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Unser Emmerich am Rhein -25.06.2018-

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20 KRANKENHAUS

20 KRANKENHAUS UNTERNEHMENS-VERÖFFENTLICHUNG Gut aufgestellt Aspekte der modernen Fußchirurgie im St. Willibrord-Spital Emmerich Je komplexer das Krankheitsbild, desto schwieriger ist es, den für den Menschen so wichtigen aufrechten Gang beschwerdefrei oder zumindest beschwerdearm zu ermöglichen. Ein jeder weiß, wie schmerzhaft allein ein kleiner, störender Stein im Schuh sein kann. Die Aufgabe der modernen Fußchirurgie besteht darin, es gar nicht erst zu „störenden Steinen“ im Schuh kommen zu lassen oder diese rechtzeitig und korrekt zu beseitigen. Im St. Willibrord-Spital Emmerich ist das die wesentliche Aufgabe vom Bereichsleitenden Oberarzt Ramin Cordis. Er gehört zum Team der Abteilung für Allgemeine Orthopädie unter Leitung von Chefarzt Dr. Roland Hilgenpahl. Ein Blick in die Geschichte Zunächst ein Blick zurück: Bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts fristete die Fußchirurgie in vielen orthopädischen und chirurgischen Einrichtungen in Deutschland ein trostloses Dasein. Es gab oft – seit mehr als 100 Jahren – bekannte, allseits anerkannte operative und auch konservative Methoden, vielfach sehr einfacher und undifferenzierter Natur, so dass ohne individuelle Analyse mehrheitlich nach „Schema F“ vorgegangen und die Standardverfahren angewendet wurden. Die Ergebnisse waren zwar längst nicht immer schlecht, insbesondere Vor dem Eingriff: Spreizfuß mit Fehlstellung der Groß- und Kleinzehe Bereichsleitender Oberarzt Ramin Cordis mit einem Modell des Fuß-Skelettes nicht in den ersten Jahren nach dem Eingriff. Jedoch stellten sich vielfach im Laufe des Lebens Folgeveränderungen ein. Dies umso mehr, je jünger die Patienten zum Zeitpunkt des Eingriffs waren. Die Folgeveränderungen konnten die operierte Region selbst oder Nach dem Eingriff: Achskorrektur über moderne Implantate angrenzende Fußabschnitte durch eine indirekte Überlastung betreffen. Vielfach bedeutete dies entweder einen langen Leidensweg oder aber die Notwendigkeit weiterer operativer oder konservativer, also nicht-operativer Maßnahmen. Diagnostik: enorme Fortschritte Die Medizin nahm diese Herausforderungen an, und daraus entwickelte sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts die moderne Fußchirurgie als Spezialgebiet innerhalb der Orthopädie. Sie profitierte dabei zum einen von einem tiefgründigeren und exakteren Verständnis krankhafter Faktoren am Organ Fuß, vom Fortschritt in der Diagnostik – bildgebende Verfahren, Gang-/ Belastungsanalysen (dynamische Druckverteilungs-Messungen) – sowie zum anderen von immer weiter verfeinerten und verbesserten Implantaten zur Herstellung oder Sicherung des Operationsergebnisses. Die Empfehlung, zu warten, bis Beschwerden auftreten, ist antiquiert. Zur Vermeidung von Folgeproblemen wird insofern heute eher eine frühzeitige denn eine späte Korrektur empfohlen. Individuell und schmerzarm Ziel der modernen Fußchirurgie – wie sie im St. Willibrord-Spital in Emmerich betrieben wird – ist die individuelle, differenzierte und schmerzarme Vorgehensweise, die Gelenke und Weichteile schont, die mechanisch korrekte Belastung wiederherstellt und die Korrektur langfristig sichert. Dabei steht dem versierten Operateur ein weitreichendes Spektrum operativer Verfahren zur individuellen Lösung einer jeden Fehlstellung zur Verfügung. Zum Einsatz kommen bilanzierende Weichteileingriffe, unzählige, die knöcherne Formgebung korrigierende Umstellungen, Versteifungen verschlissener Gelenke und der künstliche Gelenkersatz im Bereich des oberen Sprunggelenkes. „Modern“ ist dabei nicht nur das intraoperative Vorgehen, sondern z. B. auch die Auseinandersetzung mit den postoperativen Schmerzen oder der postoperativen Mobilität. Während die Schmerzarmut über einen am Ende der Operation gesetzten Fußblock (Leitungsanästhesie mit einem langwirksamen, lokalen Betäubungsmittel) und eine postoperativ angepasste Schmerzmittelversorgung gewährleistet wird, verbessern postoperative Hilfsmittel zur frühzeitigen Wiederaufnahme des beidbeinigen Laufens die Mobilität. Vom kleinen Hautproblem bis zur Fehlstellung Dem Spezialisten zeigt sich ein buntes Bild an Erkrankungen der Füße. Es reicht von kleinen Hautproblemen bis hin zu schwerwiegenden Deformitäten, vom Säugling mit angeborenen Fehlstellungen (Klumpfuß, Sichelfuß, Hackenfuß etc.) über den weit verbreiteten Spreizfuß mit Hallux valgus der Großzehe bis hin zum oftmals komplex veränderten, degenerativen Fuß des alten Menschen mit verschlissenen Gelenken, vom Zuckerkranken bis zum Rheumatiker. Längst nicht immer sind es nur die operativen Maßnahmen, die empfohlen werden. Neben Beratungen zur Schuhversorgung, Einlagen oder Zurichtungen spielen auch Aspekte wie Gewicht, Ernährung oder berufliche / sportliche Betätigung eine Rolle. Im Rahmen der neuropädiatrischen Sprechstunde im Verbund mit dem Marien-Hospital Wesel, Partnerkrankenhaus unter dem Dach der pro homine, wird u. a. der Fuß in Zusammenarbeit zwischen Orthopäden, Kinderärztin, Physiotherapeutin und Orthopädietechniker begutachtet und den oftmals neurologisch schwer kranken Kindern ein Therapiekonzept erstellt. Nicht nur, aber insbesondere hierbei gilt es, den Fuß nicht isoliert, sondern als Teil eines Ganzen zu würdigen und entsprechend zu behandeln. KONTAKT Die in Emmerich angewendeten Verfahren der modernen Fußchirurgie entsprechen den Empfehlungen der „Deutschen Fußgesellschaften“. In diesem Rahmen ist für Herbst 2018 eine Zertifizierung zum Zentrum für Fußund Sprunggelenkchirurgie, Emmerich, vorgesehen. Kontakt: Sprechstunden in der Fußchirurgie sind montags und donnerstags, jeweils 9 bis 16 Uhr, und freitags, 9 bis 12 Uhr; Anmeldungen über die Ambulanz, Tel. 02822 73-1710 (Sekretariat).

Manuela van der Sant (Sekretärin) Maren Oostendorp (Sozialarbeiterin) Florian van Geroen (Azubi) Maja Buljac (Krankenschwester) Omer Elmuataz (Assistenzarzt) UnserEMMERICHam Rhein KRANKENHAUS 21 Die Mitarbeiter aus dem St. Willibrord-Spital An dieser Stelle stellen wir Menschen vor, die im Krankenhaus arbeiten. Rebecca Tiemeßen (Gesundheitsund Krankenpflegerin) Inga Köster (Gesundheits- und Krankenpflegerin) Christin Reuter (stellvertretende Stationsleitung 5c) Agnieszka Rudy (Gesundheits- und Krankenpflegerin) Dr. Jarmile Jacobs (stellvertretende Ärztin im Schlaflabor) Carina Bianchi (Praktikantin) Desirée Kühnen (Krankenschwester) Sandra Bucksteeg (Schlaflabor) Heike Proßotowski (Krankenschw.) Ramona Jok (Servicekraft) Claudia Pommerin (Schlaflabor) Celina Michalski (LVR-Schülerin) Dulamsuren Purevdorj (Ass.-Ärztin) Eva Joebges (Auszubildende) Jessica Kiewiet (Krankenschwester)

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