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Unser Emmerich am Rhein -25.06.2018-

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18 IM BLICKPUNKT Bewegte

18 IM BLICKPUNKT Bewegte Geschichte: 90 Jahre Spedition Holtkamp Wieder Fotos aus „Manni’s kleines Museum“: 1928 begann alles mit einem Lieferwagen, später transportierte Rudolf Holtkamp Personen. In diesem Jahr feiert die Spedition Holtkamp ihr 90-jähriges Jubiläum. Mit einem „Wägelchen“ fing im Jahr 1928 alles an. Rudolf Holtkamp, 75-jähriger Sohn des Firmengründers, der ebenfalls Rudolf hieß, erzählt von den Anfängen: „Mein Vater fuhr mit dem Lieferwagen Waren ins Ruhrgebiet, vor allem vom Käsehandel van Rossum.“ Am Wochenende wurden auch schon mal Strohballen für die Landwirte transportiert. An Sonn- und Feiertagen baute Holtkamp in den Laster Sitzbänke ein, um Fußballteams zu ihren Spielen zu bringen oder mit Kegelclubs Reisen durchzuführen. Vor dem Krieg war das Familienunternehmen Holtkamp auch im Personentransport tätig. Holtkamp hatte vor dem Krieg den ersten Omnibus am unteren Niederrhein. So wurden zuerst mit dem Rheinland-Express, später mit dem Rheingold-Express, Kegelclubs, Müttervereine oder Sportgruppen gefahren. Im Krieg wurde der Bus dann eingezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Unternehmen wieder bei „Null“ anfangen. Der Gütertransport stand im Vordergrund. Klinkersteine wurden ins Ruhrgebiet transportiert, Koks und Kohle auf der Heimfahrt wieder zurückgefahren. 1963 wurde Rudolf Holtkamp junior Teilhaber im väterlichen Betrieb. Ab 1970 wuchs das Unternehmen. Oft saßen die Holtkamps selber am Steuer. Bis zu seinem Tod 1972 leitete der Gründer Rudolf Holtkamp das Unternehmen, Sohn Rudolf übernahm die Geschäftsführung, als sein Vater starb. 1986 erfolgte aus Platzgründen ein Umzug vom „Hoher Weg“ an die Beiersdorf-Straße. Mit Reiner Holtkamp stieg 1991 die dritte Generation in die Firma ein, zu der Zeit waren 24 Lkw für die Spedition unterwegs. In der Spitzenzeit um das Jahr 2000 waren es sogar 35 Fahrzeuge. 2007 wurde Reiner Holtkamp alleiniger Geschäftsführer. Aufgrund von Veränderungen im Güterkraftverkehr spezialisierte sich die Firma auf Kranfahrzeuge. Bei normalen Transporten punktet das Unternehmen mit besonderem Service. Damen-Ausflug mit dem Rheinland-Express des Transportunternehmens Holtkamp. 1928: Rudolf Holtkamp auf der Fahrt von Magirus-Deutz, Ulm, nach Emmerich mit den ersten neu erworbenen Fahrzeug. Rheingold-Express der Firma Holtkamp. Vater und Sohn Holtkamp. Schützenkönigspaar Rudi und Anita Holtkamp.

Ein modernes Planfahrzeug. Rheinland-Express - der erste Bus am unteren Niederrhein. 2011: Verabschiedung längjähriger Mitarbeiter, von links: Gerke van der Zee, Rosi Holtkamp, Reiner Holtkamp, Johann Wiggers, Rudi Holtkamp und Paul Zimmermann. UnserEMMERICHam Rhein IM BLICKPUNKT 19 2003 Reiner (l.) und Rudolf Holtkamp. 30 Mitarbeiter sind heute bei der Spedition Holtkamp beschäftigt, das Familienunternehmen legt viel Wert auf die persönliche Ansprache. Die Mitarbeiter sollen sich wohl fühlen. Im Laufe der Zeit hat sich die Rolle des Chefs sehr gewandelt, sagt Reiner Holtkamp. „Mein Vater war noch mehr der Handwerker, der auch mal selber Bremsen belegte. Damals waren Fleiß und Sparsamkeit noch eine Garantie für einen gewissen Umsatz. Heute ist mehr unternehmerischer Weitblick gefragt.“ Verschiedene Fahrzeuge kommen bei der Spedition Holtkamp zum Einsatz: Die „Kranfahrzeuge“ werden für die Entladung von Baustoffen eingesetzt, Planfahrzeuge transportieren Industriegüter aller Art, im „Kühlkoffer“ wird das Transportgut bei jedem Wetter schonend geliefert. Kippfahrzeuge fahren Sand, Kies oder lose Pflastersteine. Jedes Fahrzeug ist auf individuelle Transportprobleme abgestimmt. Ausflug mit „Kind und Kegel“ mit dem Rheingold-Express. Juni 2003: Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Bestehen. Herren-Ausflug, gefahren vom Familienunternehmen Holtkamp Rudolf (l.) und Reiner Holtkamp.

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