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Stille Tage des Gedenkens -19.10.2017-

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Stille Tage des Gedenkens

Stille Tage des Gedenkens DREI MÖGLICHKEITEN, WIE DIE EIGENE BEERDIGUNG VORAB GEREGELT WERDEN KANN Sarg oder Urne: Wünsche zur eigenen Bestattung festlegen Per Vorsorge kann man selbst Entscheidungen treffen – und entlastet damit die Angehörigen. VON SABINE MEUTER Nach dem Tod eines Angehörigen herrscht bei vielen Hinterbliebenen erst einmal ein emotionales Chaos. Genau dann aber müssen sie oft mit Bedacht wichtige Entscheidungen treffen – etwa ob der Verstorbene in einem Sarg begraben oder eingeäschert werden soll. Wer bereits zu Lebzeiten seine Wünsche für die eigene Bestattung äußert und sie verbindlich festschreibt, kann seine Angehörigen entlasten. „Auch eine finanzielle Vorsorge ist empfehlenswert, damit die Umsetzung später nicht am Geld scheitert“, sagt Alexander Helbach von der Verbraucherinitiative Aeternitas. Ein Überblick zu den Möglichkeiten. Bestattungsvorsorgevertrag Der Betroffene schließt hier den Vertrag mit einem Bestatter seiner Wahl. „Ein solcher Vertrag kann auch den Kauf eines Grabmals und die langfristige Grabpflege enthalten“, erläutert Oliver Wirthmann vom Bundesverband Deutscher Bestatter. Aus Sicht von Helbach bietet das ein „großes Maß an Sicherheit, was die Umsetzung der eigenen Wünsche betrifft“. Interessenten sollten mehrere Angebote von Bestattern eintung Warentest. Infrage kommen dafür neben den Kindern auch Nachbarn oder Freunde. Existiert die Verfügung nicht, gelten die Vorgaben des Bestattungsgesetzes des jeweiligen Bundeslandes. Als erstes ist meist der Ehepartner zuständig für die Organisation der Bestattung. Aber auch Kinder, Enkelkinder sowie Geschwister können in die Pflicht genommen werden. Alexander Helbach, Mitarbeiter der Verbraucherinitiative Aeternitas. FOTO: AETERNITAS Vorteil der Bestattungsverfügung: „Sie kann immer wieder ohne größeren Aufwand geändert und angepasst werden“, sagt Helbach. „Zum Beispiel bei Umzügen, oder wenn sich die Wünsche ändern.“ Der Nachteil: Wenn die Verfügung nach dem Todesfall nicht bekannt ist oder von unzuverlässigen Nachkommen verschwiegen wird, wird sie möglicherweise nicht umgesetzt. Sterbegeldversicherung Eine Bestattungsverfügung kann mit einer Sterbegeldversicherung kombiniert werden. „Sie ist eine Spielart der Kapitallebensversicherung mit einer niedrigen Versicherungssumme, meist zwischen 2500 und 10.000 Euro“, erläutert Hinzpeter. Eine solche Versicherung lohnt sich seiner Einschätzung nach oft nicht bei einer langen Einzahlphase. Zwar fließt ein Großteil der Beiträge in den Risikoschutz. Bei einer Einzahlung über 20 oder mehr Jahre hinweg ist die Auszahlungssumme aber „deutlich niedriger als die geleisteten Beträge“, gibt Hinzpeter zu bedenken. In einigen Fällen kann sie sich aber doch lohnen. Etwa wenn der Versicherte im Alter wegen einer niedrigen Rente Grundsicherung beantragt. Denn die Sterbegeldversicherung zählt zum Schonvermögen. Das heißt, sie muss nicht zur Finanzierung des Lebensunterhalts aufgelöst werden. Voraussetzung: Die Versicherungssumme liegt nicht über 3000 Euro für die Bestattung und 2600 Euro für die Grabpflege. Die Planung der eigenen Beerdigung ist ein sensibles Thema. Dennoch kann es sinnvoll sein, die eigenen Wünsche frühzeitig zu äußern und verbindlich festzulegen. FOTO: WARNECKE Bestattungsverfügung Den Willen eines Menschen, wie im Todesfall mit seinem Leichnam umgegangen werden soll, dokumentiert die Bestattungsverfügung. Darin steht etwa die Bestattungsart – Sarg oder Urne – sowie der bevorzugte Ort der Beisetzung. Außerdem regelt sie, ob es eine Trauerfeier geben soll und die Angehörigen eine Todesanzeige in der Zeitung schalten sollen. Es reicht, die Verfügung handschriftlich aufzusetzen und sie zusammen mit anderen persönlichen Dokumenten in der Wohnung aufzubewahren. Wichtig dabei: „Eine Person angeben, die sich um sämtliche Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Beerdigung kümmern soll“, erklärt Werner Hinzpeter von der Stifholen und die Leistungen vergleichen. Auf Basis eines Kostenvoranschlags schließt man einen Treuhandvertrag. „Die angegebene Summe wird über den Bestatter oder direkt an die Treuhand gezahlt“, erläutert Wirthmann. Das Kapital wird verzinst, als Treuhandvermögen angelegt und durch eine Bankbürgschaft abgesichert. Es unterliegt der ständigen Kontrolle des Aufsichtsrats der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG – einer Einrichtung des Bundesverbands Deutscher Bestatter und des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur. Stirbt der Kunde, überweist der Treuhänder das Geld an den Bestatter. Der Vertrag kann auch über ein Sperrkonto bei einer Bank abgesichert werden. „Dieses Konto wird auf den Namen des Vorsorgekunden eröffnet, der das Guthaben an den Bestatter verpfändet“, erläutert Hinzpeter. Nach dem Tod des Kunden kann der Bestatter über das Geld verfügen und dessen Wünsche umsetzen. November – der Trauermonat Von Allerheiligen bis Totensonntag: Der November ist dem Totengedenken gewidmet. (rps) Der November ist der Monat, der durch das Totengedenken bestimmt ist. An seinem Anfang, an Allerheiligen (1. November), gedenken besonders katholische Christen ihrer verstorbenen Angehörigen, besuchen und schmücken deren Gräber. Sie drücken damit die Zuversicht aus, nach dem Tod in der Gemeinschaft mit Gott zu sein. Gedacht wird nicht nur heiliggesprochener Frauen und Männer, sondern auch jener Menschen, die ihren Glauben eher unspektakulär gelebt haben. Der Ursprung dieses Feiertags liegt in den ersten christlichen Jahrhunderten, als es wegen der steigenden Zahl von Heiligen zunehmend unmöglich wurde, jedes einzelnen Heiligen an einem besonderen Tag zu gedenken. Eng mit Allerheiligen verbunden ist das dem Gedächtnis aller Verstorbener gewidmete Allerseelenfest am 2. November. In der evangelischen Kirche wird am Totensonntag aller Toten gedacht. Dieser auch Ewigkeitssonntag genannte Tag Der November ist der Monat der stillen Feiertage. FOTO: OLIVER BERG wird stets am Sonntag vor dem ersten Advent begangen, in diesem Jahr also am 26. November. Der Sonntag davor (in diesem Jahr also der 19.November) ist der Volkstrauertag. Er ist ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Trauerflor am Auto: Was ist erlaubt? (tmn) Als Zeichen des Mitgefühls oder Ausdruck der eigenen Trauer binden einige Autofahrer einen Trauerflor an ihren Wagen. Das Schleifchen an Antenne, Türgriff oder Außenspiegel sei rechtlich nicht zu beanstanden, wenn es die Sicht des Autofahrers nicht behindert und weder Beleuchtung noch Kennzeichen verdeckt, teilt der Tüv Rheinland mit. Allerdings seien manche Teile nicht auf die dauerhafte zusätzliche Belastung ausgelegt. Schaden nehmen könnten je nach Ausführung des Flors unter Umständen sowohl die Antenne, der Antennenfuß sowie das Bauteil, an dem die Antenne befestigt ist. An einer weit hinten sitzenden Dachantenne sollten etwa Bänder nicht so lang sein, dass sie sich im Gestänge des Scheibenwischers verfangen können. Massive Schäden am Wischergestänge und dem Wischermotor können ansonsten die Folge sein, warnt der Tüv Rheinland.

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