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Schützenfest in Hamm -01.09.2017-

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Schützenfest in Hamm

Schützenfest in Hamm DIE ST. SEBASTIANUS-BRUDERSCHAFT FEIERT VOM 2. BIS 5. SEPTEMBER Große Vorfreude beim Königspaar Fackelzug, Paraden, Heimatabend, Festzüge und Hahneköppen – die St. Sebastianus-Bruderschaft feiert ihr Fest nach altem Brauch in ganz großem Stil. VON MONIKA GÖTZ Freuen sich aufs Fest (v.l.): Brudermeister Hans Peter van der Wingen mit Ehefrau Mathilde, Regimentskönig Heinz Josef van der Wingen mit Ehefrau und Königin Inge und das zweite Brudermeisterpaar Gerd Reingen mit Lebenspartnerin Nicole. schuss gegen 19 Uhr. Im Festzelt später wird der Jungschützenkönig bei einem großen Festball geehrt. Am Montag startet der Festzug um 15 Uhr und gegen 16.30 Uhr geht’s dann beim Schießen auf den Königs-, Ehren- und Preisvogel weiter. Die Entscheidung soll gegen 18.30 Uhr fallen und am Abend wird zur Proklamation des neuen Königs mit Festzug, Ehrungen und Ball geladen. Hier sorgt – wie auch am Dienstag – die „Roland Brüggen“-Unterhaltungsband für den musikalischen Rahmen. Gestartet wird Dienstag aber bereits um 10 Uhr mit einem Schützenhochamt, anschließender Gefallenenehrung und mit einem gemeinsamen Mittagessen plus Ehrung der Jubilare. Nach dem Abmarsch des Regiments erfolgt vor der Kirche die zweimalige Königsparade. Im Anschluss wird das Schießen auf Seit Sonntag ist es offiziell. Mit der offiziellen Ankündigung des Schützenfestes in Hamm durch das Tambourcorps Düsseldorf Bilk und das Tragen der „Goldenen Mösch“ durch die Stadtteil-Straßen nähert sich die Freude auf das Fest ihrem Höhepunkt. Und morgen, 20 Uhr, geht es dann richtig los. Der große Fackelzug zieht an den vielen Besuchern vorbei durch die Gemeinde und löst sich im Zelt beim Heimatabend mit der Prämierung der Fackeln auf. Später spielt die Tanz- und Unterhaltungsband „Level 2 Party“ auf – sie ist auch am Sonntag zu hören – und wird für beste Stimmung sorgen. Es kann also ausgelassen gefeiert werden. Denn das Programm am Sonntag beginnt erst um 14 Uhr mit der Paradeaufstellung und dem anschließenden Festzug zum Kirchplatz. Dort nehmen Schützenkönig, Ehrengäste und Vorstand die Parade ab. Begleitet werden der Regimentskönig Heinz Josef van der Wingen und seine Königin Inge traditionell von zwei Brudermeisterpaaren. Deshalb werden Hans Peter van der Wingen mit Ehefrau Mathilde und Gerd Reingen mit Lebenspartnerin Nicole an der Seite des Königspaares sein. Und dann folgt schon bald das Jungschützen-Königsschießen mit dem Königsdie begehrten Königs-, Ehrenund Preisvögel fortgesetzt. Das Abholen des neuen Königspaares an seiner Residenz, der Einzug mit Gefolge zum „Großen Königsball“ einschließlich Krönung des neuen Regimentskönigs plus Zapfenstreich beenden die diesjährige Festfolge. Der Eintritt in das Festzelt ist bis auf den Heimatabend am Samstag (6 Euro) frei. Am Mittwoch ist das Schützenfest dann auch für die aktiven Schützen endgültig vorbei. Die einzelnen Vereine treffen sich in den Vereinslokalen zum „Hahneköppen“, einer Tradition die im Rheinland in abgeschwächter Form seit dem 16. Jahrhundert gepflegt wird. Gewissermaßen ist dieser Termin auch der Startschuss für die von Vorfreude begleiteten Vorbereitungen auf das Brauchtums-Highlight im September 2018 – denn nach dem Fest ist vor dem Fest. Der „Berittener Vorstand“ ist ein Blickfang Der „Berittene Vorstand“ (v.l.): Michael Scheurenberg, Bernd Kampes, Christoph Andree, Stefan Leuchten und Freddy Hilden. Schützenheimat von Major Michael Scheurenberg. Er ist ebenfalls mit der Pflege der Schützentradition aufgewachsen: „Mein Opa hat 1927 die St. Hubertus Schützenkompanie mit gegründet und mein Vater war fast 60 Jahre aktiv.“ Zu den Hubertusschützen zählt auch Adjudant Stefan Leuchten. Er betont, wie wichtig es ist, bei der Jüko anzufangen und auch die Adjudanten Christoph Andree (Jägercorps) und Freddy Hilden (Heimattreue Hammer) sind bereits von Jugend an dabei. Als „Berittener Vorstand“ haben sie unter anderem die Aufgabe, für eine reibungslose Organisation und einen ebensolchen Ablauf aller Umzüge zum Schützen- oder Titularoder Martinsfest zu sorgen: „Wir sprechen uns mit der Polizei ab.“ Es muss kontrolliert werden, ob der Schießstand den strengen Auflagen entspricht und im Dorf die Schilder und großen Fahnen angerung für diese Treue gibt’s am Schützenfestdienstag im Zelt. Als 15-Jähriger ist Bernd Kampes in die Kompanie der Jungschützen, kurz Jüko genannt, eingetreten: „95 Prozent der Hammer Jugend startet dort und wählt dann als 25-Jähriger eine Kompanie aus, in der er weiter aktiv sein möchte.“ Kampes, der schon als Kind geritten ist, hat sich für die Kompanie Heimattreue Hammer entschieden. Das ist auch die (mgö) Längst ist die Arbeit auf dem Feld getan, Höfe, Häuser und Vorgärten hergerichtet, Lichterketten und Fahnen aufgehängt – ganz Hamm fiebert dem Schützenfest und damit dem Höhepunkt des Schützenjahres entgegen. Da machen Bernd Kampes, Michael Scheurenberg, Christoph Andree, Freddy Hilden und Stefan Leuchten keine Ausnahme. Sie wurden im üblichen Vier- Jahres-Turnus bei der letzten Generalversammlung im November 2016 zum neuen „Berittenen Vorstand“ gewählt. Damit sind sie für das Publikum auf den Straßen und am Festplatz ein ganz besonderer Blickfang. In schmucke grüne Uniformen gekleidet und mit Federhüten geschmückt, sitzen sie hoch oben auf ihren Pferden. „Das ist bestimmt ein großartiges Gefühl“, freut sich Oberst Bernd Kampes auf diese neue Aufgabe. Das Schützenwesen in Hamm ist ihm seit 25 Jahren vertraut. Eine Ehbracht wurden. Schließlich ist das Schützenfest in Hamm ein großes Ereignis. „Es ist eine Dorfkirmes und das soll auch so bleiben. Das ist uns sehr wichtig. Hier kennt jeder jeden“, stellt Christoph Andree fest. Die Kirmes ist bürgernah und deshalb immer gut besucht. Am Heimatabend sind viele dabei, die man nicht täglich trifft und an manchen Tagen stehen die Kinder am Karussell an: „Die Schausteller sind zufrieden.“ Eines haben die fünf dem „Berittenen Vorstand“ angehörenden Schützen gemeinsam: „Das ist die Freude an der Sache und die Unterstützung der Gemeinschaft. Wir sind alle ins Brauchtum hineingewachsen. Und wir finden, dass eine Uniform unbedingt dazu gehört – ohne jede Marscherleichterung.“ Und so wird die Begeisterung weitergegeben. Freddy Hildens 14-jähriger Sohn Stefan fiebert der aktiven Zeit schon entgegen.

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