Aufrufe
vor 10 Monaten

Unser Alpen -25.04.2018-

  • Text
  • Alpen
  • Gemeinde
  • Alpener
  • Veen
  • Erwin
  • Spargel
  • April
  • Menschen
  • Alpens
  • Radnacht

14 UNSER ALPEN

14 UNSER ALPEN Räuberhügel und Baumtelefon Er ist einer der beliebtesten und mit 12.000 Quadratmetern größten Spielplätze am Niederrhein: Der Waldspielplatz in Bönninghardt. Dabei hat er sich ständig weiterentwickelt. VON HEIDRUN JASPER Er ist groß, liegt idyllisch an einem Waldstück und ist alles andere als in 0815-Spielplatz mit chaukel, Wippe, Sand: Der Waldspielplatz in Bönninghardt ist ein wahres Kleinod. Auf 12.000 Quadratmetern, zwischen Eichen, Obstbäumen und Buchen, können Kinder an Spielgeräten aus echtem Holz turnen, toben, klettern und schaukeln. Mike Oberhäuser hat sie mit seiner Firma „Naturholz- Design am Niederrhein“ aus Rubinie gebaut. Ein Holz, das zu den widerstandsfähigsten Sorten in Europa zählt, in „ganz normalen Wäldern“ wächst und kaum kaputt zu kriegen ist. „Das hält. Bis 50 Jahre. Da können Sie auch einen Elefanten dranhängen. Oder ein Auto“, versichert der 34-Jährige und klopft an das 3,5 Tonnen schwere Gerüst aus Scheinakazie, an dem zwei Schaukeln hängen. Ein Unikat, genau wie der neue Räuberhügel mit der langen Tunnel-Rutsche, der Balancierbalken, das Reck, das Baumtelefon, das Kettenkarussell und die Nestschaukel – oder das Piratenschiff Janine, das seit 2014 auf dem Waldspielplatz steht. „Das haben wir nach unserem Spielplatzengel genannt“, erzählt Alexander Kröll (40), Vorsitzender des Fördervereins für Naturschutz und Brauchtum, der sich seit Jahrzehnten um die Pflege und Ausstattung des Spielplatzes kümmert. Janine, das ist in diesem Fall Janine Jakobs (38), bei der Gemeinde Alpen zuständig für Spielplätze und Schulhöfe. Auch ihr liegt das große Gelände am Herzen, genau wie Ortsvorsteher Herbert Oymann (68), Kassierer Roland Jordan (50) und Brigitte Kellerbach: Die 55-Jährige steht jeden Tag von 15 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 12 bis 18 Uhr in ihrem Büdchen auf dem Waldspielplatz, das sie 2016 aufgemacht hat, und verkauft Süßigkeiten, Getränke, Eis oder Würstchen. Niederlassen kann man sich in der überdachten Kommunikationsecke aus Holz und ein Tässchen Kaffee trinken – und dazu ein Stück Kuchen essen, Die Jugend Bönninghardt (JuBo) zeltet seit Jahren auf dem Waldspielplatz. Für Familien ist er ein beliebter Ausflugsort. Foto: Olaf Ostermann den Brigitte Kellerbach selber gebacken hat, so wie alle Kuchen, die die gelernte Bäckerin in ihrem Kiosk verkauft. „Ich bin hier Seelsorgerin, Ersthelferin und Toilettenfrau“, erzählt sie und lacht. Väter kommen mit ihren Kindern, schlagen das Zelt im 18.000 Quadratmeter großen Wald am Spielplatz auf. Die Jugend Bönninghardt (JuBo) zeltet hier seit Jahren im Sommer, Kindergeburtstage werden auf dem Gelände gefeiert, Grill- und Bierzeltgarnituren kann man sich bei Brigitte Kellerbach im Wald-Büdchen leihen (Telefon 0173/ 4786360). Der Boule-Platz kommt gut an, genau wie die neue Sprunggrube mit den Holzpfosten, auf denen die Entfernung und Tierpfoten gemalt sind. Wer 70 Zentimeter weit in die Sandgrube springt, der landet neben der Waldmaus. 2014 hat der Verein für Naturschutz und Brauchtum die Toiletten komplett kernsaniert, auch eine Behindertentoilette gebaut, mit der Gemeinde Alpen zusammen fast 40.000 Euro investiert. Brigitte Kellerbach sorgt dafür, dass die Toiletten auch sauber bleiben. Einmal im Jahr, immer nach Karneval, trifft sich der Förderverein. Das ganze Laub wird mit einem Trecker abtransportiert. Wie beliebt der Waldspielplatz ist, zeigt ein Ranking, bei dem er vergangenes Jahr Nummer eins im gesamten Rheinland geworden ist. Bei schönem Wetter tummeln sich schon mal an die 500 Besucher auf dem Spielplatz in Bönninghardt. www.waldspielplatz-boenninghardt.de TERLINDEN-KFZ.DE Kraftfahrzeuge · Meisterbetrieb · Anhängervermietung · Kfz-Sachverständigenbüro O.K. oder K.O.? Wir finden es für Sie heraus. Mit Hilfe modernster GUTMANN-Technik erstellen wir die Diagnose und führen Reparaturen und Wartungen für alle Marken durch. Hat’s gekracht? Bei uns wird’s gemacht! • Schadenaufnahme und Gutachtenerstellung durch hauseigenen TÜV-zertifizierten Kfz-Sachverständigen • Ausbeulen ohne Neulackierung, z.B. Beseitigung von Hagelschäden • Autoglas-Service • Smart-Repair • Unfallschaden-Instandsetzung • Lackierung Jetzt auch eine JET Tankstelle auf unserem Gelände! macht TERLINDEN rund Service Rathausstraße 81· 46519 Alpen · Tel.: 028 02-20 41 · www.Terlinden-kfz.de Neuer Mittelpunkt Der neue Pfarrsaal in Menzelen Ost ist vielseitig nutzbar. Als im Januar 2017 in Menzelen Ost das in die Jahre gekommene Pfarrheim abgerissen wurde, konnte sich noch niemand so recht vorstellen, wie das neue Gebäude einmal aussehen würde. Nach fast eineinhalb Jahren Bauzeit ist dort ein Schmuckstück entstanden, das in einzigartiger Weise den architektonischen Spagat zwischen dem alten Torbogenhaus und der Walburgis-Kirche darstellt. Ein besonderes Augenmerk hat Architekt Holger Hölsken auf den Vorplatz gelegt. Eine großzügig bemessene Freitreppe, umgeben von einladenden Sitzstufen laden bei gutem Wetter zum Verweilen ein. Menschen mit Behinderung können den Eingangsbereich bequem über eine extra lange Auffahrt erreichen. „Der Vorplatz wirkt als Zei- Pfarrer Dietmar Hehse (l.) und Holger Hölsken Foto: pek chen für den Eingangsbereich und ist bewusst so gestaltet, dass er bereits von der Ringstraße aus erkennbar ist“, erklärt Hölsken. Der Eintritt in das Gebäude erfolgt über ein zweigeschossiges lichtdurchflutetes Foyer mit Blick auf den Kirchturm. Diese Sichtachsen sind ein herausragendes Merkmals des neuen Pfarrheims, sie erlauben beispielsweise von der Straße aus den ungehinderten Blick in den Kirchgarten. Möglich macht dies eine rund 45 Quadratmeter große Fensterfläche an der Rückseite des Gemeindesaals, der bis zu 150 Menschen Platz bietet. Durch das Öffnen der Schiebetüren des Pfarrsaales kann bei schönem Wetter der Innen- und Außenbereich gleichzeitig genutzt werden. Für Pfarrer Dietmar Hehse ist diese gläserne Wand das absolute Highlight: „Diese Verbindung zwischen Pfarrheim und Kirchhof ist ideal. Der gesamte Bereich bietet sich geradezu für Gemeindefeiern an.“ Außerdem beherbergt das neue Gebäude eine geräumige Küche, einen Raum für die Gemeindebücherei sowie einen großen Gruppenraum. ek

UNSER ALPEN 15 Eine große Familie: Roman Merkewitsch (l.) mit Jutta, Achim und Markus Schippers. Foto: Armin Fischer Der Spargelhof Schippers von oben: Im Vordergrund ist das 450 Quadratmeter große Spargelzelt zu sehen. Foto: Christoph Reichwein Spargelgenuss seit 85 Jahren Niederrheinische Erfolgsgeschichte: Wie aus einem kleinen Nebenerwerbsbetrieb mit zwei Hektar Spargel ein mittelständisches Unternehmen mit bis 130 Mitarbeitern wurde. Möglich machte es das Spargelzelt. Nicht nur darin wird am 30. April/1. Mai gefeiert. VON JULIA LÖRCKS Was man aus Spargel alles machen kann, hat die Familie Schippers aus Veen bewiesen. Was dort vor 85 Jahren als kleiner Nebenerwerbsbetrieb begann, ist heute ein mittelständisches Unternehmen mit bis zu 130 Angestellten geworden. Im Mittelpunkt steht immer noch das königliche Gemüse. Doch auch außerhalb der Saison ist auf dem Tackenhof viel los. Gekrönt wird diese Erfolgsgeschichte nun mit einem Jubiläum. So besteht der Spargelhof Schippers, der mittlerweile zu den größten am Niederrhein gehört, seit 85 Jahren. Das soll gefeiert werden: Am 30. April (Tanz in den Mai) ab 19.30 Uhr mit einer großen Jubiläumsparty mit Stargast Oli P. und am darauffolgenden 1. Mai ab 11 Uhr mit einem Hof- und Familienfest. Der Spargeltradition in Veen am Niederrhein begann 1933. Damals baute Hermann Schippers nebenberuflich zwei Hektar Spargel an. Fast sieben Jahrzehnte später machten seine Enkel, Achim und Markus Schippers, sowie Kompagnon Roman Merkewitsch den Spargelhof weit über die Grenzen des Kreises Wesel bekannt. Neben der Direktvermarktung im Hofladen eröffneten sie das erste Spargelzelt am Niederrhein. „Das ist eine witzige Geschichte“, so erinnert sich Roman Merke- Karl-Heinz Schippers als sieben Jahre alter Junge mit seinem Vater Hermann auf dem Spargelfeld. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1937. Foto: Schippers witsch an die Geburtsstunde des Spargelzeltes. Das war im Jahr 2000, als Heike Schippers auf dem Hof heiratete. „Für die Feier haben wir ein Zelt aufgebaut. Unseren Kunden gefiel das offenbar sehr. Fast tagtäglich kamen Anfragen, ob man darin Spargel essen könnte“, so Merkewitsch. Ein Jahr später war es dann so weit. „Wir bauten ein kleines Zelt mit einer Kochplatte, einem Gasbrenner und einem Topf auf“, so Merkewirtsch. Heute, 17 Jahre später, können bis zu 300 Gäste an 58 Öffnungstagen in dem 450 Quadratmeter großen Zelt Spargel essen. Dabei sind den Geschmäckern keine Grenzen gesetzt. Spargel ganz klassisch mit rohem oder gekochtem Schinken und Soße Hollandaise stehen dort ebenso auf der Speisekarten wie Spargelflammkuchen, Spargelwrap und Spargellasagne. Beim Spargelzelt blieb es übrigens nicht. Seit 2008 gibt es auf dem Hof auch eine große Festscheune, in der auch außerhalb der Spargelsaison (Mitte April bis 24. Juni) Geburtstage und Familienfeste gefeiert werden können. „Bis zu 80 Personen finden dort Platz“, sagt Roman Merkewitsch.

Sonderveröffentlichungen