Aufrufe
vor 3 Monaten

Tiere im Fokus -05.09.2017-

  • Text
  • Hund
  • Tiere
  • Hunde
  • Tier
  • Futter
  • Tierarzt
  • Katzen
  • Menschen
  • Hundeschule
  • Katze

Hunde Pudel – der

Hunde Pudel – der perfekte Anfängerhund Von Corinna Kuhs In der Nachbarschaft ist dieser stolze Weimaraner unterwegs, dessen silbrig-glänzendes Fell so schön zur eigenen Couchgarnitur passen würde? Oder der Kollege bringt immer seinen lieben Retriever mit ins Büro, der sich brav neben dem Schreibtisch hinlegt und niemanden stört? „Das sind alles keine Argumente, sich selbst für die jeweilige Rasse zu entscheiden“, warnt Udo Kopernik, Sprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen. Wer sich einen Hund anschafft, sollte nicht darauf vertrauen, dass der klassische Familienhund wie der Retriever tatsächlich auch zur eigenen Familie passt. „In erster Linie kommt es darauf an, sich zu fragen, was man von einem Hund erwartet und wie viel Zeit man investieren möchte“, sagt Kopernik. „Ein Border Collie langweilt sich, wenn man nur mit ihm spazieren geht. Er will auch beim Gassigehen beschäftigt werden. Für einen Cairn Terrier ist dagegen der Spaziergang an sich schon ein Abenteuer“, nennt Kopernik Beispiele. Ein Retriever kann mit seinem „Will to please“, dem Wunsch, dem Halter zu gefallen, zwar meist freundlich und gut zu erziehen – und damit generell auch ein guter Anfängerhund sein –. Manchmal kann er aber den Vorstellungen, wie ein Hund eine Familie bereichern soll, gar nicht gerecht werden: „Er lässt sich gut durch Futter bestechen und ist damit leicht erziehbar. Aber wer einen temperamentvollen Hund sucht, liegt beim Retriever falsch“, sagt der Hunde-Fachmann, der selbst seit 30 Jahren Pyrenäen-Hütehunde züchtet. Sein Tipp: „Vor der Anschaffung eines Hundes auf jeden Fall gut über dessen Charaktereigenschaften informieren, und zwar am besten in Hundebüchern.“ Sein absoluter Anfängertipp: „Ein Pudel Foto: ThinkstockPhotos_Kosamtu 6

Hunde ist der ideale Partner, auch für Hunde-Neulinge. Pudel neigen dazu, eher Menschen als soziale Partner zu betrachten als ihre Artgenossen. So kann man schnell eine enorm enge Bindung zum Tier aufbauen“, sagt Kopernik. „Der Hund ,verzeiht’ auch Erziehungsfehler und ist pflegeleicht.“ Pudel seien meist „sehr nett, auf der anderen Seite aber auch sehr aktiv und interessiert – das ist zum Beispiel ideal für Familien mit Kindern“. Anfängern rät Kopernik generell von Hunden ab, die aus jagdlichen Zuchten stammen. „Dabei sind zum Beispiel Terrier durchaus angenehme Familien- oder auch Anfängerhunde. Aber man sollte unbedingt darauf achten, dass sie nicht für die Jagd gezüchtet wurden. Denn sie sind ohne Leine schwer zu kontrollieren: Wenn sie beim Spaziergang Witterung aufnehmen, laufen sie weg.“ Ein Jack Russell Terrier, Fox Terrier oder auch Cairn Terrier aus nicht jagdlicher Zucht seien auch für Anfänger ideal. „Allerdings sind einige Terrier Artgenossen gegenüber manchmal nicht ganz so freundlich. In der Familie hingegen sind sie sehr angenehm.“ Ebenfalls unkompliziert und äußerst kinderfreundlich: Doggen. Dabei sollte man aber den Platzbedarf bedenken: Eine 80-Kilo-Dogge würde den Kofferraum ausfüllen. Wer mit Hund und Familie verreisen möchte, braucht ein großes Auto. Udo Kopernik rät allen Hunde-Anfängern, sich ehrlich zu fragen, wie konsequent sie bei der Erziehung sein werden und was sie sich von einem Hund erhoffen: Soll es der sportliche Partner werden, der gerne in Bewegung ist, oder der kuschelige Kinderkumpel, den man zum Spaziergang überreden muss, weil er lieber im Körbchen schlummert? Auch Anfänger könnten mit vermeintlich „schwierigeren“ Rassen umgehen, sagt der Fachmann. „Ich muss mich immer fragen, was der richtige Hund für mich ist und dann die passende Rasse suchen. Sich einen Hund anzuschaffen, der gut aussieht, aber völlig andere Bedürfnisse hat als der Halter, ist der falsche Weg.“ Foto: ThinkstockPhotos_Lisa5201 7

Sonderveröffentlichungen