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Stadtteilserie - Fünf Dinge, die Sie über Kempener Feld/Schicksbaum wissen sollten -ET 15.08.2017-

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Stadtteilserie - Fünf Dinge, die Sie über Kempener Feld/Schicksbaum wissen sollten -ET

✧ KR-L5 Aus den Stadtteilen BOCKUM BISMARCKVIERTEL ELFRATH FISCHELN FORSTWALD GARTENSTADT GELLEP-STRATUM HOLTERHÖFE HÜLS INRATH KLIEDBRUCH KÖNIGSHOF LINDENTAL LINN OPPUM STADTMITTE STAHLDORF TACKHEIDE TRAAR UERDINGEN VERBERG C5 RHEINISCHE POST DIENSTAG, 15. AUGUST 2017 FREIZEIT Stadtteilhaus für Nachbarn aus über 20 Nationen (cpu) Aus dem „Schicks-Pflänzchen“ ist ein „Schicks-Baum“ geworden: Treffender, als Alfred Kuhn, Sprecher des ökumenischen Arbeitskreises, kann man kaum formulieren, welchen Stellenwert sich das Jugend- und Stadtteilhaus Schicksbaum seit seiner Eröffnung im Jahr 2013 erarbeitet hat. Von Anfang an haben die neuen Bürger des jungen Stadtteils, in dem Menschen aus über 20 Nationen zuhause sind, sich für die Gemeinschaft engagiert. Viele Angebote fanden zunächst in der Grundschule statt. Die ehrenamtliche Arbeit der „Frauen von Schicksbaum“ wurde 2012 mit dem Preis für Bürgerschaftliche Selbsthilfe ausgezeichnet. Die Caritas hat mit der Eröffnung des Stadtteilhauses auch dessen Trägerschaft übernommen. Mit Carsten Pohlscheid und Ursula Wagner haben zwei erfahrene Pädagogen sich engagiert der Stadtteilarbeit angenommen und viele Angebote etabliert. Ein Leseclub für Kinder der Klassen eins bis sechs zählt ebenso dazu, wie die Teilnahme am Fußballcup der Jugendzentren oder die coole Tanzgruppe Schickz Breakers. Nach der Sommerpause geht es mit zwei großen Events weiter: Das Jugendzentrum nimmt mit zwei Wahltagen an der bundesweit organisierten U18-Wahl teil. Am 11. September können Schulklassen ihre Stimme abgeben, am 12. September dann die Besucher des Jugendzentrums. Zuvor haben die Schicksbaumer aber noch internationalen Besuch: Gruppen aus Posen und Leicester sind zu Gast, helfen beim Gestalten der Seifenkisten und dürfen auch beim Rennen mitfahren. SERIE KREFELD UND SEINE STADTTEILE Sommerakademie in der Malschule: Museumsprofis aus Schicksbaum VON MARTIN HEUCHEL Fünf Dinge, die Sie über Kempener Feld / Schicksbaum wissen sollten Präsentiert von Im Atelier Anna Gebert herrscht Hochbetrieb: Cara (8) bemalt einen Pferdekopf, den sie zuvor aus Ton geformt hat, mit blauer Farbe, gegenüber von ihr mischt Nico (11) verschiedene Rottöne, mit denen er später seinen Tonteller bemalen will. Im ganzen Atelier verteilt liegen, stehen oder hängen bereits (halb)fertige Stücke. In Mitten der Aufregung steht Anna Gebert. Die Künstlerin gibt den neuen „Lehrlingen“ Tipps, beantwortet ihre Fragen und guckt den Nachwuchskünstlern über die Schultern. Bei der Planung und Betreuung wird sie von Ursula Wagner vom Jugend- und Stadtteilhaus Schicksbaum unterstützt. Von Montags bis Samstags kommt während der sechswöchigen Zeit jeweils eine Gruppe täglich. Das bedeutet eine Menge Action aber ebenso künstlerische Kreativität und Heiterkeit. Die Sommerakademie findet seit 2013 immer in den Sommerferien statt. Gefördert wird das Projekt auch in diesem Jahr wieder vom „Kulturrucksack“, dem Caritasverband der Region und dem Lions Club Krefeld. Dank dieser Unterstützung können die jungen Künstler in sechs Gruppen kostenlos an dem Kunstprojekt teilnehmen, das Julianna hat sich vom Gemälde „Ruhe vor dem Sturm“ begeistern lassen, sich aber für einen freundlichen, blauen Himmel entschieden. Anna Gebert leitet die Sommerakademie. RP-FOTO: THOMAS LAM- MERTZ während der gesamten Schulferien läuft. Neben den drei Förderern beteiligt sich dieses Jahr auch das Kaiser Wilhelm Museum. Denn das diesjährige Projekt steht unter dem Motto „Museumsprofis“. Die Gruppen besuchten gemeinsam die Ausstellung und ließen sich dort für ihre eigenen Werke inspirieren. „Wir haben uns in diesem Jahr nicht auf eine Kunstart festgelegt, sondern jeder konnte sich seine Methoden selbst auswählen. So können sich die Kinder selbst ausprobieren“, erklärt Anna Gebert. Der Künstlerin war es besonders wichtig, dass die Kinder ihre eigenen Ideen entwickeln. Aus diesen Ideen sind bereits echte Kunstwerke entstanden. Julianna (8) hat sich etwa vom Gemälde „Ruhe vor dem Sturm“ begeistern lassen: „Den Himmel fand ich aber nicht so schön, der war so dunkel. Deshalb hab ich das Bild bei schönem Wetter gemalt“, erläutert sie ihr Werk. Wer aus den Gruppen hier der nächste Picasso oder Salvador Dalí werden wird, wird sich noch zeigen. Talent und Spaß ist an der Sommerakademie jedenfalls in Überfluss vorhanden. Nach Abschluss der Sommerakademie werden alle fertigen Kunstwerke dann am Wochenende 2. und 3. September in einer Abschlusspräsentation im Krefelder Kunstverein ausgestellt. TANZEN Wie der Lindy Hop nach Krefeld kam Thomas Zanders und Melanie Struve lieben den lässigen Lindy Hop. ARCHIV:LS (cpu) Das Flair im ehemaligen Kasernen-Kino „Bradbury Theatre“ an der Mevissenstraße ist einmalig – und mit der Eröffnung der Tanzschule Doctor Beat vor fünf Jahren ist auch der Gute-Laune-Tanz Lindy Hop nach Krefeld gekommen. Tanzlehrer Thomas Zanders und Ehefrau Melanie Struve unterrichten den Kult-Tanz aus den 30er Jahren. „Lindy Hop ist unser Lieblingstanz, weil er so viel Freiheit und Improvisationsmöglichkeiten bietet“, erklärt Melanie Struve. Der lässige „Social Dance“ wird in flachen, bequemen Schuhen getanzt. Ein Partnerwechsel gehört beim Lindy Hop dazu. Denn: Historisch bedingt ist der Lindy Hop ja ein „Social Dance“. „Dass man nur mit einem Partner tanzt, ist eher ein Ding unserer Zeit“, sagt Melanie Struve. Neu bei Doctor Beat sind Tanzkurse für Kinder. ADTV-Kindertanzlehrerin Jennifer Görtzen bringt nach der Sommerpause mittwochs und donnerstags um 17 Uhr Vorschulkinder und Grundschüler mit Tänzen und Bewegungsspielen in Schwung. Bei Vorlage der Krefelder Familienkarte kosten die Schnupperstunden am 23. und 30. August (4 bis 6 Jahre) sowie am 24. und 31. August (6 bis 8 Jahre) 5 Euro pro Kind und Tanzstunde (regulär 5,50 Euro). Info: www.doctorbeat.de Ökologie Tierpatenschaften auf Mallewupp (cpu) Tierhaltung und Landwirtschaft anschaulich erklärt: Der Mitmach-Bauernhof Mallewupp will Kinder aus städtischem Umfeld an ökologische Zusammenhänge heranführen, ihnen Kontakt zu Tieren ermöglichen und den artgerechten Umgang üben. „Wir wollen vermitteln, wie viel Freude es macht, aber auch, wie viel Aufwand es bedeutet, Tiere zu betreuen, Gemüse und Obst anzubauen, zu säen, zu pflegen und zu ernten“, erklärt Ingolf Meinhardt, vom ehrenamtlich arbeitenden Vorstand des gemeinnützigen Vereins. Raum für all diese Erlebnisse ist im Kleingartengelände Uhlenhorst an der Ottostraße. Dort befindet sich nicht nur der kleine Reitplatz, auf dem Die Patenschaft für ein Schaf kostet 60 Euro pro Jahr. RP-ARCHIV: TL zum Beispiel die „Mini-Pony-AG“ und das Ponyreiten bei „Mittags Mallewupp“ stattfinden. Sondern dort ist auch das Zuhause der kleinen Schafherde, der Hühner, Gänse, Kaninchen und Enten. Tierpatenschaften ermöglichen Kindern den intensiven Umgang mit „ihrem“ Tier: Sie haben immer samstags von 9 bis 11 Uhr die Möglichkeit, es zu beobachten, zu versorgen und zu pflegen. Die Patenschaft kostet für ein Huhn oder Kaninchen 30 Euro im Jahr, bis hin zu 180 Euro für ein Mini-Pony und 240 Euro für Pony und Esel. Jahreszeitenfeste, Reittherapie, Kindergeburtstage und Aktivitäten wie die jährliche Schafschur vervollständigen das pädagogische Programm. Eine Fördermitgliedschaft für Familien kostet 20 Euro im Jahr, für Firmen 120 Euro. Mehr Infos unter www.mallewupp.de. Neues Wohnquartier Wohnen in der alten Kaserne (cpu) Das Wohnquartier Kempener Feld wird sich in den nächsten Jahren gravierend verändern. Noch in diesem Jahr soll der Umbau des ehemaligen Kasernengeländes starten, dort entstehen rund 400 bis 450 Wohneinheiten. „Wenn alles nach Plan läuft, gehen wir davon aus, dass die Arbeiten für den ersten von zwei großen Bauabschnitten in diesem Jahr beginnen können“, erklärt Architekt Rainer Lucas auf Anfrage unserer Redaktion. Zunächst, so berichtet Lucas, sollen die unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Mannschaftsgebäude saniert werden, auch, weil der lange Leerstand der Bausubstanz nicht gut tue. Das Planverfahren für das Projekt laufe. Im zweiten Bauabschnitt sollen dann Neubauten auf dem Areal errichtet werden. Insgesamt sollen 55.000 Quadartmeter Nutzfläche entstehen, 30.000 im denkmalgeschützten Bereich, 25.000 werden neu erstellt. Ebenfalls geplant sind ein kleiner Discounter, Dienstleistungsbereiche mit kleinen Geschäften und Cafés sowie ein Zentrum für Die denkmalgeschützten Gebäude werden zu Wohnungen umgebaut. ARCHIV: STADT medizinische Versorgung. Investor ist der Geschäftsmann Boris Fuchsmann. Er hatte das Areal von der Bundesanstalt für Immobilien übernommen und nimmt rund 150 Millionen Euro in die Hand, um aus der Kaserne ein eigenes Quartier zu machen, in dem später rund 1000 Menschen wohnen werden.

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