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Schule.Studium.Weiterbildung -02.09.2017-

Schule.Studium.Weiterbildung

EXTRA SCHULE.STUDIUM. WEITERBILDUNG. BWL und MINT: Wirtschaftsingenieure haben ein Bein in jeder Welt – und sind deshalb vor allem Übersetzer zwischen Fachleuten. Ein Beruf zwischen den Welten Wirtschaftsingenieure können nicht nur Maschinen bauen, sondern damit auch Geld verdienen. ie Mischung aus BWL und MINT ist bei Arbeitgebern und Studierenden gleichermaßen beliebt. VON TOBIAS HANRATHS Eine Prise Naturwissenschaften, ein Schuss Technik, dazu etwas Management und reichlich BWL: Der Beruf des Wirtschaftsingenieurs klingt, als habe jemand im Labor den perfekten Arbeitnehmer für die digitale Zukunft backen wollen. Dem Arbeitsmarkt schmeckt das Ergebnis offensichtlich, denn die Jobchancen für Wirtschaftsingenieure sind hoch – die Anforderungen allerdings auch. „Da haben Sie vormittags Mechanik, nachmittags Rechnungslegung und abends organische Chemie“, sagt Jens Weibezahn von der Technischen Universität Berlin. „Da muss man schon flexibel im Kopf sein.“ Weibezahn ist Koordinator des Studienprogramms für Wirtschaftsingenieurwesen, so der offizielle Name des Fachs. Der Studiengang in Berlin ist der älteste seiner Art, aber längst nicht mehr der einzige: Das Portal Hochschulkompass.de zählt rund 500 Studienangebote für Wirtschaftsingenieurwesen. Tendenz steigend, denn der Studiengang wird stetig populärer. „Einen richtigen Boom gab es Ende der 90er, Anfang der Nullerjahre“, sagt Weibezahn. Schuld daran sind die Digitalisierung und andere technische Entwicklungen. „Gerade heute ist der Beruf des Wirtschaftsingenieurs sehr relevant, weil er mit je einem Bein in zwei Welten steht“, sagt Thorsten Gerhard, Leiter der Industrial-Praxisgruppe der Personalberatung Egon Zehnder. Anders gesagt: Wer Technik erstens versteht und zweitens zu Geld machen kann, ist im digitalen Zeitalter heiß begehrt. Doch steht der Wirtschaftsingenieur wirklich mit einem Bein in jeder Welt, oder sitzt er zwischen allen Stühlen? Denn immer mal wieder gibt es Streit um das Fach und seinen Namen. Knackpunkt dabei: Steckt im Wirtschaftsingenieur wirklich genug Ingenieur, um diese Bezeichnung zu tragen – oder bleibt die Ausbildung zu sehr an der Oberfläche? „Als Wirtschaftsingenieur ist man auf die Entwicklungen der Digitalisierung ideal vorbereitet“, sagt Gerhard. „Insofern würde ich das alte Argument, dass der Wirtschaftsingenieur ,nichts richtig kann’, nicht gelten lassen.“ Was auch am harten Studium liegt, denn in der Regel pauken die Teilnehmer nicht nur Grundlagen, sondern gehen auch in die Tiefe. „Im Grunde studieren Sie jeweils 70 Prozent der beiden Teildisziplinen“, sagt Weibezahn. Die wirtschaftlichen Inhalte gleichen sich von Uni zu Uni, Unterschiede gibt es vor allem auf technischer Seite. Gerade zuletzt sind viele neue Studiengänge für Wirtschaftsingenieure entstanden, mit teils sehr speziellen Ausrichtungen. „Maschinenbau oder Elektrotechnik sind die Klassiker“, sagt Wolf-Christian Hildebrand, Präsident des Verbands Deutscher Wirtschaftsingenieure (VWI). „Inzwischen gibt es aber auch Exoten wie Produktentwicklung oder Automatisierungstechnik.“ Interessenten sollten sich also genau anschauen, was in einem Studiengang wirklich drinsteckt, rät Hildebrand. Angst vor Mathe ist in dem Stu- FOTO: FLORIAN KÜTTLER/WESTEND61 dium aber auf jeden Fall fehl am Platze. Ansonsten brauchen angehende Wirtschaftsingenieure vor allem Durchhaltevermögen, sagt Weibezahn. „Weil es schon einfach viel Stoff ist.“ Der Lohn der Mühen ist meistens ein gut bezahlter Job. 50.000 Euro verdienen Berufseinsteiger laut VWI im Schnitt. „Das ist ein sehr ordentliches Gehalt, auch im Vergleich zu anderen Ingenieuren“, sagt Präsident Hildebrand. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es für Wirtschaftsingenieure fast überall, von der Chemie bis zum Maschinenbau und von der Produktion bis in den Vertrieb. „Sehr viele unserer Absolventen gehen auch in die Unternehmensberatung oder machen sich selbstständig“, sagt Weibezahn. Als Spezialisten werden Wirtschaftsingenieure aber nicht eingesetzt, so Hildebrand, eher als Generalisten. Denn es geht eben nicht nur darum, BWL und Technik zu können – sondern darum, beides gleichzeitig zu können und zum Beispiel bei der Produktentwicklung mit an den Vertrieb zu denken. Oder bei der Strategieplanung stets die technische Umsetzbarkeit im Blick zu behalten. Im Ergebnis sind Wirtschaftsingenieure vor allem Übersetzer zwischen reinen Ingenieuren und klassischen BWLern. „Es geht in dem Beruf oft um die Vermittlung zwischen beiden Welten, weil ein Wirtschaftsingenieur im Idealfall beide Sprachen spricht“, sagt Gerhard. Das erfordert viel Kommunikationsvermögen und ist oft mühsam, kann sich mit Blick auf die Karriere aber auszahlen. „Gerade wenn es um das Potenzial für höhere Aufgaben geht, schauen wir unter anderem auf eine gewisse Neugier für unbekannte Dinge, eine Wissbegierde, und auf etwas, das wir Insight nennen“, sagt Gerhard. Das sei die Fähigkeit, Daten in konkrete Strategien zu übertragen. „Das sind gerade für Führungspositionen sehr wichtige Fähigkeiten, die Wirtschaftsingenieure im Prinzip aus ihrem Studium mitbringen.“ www.hochschulkompass.de ▶Mathe Nachhilfe in D‘dorf, 01 70 / 2 21 22 32 BWL studieren an der EBC Hochschule Heute, am 2. September, ist Tag der offenen Tür. (rps) Am Tag der offenen Tür am heutigen Samstag, 2. September, stellt die private, staatlich anerkannte EBC Hochschule in Düsseldorf ihre betriebswirtschaftlichen Bachelorstudiengänge vor. Professoren und Studierende informieren am Campus über die Studiengänge International Business Management, Business Psychology, International Business & Fashion Management, Tourism & Event Management, Sports Manage- ment, Pflegemanagement sowie Kindheitspädagogik & Management. Kurze Studienzeiten, intensive Fremdsprachenausbildung, integrierte Praktika und Auslandssemester führen zu internationalen und staatlich anerkannten Abschlüssen, die die idealen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsstart schaffen. Studieninteressierte dürfen sich auf ein Hochschul-Frühstück und Vorträge zu den Themen Influencer Marketing und International Management freuen. Das komplette Programm von 10 bis 15 Uhr ist unter www.ebc-hochschule.de finden. Kontakt: EBC Hochschule, Ina Uth, Grafenberger Allee 87, 40237 Düsseldorf. Telefon 0211 179255-0, E-Mail: duesseldorf@ebc-hochschule.de zu Praxisnah und international mit Auslandsjahr studieren Das Bachelorplus-Programm der DAA Wirtschaftsakademie in Düsseldorf hat noch freie Studienplätze. Das Bachelorplus-Programm der DAA Wirtschaftsakademie qualifiziert für eine Karriere in der Wirtschaft. FOTO: DAA WIRTSCHAFTSAKADEMIE (rps) Wer sich für eine Karriere in der Wirtschaft qualifizieren und Auslandserfahrung sammeln möchte, für den bietet das Bachelorplus-Programmder DAA Wirtschaftsakademie ein interessantes Paket. Es kombiniert BWL-Studium (Management) mit einer kaufmännischen Berufsausbildung und einem Englandjahr. Gelernt wird praxisnah in kleinen Gruppen. Durch ein Unternehmenspraktikum und Praxisprojekte werden frühzeitig Kontakte zu attraktiven Arbeitgebern geknüpft. Die Studenten werden in berufsrelevanter IT zertifiziert und durch spezielle Module intensiv auf ihr Englandjahr vorbereitet. Ihren akademischen Bachelorabschluss absolvieren sie dann an der staatlichen Universität Cumbria (Nordengland). Dadurch sind sie für Fach- und Führungsaufgaben auch in international agierenden Unternehmen bestens qualifiziert ebenso wie für ein weiterführendes Masterstudium. Das Programm dauert drei Jahre und ist NC-frei. Es ist staatlich gefördert, daher sind die Gebühren an der DAA Wirtschaftsakademie mit 195 Euro pro Monat vergleichsweise niedrig. Für das Wintersemester sind noch Studienplätze frei. Ein Einstieg ist bis spätestens 29. September möglich. Für Fragen steht auch eine Beratungshotline zur Verfügung unter 0170/ 3645343. Infos: www.besseralsuni.de

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