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Steuerberater und Rechtsanwälte -19.10.2017-

Steuerberater und Rechtsanwälte

Steuerberater und Rechtsanwälte Familienfreundliches Steuerrecht Kinder schenken viel Freude, kosten ihre Eltern aber auch Geld. Eine Tatsache, die der Fiskus würdigt: Ein Teil der Kosten kann steuerlich geltend gemacht werden. ANZEIGE Eine der wichtigsten Unterstützungsmaßnahmen ist das Kindergeld beziehungsweise. der Kinderfreibetrag, teilt die Steuerberaterkammer Düsseldorf mit. Zusätzlich können Eltern weitere steuerliche Vorteile nutzen. Der Fiskus erkennt zwei Drittel der angefallenen Kosten bis zu maximal 4000 Euro jährlich pro Kind an. Die Aufwendungen für die Kinderbetreuung sind als Sonderausgaben abziehbar, so die Steuerberaterkammer weiter. Für die steuermindernde Anerkennung der Kosten muss diesen eine erkennbare Dienstleistung zugrunde liegen. Demnach können etwa folgende Aufwendungen Berücksichtigung finden: die Unterbringung der Kinder in Kindergärten, -tagesstätten, -horten, -heimen und -krippen so- wie bei Tages- oder Wochenmüttern und in Ganztagspflegestellen. Außerdem wird die Beschäftigung von Kinderpflegern und -pflegerinnen oder Kinderschwestern ebenso berücksichtigt wie die von Erzieherinnen und Erziehern. Auch Hilfen im Haushalt, etwa Aupair-Mädchen, soweit sie ein Kind betreuen und die Beaufsichtigung des Kindes bei der Erledigung der Hausaufgaben übernehmen, können steuermindernd anerkennungsfähig sein. Die Aufwendungen können nur dann geltend gemacht werden, wenn der Steuerpflichtige eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung (unbar) auf ein Konto erfolgt ist, rät die Steuerberaterkammer. Beim sogenannten Familienleistungsausgleich werden Kinder nach einem dualen Konzept berücksichtigt. Das Kindergeld wird monatlich als direkte Steuervergünstigung gezahlt und beträgt aktuell: • für das erste und zweite Kind monatlich 192 Euro • für das dritte Kind monatlich 198 Euro • für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 223 Euro Daneben gibt es den Kinderfreibetrag. Der Kinderfreibetrag besteht aus einem Kinderfreibetrag in Höhe von 4716 Euro und einem Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungsoder Ausbildungsbedarf des Kindes in Höhe von 2640 Euro. Das heißt laut Steuerberaterkammer Düsseldorf, 7356 Euro dürfen Eltern pro Kind im Jahr verdienen und einnehmen, ohne dafür Steuern zu zahlen. Eltern dürfen nur eine Form der Steuererleichterung bekommen: Kindergeld oder Kinderfreibetrag. Wenn sie ihre Steuererklärung beim Finanzamt einreichen, prüft deshalb die Finanzbehörde, was für die Eltern günstiger ist und womit sie der Staat finanziell mehr unterstützt. Kindergeld und Kinderfreibetrag gibt es grundsätzlich für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr, für Kinder in Ausbildung bis zum 25. Lebensjahr und für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr. Auch Alleinerziehende werden steuerlich entlastet, so die Steuerberaterkammer. Sie können den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Höhe von 1908 Euro pro Jahr beantragen. Für jedes weitere Kind erhöht sich der Betrag um 240 Euro. Das heißt, dieser Betrag unterliegt nicht der Einkommensteuer. Alleinerziehende können den Betrag entweder in ihrer Steuererklärung geltend machen oder sie beantragen die Lohnsteuerklasse II. Dann wird der Betrag gleich berücksichtigt, wenn die Steuer von ihrem Lohn abgezogen wird, so die Steuerberaterkammer Düsseldorf. Im Sinne des Steuerrechts gilt als alleinerziehend, wer nicht verheiratet ist bzw. dauernd getrennt lebt oder verwitwet ist und in keiner Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person (Ausnahme: Kinder) lebt. Für volljährige Kinder, die sich in Berufsausbildung befinden und zudem auswärtig untergebracht sind, können die Eltern zur Abgeltung des entstehenden Sonderbedarfs zusätzlich zum Kinderfreibetrag einen Ausbildungsfreibetrag in Höhe von 924 Euro jährlich auf Antrag erhalten.

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