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Senioren aktuell -08.06.2018-

Senioren aktuell

Senioren aktuell ALTENPFLEGE „Da weiß man: Alles richtig gemacht“ Marita Incalcanterra war langzeitarbeitslos. Als Altenpflegehelferin fand sie nicht nur einen neuen Job, sondern auch zu ihrer Berufung. Berührungen sind im Alter sehr wichtig (tmn) Im Alter ist Körperkontakt weniger selbstverständlich als in jungen Jahren. „Jüngere haben einen Partner oder Kinder“, sagt Christine Sowinski, Diplom-Psychologin beim Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Da nehme man sich öfter mal in den Arm oder streichle den anderen. Das Bedürfnis, angefasst zu werden, Marita Incalcanterra (rechts) mit Wohnbereichsleiterin Monika Jungerberg bei der Seniorin Marianne Manigel. Foto: Seniorenzentrum lasse im Alter aber nicht nach: „Man braucht das Außen, um das Innen zu fühlen“, sagt Sowinski. Wichtig sei das vor allem bei Menschen, die immobil und vielleicht ans Bett gefesselt sind. Schon kleine Gesten wie die Hand zu nehmen oder sich bei jemand anderem einzuhaken, täten gut. Zu Hause alt werden! Nach Bedarf 24 Std. oder stundenweise Auch Not- und Sofortdienste 02234 4 3078 61 www.seniorenhilfe-graef.de „Als sie ging, hatte sie ein Lächeln im Gesicht.“ Frau D. lebt nicht mehr. Marita Incalcanterra erinnert sich gerne an sie, an die Zeit und die Zuwendung die sie der alten Dame auf ihrem letzten Weg schenken durfte. Daran, wie sich ihr Atem beruhigte, wenn die Pfleehelferin unzählige Male ihre ittrige Hand streichelte und n die Nacht, in der Frau D. ihr anges gelebtes Leben friedlich oslassen konnte. „Da weiß man, man hat alles ichtig gemacht. Jeder Zupruch, jede Hand, die sie auf em letzten Weg gehalten hat, ichts war umsonst. Mit Liebe nd Respekt sterben zu könen, das ist unendlich viel.“ Wenn Marita Incalcanterra ber ihre Arbeit spricht, dann pricht sie auch über den Tod. Der gehört zum Leben dazu. Verdrängen geht nicht, in einer Senioreneinrichtung sowieso nicht.“ Spaß an der Altenpflege: Geht das überhaupt? Die lachenden Augen der 50-Jährigen sprechen eine deutliche Sprache. Sie liebt und lebt ihren „Job“, den sie heute Berufung nennt. „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“, sagte einmal Franz Kafka. Marita Incalcanterra kann das bestätigen. Sie ist in ihrem Leben weit herumgekommen. Die Viersenerin zog es nach einer Ausbildung zur Erzieherin noch sehr jung in die Ferne. Eigentlich sollte es nur ein Besuch bei der Schwester in den Staaten sein. Es wurden mehr als 20 Jahre daraus. Dann kam der Ruf aus der alten Heimat. Die pflegebedürftige Mutter brauchte Hilfe und Unterstützung. Die Wahl-Amerikanerin ging zurück nach Viersen. „Ich für die Pflege, meine Brüder für Haushalt und Einkäufe: „Das klappte gut“, erinnert sich Incalcanterra. Was nicht klappte, war der Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit. „Zu lange raus, keine Berufserfahrung in Deutschland, viel zu alt“, das hörte sie jetzt oft. Unzählige Bewerbungen brachten sie nicht zum Ziel. Konsequenz: Hartz IV. Für Ausflüge und Reisen Begleitung suchen (tmn) Mit zunehmendem Alter werden manche Menschen unsicher, wenn es ums Reisen oder Ausflüge etwa ins Fußballstadion geht. Wo muss ich hin? Finde ich den richtigen Eingang oder das entsprechende Gate am Flughafen? Wer sich solche Fragen stellt, sollte nicht zögern, sich helfen zu lassen. „Reisen ist heutzuta- ge eine komplexe Angelegenheit“, sagt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). „Das verunsichert selbst Jüngere.“ Insofern müsse sich niemand schämen, wenn ihn schon der Gedanke an die Abreise stresst. Sowinski rät, jemanden mitzunehmen, der das öfter macht. Keine Arbeit? Eine völlig neue Situation für die motivierte Frau. Hoffnung gab es vor knapp zwei Jahren durch ihre Sachbearbeiterin vom Jobcenter der Stadt Viersen: Wie wäre es mit Altenpflege? Natürlich, sie kümmerte sich gerne um ihre Mutter, aber über einen professionellen Quereinstieg hatte sie nie nachgedacht. Ein Praktikum brachte die Erkenntnis: „Das ist genau mein Ding!“ Über ESF – ein Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit – kam sie schnell zu ihrem Vertrag im „Haus Greefsgarten“, Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Viersen. Ein richtiger Glücksgriff, so sieht das auch Pflegedienstleiterin Gisela Roszler. „Pflegehilfskräfte sind wertvolle Mitarbeiter, und Fachkenntnisse keine Voraussetzung. Für mich kommt es auf die richtige Grundeinstellung an. Und das sind Empathie, Spaß an der Arbeit und das Herz am rechten Fleck.“ Rollator nicht gebückt schieben (tmn) Bewegen sich Senioren mit einem Rollator fort, ist die richtige Körperhaltung entscheidend. Schlecht für die Gelenke ist eine gebückte Position. Um die richtige Höhe der Griffe zu ermitteln, sollten Senioren im aufrechten Stand die Arme entspannt hängen lassen. Die Griffe sind dann optimal positioniert, wenn sie auf Höhe der Handgelenke eingestellt werden. Häusliche Pflege GmbH Gesundheitsservice Gabriele Janssen Materborner Allee 60 47533 Kleve Telefon: 02821-502555 www.häusliche-pflege.net ... mehr als nur ein Pflegedienst, seit über Jahren 25 Mit Liebe pflegen. Und mit Wissen. Ihre Fragen zum Thema Pflege beantworten wir gern: Besuchen Sie uns in Goch und testen Sie unsere neu installierte Treppenliftanlage! Fragen Sie Ihre Pflegekasse! Zuschüsse von bis zu € 4.000,- sind möglich (nach Paragraph 40, Absatz 4 SGB XI) Goch Klever Straße 16 Tel. (02823) 94910 häusliche Pflegehilfe Pflegegeld bei Pflege durch Privatpersonen voll- und teilstationäre Pflege Kurzzeitpflege Hospizpflege Pflegehilfsmittel Kostenlose Pflegeberatung. DAK-Gesundheit Lindenallee 45, Kleve Tel.: 02821 71919-0 www.dak.de Kleve Ringstraße 33 Tel. (02821) 72200 Emmerich Steinstraße 41 Tel. (02822) 5373010 www.moenks-scheer.de

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