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Stadtteilserie - Fünf Dinge, die Sie über Bockum wissen sollten

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Stadtteilserie - Fünf Dinge, die Sie über Bockum wissen

KR-L4 C4 Stadtpost RHEINISCHE POST FREITAG, 7. JULI 2017 FREIZEIT Gäbe es ihn nicht, müsste man den Stadtwald erfinden (lez) Mit dem Stadtwald bietet Bockum eines der größten Naherholungsgebiete Krefelds, das von Alt und Jung bestens angenommen wird. Das Stadtwaldhaus mit seinem beiden Veranstaltungssälen verfügt über den wohl größten und auch schönsten Biergarten Nordrhein-Westfalens, der mehreren tausend Gästen Platz und auch Kulinarisches aus der Küche bietet, und in der Konzertmuschel gibt es regelmäßig musikalische Unterhaltung. Auf dem benachbarten Weiher mit dem gerade restaurierten Bootshaus lässt sich prima Tretboot fahren, und die westlich davon gelegenen Wiesen werden jedes Wochenende zum Fußballspielen und Picknicken genutzt. Auf dem großen Spielplatz können sich die Kinder austoben. Nicht nur Pferdefreunde können auf einer der schönsten Galopprennbahnen Deutschlands und deren Gastronomie ihre Freizeit verbringen. Wer es ruhiger mag, kann sich auf den verschlungenen Wegen des Stadtwalds ergehen, die auch um die Rennbahn bis hin zur Heidschnucken-Weide führen. Auch die Ferienaktion „Spiel ohne Ranzen“ lockt jedes Jahr hunderte Kinder in den Stadtwald. RP-ARCHIV: T. LAMMERTZ Anzeige SERIE KREFELD UND SEINE STADTTEILE Pfarrzentrum St. Christophorus wird im September eingeweiht Mit dem 5,3-Millionen-Projekt bekommt die Gemeinde St. Gertrudis auch erstmals einen Kirchplatz. Vor dem neuen Zentrum der Pfarre St. Christophorus liegt nordöstlich der Gertrudiskirche der rund 400 Quadratmeter große Kirchplatz. VON JOCHEN LENZEN Als eine der ganz wenigen Gotteshäuser in Krefeld musste St. Gertrudis, direkt an der stark befahrenen Uerdinger Straße gelegen, bisher ohne einen Kirchplatz auskommen. Das ändert sich derzeit mit dem Bau des neuen, rund 5,3 Millionen Euro teuren Zentrums für die Pfarre St. Christophorus. Zu dieser Pfarre gehören neben St. Gertrudis und Herz Jesu (Bockum) auch die Gemeinden St. Hubertus, (Kliedbruch), Christus König (Verberg) und St. Josef (Traar). Eingerahmt wird der neue, rund 400 Quadratmeter umfassende Kirchplatz von St. Gertrudis von dem Neubau des Pfarrzentrums, der Kirche und dem Pfarrhaus. Der bewusst schlicht gehaltene Platz ist mit anthrazitfarbenen Platten belegt, mit einem Amberbaum und ei- nigen Gewächsen am Rand begrünt, wird für Autos gesperrt bleiben und dient allen Pfarrmitgliedern als Begegnungsfläche und für pfarrliche Veranstaltungen. „Hier am Eingang zum neuen Pfarrzentrum werden die fünf Gemeinden der Pfarre durch fünf Säulen mit dezenten Piktogrammen symbolisiert“, erklärt Pfarrer Karlheinz Alders. Das Pfarrzentrum, entworfen von Architekt Alexander Kozok und begleitet von Projektbetreuer Jürgen Schwittmann, präsentiert sich mit grauroten Klinkern, die in der Farbgebung an die Ziegel der Gertrudiskirche angepasst sind. Neben dem großen Saal, der Festen, Basaren, Chorproben und anderen Veranstaltungen der Pfarre dient, erstrecken sich im Erdgeschoss die Räume für rund 120 Jungen und Mädchen der fünfgruppigen Kindertagesstätte von St. Gertrudis sowie das Fünf Dinge, die sie über Bockum Präsentiert von wissen sollten RP-FOTO: THOMAS LAMMERTZ Kinder-Restaurant und die große Küche, die auch für andere große Veranstaltungen zur Verfügung steht. Alle Gruppenräume der Kindertagesstätte sind nach Außen orientiert und haben direkten Zugang zu der sich im Süden anschließenden großen Freifläche mit Spielgeräten, die nach den Plänen von Architekt Manfred Tilosen gestaltet wird. Im Obergeschoss befinden sich zahlreiche Gruppenräume für die Senioren-, Katecheten- und Bildungsarbeit sowie Zimmer für die Verwaltung und den Kirchenmusiker. Im September 2015 war mit den Abrissarbeiten und kurz darauf mit den Bauarbeiten begonnen worden. Genau zwei Jahre später wird das neue Pfarrzentrum im September dieses Jahres feierlich eingeweiht werden.. PERSÖNLICH Der bekannteste FDP-Mann Deutschlands Otto Fricke – im Hintergrund der Sollbrüggenpark. RP-ARCHIV: LAMMERTZ (vo) Er ist neben dem Bundesvorsitzenden Christian Lindner der bekannteste FDP-Politiker Deutschlands – das einzige bekannte Gesicht der Liberalen, das die Krise der FDP unbeschadet überstanden hat: Otto Fricke, geborener Uerdinger, heute mit Familie wohnhaft in Bockum, in Berlin als Unternehmensberater tätig und bis zum Ausscheiden der FDP im Bundstag sitzend. Die oft hämische Kritik an der FDP hat ihn nie ins Visier genommen, dazu blieb er eine zu sehr geachtete Persönlichkeit. In Krefeld gab es nicht wenige, die sich Fricke als Oberbürgermeisterkandidaten der Bürgerlichen hätten vorstellen können, und es gab genauso viele, die der Überzeugung waren, dass er dem SPD-Kandidaten Frank Meyer hätte gefährlich werden können. Nun hat Fricke gute Chancen, im September wieder in den Bundestag einzuziehen. Wer Fricke erleben will, sollte sich einen Termin vormerken: Der Katholikenrat veranstaltet am 30. August, 19.30 Uhr, im Pfarrheim St. Thomas Morus, Kempener Allee 74, eine Diskussion der Bundestagskandidaten. ZAHLEN & FAKTEN 20.500 Bockumer schätzen hohen Wohn- und Freizeitwert (lez) Große Parkanlagen und hoher Wohnkomfort prägen den 830 Hektar großen Stadtteil Bockum, der sich der Krefelder Innenstadt im Richtung Osten direkt anschließt. Der Zoo, das Grotenburgstadion und das Badezentrum sind gut besuchte Anziehungspunkte. Rund 20.700 Bürger – 27 Prozent sind Senioren, rund 15 Prozent Kinder und Jugendliche – bewohnen den beliebten und entsprechend gefragten Stadtteil mit einem gut 75- prozentigen Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern. Das kleine Zentrum Bockums im Schatten der St. Gertrudiskirche bietet zwischen dem Rathaus vom Anfang des 20. Jahrhunderts und dem Schützenplatz neben einem Hotel-Restaurant ein gutes Dutzend Dienstleister und Geschäfte inklusive Supermarkt, Bäcker, Metzger sowie einem Frischeladen mit Obst und Gemüse. Ein Eiscafé und eine Konditorei runden das Angebot im Ortszentrum ab. Bemerkenswert ist die Anzahl von vier Kirchen und jeweils sieben Kindertagesstätten und Schulen. Hinzu kommt die städtische Musikschule im Haus Sollbrüggen im gleichnamigen Park. Der Name weist auf eine frühere Zollbrücke hin. Im Jahr 1205 erstmals erwähnt, wurde die Gemeinde Bockum-Verberg 1907 in die Stadt Krefeld eingemeindet. Auch die von Mies van der Rohe erbauten Museen Haus Esters und Lange liegen auf Bockumer Gebiet. INITIATIVE „Bockum bewegt sich“ für die Verschönerung des Stadtteils (lez) Was aus einer Bürgerinitiative werden kann, die 2007 mit 18 Leuten begonnen hatte, zeigt die heute mit Vereinsstatus agierende Gruppe mit dem schönen Namen „Bockum bewegt sich“. Knapp 30 Vertreter von Kaufmannschaft, und Dienstleistern sowie Privatpersonen stellen seitdem ein Highlight der Unterhaltung auf die Beine: An jedem 1. Mai organisiert der Verein eine hochattraktive Bürgerparty. Daran beteiligen sich neben Kaufleuten und Dienstleistern auch Bockumer Vereine, Institutionen und Gastronomen. Geboten werden Live-Musik vom Schlager bis zum Rock sowie Kulinarisches von der Bratwurst bis zum Lachs. Auch Anzeige Tanz-Shows sowie Überraschungsgäste aus Sport und Unterhaltung gehören dazu. Der gesamte Erlös dient dem Ziel des Vereins: die Verschönerung Bockums und die Unterstützung von Schul- und Kindergarten-Projekten. Dazu trägt auch die Tombola mit hochwertigen Preisen bei. Das zurzeit wichtigste Projekt ist die Sanierung des Wassergrabens um die städtische Musikschule, das Haus Sollbrüggen, in Kooperation mit der Stadt und dem Bürgerverein Bockum. Wer mitmachen oder sponsern möchte, kann sich unter Telefon 02151-546876 an den Vereinsvorsitzenden, Christian Kölker, wenden. Anzeige Anzeige Anzeige Anzeige

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