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Tag der Ausbildung in Radevormwald

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4 TAG DER AUSBILDUNG

4 TAG DER AUSBILDUNG BERGISCHE MORGENPOST ANZEIGE „Sei Du“ bei Kuhn Edelstahl Die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen zu fördern, ist Bestandteil der Ausbildung bei der Firma Kuhn. Florian Schmidt (22) kann die NC-Fräsmaschine nicht nur edienen, sondern sie auch Warten und bei Bedarf reparieren. Jeder Mensch ist anders – und das ist auch gut. „Mit den unterschiedlichen Stärken ergänzt man sich im Team“, sagt Andreas Döbler, gewerblich-technischer Ausbildungsleiter der Firma Kuhn delstahl. Daher wirbt die Fira seit Kurzem mit dem Slogan „Sei Du! bei uns.“ um potentielle Auszubildende. Die Radevormwalder Firma legt viel Wert auf eine qualifizierte Förderung. „Wir bilden primär für den eigenen Bedarf aus, denn die Ansprüche sind gestiegen und es sind kaum noch Fachkräfte zu finden“, sagt Personalleiterin Selina Hofmeister. Nach dem ersten Ausbildungsjahr im firmeneigenen Ausbildungszentrum werden die Nachwuchskräfte nach ihren Fähigkeiten mit den nächsten Aufgaben vertraut gemacht. Dabei lernen sie sämtliche, für ihren Beruf relevante Abteilungen kennen. Für einen besonders spannenden Beruf hat sich Santana Für Santana Telle (25) ist Gießereimechanikerin ein Traumberuf, der Power, Verantwortung und Präzision erfordert. Telle entscheiden. Nachdem sie ihre Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführerin in der Gießerei begonnen hatte, wechselte sie den Ausbildungsberuf. Die 25-Jährige erlernt nun als zukünftige Gießereimechanikerin die gesamte Wertschöpfungskette von der Materialwirtschaft bis zum fertigen Schleuderguss. Um den individuellen Kundenansprüchen gerecht zu werden, stellt Kuhn 300 verschiedene Werkstoffe zusammen, je nach Anforde- rung und Verwendungszweck. Dass es in der Gießerei heiß und laut zugeht, macht der 25- Jährigen nichts aus: „Wenn wir Werkstoffe schmelzen, kann es in den Öfen bis zu 1700 Grad Celsius heiß werden. Da sollte man fit sein und mit anpacken wollen.“ Seit zwei Jahren bietet Kuhn Edelstahl diesen Ausbildungsberuf mit Fachrichtung „Druck- und Kokillenguss“ an. Die Gießmethode ist selten, daher wird versucht den Beruf durch das Ausbildungsangebot Florian Schmidt ist im zweiten Ausbildungsjahr als Industriemechaniker. schenprüfung im April absolvierte der 22-Jährige mit Bestnote. „Dank der tollen Prüfungsvorbereitung“, sagt er. In kommt er im gesamten Unternehmen zum Einsatz. „Als Industriemechaniker ist man verantwortlich für die regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Maschinen. Das wird nie langweilig“, sagt Schmidt. Die Verantwortung, die den wird, ist recht groß. „Fördern durch fordern“, beschreibt es 13 neue Auszubildende beginnen am 1. September bei Kuhn Edelstahl. „Die Zahl wird sich noch erhöhen, da in den nächsten vier bis fünf Jahren einige Mitarbeiter in den Ruhestand wechseln“, kündigt Selina Hofmeister an. Ziel sei es, diese Stellen übergangslos mit selbst ausgebildeteten Fachkräften zu besetzen. Dafür ist die Firma auch bereit zu investieren: Mit einem neuen Messekonzept sollen Bewerber auf das Ausbildungsangebot aufmerksam „Wir erhoffen uns damit Persönlichkeiten zu finden, die zu uns passen“, sagt Hofmeister. zu etablieren. Seine Zwischenprüfung seinem zukünftigen Beruf Mitarbeitern und auch den Auszubildenden übertragen der 22-Jährige. gemacht werden. Neues Messekonzept VR-Brillen bieten 360-Grad-Einblick. Die Hemmschwelle zwischen Schülern, die einen Ausbildungsplatz suchen, und Firmen ist oft groß. Die Firma Kuhn Edelstahl hat daher ihr Konzept für Messen neu konzipiert. Aktuelle Auszubildende ließen sich zu „Jobcoaches“ ausbilden. Sie werden zukünftig offensiv auf die Messebesucher zugehen und ihnen alle Fragen zu den Ausbildungsmöglichkeiten der Firma Kuhn beantworten. So auch am Samstag, 1. Juli, beim „Tag der Ausbildungin Radevormwald. „Viele Schüler sind unentschlossen oder überfordert mit der Berufswahl. Diese versuchen wir abzuholen und beraten auf Augenhöhe“, sagt Personalleiterin Selina Hofmeister. Damit sich die Interessierten einen besseren Eindruck vom Unternehmen machen können, öffnet die Firma Kuhn nicht nur ihr Ausbildungszentrum für die Besucher, sondern bietet zudem einen virtuellen 360-Grad-Rundgang durch die Produktionsstätten mittels VR- Brillen an. Zur Zeit wird auch ein neues Azubi-Video gedreht. Auf einer Job-Messe in Halver hat das neue Konzept bereits für Begeisterung gesorgt. „Wir sind ein innovatives und fortschrittliches Unternehmen, das gerne am Puls der Zeit investiert“, sagt Selina Hofmeister. Azubi Florian Schmidt (22) zählt zu den drei Ansprechpartnern, die persönlich und per E-Mail für Fragen zur Verfügung stehen. Info: www.seidu-beiuns.de

TAG DER AUSBILDUNG 5 Bustransfer zu den Betrieben Für den Transfer zwischen dem zentralen Veranstaltungsort in der Gemeinschaftsgrundschule Stadt und den geöffneten Unternehmen wird ein kostenloser Shuttle-Bus- Service angeboten. Der Fahrplan bietet eine Übersicht über die Abfahrts- und Ankunftszeiten an den Haltestellen im 30-Minuten-Takt. heka Ganz neu und von Auszubildenden erstellt: Eine Facebook-Seite zum „Tag der Ausbildungin Radevormwald. Hier werden unter anderem Berufe und Karrierechancen vorgestellt. Screenshot: heka Täglich aktuelle Neuigkeiten online Rund 600 Facebook-Nutzer verfolgen die täglichen Posts. VON HEIKE KARSTEN Zusätzlich zu den Ankündigungen in der Zeitung, den Informationsveranstaltungen im Vorfeld und der 70-seitigen Broschüre gibt es nun auch auf der Internetplattform „Facebook“ aktuelle Neuigkeiten zum Tag der Ausbildung in Radevormwald. „Dieses Zusatzangebot soll gezielt die junge Generation ansprechen“, sagt Klaus Lüttgenau vom Organisationsteam des Radevormwalder Unternehmer Netzwerks (RUN). Sieben Auszubildende der teilnehmenden Unternehmen (GIRA, Klaus Kuhn Edelstahl, Schleuniger und Kanzlei Lüttgenau & Thunich) haben die Seite ins Leben gerufen und betreuen sie eigenständig. Einer von ihnen ist Robin Kormannshaus, der in der Kanzlei Lüttgenau & Thunich zum Steuerfachangestellten ausgebildet wird. „Wir posten zweimal am Tag etwas auf die Seite und behandeln dabei jegliche Themen rund um den Tag der Ausbildung in Radevormwald“, sagt der 24-Jährige. Dazu hat das Team einen Redaktionsplan erstellt und sich in die journalistische Auf- Robin Kormannshaus ist einer der Administratoren. Foto: heka gabe eingearbeitet. Durch Teilung der Beiträge erhoffen sich die Veranstalter der Ausbildungsmesse eine größere Reichweite zu erzielen. Da die Veranstaltung bei allen Beteiligten gut ankommt und jedes Jahr über 300 Interessierte die Messe besuchen, hat das RUN-Organisationsteam einen Drei-Jahres-Plan aufgestellt. Einheitliche Logos verstärken den Wiedererkennungswert. Auch wenn das Konzept bisher bei allen Beteiligten gut ankommt, ruhen sich die Verantwortlichen nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern arbeiten immer weiter an Neuerungen und Verbesserungen, um die Ausbildungsmesse attraktiv zu gestalten und den größtmöglichen Nutzen für alle Beteiligten zu erzielen. Auf der Facebook-Seite werden beispielsweise die verschiedenen Ausbildungsberufe und die Firmen, in denen die Ausbildung angeboten wird, vorgestellt. Dabei beschränkt sich das Redaktionsteam nicht nur auf die regionalen Anbieter. Vorgestellt werden beispielsweise auch die vielfältigen Karrierechancen bei der Bundespolizei. Wer noch mehr Informationen haben möchte, kann seine Fragen beim Tag der Ausbildung direkt persönlich stellen, denn auch dort wird ein Ansprechpartner der Polizei des Oberbergischen Kreises mit einem Infostand am zentralen Messestandort in der Gemeinschaftsgrundschule Stadt vertreten sein. Besonders freuen sich die Administratoren darüber, dass schon jetzt rund 600 Facebook-Nutzer die Seite verfolgen beziehungsweise mit „Gefällt mir“ markiert haben. Somit bestätigt sich die Idee, junge Leute ins Konzept aktiv einzubinden: „Von Auszubildenden – für Auszubildende“ lautet das Motto.

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