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So schützen Sie Ihr Zuhause -20.12.2017-

So schützen Sie Ihr Zuhause

Alarmanlagen schrecken Diebe ab Niemand ist vor Einbrechern sicher, aber mechanische Vorrichtungen an Fenstern, Türen nd im oder am Keller sowie Funk-Alarmanlagen können schützen. (rps) Laut polizeilicher Kriminalstatistik wird in Deutschland etwa alle zwei Minuten irgendwo eingebrochen. Zu 80 Prozent dringen Einbrecher durch Aufhebeln von Fenstern und Türen in Häuser und Wohnungen ein. Die Auswahl wird von Dieben meist nach dem Zufallsprinzip vorgenommen. Sie steigen dort ein, wo sich eine risikoarme Gelegenheit bietet, weil beispielsweise die Bewohner offensichtlich im Urlaub sind oder die Fenster bei kurzer Abwesenheit der Bewohner gekippt sind. Viele Opfer leiden lange darunter, dass jemand in ihre Privatsphäre eingedrungen ist. Zwar wird der materielle Schaden meist von der Hausratversiche- Eine modernes System kostet mehr, steigert aber auch den Wert der Immobilie rung ersetzt, aber viele Opfer müssen schmerzhaft erfahren, dass es viele Dinge gibt, die sich mit Geld nicht ersetzen lassen. Sicherheitsfachleute empfehlen neben einer mechanischen Grundsicherung an Fenstern, Türen und im oder am Keller eine Alarmanlage auf Funkbasis. Neben der sehr einfachen Bedienung überzeugt die kabellose Lösung, da sie ohne Bauarbeiten und lästiges Schlitzeklopfen innerhalb von einem halben Tag installiert werden kann. Prävention in Sachen Sicherheit macht sich durchaus bezahlt: Eine Alarmanlage mit VdS- Qualitätssiegel kostet zwar schnell ein paar Tausend Euro, steigert aber den Wert der Immobilie. Außerdem gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Zuschüsse bei „Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz“. So wird zum Beispiel der Einbau oder die Aufarbeitung von Fenstern im Förderprodukt „Energieeffizient Sanieren“ bezuschusst. Interessenten sollten sich daher bei der Wahl ihrer Fenster nicht nur am energetischen Kennwert, sondern auch an der Widerstandsklasse orientieren. Zusammen mit einer Fenstererneuerung oder einer Außenwanddämmung fördert die kfw auch den nachträglichen Einbau von Rollläden oder Fenstergittern. Informationen zu weiteren Fördermöglichkeiten gibt es online unter www.kfw.de. Kein Recht auf höheren Einbruchsschutz Der Vermieter entscheidet, ob er seine Wohnung modernisiert oder nicht. Mieter brauchen die Erlaubnis. (tmn) Mieter können nach ihrem Einzug nicht verlangen, dass der Vermieter für mehr Sicherheit ihrer Wohnung sorgt. Darauf weist der Deutsche Mieterbund in Berlin hin. Mieter haben also keinen Anspruch auf einbruchshemmende Fenster oder Türen, Sicherheitsschlösser, Türspion oder Gegensprechanlage. Investiert der Vermieter trotzdem in Schutzmaßnahmen, handelt es sich um Wohnwertverbesserungen und Modernisierungen. Die Folge: Der Vermieter darf die Miete erhöhen. Er darf elf Prozent der Kosten einer Baumaßnahme auf die Jahresmiete Mieter haben keinen Anspruch auf Einbruchvorkehrungen des Vermieters, wie etwa spezielle Fenster oder Türen. FOTO: DPA aufschlagen. Die Entscheidung aber, ob investiert wird oder nicht, trifft allein der Vermieter. Wollen Mieter von sich aus in ihre Wohnungssicher- heit investieren, müssen sie bei allen baulichen Änderungen die Erlaubnis des Vermieters einholen. Der muss bei einem nachvollziehbaren Interesse des Mieters kleinere Baumaßnahmen wie den Einbau eines Türspions oder eines Sicherheitsschlosses gestatten. Wichtig ist es aber, zu klären, was am Ende Wenn der Vermieter beim Auszug einen Rückbau verlangt, kann es für den Mieter teuer werden Sicherheitsfachleute empfehlen neben einer mechanischen Grundsicherung an Fenstern, Türen und im oder am Keller eine Alarmanlage auf Funkbasis. FOTO: EMA der Mietzeit passieren soll. Nach dem Gesetz ist es denkbar, dass der Vermieter dann die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes fordert, so dass noch einmal hohe Kosten durch den Rückbau auf den Mieter zukommen können. Der Mieterbund empfiehlt hier eine Modernisierungsvereinbarung. Darin kann festgehalten werden, dass dem Mieter Veränderungen gestattet sind, die er beim Auszug nicht beseitigen muss.

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