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Spieltag: RB Leipzig - Borussia -01.12.2018-

Spieltag: RB Leipzig - Borussia

RB LEIPZIG — BORUSSIA VON GEORG AMEND UND THOMAS GRULKE Im Spitzenspiel des Tabellenzweiten beim -vierten RB Leipzig muss Borussia auf vier Spieler verzichten: Christoph Kramer (Außenbandanriss im Sprunggelenk), Mamadou Doucouré (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Matthias Ginter (Frakturen der Augenhöhle und des Kiefers) und Jonas Hofmann (Muskelverletzung im Hüftbeuger). Aufgrund der Ausfälle der beiden Letztgenannten ist Trainer Dieter Hecking erstmals in dieser Saison zu einem größeren Personalpuzzle gezwungen. Das sind die Optionen. Nachdem sich Ginter beim 4:1-Heimsieg über Hannover so schwer verletzte, kam Tony Jantschke in die Innenverteidigung und überzeugte mit der Vorlage zum 2:1 durch Michael Lang sowie einem guten Defensivspiel. „Wir haben schon auf dem Platz gemerkt, dass eine größere Verletzung vorliegt“, sagte Hecking über Ginter. „Das hat uns schon getroffen, weil Matze eine herausragende Saison gespielt hat. Wir müssen bis Weihnachten ohne ihn auskommen. Dass Tony da eine Option ist, liegt auf der Hand, nicht nur, weil er der dritte Innenverteidiger ist, sondern weil er seine Aufgaben eigentlich immer hervorragend gelöst hat, wenn er gespielt hat.“ Allerdings merkte Borussias Trainer auch an, dass er sich mit Alternativen beschäftigen müsse, denn Heckings Optionen für das Spiel Die Ausfälle von Hofmann, Ginter und Kramer zwingen Borussias Trainer für die Partie in Leipzig am Sonntag (15.30 Uhr) zum ersten richtig großen Personalpuzzle dieser Saison. Er hat Alternativen, will aber nicht groß rotieren. mögliche Startelfposition Alternative Sommer Jantschke Strobl Lang Elvedi Wendt Beyer er Strobl „Tony kann ja auch krank werden“. Unter der Woche hatte Hecking bereits davon gesprochen, dass auch „Sechser“ Tobias Strobl den Job in der Abwehrmitte übernehmen könne, auch Denis Zakaria brachte er da ins Spiel. Am Freitag legte der Trainer noch einen Namen nach: „Jordan Beyer ist im Moment so ein bisschen untergegangen, weil Michael Lang gekommen ist und er zwischendurch ein-, zweimal leicht verletzt war“, sagte Hecking über das Eigengewächs, das die ersten drei Pflichtspiele auf dem Platz stand und am Dienstag in der Nachwuchsrunde bei Roda Kerkrade „der überragende Mann“, war, wie Hecking sagte. „Ich traue ihm zu, dass er jetzt einspringen kann“, ergänzte der Trainer. Die wahrscheinlichste Option ist aber weiterhin Jantschke, was auch mit den Ausfällen von Kramer und Hofmann zusammenhängt. Ohne Kramer wird Strobl auf der Sechs benötigt und daher wohl nicht in die Abwehr rücken, zudem muss Hecking eine Alternative für Hofmann finden. Die wahrscheinlichste ist da Zakaria, der also auch nicht in die Innenverteidigung oder auf die Sechs gehen dürfte. Für einen Posten im Mittelfeld nannte Hecking auch Michael Cuisance und Laszlo Bénes als Optionen. Der junge Franzose ist in dieser Saison dreimal in der Liga eingewechselt worden und kann ebenso auf der Sechs und der Acht spielen wie der junge Slowake, Zakaria Zakaria aria Cuisance Neuhaus Stindl Plea Hazardard Bénes Stindl der das im Testspiel gegen Münster vor rund zwei Wochen bereits tat. Von der Acht bereitete er ein Tor vor, nach Kramers Verletzung ging er auf die Sechs, für beide Rollen lobte Hecking ihn. Da Florian Neuhaus auf der Acht alle Pflichtspiele bestritten und mit sieben Assists der beste Vorlagengeber der Liga ist, geht es nur um die Besetzung der Achter-Position, die sonst Hofmann innehat. Der war im Heimspiel gegen Hannover 96 noch 90 Minuten dabei, weshalb Hecking schon ein bisschen testen konnte: Begonnen hatte Borussia mit Hofmann und Neuhaus auf den Achter-Positionen, Alassane Plea stürmte links, Lars Stindl in der Mitte, Thorgan Hazard rechts. Der INFO Zakaria mit elf Einsätzen, Cuisance erst mit drei Maximal 1080 Minuten (ohne Nachspielzeit) konnten die Borussen bislang in der Liga 2017/18 auf dem Platz stehen. Jene, die selten in der Startelf standen, kamen auf folgende Einsatzzeiten: Denis Zakaria 483 Minuten (in 11 Spielen) Tony Jantschke 435 (8) Patrick Herrmann 300 (7) Jordan Beyer 225 (3) Raffael 197 (4) Michael Cuisance 30 (3) Raffaelfael Hazard Herrmannrmann FOTOS: DIRK PÄFFGEN, BECKER, DPA | GRAFIK: FERL Belgier blieb nach der Pause allerdings auf der Außenbahn, auf der er auch den ersten Durchgang bestritten hatte, obwohl die Teams natürlich die Seiten gewechselt hatten. Die Zuschauer auf den Tribünen sahen Hazard also in beiden Halbzeiten gleich: je nach Sitztribüne von sehr weit weg oder von ganz nah. Das war aber nicht Heckings einzige Rochade: Er stellte Hofmann auf den nun freien rechten Flügel, zog Stindl auf dessen Position ins Mittelfeld zurück, zudem ging Plea in die Sturmmitte und machte auf außen Platz für Hazard. Der hatte in Hälfte eins noch vom rechten Flügel ein traumhaftes Tor geschossen, nun bereitete er ein ebenso schönes vom linken Flügel vor: Sein gefühlvoller Heber landete genau in dem Raum vor dem Hannoveraner Tor, in den Stindl aus dem Mittelfeld hineinsprintete und den Ball volley ins Tor drosch zum 3:1. Man darf sagen: Die Personalrochade hatte da Früchte getragen. Das tat auch die nächste in diesem Spiel. Als Hecking Plea nach 75 Minuten vom Feld nahm, ging Stindl wieder ins Sturmzentrum, Zakaria übernahm die Acht – und hatte von da aus binnen kürzester Zeit zwei gute Torchancen, von denen er die zweite zum 4:1-Endstand nutzte. Hecking hatte zwar das 4-3-3 komplett beibehalten, es durch seine Rochaden aber mit ständig neuen Impulsen versehen: Erst mit bestehendem Personal, dann mit einer Einwechslung. Zu guter Letzt kam Raffael in der 81. Minute für Stindl, es war ein Eins-zu-Eins-Positionswechsel im Sturmzentrum. Sollte in Leipzig also wirklich Strobl statt Jantschke in die Innenverteidigung rücken, Zakaria dafür auf die Sechs gehen, bräuchte es einen Achter. Das könnte, wie gegen Hannover, Stindl sein, Raffael dann zentral stürmen. Oder Plea geht ins Zentrum und dafür kommt der zuletzt nicht berücksichtigte Patrick Herrmann zurück ins Spiel. Für den Flügelspieler sprechen seine läuferischen Fähigkeiten, seine defensiven Stärken und zwei Tore und zwei Vorlagen in seinen bisherigen sieben Liga-Einsätzen diese Saison. Die bessere Defensivarbeit spricht eher für Herrmann als für Ibrahima Traoré, der auch auf dem Flügel spielen könnte. Allerdings: Strobl in die Abwehr zu versetzen, hätte Auswirkungen auf Borussias gesamte Aufstellung. Das darf als unwahrscheinlich angesehen werden, zumal Hecking am Freitag sagte: „Ich neige dazu, Aufstellungen, die gut funktionieren, beizubehalten. Wir haben nur einen Wettbewerb und brauchen nicht ständig rotieren.“ Zwar ist er durch die Ausfälle zu Änderungen gezwungen, das wird aber vermutlich nicht fünf bis sechs Positionen betreffen. Wahrscheinlicher ist also: Jantschke in die Innenverteidigung zu stellen, Strobl auf die Sechs, Zakaria auf die Acht – und ansonsten bleibt alles wie gegen Hannover. AM RANDE „Ein ganz, ganz weiter Weg“ Dieter Hecking schaute am Donnerstagabend Fernsehen: Das Europa-League-Gruppenspiel RB Salzburg gegen RB Leipzig stand auf dem Programm. Borussias Gegner am Sonntag (15.30 Uhr) in der Bundesliga verlor 0:1. „Salzburg hat verdient gewonnen, da es einen Tick besser war. Aber ich glaube nicht, dass wir daraus viele Rückschlüsse ziehen können. Wir wissen auch so um die Stärken der Leipziger, die gute Defensive, das Umschaltspiel und das Gegenpressing. Das sind Dinge, die sie auszeichnen und die sicher am Sonntag in Leipzig auf uns zukommen werden“, sagte Borussias Trainer. Es ist das Topspiel des 13. Spieltages – der daheim noch ungeschlagene Tabellenvierte empfängt den Zweiten, der die vergangenen drei Ligaspiele alle gewann und dabei jeweils mindestens drei Treffer erzielte. Borussia spielt bislang eine starke Hinserie und ist für manchen Experten mittlerweile schon in den Rang eines Meisterschaftsanwärters aufgestiegen. „Dass diese Sachen kommen, ist normal. Und die Fans dürfen das auch genießen. Aber wir, die die tägliche Arbeit abzuliefern haben, müssen es richtig einordnen. Dortmund ist für mich der absolute Favorit, nach dem, was ich bislang gesehen habe. Und Bayern wird mit Sicherheit noch kommen. Das sind zwei Mannschaften, die ich deutlich vor uns sehe“, sagte Hecking. „Unsere Aufgabe ist es, Woche für Woche zu beweisen, dass Platz zwei keine Eintagsfliege ist. Und wenn wir das schaffen bis zum 34. Spieltag, haben wir eine richtig gute Saison gespielt und werden mit Sicherheit in der Tabelle eher weiter oben als weiter unten stehen. Bis dahin ist es aber ein ganz, ganz weiter Weg.“ Dieser Weg führt Borussia nun zur besten Defensive der Bundesliga (erst zehn Gegentore in zwölf Spielen). „Wir müssen bei eigenem Ballbesitz wieder gute Lösungen finden“, sagte Hecking, dessen Team mit 30 Toren die zweitbeste Offensive stellt – nach Borussia Dortmund. Zudem rechnet Hecking damit, dass die zuletzt angeschlagenen Diego Demme, Kevin Kampl und Marcel Sabitzer gegen seine Mannschaft wieder einsatzbereit sein werden. „Ich nehme es Ralf Rangnick ab, wenn er sagt, dass die Bundesliga im Fokus steht. Deswegen rechne ich mit dem bestmöglichen Team. Das sind gute Spieler, die gefehlt haben in Salzburg. Und ich bin sicher, dass alles dafür getan wird, diese Spieler am Sonntag auf den Platz zu bringen“, sagte Borussias Trainer. THOMAS GRULKE RB Leipzig : Borussia M'Gladbach 02. Dezember 2018 Wirwünschenein erfolgreiches Spiel Unterhaltungselektronik

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