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Seniorentag in Eller -13.10.2017-

Seniorentag in Eller

D-L6NO D6 Stadtteile RHEINISCHE POST FREITAG, 13. OKTOBER 2017 Seit 50 Jahren auf den Straßen im Einsatz Taxi Brodka in Rath hat sich von einem Ein-Mann-Unternehmen zu einer großen Firma entwickelt. Für die Zukunft gibt es viele Pläne. VON JULIA BRABECK RATH Wer eine große Zentrale mit Büros und Garagen bei Taxi Brodka erwartet, wird sich erstaunt auf dem Firmengelände umschauen. Denn dieses besteht aus einem kleinen Schotterplatz an der Ecke St.-Franziskus-Straße/Rather Broich, auf dem ein kleines Gartenhäuschen zwischen parkenden Autos steht. „Früher war alles noch viel einfacher. Der Bürokram wurde in unserer Wohnung in Rath abgewickelt und der Schichtwechsel der Fahrer fand auf der Straße statt“, sagt Wiland Brodka und lacht. Das hat dem Erfolg der Firma, die nun ihr 50-jähriges Bestehen feiern kann, aber keinen Abbruch getan. Dennoch wäre ein richtiges Büro ein Wunsch von Brodka. „Wir wollen die Firma weiterentwickeln, etwa mehr Kranken- und Kinderbeförderungen übernehmen. Da wäre zumindest ein Wohncontainer als Büro schön.“ Und der soll möglichst in Rath stehen, denn schließlich sei man seit 50 Jahren mit dem Stadtteil verbunden. Vater Wiland Brodka ging im September 1967 mit seiner ersten Taxikonzession und einem schwarzen 190er Mercedes auf Düsseldorfs Die Brüder Wiland (links) und Maximilian Brodka arbeiten beide in dem vom Vater vor 50 Jahren gegründeten Taxiunternehmen. Um expandieren zu können, wird ein vernünftiges Firmengrundstück gesucht. RP-FOTO: J. BRABECK INFO Der Taxi-Markt ist hart umkämpft Konzessionen In Düsseldorf bestehen zurzeit rund 1270 Taxi-Konzessionen. Gutachter sind der Ansicht, dass dies zu viele Taxis für die Landeshauptstadt sind. Preise Vor rund drei Jahren stiegen die Preise im Schnitt um 25 Prozent. Auch wegen des Mindestlohns von 8,50 Euro. Der Grundpreis beträgt nun 4,50 Euro, pro Kilometer kommen jeweils 2,20 Euro hinzu. Straßen in den Dienst. „Sein Schichtplan war sehr einfach: sieben Tage die Woche von morgens bis abends“, sagt Sohn Wiland. Nach und nach wuchs das Unternehmen. Als Sohn Wiland Brodka den Betrieb 2008 übernahm, gehörten 16 Festangestellte und 35 Aushilfsfahrer zu ihm. „Mittlerweile besteht unser Fahrerteam aus 35 Festangestellten und 20 Aushilfskräften“, sagt Brodka, der von seinem Bruder Maximilian und Ehefrau Andrea unterstützt wird. Einige der Fahrer sind seit 40 Jahren für Familie Brodka im Dienst. „Auf die langjährige Treue und Loyalität dieser Fahrer bin ich stolz. Ich denke, das spricht für das gute Arbeitsklima bei uns.“ Die Arbeit als Taxi-Unternehmer habe sich in den letzten Jahren stark verändert. „Der Papierkram macht den Löwenanteil aus. Das macht keinen Spaß mehr“, sagt Maximilian Brodka. Zudem sei es schwer, neue Fahrer zu bekommen. „Das Ordnungsamt müsste mehr die schwarzen Schafe der Branche kontrollieren. Wenn diese schwarzarbeiten, können wir kaum mehr konkurrieren.“ Nachdem die Stadt vor drei Jahren die Fahrpreise erhöht hat, müssten die Fahrer viel länger auf Kunden warten. „Die langweilen sich zu Tode und das ist ein unbefriedigendes Arbeiten.“ Dennoch liebt Brodka seine Arbeit, auch wenn er kaum noch dazu kommt, selber zu fahren. „Wir kommen mit vielen verschiedenen Menschen zusammen und erleben viele schöne und nette Geschichten.“ Für die Zukunft stellt er sich zurzeit auf: „In diesem Jahr wurden sieben Diesel-Fahrzeuge von uns gegen vier Hybrid- und vier erdgasbetriebene Autos eingetauscht.“ Seniorentag in Eller ANZEIGE Kompaktes Info-Paket im Angebot Auf dem Gertrudis-Platz in Eller findet am kommenden Sonntag, 15. Oktober, der mittlerweile fünfte Seniorentag im Düsseldorfer Stadtbezirk 8 statt. Der Seniorentag wird von der Stadtbezirkskonferenz Seniorenarbeit organisiert, einer Einrichtung zur Vernetzung der „zentren plus – gemeinsam aktiv für das Alter“. Mit von der Partie sind alle Akteure der Seniorenarbeit im Stadtbezirk 8. Die „zentren plus“ können 2017 auf ihr mittlerweile zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Der Seniorentag in Eller steht diesmal unter dem Titel „Seniorenalltag im Wandel“. Im Rahmen des von der Stadt Düsseldorf geförderten Seniorentages wird Professor Dr. Manuela Weidekamp-Maicher von der Hochschule Düsseldorf um 15 Uhr im Gertrudishof der Johanniter, Robertstraße 2, einen Vortrag halten. Sein Titel: „Seniorenalltag im Wandel – Mehr Lebensqualität durch Technik? Erfahrungen aus dem Projekt NutzerWelten“. Hierzu sind alle Interessenten eingeladen. Der Vortrag ist kostenfrei. Im Anschluss besteht Gelegenheit zu Nachfragen und zur Diskussion mit der im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften lehrenden Wissenschaftlerin. Darüber hinaus soll der Seniorentag älteren Menschen zahlreiche Angebote und Einrichtungen im Stadtbezirk vorstellen und darüber informieren. Mit dem Seniorentag möchten die Veranstalter dem Bedürfnis der stetig wachsenden Personengruppe von Bürgern im Alter 55+ Rechnung tragen. Voraussetzung für das Wohlfühlen im Alter ist zweifellos nicht nur die Gesundheit, sondern auch gesunde Ernährung, um den Geist fit zu halten, bis hin zu Bewegung in den unterschiedlichsten Formen, Vorsorge treffen in allen Lebenslagen oder Beratungen bei seniorenrelevanten Themen, sei es für spezielle Angelegenheiten oder für die alltäglichen Dinge des Lebens. Zu alt für derlei ? Von wegen: Auch Stadtdirektor Burkhard Hintzsche mischte sich unlängst unter die Teilnehmer eines Senioren-Flashmobs am Rheinufer. Demenzkranke und Technik im Alltag Im Ihrem Vortrag widmet sich Professor Dr. Manuela Weidekamp-Maicher von der Hochschule Düsseldorf den Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Technik im Alltag von Senioren. Dabei stellt sie das Projekt NutzerWelten (www.nutzerwelten.de) vor und geht auf Ergebnisse der Studie „Sicherheit“ ein. Deren Ziel war die Analyse des Einsatzes von Technik für mehr Sicherheit und Selbstständigkeit in Haushalten von Menschen mit Demenz. In ihrem Beitrag wird Professor Weidekamp-Maicher die Ergebnisse durchgeführter Befragungen präsentieren und den aktuellen Stand des Einsatzes von neuen Technologien diskutieren – inklusive der Möglichkeiten von Finanzierung und Beratung. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit für Nachfragen und Diskussion. Manuela Weidekamp-Maicher kommt unter anderem zu dem Schluss, dass mehr Forschung darüber nötig ist, wie Menschen mit Demenz den Einsatz von Technik erleben. Auch sei mehr Wissen über die Bedingungen des Einsatzes von Technik nötig, ebenso wie darüber, wie diese die Lebensqualität tatsächlich verbessern könne.

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