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Tiere im Fokus -05.09.2017-

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Tiergesundheit &

Tiergesundheit & Kliniken Im Notfall richtig reagieren Von Corinna Kuhs Erste-Hilfe-Kurse gibt es auch für tierische Patienten: Statt einer menschenähnlichen Übungspuppe liegt dann ein Modell in Hundeform auf dem Boden und wartet auf Rettung. „Die Kurse sind sehr gefragt“, sagt Daniel Wassenberg, Abteilungsleiter beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Region Düsseldorf, der diese fünfstündigen Unterrichtseinheiten für Hundebesitzer, Begleithundeführer und allgemein interessierte Tierfreunde anbietet. Wassenberg weiß: „Sollte ein Hund reglos liegend aufgefunden werden, so kann jeder, wie beim Menschen auch, Hilfsmaßnahmen ergreifen.“ Und die ähneln denen aus dem Führerschein-Ersthelferkursus. Droht ein Tier zu ersticken, gilt es, zunächst die Atemwege zu kontrollieren: „Dazu werden die Lefzen des Tieres auseinandergezogen und etwaige Fremdkörper, sofern sichtbar, aus dem Fang geräumt“, erklärt Wassenberg. „Sollte der Fremdkörper nicht sichtbar sein, da er zu tief sitzt, so wird, ganz wie in der Ersten Hilfe beim Menschen, erst durch Klopfen auf den Rücken versucht, den Fremdkörper zu lockern.“ Ist das nicht erfolgreich, könne der Heimlich-Handgriff helfen, ergänzt Tierarzt Thomas Steidl, Autor des Fachbuchs „Notfallpraktikum Kleintiere“ und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Kleintiere der Bundestierärztekammer. Bloß nicht zu früh aufhören Atmet ein Tier nicht mehr, obwohl es keinen Fremdkörper im Hals stecken hat, kann Mund-zu-Nase-Beatmung das Tierleben retten. „Hierbei ist, wie beim Menschen auch, der Hals 12 zu überstrecken“, rät Wassenberg vom ASB. Tierarzt Steidl erklärt: „Dazu zieht man zunächst die Zunge des Tieres zwischen die Zähne, hält dann das Maul zu, sodass bei der Atemspende keine Luft entweichen kann, und beatmet das Tier über dessen Nase – natürlich nicht zu stark, man muss darauf achten, dass die Lunge nicht überdehnt wird.“ Sein Tipp: „Dafür achtet man darauf, dass sich der Brustkorb nicht über das normale Maß hebt. Nötig sind zehn bis zwölf Atemzüge pro Minute, die Beatmung sollte man so lange aufrechterhalten, bis professionelle Hilfe da ist oder man eine Tierarztpraxis erreicht. Bloß nicht zu früh aufhören, auch eine Beatmung über 30 Minuten kann noch erfolgreich sein.“ Bei Vergiftungen sofort zum Tierarzt Ist kein Puls zu fühlen – den erstasten Hundebesitzer an der Innenseite des Hinterlaufes in der Leistengegend mit zwei Fingern und leichtem Druck – ist eine Herzdruckmassage fällig. Wie beim Menschen folgen dabei auf 30 Druckabgaben zwei Beatmungen, sagt Wassenberg. Zur Herzdruckmassage solle der Hund auf der rechten Seite liegen. „Der Druckpunkt findet sich auf dem Brustkorb in Höhe des Ellenbogens des Vorderbeines. Ein kleiner Hund wird, vergleichbar mit der Säuglingsreanimation beim Menschen, in Rückenlage reanimiert.“ Bei Vergiftungen gilt es, sofort zum Tierarzt zu fahren und die Verpackung des möglichen Giftstoffs mitzunehmen. Innerhalb von 30 Minuten kann der Tierarzt Erbrechen herbeiführen – selbst versuchen sollten Tierbesitzer das auf keinen Fall. „Schokolade und Trauben – ob Rosinen oder frisch – sind übrigens hochgiftig für Hunde. Katzen vergiften sich oft, indem sie Lilien oder andere Pflanzen anfressen“, sagt Steidl. Nach Beißvorfällen oder Schnittverletzungen sollten Besitzer die Wunden sauber abdecken. Am besten steril, zum Beispiel mit Material aus dem Autoverbandskasten, und dann zum Tierarzt fahren. „Bei stark blutenden Wunden drückt man mit dem Daumen oder, je nach Größe, mit der Faust dagegen, bis der Tierarzt die Kontrolle übernimmt“, sagt Steidl. Der Fachmann hat noch einen besonderen Tipp: „Vor allem bei kurznasigen Hunderassen wie Möpsen kommt es immer wieder vor, dass nach Traumata (Autounfall, Beißerei …) die Augäpfel vorfallen, also aus der Augenhöhle treten. Dann muss man sofort zum Tierarzt, man sollte das Auge mit einem Tuch abdecken und dafür sorgen, dass der Hund oder die Katze nicht daran kratzt. Das Tuch sollte mit Leitungswasser angefeuchtet werden.“ Foto: ThinkstockPhotos-absolutimages

Tiergesundheit & Kliniken ANZEIGE Tierklinik Neandertal Vorbeugung, Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen Diagnoseverfahren, wobei die Anamnese und die klinische Untersuchung wichtige Erkenntnisse für weitere Eingriffe liefern. Nachfolgende Untersuchungen sind Röntgen, Ultraschall mit EKG und eventuell Laborstatus. Diese Maßnahmen finden alle am selben Tag statt und benötigen keine Sedierung. Kardiologie, die Lehre der Herzerkrankungen, stellt ein spezielles Fachgebiet der Inneren Medizin dar. Durch modernste Diagnoseverfahren und Vorsorgeuntersuchungen ist es möglich, Herz- und Kreislauferkrankungen rechtzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Das Herz mit seinen Gefäßen versorgt den gesamten Organismus mit Sauerstoff. Außerdem liefert es dem Körper wichtige Stoffe und transportiert Stoffwechselprodukte zu den Ausscheidungsorganen. Bei Herzproblemen ist vor allem die Früherkennung ein wichtiger Faktor für die Genesung. Daher legt die Tierklinik Neandertal besonderen Wert auf die Prävention. So gehören zur täglichen Routine die klinische Untersuchung und das Abhören von Herz und Lunge. Gerade bei Herzpatienten sind stressarme Untersuchungen und Professionalität gefragt. Das kardiologische Spezialistenteam der Tierklinik Neandertal mit seiner langjährigen Erfahrung behandelt Ihr Haustier mit der nötigen Ruhe. Die häufigsten Vorstellungsgründe des Patienten sind erschwerte Atmung, Husten, Leistungsschwäche, Schlafbedürfnis, Hecheln und nächtliche Unruhe. Die Kardiologie stützt sich auf verschiedene Das Röntgen dient der Beurteilung von Herzgröße und –form sowie der Lunge und der Gefäße. Die wichtigste Diagnose liefert der Ultraschall. Es werden Herzstruktur und Funktion durch Messungen von Herzvolumen, Wanddicken und Kontraktionskraft beurteilt. Außerdem können mittels (Farb-)Dopplersonografie Blutströmungsgeschwindigkeiten in Blutgefäßen und an den Herzklappen bestimmt werden. Das EKG eignet sich zur Abklärung von Rhythmusstörungen. Klappenfehler, Herzmissbildungen, angeborene und erworbene Herzerkrankungen sind gut zu diagnostizieren. Patienten mit Herzbeschwerden können in der Regel gut medikamentös eingestellt werden. Kontakt Tierklinik Neandertal Dr. med. vet. Marcus Hess Dr. med. vet. Peter Engelhardt Landstraße 51 42781 Haan Telefon 02129 375070 www.tierklinik-neandertal.de info@tierklinik-neandertal.de 13

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