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Special Olympics Neuss

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4 SPECIAL OLYMPICS – LANDESSPIELE NRW 2017 Besonderer Augenblick: Insgesamt vier Fackelläufe fanden im Vorfeld der Special Olympics Landesspiele NRW 2017 statt. Eine weltweite Bewegung Der Landesverband Special Olympics NRW und Special Olympics Deutschland sind Partner und gesellschaftliche Vertretungen für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Special Olympics ist die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell anerkannt. Special Olympics wurde 1968 in den USA durch Eunice Kennedy- Shriver, eine Schwester von John F. Kennedy, aus der Idee heraus gegründet, Menschen mit geistiger Behinderung – wie der gemeinsamen Schwester Rosemary – eine Teilhabe an Sportaktivitäten und -veranstaltungen zu ermöglichen. Heute ist Special Olympics mit nahezu fünf Millionen Athletinnen und Athleten in 70 Ländern vertreten. Das Ziel von Special Olympics ist es, Menschen mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr Anerkennung, Selbstbewusstsein und letztlich zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu verhelfen. Der Special Olympics Eid der Athleten lautet: „Ich will gewinnen! Doch wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben!“ Zu Special Olympics Deutschland e.V. (SOD), ge- Eine begeisternde Atmosphäre: Bei den ersten Landesspielen von Special Olympics Nordrhein-Westfalen 2015 in Paderborn feuerten zahlreiche Zuschauer die rund 650 Sportlerinnen und Sportler während der Wettkämpfe an. Fotos: SONRW gründet 1991, gehören heute mehr als 40.000 Athletinnen und Athleten in allen Bundesländern, die in mehr als 1100 Mitgliedsorganisationen regelmäßig trainieren und in 14 Landesverbänden organisiert sind. SOD gehört seit 2007 als Verband mit besonderen Aufgaben dem Deutschen Olympischen Sportbund an. SOD versteht sich als Inklusionsbewegung. Das Angebot von Special Olympics Deutschland und den Landesverbänden umfasst derzeit bis zu 220 Veranstaltungen jährlich. Höhepunkte sind die Nationalen Spiele, die jährlich – abwechselnd im Sommer und Winter – veranstaltet werden. Special Olympics Nordrhein-Westfalen (SONRW) wurde 2003 gegründet und bietet ganzjähriges Sporttraining, Seminare und Wettbewerbe in momentan 18 Sportarten an. Sport, Gesundheit, Partizipation und Förderung von Menschen – dies sind die Aufgaben, denen sich der Landesverband als Partner und gesellschaftliche Vertretung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung stellt. Die Nähe zu den Menschen und deren individuellen Lebensgeschichten sind dabei unverzichtbare Bestandteile, um am Bedarf orientierte Angebote zu erarbeiten. Vor allem spielt die Förderung zu seinem selbstbestimmten Leben eine wesentliche Rolle. Neben Einzelsportveranstaltungen finden in regelmäßigen Abständen Nationale Spiele und Landesspiele statt. Die Nationalen Spiele waren 2016 in Hannover und finden 2018 in Kiel statt. Die ersten Landesspiele von Special Olympics Nordrhein-Westfalen fanden 2015 in Paderborn statt. Rund 650 Sportlerinnen und Sportler zeigten in acht Sportarten ihr Können.

SPECIAL OLYMPICS – LANDESSPIELE NRW 2017 5 „Die Begeisterung ist einmalig“ Friedhelm Funkel ist ein „Gesicht der Spiele“. Der Neusser engagiert sich für die Special Olympics Landesspiele RW 2017 in seiner Heimatstadt. Friedhelm Funkel, Trainer von Fortuna Düsseldorf, engagiert sich als „Gesicht der Spiele“ für die Landesspiele von Special Olympics NRW 2017 in Neuss. Wir haben vorab mit dem gebürtigen Neusser über seine Beweggründe sowie das zurückliegende Fotoshooting mit den beiden Special Olympics-Athleten Katrin Scheffel und Timo Karmasch gesprochen: Warum haben Sie sich so spontan dazu entschlossen, ein „Gesicht der Spiele“ in Neuss zu werden? Friedhelm Funkel Die Athletinnen und Athleten von Special Olympics haben einfach eine größere Aufmerksamkeit verdient. Es ist enorm wichtig, dass auch Menschen mit Beinderung Sport treiben und m Medaillen kämpfen könen. Es ist für mich selbstverständlich, die Landesspiele von Special Olympics NRW in meiner Heimatstadt Neuss zu unterstützen. Ich freue mich auf die sportlichen Wettbewerbe und viele spannende Begegnungen. Was verbindet Sie mit der Stadt Neuss? Funkel Ich habe mit acht Jahren eim VfR Neuss angefangen ußball zu spielen. Ich habe dort auch im Alter von 18 Jahen meine erste Saison im Seiorenfußball gespielt. Von dort aus bin ich dann zu Bayer erdingen gewechselt, wo ich eine Profi-Karriere gestartet abe. Meine Mutter wohnt in euss und ich habe dort natürich auch viele Freunde. Am etzten Wochenende im August bin ich auch jedes Jahr eim Schützenfest. Ich bin schon einige Male im Jahr da. Es wird immer meine Heimatstadt bleiben und deswegen werde ich auch immer mit der Stadt Neuss verbunden bleien. Kannten Sie Special Olympics zuvor? Funkel Ja, ich kannte Special Olympics bereits durch den Fortuna Cup, der im vergangenen Jahr von Special Olympics NRW in Düsseldorf stattfand. Einige meiner Spieler, wie Axel Bellinghausen und Robin Bormuth, waren damals vor Ort und haben mir anschließend von dem tollen Turnier und vor allem der enormen Begeisterungsfähigkeit der Sportler berichtet. Welche Erfahrungen haben Sie bisher im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung gemacht? Funkel Vor dem Fotoshooting habe ich bisher keinerlei Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung gemacht. Der Foto- Termin mit Katrin und Timo war sehr schön. Wir haben uns sofort super verstanden. Die beiden Athleten haben mich beeindruckt. Wie war das erste Treffen mit den Athleten Katrin Scheffel und Timo Karmasch beim Fotoshooting? Funkel Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wenn man ehrlich ist, ist man im Umgang mit Menschen mit Behinderung ja meistens erst einmal gehemmt: Wie soll man sie ansprechen? Wie soll man sich verhalten? Das war alles überhaupt nicht notwendig. Wir haben uns super unterhalten und auch während des Fotoshootings super verstanden. Es war einfach schön. Gibt es Tipps, die Sie unseren Athleten jetzt in den letzten Vorbereitungstagen vor den Spielen mit auf den Weg geben können? Funkel Man sollte die Vorbereitung nicht zu ernst nehmen. Ernst nehmen schon, aber nicht zu ernst. Auch in der Vorbereitung auf die Landesspiele sollte man immer ein bisschen Spaß bei der Sache haben, um gute Leistungen abzuliefern. Ich wünsche allen Athleten, dass sie ihre Ziele, die sie sich selbst gesteckt haben, auch erreichen. Sie sind die „Gesichter der Spiele“: Beim Foto-Termin lernten die Athleten Katrin Scheffel (l.) und Timo Karmasch den Fußballtrainer Friedhelm Funkel (r.) kennen. Foto: SONRW Gibt es vielleicht sogar noch etwas, was Sie von den Special Olympics-Athleten lernen können? Funkel Ja, eindeutig die Begeis- terungsfähigkeit. Die Begeisterung, die ich auch aus Katrins und Timos Augen entnehmen konnte. Die Begeisterung, an den Landesspielen teilnehmen zu können und sich auf die Wettbewerbe zu freuen. Das ist etwas, was auch ich von den Athleten gerne mitnehme.

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