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Tag der offenen Tür in Nettetaler Ausbildungsbetrieben

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Tag der offenen Tür in Nettetaler

RHEINISCHE POST DIENSTAG, 20. JUNI 2017 VIE-L3 Stadt Viersen C3 Kindergarten wird zum Saftladen Das Familienzentrum MUC Dülken lud zur Vater-Kind-Aktion „Apfelsaft pressen“ mit dem Naturpädagogen Christoph Klingenhäger ein. Ob die Kinder den Unterschied zu handelsüblichem Saft schmecken? VON JANNETTA JANSSEN INFO So viel Apfelsaft trinken die Deutschen Verbrauch 2014 betrug in Deutschland der Pro-Kopf-Verbrauch an Apfelsaft und Apfelsaftschorle jeweils 7,9 Liter. Aus 1,5 Kilogramm Äpfeln kann rund ein Liter Apfelsaft gewonnen werden. DÜLKEN Die Farben in den Gläsern sind unterschiedlich. Das sehen die Kindergartenkinder zwischen drei und sechs Jahren sofort. Doch was ist was? Schmeckt der selbst gepresste Apfelsaft tatsächlich so anders als Apfelschorle, naturtrüber und klarer Apfelsaft aus dem Handel? „Unser Apfelsaft sieht bäh aus“, urteilt die fünfjährige Julia, probiert jedoch einen kleinen Schluck und kann gar nicht genug bekommen. Eine Vater-Kind-Aktion - veranstaltet vom Familienzentrum MUC Dülken bei der die Väter zahlreiche Tipps zum Nachmachen für zu Hause von Christoph Klingenhäger bekamen und die Kinder zum ersten Mal selber Saft machen duften. Die Turnhalle im Kindergarten St. Ulrich wurde umgewandelt: In eine Art Werkstatt in der neun Kinder daran arbeiten, dass aus drei Säcken Äpfel à 20 Kilogramm später Saft wird. „Wir haben Äpfel in verschiedenen Farben probiert“, erklärt Julia. Am besten habe ihr der rote geschmeckt. „Der war schön süß“, sagt das Mädchen. Auch bei den anderen Kindern kam der rote Apfel am besten an. „Grün war ihnen zu sauer“, sagt Christoph Klingenhäger, den die meisten Kids nur zusammen mit seinem Esel Oskar, Hund Emely und Zwergziege Finja kennen. „Die sind heute zu Hause geblieben, hier in der Turnhalle wäre es ihnen ein bisschen zu warm“, sagt Klingenhäger und lächelt. Vorsichtig vierteln die Kinder die Äpfel. Hilfreich stehen ihnen die Väter und Großväter zur Seite. Alles landet in kleinen Wannen und wird in die Maischemühle, eine Obstpresse geworfen. „Und das Innere bleibt drin?“, fragt der vierjährige Quentin. Alles wird verwertet. An der nächsten Presse dürfen die Kleinen dann selber drehen und das ist ganz schön anstrengend: Die Kids schwitzen, strahlen dabei übers ganze Gesicht, denn unten durch den Hahn ist das Resultat zu sehen. „Da kommt Apfelsaft“, rufen die Kinder laut und beobachten wie langsam ein Tropfen nach dem anderen in einem Glas landet. Die Reste werden aufbewahrt. Klingenhäger nimmt sie für seine Tiere daheim mit. Pressen! Pressen! In der Turnhalle des MUC Familienzentrums war die Apfelsaftproduktion noch echte, kräftezehrende Handarbeit. RP-FOTO: KNAPPE Nach fast zwei Stunden ist die Gruppe fertig. „Aus 60 Kilo Äpfeln haben wir jetzt vier Liter Apfelsaft gepresst“, sagt der Leiter. Er füllt die Becher mit dem selbst gemachten Saft und beobachtet die Reaktionen der Kids: Es schmeckt ihnen, und viele wollen noch ein zweites und drittes Glas haben. Auch die dreijährige Josi mag das Getränk. „Es schmeckt süß und frisch“, findet Julia. Den gekauften Saft aus dem Handel im Vergleich lassen die Kinder stehen. Klingenhäger gibt den Erwachsenen eine Empfehlung: „Einen Euro für den Saft mehr ausgeben, es lohnt sich“, sagt er. Es bleibt für die Väter und Großväter nur noch ein kleiner Rest vom selbst gepressten Saft übrig. „Für euch habe ich Apfelwein mitgebracht“, sagt Klingenhäger mit einem Augenzwinkern. Nach Einbruch: Polizei sucht Frau mit bunten Schuhen DÜLKEN (mrö) Die Polizei hat nach einem Einbruch in ein Haus am Ransberg in Dülken am Freitag jetzt erste Hinweise auf die Tatverdächtigen. So suchen die Ermittler nach einer etwa 35 Jahre alten Frau mit dunkelbraunen bis schwarzen Haaren. Außerdem erhielten die Beamten Hinweise auf einen verdächtigen weißen Kleintransporter mit rumänischen Kennzeichen, der zur Tatzeit zwischen 10.30 Uhr und 13.55 Uhr am Ransberg gesichtet wurde. Die Frau soll sich in verdächtiger Weise die Häuser am Ransberg und an der Hospitalstraße angeschaut haben. Sie trug am Freitag schwarze Kleidung und auffällig bunte Turnschuhe. Hinweise an die Polizei unter Telefon 02162 377-0. TIPPS & TERMINE Basar vor der Kreuzkirche Am Samstag, 24. Juni, findet bei gutem Wetter von 9 Uhr bis 16 Uhr vor der Kreuzkirche, Hauptstraße 120, ein Basar statt. Angeboten werden gut erhaltene Haushaltswaren, Spielwaren, Bücher und vieles mehr. Der Erlös geht an die Rumänien-Hilfe. Konzert fällt aus Die für heute Abend geplante Veranstaltung „Sing mal ! mit Johannes Brand“ fällt aus. Das teilte gestern der Arbeitskreis Südstadt mit. Bürgersprechstunde Simone Gartz, Ortsbürgermeisterin von Dülken, lädt ein zur Bürgersprechstunde im Dülken-Büro, Lange Straße 32 am Dienstag, 27. Juni von 18.30 bis 20 Uhr. Anregungen können auch vorab per E-Mail geschickt werden an simone.gartz@gmx.de. Das Projekt „Zukunft“ TAG DER OFFENEN TÜR IN NETTETALER AUSBILDUNGSBETRIEBEN Der richtige Weg zum Wunschberuf Nettetaler Betriebe öffnen ihre Türen, damit junge Menschen sich umfassend informieren können. VON WILLEM PLUM Den Schulabschluss in der Tasche, aber wie sehen meine beruflichen Perspektiven aus? Damit junge Menschen sich mit dieser wichtigen Zukunfts- frage möglichst frühzeitig beschäftigen können, hat die Stadt Nettetal auch in diesem Jahr wieder das passende Schnupper-Angebot organisiert. Am Donnerstag, 22. Juni, machen 83 Nettetaler Unternehmen ihre Türen auf, so dass Schülerinen und Schüler sich hautnah über ihren möglichen Wunschberuf und die damit zusammenhängenden betrieblichen Abläufe informieren können. Von dem speziellen Orientierungs- und Informationsangebot für die richtige Berufswahl, das die Stadt Nettetal damit nun bereits zum neunten Mal unterbreitet, profitieren natürlich auch die Firmen und Unternehmen vor Ort. Sie hoffen darauf, dass mit dem Schüler-Tag das berufsspezifische Interesse beim qualifizierten Nachwuchs geweckt wird. Auch sollen Berührungsängste abgebaut werden, so dass gegebenenfalls auch rasch mal eine Praktikumszeit vereinbart werden kann. Dass sich der Tag der offenen Tür in den Nettetaler Unternehmen zu einem Erfolgsmodell entwickelt hat, zeigt die aktuelle Teilnehmer- Resonanz. „In diesem Jahr machen rund 440 Schülerinnen und Schüler der 8. und 11. Klassen der weiterführenden Schulen im Stadtgebiet sowie des Rhein-Maas-Berufskollegs mit. Die Schüler des Berufskollegs besuchen dabei am Donnerstag bis zu drei Betriebe, für die Schüler der übrigen Schulen sind jeweils zwei Firmenbesuche geplant“, erläutert Heike Rose, die als Bildungskoordinatorin in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Nettetal für die Organisation zuständig ist. In den 83 teilnehmenden Unternehmen können die jungen Menschen insgesamt 180 Berufsbilder kennenlernen – von der Altenpflege bis zum Zimmerer. Im Anschluss werden die Besuche im Unterricht noch einmal aufgearbeitet und die persönlichen Dokumentationen darüber im jeweiligen Berufswahlpass abgeheftet. Auch Nettetals Bürgermeister Christian Wagner ist von der Veranstaltung überzeugt: „Wir freuen uns darüber, zusammen mit über 80 Unternehmen wieder allen Schülerinnen und Schülern in Nettetal einen ersten Einblick in das Berufsleben geben zu können. Das ist regional einmalig und zeigt, wie stark die Partnerschaft von Schulen, Wirtschaft und Stadt in Nettetal ist.“ ANGEBOTE ZUR BERUFLICHEN ORIENTIERUNG „Kein Abschluss ohne Anschluss“ Der Tag der offenen Tür in den Nettetaler Unternehmen ist auch in diesem Jahr wieder als Berufserkundungstag im Rahmen der Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) anerkannt, mit der das Land NRW den Übergang Schule – Beruf verbessern möchte. Das Angebot, den möglichen Wunschberuf bei einer Betriebsbesichtigung vor Ort kennenzulernen, richtet sich bereits an Schüler der 8. Jahrgangsstufe. Im Rahmen der sogenannten Berufsfelderkundungen sollen damit nach dem KAoA-Konzept vor allem auch die Weichen für spätere Praktika zur weiteren Berufsorientierung gestellt werden. Mehr als 80 Betriebe in der Stadt Nettetal öffnen am Donnerstag, 22. Juni, ihre Türen, damit Schülerinnen und Schüler in ihre jeweiligen Wunschberufe hineinschnuppern können. FOTO: KN

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