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Straelen blüht auf

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6 | Stadt

6 | Stadt Straelen Narzissen und Ostern gehören zusammen Narzissen gehören zu Ostern wie das Osterei. Sie sind das Synonym für den Frühling und den Aufbruch in eine neue Jahreszeit. Tausende der kleinen Frühlingsboten werden in Straelener Gärtnereien kultiviert und in den Handel gebracht. Zur Osterzeit blühen überall in Straelen die Narzissen. Überall sieht man in sie. In Vorgärten und am Straßenrand auf der Lingsforter Straße bilden sie ein gelbes Band. Tausende von kleinblumigen Tête-à-Têtes haben die Mitarbeiter des Straelener Baubetriebshofes vor ein paar Jahren dort gepflanzt. In der Zwischenzeit haben sich die Zwiebeln vermehrt und bilden eine wunderschöne Kulisse für die Gäste des Fitnessbades „wasserstraelen“ oder für die Besucher des Wohnmobilstellplatzes. Aber auch die Auto- und Fahrradfahrer erfreuen sich an dem leuchtenden Anblick. Ein besonderer Fan ist der britische Thronfolger Prinz Charles. Er trägt sie an manchen Feiertagen sogar im Knopfloch, denn in Wales ist die Schönheit Nationalblume. Es gibt Narzissen oder Osterglocken, wie sie auch genannt werden, in den verschiedensten Ausführungen. Ob groß- oder kleinblumig, gefüllt oder ungefüllt, von weiß mit oranger Mitte bis zu knallgelb reicht die Farbpalette. Nur in einem, da ist die Narzisse einzigartig: Sie hat den Alleinbesitzanspruch in der Blumenvase. Aufgrund ihres austretenden weißen Saftes verträgt sie sich nicht mit anderen Blumen. Narzissen fühlen sich sowohl im Beet als auch auf den Fensterbank wohl. Im Gartenbeet sollten sie nicht nach Plan gesetzt, sondern einfach eine handbreit tief in die Erde geschüttet werden. Sie sind auch nicht besonders attraktiv für Wühlmäuse, im Gegensatz zu Tulpen. Auf Tisch, Fensterbank oder Balkon stellen sie einen ersten Frühlingsgruß dar. Natürlich ist die Überlebenschance in stark geheizten Räumen nicht sehr hoch. Deshalb fühlen sie sich in kälteren Gefilden viel wohler. Etwas Frost auf dem Balkon überstehen sie mühelos. Im Beet sollte das Grün nach dem Verblühen nicht sofort abgeschnitten werden. Es sieht zwar nicht schön aus, aber die Pflanze nimmt über das Blattgrün bzw. die verwelkten Blätter noch Nahrung auf, damit die Zwiebel im nächsten Jahr noch genauso schön - oder schöner austreiben kann. © Zee – Fotolia.com

verkaufoffener Sonntag am 02.04.2017 Stadt Straelen | 7 Als die Bilder laufen lernten Wer in die Historie Straelens eintauchen will, der sollte sich an einem Filmabend einfinden. Karl-Heinz Geerkens ist bis zu seiner Verrentung Lkw-Fahrer gewesen. Der Zufall hat ihn in das Straelener Stadtarchiv geführt. Hier hat er ein neues Hobby und ein zweites Zuhause gefunden. Er hat sich, als Straelener Urgestein, schon immer für die Geschichte seiner Heimatstadt interessiert, aber seit ein paar Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der Aufarbeitung alter Filme. Viele Hobbyfilmer haben ihre alten „Schätzchen“ dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt. Um sie für die Interessierten zugänglich zu machen, hat „Kalli“, wie ihn seine Freunde nennen, die Filme digitalisiert. Nun finden die ersten Filmvorführungen statt, die auf großes Interesse stoßen. Besonders bei Bruderschaften, Karnevalsbegeisterten oder Nachbarschaften sind die laufenden Bilder sehr beliebt. Sind sie doch Zeugen aus der 2guten, alten Zeit“. Jeden Mittwoch trifft sich der „Freundeskreis Stadtarchiv Straelen“ im Stadtarchiv, einem ehemaligen Getreidespeicher und späterer Gastwirtschaft. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter helfen Stadtarchivarin Claudia Kurfürst bei ihrer täglichen Sisyphusarbeit. Letztendlich ist sie verantwortlich für die Verwaltung und Sicherung der „Zeitzeugen“. Dazu gehören nicht nur aufbewahrungspflichtige Akten aus dem Rathaus, Tauf-, Heirats-, Sterbe- und Geburtenbücher der Kirchen oder des Standesamtes, sondern auch viele gespendete Artefakte aus der Bevölkerung. Für Ahnenforscher, Hobbygeschichtskundler, Schriftführer von Vereinen oder Verleger von Heimatbüchern hat sich das Stadtarchiv zu einem wahren El Dorado ent- Karl-Heinz „Kalli“ Geerkens zeigt im Stadtarchiv Filme aus der guten, alten Zeit. wickelt. Schlummern hier doch Geschichten und Zeugnisse in Wort, Bild und Handwerksstätten aus der Vergangenheit der Blumen- und Gemüsestadt. Interessierte können sich an das Stadtarchiv Straelen, Claudia Kurfürst, Kuhstraße 21, Telefon 02834/6598 oder E-Mail stadtarchiv@straelen.de wenden. © dkimages – Fotolia.com

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