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Schützenfest in Bilk

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D-L8 D8 Düsseldorfer Wirtschaft RHEINISCHE POST DONNERSTAG, 15. JUNI 2017 Volksbank: Ehrung für 40 Jahre im Aufsichtsrat Parkausweise: Stadt entschuldigt sich Das Verkehrsamt hat versäumt, die geplante Verteuerung der Parkausweise mit der Handwerkskammer abzusprechen. Das will man nun nachholen. Der Plan für eine Preiserhöhung ist aber nicht vom Tisch. VON ARNE LIEB RWGV-Vorstand Barkey (r.) ehrt Wolfgang van Betteray. FOTO: FRANKENHAUSER (RP) In Düsseldorf-Hamm fing alles an. Dort wurde Wolfgang van Betteray (70) erstmals 1977 in den Aufsichtsrat einer genossenschaftlichen Bank gewählt. 40 Jahre blieb er, begleitete in dieser Zeit insgesamt acht Fusionen und gilt heute als einer der Architekten der Volksbank Düsseldorf Neuss. Aus deren Aufsichtsgremium trat er nun aus gesundheitlichen Gründen zurück. Für seine Verdienste um die genossenschaftliche Idee wurde er mit der Goldnadel des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes geehrt, die ihm dessen Vorstandschef Ralf W. Barkey im Rahmen der Vertreterversammlung in der Stadthalle Neuss überreichte. Mehr als 120 Teilnehmer spendeten dem scheidenden Betteray stehend Beifall. Zu seinem Nachfolger im Aufsichtsrat wurde der Rechtsanwalt Paul Fink gewählt. Der Düsseldorfer van Betteray zählt zu den angesehenen Insolvenzanwälten in Deutschland. Zu seinen bekanntesten Verfahren gehört die Rettung der Lloyd- Werft sowie sein Wirken bei der Mediengruppe von Leo Kirch. Schreiner Thomas Klode hat eine Sondergenehmigung für mehrere Fahrzeuge. Künftig soll er dafür 150 Euro zahlen. In der Debatte um die umstrittene Preiserhöhung für Handwerker- Parkausweise hat sich Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke entschuldigt. Durch einen „internen Ausfall“ habe es die Stadtverwaltung versäumt, vorab das Gespräch mit Kreishandwerkerschaft und Handwerkskammer zu suchen. Deren Spitzen hatten sich empört gezeigt, dass die Sonderausweise für das Handwerk um ein Vielfaches teurer werden sollen. Bislang beträgt die Gebühr nur 10,20 Euro pro Jahr, sie soll in den kommenden Jahren auf 150 Euro steigen. Zuschke sagte, sie übernehme die Verantwortung für den Fehler. Nun will die Stadt auf die Verbände zugehen, erst danach soll der Stadtrat eine Entscheidung fällen. Das Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP stellte bei der Debatte im Ordnungs- und Verkehrsausschuss aber klar, dass man das Vorhaben nicht komplett streichen werde. Düsseldorf habe die Gebühr auf den niedrigsten möglichen Satz festgelegt, als die Stadt finanziell hervorragend dastand. „Der Haushalt ist aber derzeit in einer anderen Lage“, sagte Manfred Neuenhaus (FDP). Das Ampel-Bündnis hat sich vorgenommen, das Millionen-Defizit bei den laufenden Ausgaben auszugleichen. „Ich kann mir vorstellen, dass wir deshalb diese Gebühr erhöhen.“ Andreas Hartnigk (CDU) kritisierte das Vorhaben. Die CDU hält das Ausmaß der Erhöhung für überzogen – und vermisst ein Finanzkonzept. „Diese Erhöhung rettet den desolaten Haushalt auch nicht“, meinte Hartnigk. Die Stadtverwaltung zeigte sich in der Sitzung bemüht, zugleich ihr Verständnis für die Belange des Handwerks zu zeigen. Das Verkehrsamt werde daran arbeiten, die langen Wartezeiten bei der Beantragung der Ausweise zu reduzieren – durch eine Umstellung auf ein neues Online-System. „Das ist ein klassisches Thema für E-Governance“, sagte Ingo Pähler, der Leiter des Verkehrsamts. Alle typischen Handwerksbetriebe können den Ausweis beantragen. Er berechtigt zum Parken im eingeschränkten Haltverbot, zum gebührenfreien Parken an Parkscheinautomaten, in Bewohnerparkgebieten sowie in Bereichen mit Parkscheibenregelung. Die meisten anderen Kommunen erheben eine erheblich höhere Gebühr bis zu 700 Euro. Seit dem Jahr 2004 ist der Preis in Düsseldorf praktisch unverändert. Umso drastischer soll die Gebührenerhöhung ausfallen: Ab dem 1. Juli soll die Gebühr auf 50 Euro steigen, bereits zum Jahreswechsel erfolgt dann eine Anhebung auf 100 Euro. Das entspricht fast einer Verzehnfachung der Preise binnen Jahresfrist. Für den 1. Januar 2019 ist sogar eine weitere Erhöhung geplant, auf dann 150 Euro pro Jahr. SPD und Grüne wollen, dass Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb wenig oder keine Gebühr zahlen. „Das wäre ein Anreiz für den Kauf von E- Fahrzeugen“, sagte Ursula Holtmann-Schnieder (SPD). Die Entscheidung wird nun frühestens bei der Ratssitzung am 13. Juli RP-FOTO: ANDREAS BRETZ INFO Das kosten Parkausweise im Vergleich Düsseldorf 10,20 Euro pro Jahr Neuss 100 Euro Köln 153 Euro Ratingen 30 Euro für Kurzzeit 180 Euro pro Jahr Karlsruhe 200 Euro Frankfurt 355,00 Euro Stuttgart: bis zu 3 Monate 150 Euro, 600 Euro pro Jahr Schützenfest in Bilk DER ST. SEBASTIANUS SCHÜTZENVEREIN IN BILK FEIERT VON 16. BIS 20. JUNI Unterwegs im Jahr 2017 Wie die Schützen in Bilk sich mit neuen Ideen aktuellen Herausforderungen stellen. Dem Bilker Schützenverein gelingt es nach wie vor, auch Kinder und Jugendliche für das Brauchtum zu begeistern. FOTO: THOMAS LEHMKEMPER (arc) Eines kann man mit großer Sicherheit feststellen: Trotz einer über 500-jährigen Geschichte ist der Bilker Schützenverein durchaus modern. Satzung und Statuten berufen sich nach wie vor auf Wertvorstellungen aus Jahrhunderte alter Tradition. Dieses übersetzt man aber zeitgemäß in die Moderne. Dahinter stecken ebenso viele ernstzunehmende Gründe wie auch Arbeit. Heute stehen so gut wie alle Brauchtumsvereine vor großen Problemen: die Bevölkerung schrumpft – damit auch die Mitgliedszahlen der Vereine; das Interesse am Brauchtum sinkt – im Verein, wie auch in der Gesellschaft; die Zeit ist schnelllebig geworden – weniger Zeit für Verein und Hobby; sich Einbringen und Mitmachen – immer weniger junge Menschen wollen das; im Gegenzug steigen organisatorische und finanzielle Anforderungen, etwa ständig neue Sicherheitskonzepte. Ausgenommen hiervon sind teilweise nur die dörflich geprägten Lebensräume, in denen der Zusammenhalt noch ein anderer ist. Auch Bilk war einmal ein Dorf am Rande einer Großstadt, hat sich heute zu einem Stadtteil einer Großstadt entwickelt. Der Schützenverein war früher auch einmal ein „Dorfverein“. Heute ist er ein Verein von vielen, im Wettbewerb mit all den vielen Angeboten einer Großstadt, inmitten einer gewandelten Bevölkerungsstruktur. Dies erfordert natürlich ein Umdenken. Der Verein soll in der Öffentlichkeit wieder wahrgenommen. Das wissen Ulrich Müller und seine Männer im Vorstand der Bilker Schützen. Demokratischen Prinzipien folgend nimmt die Vereinsführung die Basis mit. Es werden sogenannte Planungstage abgehalten, in denen Notwendigkeiten und Ziele gemeinsam mit Hauptleuten und Mitgliedern diskutiert und vereinbart werden. Schon hier beschreitet der Verein neue Wege und definiert „Führung“ neu für die heutige Zeit. Hieraus entstehen interessante neue Projekte. Beispielsweise die Mundartschule „Pittermann Scholl“. Bemerkenswert ist auch das neue Marketing Konzept „Zosame“ Hier hat man Schützenleben und Miteinander neu definiert, Sponsoren und Bürger eingebunden, auch dem Wissen folgend, das in den Jahren zuvor nur wenig Öffentlichkeitsarbeit betrieben wurde. Auch im Ablauf von Festen und Aktivitäten ändert sich (von der Öffentlichkeit meist unbemerkt) vieles. Manches wird auch notwendig durch Anforderungen neuer Gesetze oder Sicherheitskonzepte. Das betrifft ganz besonders Bilk Live (siehe gesonderter Bericht) Alles zusammen ergibt eine problematische Situation die das gesamte Brauchtum betrifft und die Verantwortlichen vor große, kaum zu bewältigende Aufgaben stellt. Hier sind finanzielle wie organisatorische Mittel erforderlich, die (auch durch rückläufige Mitgliederzahlen) nicht mehr vorhanden sind. Auch aus diesem Grund haben die Bilker Schützen einen weiteren großen Schritt gewagt und wollen sich vor Frauen im Verein nicht mehr verschließen.

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