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Unser Emmerich am Rhein -25.02.2019-

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Die Kolping-Wandergruppe

Die Kolping-Wandergruppe war im Jahr 2013 in den Dolomiten unterwegs. Fotograf Thomas Wardthuysen hält alles im Bild fest. Fritz Verhey, Heinz und Gerda Peelen, Irmgard Wardthuysen und Berni Hetterscheidt (v.l.) bei der Rast. 4 UNSER PROJEKT Das Wandern macht der Kolpingfamilie Spaß Ziel der jährlichen Wanderwoche ist die Bergwelt wegen des wunderschönen Panoramas. Das „Elf-Ührken“ während der Rast gehört zur Tradition. andern liegt im Trend. Während die einen auf dem Jakobsweg laufen, bleiben andere lieber im Lande. Die Kolping-Wandergruppe zieht es ins Gebirge. Schon in den 90er Jahren war die Kolping-Familie am Rennsteig in Thüringen unterwegs. Seit 2001 macht die muntere Gruppe jedes Jahr eine größere Wanderung. Bis 2005 war Heinz Loock für die Planung und Organisation verantwortlich, danach übernahm Heinz Peelen. Und er macht das akribisch. „Mit dem Internet kann man sich sehr gut vorbereiten. Ich schaue mir genau die Beschaffenheit der Wege an, welche Möglichkeiten der Standort zum Wandern bietet, die Höhenmeter und vor allem ist uns wichtig, dass wir das schöne Gebirgspanorama genießen können“, sagt der Eltener. Und so erlebten die Kolping-Wanderer bisher jedes Jahr ein besonderes Event. Zu Beginn bestand die Gruppe aus rund 15 Teilnehmern, mittlerweile ist noch ein halbes Dutzend aktiv. Dazu gehören Gerda und Heinz Peelen, Thomas und Irmgard Wardthuysen, Fritz Verhey und Berni Hetterscheidt, alle zwischen 58 und 75 Jahre alt. „Wir sind zwar eine Irmgardt Wardthuysen versucht sich beim Biathlon. In so einem herrlichen Berg-Panorama macht das Wandern doppelt so viel Spaß. fest zusammengewachsene Gruppe, aber offen für weitere Teilnehmer“, sagt Heinz Peelen. Interessierte Mitwanderer dürfen sich gerne bei ihm melden. Die ersten Wanderungen ab 2001 fanden auf dem Europäischen Fernwanderweg Nr. 5 statt, 2003 ging es in den Allgäu. Das waren Hüttenwanderungen, bei denen man sein ganzes Gepäck mitnehmen musste. Danach entschieden sich die Teilnehmer für Standortwanderungen – von einem festen Quartier aus. „Wir haben uns altersgerecht angepasst“, schmunzelt Irmgard Wardthuysen. Am ersten Tag starten sie nur eine kleine Runde in der Umgebung, an den nächsten Tagen sind sie dann den ganzen Tag unterwegs. Nach dem Frühstück geht die Wanderung los. Zwischendurch machen sie kürzere oder längere Pausen. Immer dabei: ein „Elführken“, meistens in Form von Obstler. Zurück im Quartier wird abends gemeinsam gegessen – am liebsten deftig. Lang ist die Liste der erwanderten Gegenden: Kufstein, Meraner Höhenweg, La Villa im Gardertal, Moos im Hochpustertal, Prägraten in Osttirol, Sulden, St. Virgil, Steinhaus im Ahrntal und Sarenthin im Sarntal. In St. Georgien waren sie sogar zwei Mal hintereinander – 2016 und 2017. „Beim ersten Mal war das Wetter sehr schlecht. Da sahen wir nicht viel vom Panorama. Das haben wir dann ein Jahr später nachgeholt“, erzählt Thomas Wardthuysen. Jeder macht Vorschläge, gemeinsam wird dann das neue Ziel überlegt. So wie im letzten Jahr, als Irmgard gerne das Biathlon-Stadion in Antholz besuchen wollte. Was sie auch machten. Und bei der Führung durften alle selber einmal mit dem Biathlon-Gewehr auf die Scheibe schießen, wobei Irmgard sich als sehr treffsicher erwies. Meistens sind sie im Frühjahr oder Frühherbst unterwegs. „Wir hatten schon alles an Wetter, von Hitze über Regen bis Schneegestöber“, erzählt Gerda Peelen. Zwischendurch gibt es immer viel zu lachen. So im Jahr 2016, als Gerdas Schuhe anfingen zu klappern, weil sich die Sohle löste. Glücklicherweise hatte sie Ersatzschuhe im Rucksack. Oder über „Frau Halleluja“ aus einem Café in St. Georgien. Die so von den fröhlichen Emmerichern betitelt wurde, weil sie in Stresssituationen – und davon gab es mehrere - immer „Halleluja, das auch noch“ rief. Dass Heinz seine Wanderschuhe vergessen hatte, schnell mit dem Auto ins Hotel zurück fuhr und dann der Wandergruppe hinterher sprintete, ist eine andere Story. Zur Belohnung gab es oben auf dem Berg ein Glas Milch. Die Gemeinschaft, der Zusammenhalt und das Verständnis füreinander lassen jede Wanderung zu einem Erlebnis werden, sagt Thomas Wardthuysen. „Auch wenn Heinz die Organisation übernimmt, so werden doch alle Entscheidungen gemeinsam getroffen“, so Ehefrau Irmgard. Das Ziel für 2019 steht schon fest: Es geht nach Kals am Großglockner. Damit alles in bester Erinnerung bleibt, macht Thomas Wardthuysen Fotos und Heinz Peelen dreht einen Film über das Wanderabenteuer. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: PRIVAT „Elf-Ührken“ unterwegs bei der Rast

Oliver Kleinmanns vor der Maa-Sauna in Emmerich. Deutsche Meisterschaft 2016: Kleinmanns oben auf dem Treppchen Saunaofen - besonders gestaltet für ein Sauna-Event nserEMMERICHamRhein EVENT DES MONATS 5 Ein Deutscher Meister kreiert die Aufgüsse in der Sauna Oliver Kleinmanns machte sein Hobby zum Beruf und nimmt auch in diesem Jahr an den Deutschen Aufguss-Meisterschaften teil. Für die Deutschen Meisterschaften bereitete sich der Saunameister in den Dünen vor. auna bedeutet schwitzen, relaxen und Ruhe genießen. In der Saunalandschaft Embricana wird Saunieren auch zu einem Erlebnis. Dort betreut Oliver Kleinmanns die Gäste und er kreiert immer wieder neue Ideen, um die Besucher mit besonderen Aufgüssen zu unterhalten. Das kann der 42-jährige Marienbaumer so gut, dass er es sogar bis zur Deutschen Meisterschaft brachte. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Und ich liebe es, die Saunagäste zu betreuen und ihnen mit Show-Aufgüssen schöne Erlebnisse, Entspannung und eine Auszeit vom Alltag zu schaffen“, sagt Kleinmanns. Oliver Kleinmanns kommt aus Baden-Württemberg. Dort machte er seine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe. „Ich war Rettungsschwimmer bei der DLRG und führte die Schwimmaufsicht in einem Hallenbad. Da kam mir die Idee, das auch beruflich zu machen“, erzählt Kleinmanns. Aus beruflichen Gründen kam er 1999 an den Niederrhein, wo er 15 Jahre lang im Freizeitzentrum Xanten tätig war und drei Jahre im Bahia Bocholt. „In Bocholt war ich Teamleiter des Saunapersonals.“ 2004 machte er in Duisburg seinen Meister für Bäderbetriebe. Dann hörte er von der freien Stelle im Embricana und bewarb sich. Seit Oktober 2017 ist er hier tätig. Bereits im Jahr 2013 nahm der Saunameister an einer Deutschen Aufguss-Meisterschaft teil. „Tanz der Lichter“ hieß seine Aufführung, in den Handtüchern hatte er bunte LED-Lichter installiert. Damals galt noch: Dabei sein ist alles! Mit der Show „Das Zaubergetränk“ trat Kleinmanns ein Jahr später zur Deutschen Meisterschaft in der Eifel in der Therme „Zikoratt“ an. Keiner hatte den „Underdog“ auf seiner Karte, der eine tolle Show abzog, in der er sich in sechs verschiedene Fantasiefiguren wie Zwerg, Iron-Man, Fee und Zauberer verwandelte. „Die ganze Show muss innerhalb von zwölf Minuten ablaufen, dabei muss man eine ruhige und entspannte Atmosphäre vermitteln“, erklärt er die Regularien. Gewertet wird das Gesamtbild der Show, die passenden Düfte für den Aufguss, Lichteffekte, Musik, die Choreografie beim Wedeln, die Dekoration und Gestaltung und vieles mehr. Über ein halbes Jahr hatte der Niederrheiner trainiert, aber es hatte sich gelohnt: Im Jahr 2014 wurde er Deutscher Meister. Klar wurde es immer schwieriger, auf dem Level zu bleiben und sich weiter zu entwickeln. Er besuchte entsprechende Wedel-Schulungen und Kurse für Aufguss-Zeremonien. 2015 belegte er Platz 4 bei den Deutschen Meisterschaften und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaften in Österreich, wo er den fünften Platz belegte. Im Jahr 2016 gewann er mit der Show „Der letzte Samurai“ zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft, Vizemeister wurde er ein Jahr später als „Hüter des Lichts“. Mittlerweile nehmen so viele Saunameister an den Deutschen Meisterschaften teil, dass man sich auf der Westdeutschen und der Ostdeutschen Meisterschaft zunächst qualifizieren muss. Von insgesamt rund 100 Teilnehmern treten noch 15 zum Endkampf an. „Die Leistungsdichte wird immer höher, da wird es schwierig, sich durchzusetzen“, weiß Kleinmanns. In diesem Jahr wird von der Embricana-Sauna ein Trio antreten: Neben Kleinmanns machen auch Mona Veldkamp und Thomas Schneider bei der Qualifikationsrunde Nord zur Deutschen Aufguss-Meisterschaft mit, die am 10. und 11. April in der Vaikutus-Sauna im Herforder H2O stattfindet. Sie treten einzeln und als Gruppe an, wobei es da besonders auf Synchronität und Teamarbeit ankommt. Da heißt es Daumen drücken, damit sie die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften, die im Juni in Biberach veranstaltet werden, schaffen. Seit September 2018 werden immer mehr Saunaguss-Events in das Programm der Sauna aufgenommen. Das Saunapersonal arbeitet in Früh-, Mittel- und Spätschicht, um die Gäste entsprechend betreuen zu können. Bereits um sechs Uhr beginnt für Kleinmanns und Kollegen die Frühschicht und es gibt viel zu erledigen: Die Anlage wird auf Sicherheit kontrolliert, das Schwimmbecken gesäubert, Kamine in der Maa-Sauna und im Aufenthaltsraum gereinigt und neu mit Holz bestückt, die Saunaöfen vorbereitet, die Bänke desinfiziert, die Wasserwerte des Schwimmbeckens geprüft, das Aufguss-Programm vorbereitet und eine Stunde vor Öffnung die Sauna angeheizt. Stündlich finden Aufgüsse in der Eventsauna statt, dazwischen Klangzeremonien in der Sointi-Sauna. „Unsere Gäste haben wir dabei immer im Blick, denn unser Anliegen ist es, dass sie sich wohl fühlen“, erklärt der Saunameister. Um 11.45 Uhr beginnt die Mittelschicht, um das Personal vom Frühdienst zu unterstützten. Um 14.30 Uhr kommt der Spätdienst. Durch die Woche hat die Sauna bis 22 Uhr geöffnet, am Freitag sogar bis 23 Uhr, am Sonntag bis 21 Uhr. Das Personal vom Spätdienst macht dann die Abschlussarbeiten, einen letzten Kontrollgang und schließt ab. Der Dienst ist lang und zwischendurch muss ja auch noch für die Meisterschaft geübt werden. „Aber das macht sehr viel Spaß, die Atmosphäre in der Embricana-Sauna ist einfach toll“, sagt Kleinmanns, der in seiner Freizeit weitere Show- Events für die Arbeit kreiert. Mit Joggen hält er sich fit, doch die restliche Freizeit gehört seiner Familie. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: PRIVAT

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