen teilnehmenden Gruppen kennenlernen“, berichtet Antonia Schmidt. Das Projekt: Kunststoffspritzgießmaschinen mit Dämmmatten so zu isolieren, dass weniger Wärme beim Schmelzvorgang des Granulats verloren geht. „Diese Investition amortisiert sich bereits nach zehn Monaten“, sagt Antonia Schmidt, die die Energieeinsparung den Ausgaben gegenüber gestellt hat. Das Trio arbeitete gemeinsam am Projekt, wobei Angelo Attardo als Verfahrensmechaniker und Simon Flooß als Werkzeugmechaniker das technische Know-How mitbrachte und Antonia Schmidt durch ihre Computerkenntnisse die Präsentation erstellte. „Hierbei schauen die Auszubildenden über den Tellerrand der eigenen Ausbildung hinaus. Kaufleute erhalten so auch ein technisches Verständnis, was für die berufliche Zukunft hilfreich ist“, sagt Ausbildungsleiter Lutz Theis. Der Wettbewerb soll Auszubildende für das Thema Energie- und Ressourceneffizienz motivieren und sensibilisieren. Dazu sind sie zuvor bei der Industrie- und Handelskammer geschult worden. „Wir wurden zweimal zu Workshops eingeladen“, berichtet Antonia Die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen während der Berufsausbildung gelingt am besten, wenn sie gefördert wird. Die Firma TEN- TE-ROLLEN GmbH aus Wermelskirchen bietet den Rahmen dafür. Im Unternehmen sind die Auszubildenden vom ersten Tag an involviert. Durch das überlassen verantwortungsvoller Aufgaben können sie ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten einbringen, sich mit dem Betrieb identifizieren und sich individuell entwickeln. Die Früchte dieser ganzheitlichen Förderung ernteten jetzt drei der TENTE-Auszubildenden. Sie haben an einem Wettbewerb der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK) teilgenommen und mit ihrem Projekt den ersten Platz belegt. Antonia Schmidt (Industriekauffrau), Simon Klooß (Werkzeugmechaniker) und Angelo Attardo (Verfahrensmechaniker) dürfen sich nun „Energie- Scouts“ nennen. 1000 Euro Preisgeld gab es für ihr Projekt Heizenergie clever eingespart“. Ihre Arbeit findet darüber hinaus auch bundesweit Beach- Schmidt. Hierbei wurde den Teilnehmern praxisorientiertes Basiswissen rund um das Thema vermittelt und ein Impuls für die Erarbeitung eines eigenen Projektes gesetzt. Die Aufgabe bestand darin, energetische Schwachstellen im Unternehmen zu erkennen und Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. Diese Einbindung junger Menschen ins Unternehmen entspricht der Philosophie von TENTE-ROLLEN. Immer wieder werden Projektarbeiten, wie beispielsweise die Erstellung einer Broschüre, Messebeteiligungen und Teambuilding-Maßnahmen angeboten. Jedes Ausbildungsjahr startet im Herbst mit einem Integrationswochenende in den Niederlanden. Hierbei lernen sich alle rund 30 Auszubildende des Unternehmens kennen. Das dritte Ausbildungsjahr organisiert und plant diese Gemeinschaftsaktion. „Bei uns lernen die Auszubildenden nicht nur die fachlichen Inhalte“, betont Lutz Theis. TENTE- ROLLEN engagiere sich darüber hinaus im Bereich der Ausbildung, immer mit dem Bestreben, die jungen Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken. Am 1. September beginnen zehn neue Auszubildende und zwei Langzeitpraktikanten bei TENTE. Auf sie wartet eine qualifizierte Ausbildung im kaufmännischen und gewerblichen Bereich. Internet: www.tente.de Die drei Azubis (v.li.) Simon Klooß, Antonia Schmidt und Angelo Attardo durften nach Berlin reisen und dort im Rahmen der Bestenehrung den Preis für ihr Projekt zum Thema „Energiewende und Klimaschutz“ in Empfang nehmen. Der in eine qualifiziertere Ausbildung investierte Aufwand zahlt sich nicht nur in barer Münze aus, sondern bietet langfristig auch bessere Chancen am Arbeitsmarkt. Sparen für Bildung muss stärker in den Fokus rücken Bildung ist eine Investition. Sie kostet nicht nur Zeit und Engagement, sondern auch Geld. Doch der Aufwand lohnt sich. Unter dem Strich bringt jeder höhere Abschluss über das gesamte Erwerbsleben zwischen 22 und 64 Prozent mehr Einkommen. Das ist das Ergebnis einer Studie des ifo Instituts München im Auftrag von Union Investment. „Bildung und Wohlstand gehen Hand in Hand. Doch das Sparen für eine bessere Bildung ist in vielen Familien allerdings noch kein Thema“, sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. Die Studie zeigt weiterhin: Insgesamt ist das Bildungsniveau in Deutschland deutlich angestiegen. Der Anteil der 18- bis 65-jährigen Hochschulabsolventen hat sich in den letzten 40 Jahren verdreifacht. Aber auch der Anteil der Personen mit einer Berufsausbildung hat zugenommen. „Bildung zahlt sich nicht nur in Form eines höheren Einkommens aus. Auch das Arbeitslosigkeitsrisiko sinkt deutlich“, sagt Professor Ludger Wößmann, der die Studie mit seinem Team vom ifo Institut erstellt hat. Stetig steigendes Niveau Das Bildungsniveau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich nach oben verschoben. So hat sich der Anteil der 18- bis 65-Jährigen ohne Berufsabschluss von 1976 bis 2013 mehr als halbiert (von 38 Prozent auf 16 Prozent). Gleichzeitig stieg der Anteil der Personen mit einer Lehre/Berufsausbildung um sechs Prozentpunkte auf 57 Prozent. Der Anteil der Hochschulabsolventen hat sich sogar von sechs Prozent im Jahr 1976 auf 18 Prozent im Jahr 2013 verdreifacht. Dabei zeigt sich, dass sich der in eine qualifiziertere Ausbildung investierte Aufwand nicht nur in barer Münze auszahlt, sondern auch mit Blick auf bessere Chancen am Arbeitsmarkt. Während die durchschnittliche Arbeitslosenquote bei Menschen ohne eine Berufsausbildung in den vergangenen knapp 40 Jahren um mehr als das Vierfache auf 19 Prozent gestiegen ist, nahm sie bei Menschen mit Lehre/ Berufsabschluss nur von rund drei auf knapp sieben Prozent zu. Bei Universitätsabsolventen erhöhte sich die Arbeitslosenquote am moderatesten von 1,5 Prozent auf 2,5 Prozent. „Bildung senkt das Arbeitslosigkeitsrisiko deutlich und ist daher die beste Arbeitslosenversicherung. Bildung ist mehr denn je die Grundvoraussetzung für beruflichen Erfolg“, so Wößmann. „Alleine diese Ergebnisse zeigen die zentrale Rolle einer qualifizierten Ausbildung“, ergänzt Reinke. In der Art und Weise, wie die Deutschen in Bildung investieren, sieht er jedoch Handlungsbedarf – vor allem bei Familien. „Jeder möchte seinem Nachwuchs eine gute Ausgangsposition für das Berufsleben verschaffen. Wirklich planvoll gehen aber die wenigsten an diese Aufgabe heran“, sagt Reinke. Bildung lohnt sich auch nach Abzug aller Kosten Viele Menschen lassen sich bei ihrer Ausbildung von dem Zeit- und Kostenaufwand einer höheren Qualifikation abschrecken. Dies ist jedoch ein Fehler. So liegt das Lebenseinkommen mit einer abgeschlossenen Lehre durchschnittlich 143.000 Euro netto über dem von Menschen ohne Berufsausbildung. Gegenüber einer Ausbildung erzielt ein Meister oder Techniker durchschnittlich 129.000 Euro netto mehr, ein Fachhochschulabsolvent 267.000 Euro und ein Universitätsabsolvent 387.000 Euro. Von der Uni in die Lehre: Studienabbrecher sind gefragt An der Hochschule zu scheitern, muss kein Drama sein. Eine Option ist dann, auf eine duale Ausbildung umzusatteln. Studienabbrecher sind in vielen Betrieben begehrt. Das Studium abbrechen und in eine Lehre wechseln? Das kommt infrage, wenn sich jemand an der Uni nicht wohlfühlt oder das Studium zu schwer ist. So ein Schritt sollte allerdings immer aus Überzeugung geschehen, sagte Peter Gronostaj auf der Didacta. Er ist Projektleiter von Switch in Aachen. Switch unterstützt Studienabbrecher dabei, in eine duale Ausbildung zu wechseln. Die Betriebe stellten niemanden gerne ein, für den die Ausbildung eine Verlegenheitslösung ist. Wer nach dem Scheitern noch am Studium hängt und mit der Hochschule nicht abgeschlossen hat, für den ist der Wechsel nichts. Wer sich aus Überzeugung dafür entscheidet, sei in den Betrieben aber gefragt. „Die Vorteile sehen Arbeitgeber bei Studienabbrechern in der persönlichen Reife und dem oft hohen Verantwortungsbewusstsein“, erzählte er. Da hätten sie jüngeren Auszubildenden einiges voraus. Im vergangenen Jahr gab es schätzungsweise etwa 80 000 Studienabbrecher. Nach einer bereits etwas älteren Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung aus 2008 ist etwa jeder fünfte Studienabbrecher (22 Prozent) ein halbes Jahr nach der Exmatrikulation in einer Berufsausbildung angekommen. Knapp die Hälfte (49 Prozent) steigt dagegen direkt in den Beruf ein. Der Rest macht Praktika, ist in Elternzeit oder arbeitslos. „Ich würde Studienabbrechern davon abraten, direkt in den Beruf einzusteigen“, sagte Gronostaj. Das mag auf den ersten Blick attraktiv sein. Doch kommt es Jahre später im Unternehmen zum Beispiel zu Umstrukturierungen, sind die Fachkräfte ohne jegliche Berufsausbildung häufig jene, die als Erstes gehen müssen. Hinzu komme, dass die Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten ohne Abschluss eingeschränkt sind. Wer sich als Studienabbrecher dafür entscheidet, eine Ausbildung zu machen, kann die reguläre Ausbildungszeit unter Umständen verkürzen.

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