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Stadtteilserie - Fünf Dinge, die Sie über Gellep-Stratum willen sollten

Stadtteilserie - Fünf Dinge, die Sie über Gellep-Stratum willen

✧ KR-L5 Aus den Stadtteilen BOCKUM BISMARCKVIERTEL ELFRATH FISCHELN FORSTWALD GARTENSTADT GELLEP-STRATUM HOLTERHÖFE HÜLS INRATH KLIEDBRUCH KÖNIGSHOF LINDENTAL LINN OPPUM STADTMITTE STAHLDORF TACKHEIDE TRAAR UERDINGEN VERBERG C5 RHEINISCHE POST DIENSTAG, 4. JULI 2017 GESCHENKTIPP Fürst von Gelduba: Der Sekt ist ein Gelleper Original SERIE KREFELD UND SEINE STADTTEILE Neue Ideen für St. Andreas: Die Kirche soll zur Kita werden Am kommenden Sonntag, 9. Juli, wird rund um St. Andreas das traditionelle Kirchweihfest gefeiert. Gute Nachrichten für Gellep-Stratum: Nach langer Ungewissheit gibt es jetzt Zukunftspläne für die Kirche. GEWINNSPIEL Rheinschenke: Traditionsgaststätte mit Biergarten Gellep-Stratum liebt seinen einzigartigen Gelduba-Sekt. FOTO: TIM MERTENS (cpu) Diesen Sekt gibt es nur in Gellep-Stratum zu kaufen: Fürst von Gelduba heißt das Original, das anlässlich des Helmfests, das zu Ehren des Merowingerfürsten Arpvar 2012 gefeiert wurde, kreiert wurde. 50 Jahre war es zu diesem Zeitpunkt her, dass auf dem Gräberfeld in Gellep, dem Gelduba der Römerzeit, der berühmte goldene Helm des Fürsten gefunden wurde. Für den Bürgerverein Gellep-Stratum willkommener Anlass, einen eigenen Sekt für den Stadtteil aufzulegen. „Wir haben damals ein Etikett entwickelt und drucken lassen“, berichtet Georg Roosen, Vorsitzender des Bürgervereins. Selbstverständlich, dass der berühmte Fürstenhelm auf der Flasche prangt. Der Sekt, sagt Roosen überzeugt, könne durchgängig zu jedem Anlass getrunken werden: „Der ist lecker!“ Verkauft wird die Gelleper Hausmarke ausschließlich im örtlichen Rewe-Markt. 4,99 kostet die Flasche; ein kleiner Obolus von jeder verkauften Einheit geht an den Bürgerverein. „Viele Gellep-Stratumer kaufen den Sekt für ihre Feiern und Feste“, sagt Roosen. Zudem sei er ein tolles, weil einzigartiges, Mitbringsel. VON CAROLA PUVOGEL St. Andreas ist das Herz von Gellep- Stratum, Dreh- und Angelpunkt nicht nur des kirchlichen, sondern auch des sozialen Lebens im Dorf. Wenn dort am kommenden Sonntag, 9. Juli, Groß und Klein gemeinsam das Kirchweihfest feiern, dann können die Gemeindemitglieder mit Zuversicht nach vorn blicken. Denn nach einer langen Zeit der Ungewissheit, was aus der alt-ehrwürdigen Kirche wird, gibt es jetzt frische Ideen und Zukunftspläne. Hintergrund: Vor vier Jahren war bekannt geworden, dass St. Andreas zu den Kirchengebäuden gehört, die vom Bistum nicht länger finanziell unterhalten werden. Kurz gesagt: St. Andreas sollte mittelfristig aufgegeben werden. Schreckensszenario für viele war damals die Angst, die Kirche könne abgerissen werden. Lange haben engagierte Gemeindemitglieder und die Gruppe für kirchliches Immobilienmanagement (KIM) um eine zukunftsfähige Lösung gerungen. Mit Erfolg: Denn nun gibt es Planungen, das Gebäude und auch einen Gottesdienstraum zu erhalten. In den kirchlichen Gremien werden derzeit zwei Entwürfe mit ähnlichen zentralen Gedanken diskutiert: Der neu gestaltete Kindergarten, der von zwei auf drei Gruppen erweitert werden soll, könnte in die St. Andreas-Kirche eingebaut oder so angebaut werden, dass wesentliche Teile der Kirche für den neuen Kindergarten genutzt werden. Der FREIZEITTIPP Radler vom „FC Kette“ erkunden den Niederrhein (cpu) Das Mercedes Sprinter Werk in Düsseldorf ist Ziel des nächsten Ausflugs des „FC Kette“. Selbstverständlich, dass die Radwanderer des TuS Gellep-Stratum am Donnerstag, 6. Juli, 10 Uhr, nicht mit dem Auto, sondern per Drahtesel zur Werksbesichtigung nach Derendorf fahren. Rund 55 Kilometer lang ist die Tour – guter Durchschnitt für die Freizeit-Radsportler des FC Kette. Von Frühjahr bis in den Herbst trifft sich die Gruppe zu zwölf bis 13 Radausflügen. Dieter Lumler vom Organisationsteam arbeitet die Fahrten gemeinsam mit Harry Meschke, Hans Riskes und Hans Kreutz aus. „Jeder von uns plant so drei bis vier Touren pro Jahr“, erzählt er. Die Männer fahren die Routen vorher ab, schauen, wo die Gruppe einkehren kann, und gestalten so gemeinsam das Jahresprogramm. Meist sind die Touren 50 bis 65 Kilometer lang, oft mit einer Besichtigung verbunden. Neue Teilnehmer sind bei den Radwanderern immer willkommen. Das Jahresprogramm findet sich unter „www.tusgellep.de“, „Breitensport“. Am kommenden Sonntag trifft sich Gellep-Stratum zum traditionellen Kirchweihfest rund um St. Andreas. Um 11.15 Uhr beginnt das Platzkonzert. FOTO: TIM MERTENS Gottesdienstraum würde zwar deutlich verkleinert, das äußere Erscheinungsbild der Kirche aber im Wesentlichen unverändert bleiben. Auch der Pfarrsaal im Keller des Gebäudes, der für das soziale Leben im Dorf eine wesentliche Rolle spielt, könnte in seiner Funktion weitgehend erhalten bleiben. Nachdem der KIM-Ausschuss ergebnislos eine Reihe von Investoren-Modellen diskutiert hatte, brachte ein sehr detailliert ausgearbeiteter Vorschlag schließlich den Durchbruch: Der erst 23 Jahre alte Tim Mertens hatte am PC dreidimensionale Entwürfe angefertigt, wie man die Kirche und Kita unter einem Dach vereinen könnte und dem Gremium präsentiert. Seine Arbeit war Ausgangspunkt für die nun im Raum stehenden Zukunftspläne. Am Sonntag feiert ganz Gellep- Stratum nun gemeinsam das Kirchweihfest, früher Klompe-Kirmes genannt. Das ganze Dorf, allen voran die Freiwillige Feuerwehr, packt mit an, das Fest rund um St. Andreas zu einem Erfolg zu machen. Los geht ’s um 10.15 Uhr mit der Heiligen Messe, die vom Kirchenchor St. Andreas mitgestaltet wird. Ab 11.15 Uhr geht es mit einem Platzkonzert mit dem Pfarrorchester und dem Fanfaren- und Musikzug der KG Blau-Weiß weiter. Auf dem Gelände rund um St. Andreas sind viele Stände aufgebaut, Hüpfburg, Hau den Lukas, ein Bücherbasar und viele kulinarische Angebote zu günstigen Preisen warten auf die Besucher. Der Kindergarten St. Andreas, die Majoretten Black Pearls sowie die Stratumer Funken gestalten das Rahmenprogramm. Und, passend zum großen Zusammenhalt in Gellep-Stratum: Die Gewinne des Kirchweihfests werden später untereinander aufgeteilt. Fünf Dinge, die sie über Präsentiert von Gellep- Stratum wissen sollten Beliebtes Ausflugsziel in Gellep-Stratum: die Rheinschenke. FOTO: WA (RP) Die Traditionsgaststätte „Rheinschenke“ in Gellep-Stratum ist ein Ausflugsziel, das weit über die Grenzen von Krefeld hinaus bekannt ist. Der gemütliche Biergarten mit Atmosphäre hat Platz für 80 Personen und lockt im Sommer viele Radler an. Auch das Lokal ist beliebtes Ziel und Treffpunkt; die Speisekarte bietet zünftige Gerichte wie Schnitzel, Steaks, Flammkuchen und Salate. Übernachtungen in den hauseigenen Gästezimmern sind möglich. Samstags bietet die Rheinschenke Bierspezialitäten von Düsseldorfer Hausbrauereien. Verlost werden zwei Gutscheine à 25 Euro. www.rheinschenke-krefeld.de Mitmachen und gewinnen! Wer unter 01379-883024 (50 Cent/Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) anruft, kann gewinnen. Oder SMS mit dem Kennwort „rp11“, Leerzeichen, Ihrem Namen und Adresse an 1111 (ohne Vorwahl, 50 Cent/SMS) oder unter „www.rp-online.de/gewinnspiel-krefeld“. Ausgeschlossen sind Mitarbeiter des Verlags oder verbundener Unternehmen. Das Los entscheidet, die Gewinner werden kurzfristig benachrichtigt. Im Übrigen finden Sie die Teilnahmebedingungen auch unter www.rp-online.de/ teilnahmebedingungen. Teilnahme ab 18. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Teilnahmeschluss ist der 9. Juli 2017. PERSÖNLICH Flugzeugmechaniker entwirft „Kita in Kirche“ (cpu) Es ist sein Entwurf, der die Diskussionen um die Zukunft von St. Andreas in eine vielversprechende Richtung gelenkt hat: Der 23-jährige Tim Mertens hat „einfach mal“ seine Ideen visualisiert, wie das Kirchengebäude so umgebaut werden könnte, dass Kita und Kirchenraum gleichzeitig Platz in dem rund 50 Jahre alten Backsteingebäude finden. Seine Entwürfe haben so viel Anklang gefunden, dass nun ein Architekt auf dieser Grundlage weiterarbeitet. „Mir ist der Fortbestand des vielfältigen Lebens der Gemeinde, in Sympathischer Macher-Typ aus Gellep-Stratum: Tim Mertens. RP-FOTO: CPU der ich großgeworden bin, sehr wichtig“, erklärt er seine Motivation. „Wir waren mit unseren Diskussionen im KIM-Ausschuss für kirchliches Immobilienmanagement von St. Nikolaus in einer Sackgasse angelangt“, erzählt Mertens. Technisches Zeichnen, sagt er, sei für ihn als Flugzeugmechaniker und generell „mit den gängigen Programmen kein Problem“. Und so habe er abends, erst von Hand und dann am PC, dreidimensionale Grafiken erstellt und diese später im KIM-Ausschuss präsentiert, „so dass man sich einfach mal was vorstellen konnte“, erklärt er. „Ich wollte einfach, dass wir in der Sache weiterkommen.“ Die Grundideen für St. Andreas zu entwickeln, sei nicht schwer gewesen, „wenn man die Kirche über all die Jahre kennt“. Mertens ist mit Abstand das jüngste gewählte Mitglied im GdG- Rat der Pfarrgemeinde St. Nikolaus. Schon seit er 19 Jahre alt ist, arbeitet der Stratumer dort mit. Voraus ging die klassische Karriere als Messdiener und Lektor. Mertens lacht. „Und ich bin hier auch als Dorffotograf bekannt“, erzählt er. Demnächst startet er die Ausbildung zum Piloten. Ein sympathischer und geerdeter Stratumer Überflieger – der vielleicht als Retter von St. Andreas in die Dorfannalen eingeht.

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