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Stadtteilserie - Fünf Dinge, die Sie über Traar wissen solten

Stadtteilserie - Fünf Dinge, die Sie über Traar wissen

✧ KR-L5 Aus den Stadtteilen BOCKUM BISMARCKVIERTEL ELFRATH FISCHELN FORSTWALD GARTENSTADT GELLEP-STRATUM HOLTERHÖFE HÜLS INRATH KLIEDBRUCH KÖNIGSHOF LINDENTAL LINN OPPUM STADTMITTE STAHLDORF TACKHEIDE TRAAR UERDINGEN VERBERG C5 RHEINISCHE POST DIENSTAG, 27. JUNI 2017 FREIZEIT Der Egelsberg: Naturschutzgebiet und Flughafen (lez) Wer die Begriffe Freizeit und Traar zusammenbringt, denkt unweigerlich an das Naturschutzgebiet Egelsberg. Wer von der Straße An der Egelsbergmühle den Hügel hinaufsteigt und an der Mühle, das Wahrzeichen Traars, vorbei geht, kann ausgedehnte Spaziergänge über die weite Heidelandschaft bis hinunter zum und durch den Kirschkamper Busch oder den Henoumont-Wald unternehmen. Unmittelbar neben dem Gipfelkreuz des Egelsbergs liegt der Flugplatz, auf dem mehrere Vereine vornehmlich an den Wochenenden ihrem Sport nachgehen. Es ist immer wieder ein Erlebnis für jedes Alter, wenn man sich auf der Terrasse der dortigen Gastronomie niederlässt und beobachtet, wie die Segelflugzeuge starten und landen. Interessenten können die Vereine auch ansprechen und nach einem Termin fragen, wann und unter welchen Bedingungen sie einmal in diesen Sport hineinschnuppern können. Auch die kleinen Besucher kommen auf dem Egelsberg auf ihre Kosten. Wenn sie den Flugzeugen lange genug nachgesehen haben, können sie sich auf dem Spielplatz an der anderen Seite des Flughafenrestaurants austoben. Spaß für Groß und Klein: Segelflieger auf dem Egelsberg. RP-ARCHIV: T.LAMMERTZ SERIE KREFELD UND SEINE STADTTEILE Die „versteckte“ byzantinische Kapelle in Traar ist wieder sichtbar Lange lag das Gotteshaus „Maria Schutz“ für Passanten unsichtbar hinter dem gleichnamigen Seniorenheim im Traarer Westen. Umbauten haben die Sicht auf die Kapelle wieder frei gemacht.. VON JOCHEN LENZEN Die byzantinische Kapelle „Maria Schutz“ wurde 1957/58 nach Plänen des Krefelder Architekten Theo Spieß als Kuppelkirche errichtet. RP-FOTO: LEZ Eines der markantesten Gebäude in Traar ist die für die ukrainisch griechisch-katholische Kirche errichtete byzantinische Kapelle „Maria Schutz“. Sie lieg hinter dem Altenund Pflegeheim gleichen Namens an der Maria-Sohmann-Straße. Von dieser Straße aus ist das nach den Plänen des Krefelder Architekten Theo Spieß errichtete und 1958 geweihte Gotteshaus erst seit kurzer Zeit auch für Passanten sichtbar, nachdem ein alter Trakt des von der Caritas geführten Heims abgerissen, die Zufahrt neu gestaltet und die Sichtachse durch die Anlage einer vorgelagerten Parkplatzfläche wiederhergestellt wurde. Beim Eintritt in die byzantinische Kapelle fallen der große Leuchter unter der zentralen Kuppel und die Bilderwand (Ikonostase) ins Auge, die den Altar vom Mittelschiff trennt. Die Wand beinhaltet die Königstür mit der Darstellung Mariae Verkündigung für den Priester und zwei Türen für den oder die Diakone. Alle Türen sind außerhalb der Liturgiefeiern geschlossen. Die Ikonen zeigen Christus, die Gottesmutter mit Jesuskind, die Erzengel Gabriel und Michael sowie die Heiligen Paulus, Nikolaus und Theodor von Studion sowie Petrus, Basilius und Chrysostomus. Die Haus-Ikone zeigt die Gottesmutter Maria, die ihren Schleier als Schutztuch über die Gläubigen ausbreitet. Diese Ikone gab der Kapelle „Maria Schutz“ ihren Namen. Die Kirche war für die Ukrainer errichtet worden, die während des Fünf Dinge, die sie über Traar wissen sollten Zweiten Weltkriegs nach Deutschland kamen und im Ruhrgebiet und in Belgien als Bergleute arbeiteten. Die Kapelle gehört dem Bistum Aachen mit ihrer ukrainisch griechisch-katholischen Gemeinde, deren Gläubige aus Krefeld und Umgebung dort ihre Liturgie feiern. Vor Jahren hatte der damalige Bischof Heinrich Mussinghoff einer zweiten ukrainischen Gemeinschaft die Erlaubnis erteilt, dort ihre Liturgie zu feiern: Die ukrainisch autokephale (das heißt, von Rom und Moskau unabhängige) orthodoxe Gemeinde kommt dort ebenfalls regelmäßig zusammen. Die Hauptunterschiede zwischen den Glaubensgemeinschaften liegen in der Anerkennung des Papstes durch die griechisch-katholische Gemeinde und im Ritus. Die Priester beider Gemeinden dürfen heiraten. GEWINNSPIEL Gesundheitsprofi am Rathausmarkt Kletterspaß mit Klaus Bahr bei „Fit auf Dauer“ FOTO: KNA (RP) Der Verein „Fit auf Dauer“ am Traarer Rathausmarkt bietet verschiedene Kurse zur Gesundheitserhaltung und Rehabilitation. Dazu gehören auch Wassergymnastik, Qi Gong, Pilates, Nordic Walking und Ernährungsschulungen. Ganz neu dabei für Jüngere von sechs bis 16 Jahren ist das Klettern mit dem Erlebnispädagogen Klaus Bahr. Dabei geht es auch um die Förderung der Koordination und Stärkung des Selbstvertrauens. Infos zu allen Kursen gibt es unter der Telefonnummer 02151-3605532. Für einen Kletter-Schnuppernachmittag verlost „Fit auf Dauer“ zwei Gutscheine für bis zu vier Kinder/Jugendliche im Wert von je 100 Euro. Mitmachen und gewinnen! Wer unter 01379-883024 (50 Cent/Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) anruft, kann gewinnen. Oder SMS mit dem Kennwort „rp11“, Leerzeichen, Ihrem Namen und Adresse an 1111 (ohne Vorwahl, 50 Cent/SMS) oder unter „www.rp-online.de/gewinnspiel-krefeld“. Ausgeschlossen sind Mitarbeiter des Verlags oder verbundener Unternehmen. Das Los entscheidet, die Gewinner werden kurzfristig benachrichtigt. Im Übrigen finden Sie die Teilnahmebedingungen auch unter www.rponline.de/teilnahmebedingungen. Teilnahme ab 18. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Teilnahmeschluss: 2. Juli. ZAHLEN & FAKTEN Ländlich-dörflicher Stadtteil mit gut 4500 Einwohnern (lez) Der östlich der Niepkuhlengewässer gelegene, rund 900 Hektar umfassende Stadtteil mit seinem kleinen Ortskern wird von gut 4500 Bürgern bewohnt. Der Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser an der Bebauung beträgt 95 Prozent. Der Charakter ist ländlich-dörflich geprägt. Damit das so bleibt, engagiert sich der mit 1400 Mitgliedern größte Krefelder Bürgerverein Traar. Der Verein sieht seine Hauptaufgabe in der Erhaltung einer Bauund Wohnstruktur, wie sie dem ländlichen Raum angemessen ist. „Neben der Mitarbeit in der Gestaltung einer notwendigen Infrastruktur ist der Natur- und Umweltschutz in und um Traar von herausragender Bedeutung“, formuliert der Verein auf seiner Homepage. Zu dieser Infrastruktur gehören unter anderem eine Grundschule, zwei Kitas, ein Kinder-, ein Seniorenheim, ein großes Tagungshotel, drei Kirchen sowie eine Reihe von Dienstleistern, Gastronomiebetrieben und Geschäften. Einen Nahversorger, der sich künftig nördlich des Festplatzes vergrößern wird, ergänzen eine Metzgerei und eine Bäckerei/Konditorei. DER BÜRGERVEREIN MIT SEINEM VOR- SITZENDEN MARC BLONDIN IST UNTER TELEFON 02151-562174 ZU ERREICHEN. BRAUCHTUM Schützen prägen das gesellschaftliche Leben (lez) Das Schützenwesen ist wesentlicher Teil des Gesellschaftslebens in Traar. Der 482 aktive Mitglieder zählende Bürgerschützenverein von 1850 verfügt mit 31 Schützengruppen über die größte Anzahl von Kompanien in Krefeld. Als Beispiel sei die Gruppe der Historischen Sappeure genannt, die aus zwei Kompanien besteht und gemeinsam in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feierte. Die 1. Kompanie der Sappeure wurde 1977 gegründet und trägt damit zu 40 Jahren des Jubiläums bei. Die Gründungsmitglieder stammten aus Pfarrjugend und Jugendchor. Als Uniform wählten sie eine blau-weiße Gardeuniform aus der Die vereinigten Jubiläumskompanien 1 und 2 der Historischen Sappeure des Bürgerschützenvereins Traar. RP-FOTO: T. LAMMERTZ friderizianischen Epoche. Sie sind mit den traditionellen Äxten, imitierten Gewehren sowie Degen bewaffnet. Das Gruppenemblem zeigt ein Wappen, das mit Spaten und Spitzhacke an das historische Vorbild erinnert: Die Sappeure waren die Vorläufer der heutigen Pioniere. – Die 2. Kompanie der Sappeure gründete sich 2007 und hatte ihren Ursprung in der Messdienerschaft von St. Josef. Ihr erstes Schützenfest feierten sie als „Junge Lützower“ mit elf Mitgliedern. Seitdem ist die Gruppe zur 2. Kompanie der Historischen Sappeure angewachsen und mit der 1. Kompanie verbunden. Gerade sind sie von einer viertägigen gemeinsamen Reise zu ihren Freunden der Trachtenmusikkapelle Unternberg/Österreich zurückgekehrt. Die Kapelle kommt seit 1993 zu jedem Traarer Schützenfest, das alle vier Jahre gefeiert wird. NRW IST SCHÖN! Damit das so bleibt, fördern wir seit 20 Jahren ehrenamtliche Initiativen, die sich für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege in Nordrhein-Westfalen engagieren. Bewegen Sie etwas in NRW und werden Sie Mitglied im Förderverein! Nur mit Ihrer Hilfe können wir die Schönheit der Natur und die kulturelle Vielfalt unserer Heimat bewahren. NEUGIERIG? www.nrw-stiftung.de oder direkt Infomaterial anfordern: Roßstraße 133 • 40476 Düsseldorf

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