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Unser Emmerich am Rhein -25.06.2018-

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8 SPORT

8 SPORT Badminton-Team steigt in die Bezirksklasse auf Nach einer erfolgreichen Saison belegt die Mannschaft von Eintracht Emmerich den ersten Platz in der Kreisklasse und hält die Konkurrenz auf Abstand. Eine überragende Saison hat die erste Badminton- Mannschaft von Eintracht Emmerich absolviert. Bereits drei Spieltage vor Saisonende stand die Meisterschaft in der Kreisklasse fest. Mit zehn Siegen und zwei Remis lässt die Mannschaft die Konkurrenz hinter sich und steigt in die Bezirksklasse auf. Zum Einsatz kamen Anna Wankum, Roxana Peters, Patrick Modrow, Jörn Schütze, Marco Bouwman, Martin Wankum und Niklas Kremer. 20 von 21 Spielen gewonnen Sehr erfolgreich war Anna Wankum unterwegs. Die 36-jährige Lehrerin gewann 20 von 21 Spielen. Im Dameneinzel ging sie in allen Duellen als Siegerin vom Platz, im Damendoppel mit Roxana Peters unterlag sie nur einmal. Mit sieben Jahren begann die Emmericherin mit Badminton, es ist ein Familiensport. Anna Wankum spielte bereits in der Bezirksklasse. „Ich bin fasziniert von der Schnelligkeit des Spiels. Man kann es individuell, aber auch als Team spielen“, sagt sie. Zu einer Mannschaft gehören mindestens zwei Damen und vier Herren, die erste Mannschaft von Eintracht Emmerich besteht aus drei Damen und sechs Herren. In einer Partie werden zwei Herrendoppel, drei Herreneinzel, ein Damendoppel, ein Dameneinzel und ein gemischtes Doppel gespielt. Jeder Spieler darf höchstens zwei Mal in verschiedenen Disziplinen antreten. Jörn Schütze absolvierte in der Meisterschaft insgesamt 22 Spiele. Er gewann alle elf Einzel, im Doppel war er in neun von elf Partien erfolgreich. Seit 2001 ist Die Mannschaft: vorne, vl: Roxana Peters, Katharina Diks, Anna Wankum, hinten, vl: Paul Janssen, Jörn Schütze, Patrick Modrow, Marco Bouwman Im Training werden unter anderem Kondition, Reaktionsfähigkeit und Schlagsicherheit geübt. er im Badminton-Sport aktiv. „Ich habe vorher Fußball gespielt. Dann bin ich mit einigen Freunden und Klassenkameraden mal zum Badminton gegangen und dabei geblieben“, erzählt der 29-jährige Student, der den guten Zusammenhalt in der Mannschaft lobt. Seit dem sechsten Lebensjahr betreibt Patrick Modrow das schnelle Rückschlagspiel. Die Klassenlehrerin, die selber Badminton spielte, empfahl ihm den Sport zum Auspowern. „Von Anfang an war ich mit viel Spaß dabei“, sagt der 33- jährige Informationselektroniker. Regelmäßiges Training ist wichtig, wobei unter anderem Kondition, Reaktionsfähigkeit und Schlagsicherheit verbessert werden. Immerhin fliegt der Federball mit bis zu 300 Stundenkilometern durch die Luft. „Man merkt, wenn man beispielsweise in Urlaubszeiten länger nicht gespielt hat“, so Patrick Modrow. Weltranglisten-Neunte Ella Diehl ist Trainerin Marco Bouwman spielt seit über 30 Jahren bei Eintracht. Beim Badminton habe man auch bei Begegnungen gegen jüngere Spieler gute Chancen, sagt der 45-Jährige, der sich durch den Sport fit hält. Paul Janssen ging vor rund 18 Jahren zu einem Schnuppertraining und hatte gleich Blut geleckt. Das war sein Sport! Der 27-jährige Qualitätsmanagementbeauftragte mag die Präzision und Schnelligkeit bei dem Rückschlagspiel. Gerne ist er im Einzel in Aktion, seit 15 Jahren spielt er auch das Doppel mit Jörn Schütze. Die jüngste in der Mannschaft ist die 20-jährige Roxana Peters, die zurzeit eine Ausbildung zur Chemielaborantin absolviert. Ihre Tante Anke Peters nahm sie vor etwa zwölf Jahren mit zum Badminton. „Ich finde die schnellen Ballwechsel spannend“, so die junge Sportlerin. Als Ersatzspieler ist Martin Wankum, der Bruder von Anna, dabei. Der 32-jährige Lehrer wohnt in Essen und springt ein, wenn er gebraucht wird. Da Niklas Kremer jetzt in Tübingen wohnt, kann er nicht mehr so oft als Ersatz einspringen. In der letzten Saison war er bei 16 Matches im Einsatz: Vier von fünf Doppeln mit Marco Bouwman gewann er. Ebenfalls erfolgreich war Kremer bei acht Mixed mit Roxana Peters oder Anna Wankum und bei drei Herreneinzel. Trainerin der Eintracht-Mannschaft ist die 39-jährige Ella Diehl, eine Russin, die sehr erfolgreich Badminton spielte. Sie gehörte der russischen Nationalmannschaft an, nahm an Olympia teil, war Weltranglisten- Neunte und Dritte bei den Europameisterschaften 2010. Seit vielen Jahren lebt sie in Deutschland, jetzt in Wesel. Die Emmericherin Katharina Diks, die ab der nächsten Saison das Eintracht- Team wieder verstärken wird, wechselte im Jahr 2009 nach Wesel, wo sie beim Ehemann von Ella Diehl trainierte. Als diese ihre Karriere beendete, machte sie als Trainerin weiter. Außerdem ist sie noch in der Zweiten Bundesliga aktiv. Die ganze Familie von Katharina Diks ist beim Badminton aktiv, sie selbst spielt seit ihrem dritten Lebensjahr. In der letzten Saison war die 23-jährige Chemieingenieurin für Wesel in der Oberliga im Einsatz. „Der Sport ist sehr abwechslungsreich, man kann sich toll auspowern“, sagt sie. Im September geht die Saison wieder los. Dann treten die Emmericher Badmintonspieler gegen Mannschaften aus Xanten, Wesel, Hamminkeln, Moers und Duisburg-Kaiserberg an. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: MARKUS VAN OFFERN TRAINING Wer zum Schuppertraining kommen möchte, ist herzlich eingeladen: Mittwoch und Donnerstag in der Hansahalle: Jugendliche und Kinder ab 17.30 Uhr, Erwachsene ab 20 Uhr Freitag in der Turnhalle der Liebfrauen-Grundschule: Anfänger im Schülerbereich von 16.30 bis 18 Uhr

UnserEMMERICHam Rhein SPORT 9 Kinder lernen schwimmen im Bürgerbad Elten Reiner, Allegra und Indra Angenendt führen Kurse für Seepferdchen, Bronze und Silber durch. Es bestehen lange Wartelisten. Stolz ist der fünfjährige Mick, als er das „Seepferdchen“- Diplom überreicht bekommt. Dafür hat er einige Wochen im Eltener Bürgerbad geübt, bis er 25 Meter schwimmen und nach einem Ring tauchen konnte. Anfang der 90er Jahre konnten noch rund 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland schwimmen. Schon 2005 konnte sich ein Drittel der Zehnjährigen nicht sicher im Wasser bewegen. 2010 war es jedes zweite Kind, im letzten Jahr lag die Zahl der unsicheren und Nicht-Schwimmer bei 59 Prozent. Gleichzeitig ertranken in den vergangenen beiden Jahren wieder deutlich mehr Menschen. Das sind dramatische Entwicklungen. Seepferdchen, Bronze und Silber Wie gut, dass es da Leute wie Reiner, Allegra und Indra Angenendt gibt, denen es eine Herzensangelegenheit ist, Kindern bereits im Vorschulalter das Schwimmen beizubringen. Mehrmals in der Woche stehen Vater und Töchter im Bürgerbad Elten im Wasser oder am Beckenrand, um die Kinder ans Wasser zu gewöhnen und sie auf das „Seepferdchen“, die Bronzeund die Silberprüfung vorzubereiten. „Uns ist es wichtig, dass die Kinder nicht nur eine 25 Meter-Bahn für das ‚Seepferdchen’ schwimmen können, sondern auch Kraft und Ausdauer entwickeln, um auch besondere Situationen zu überstehen, wenn beispielsweise jemand vor ihrer Nase ins Wasser springt oder hohe Wellen das Schwimmen schwieriger machen“, betont Reiner Angenendt. Mit fünf Jahren lernte Angenendt beim Bademeister Kopatz im Emmericher Freibad zu Allegra Angenendt zeigt dem kleinen Knirps die richtigen Bewegungen. Locker und fröhlich geht es beim Schwimmenlernen im „Seepferdchen-Kurs“ zu, auch Schwimmlehrer Reiner Angenendt hat Spaß. schwimmen. Er absolvierte dann sein Seepferdchen, danach den Frei-, Fahrten- und Jugendschwimmschein. Rund 18 Jahre war der 50-jährige Ausbilder bei der Deutschen Telekom bei der DLRG aktiv. Als seine Tochter Allegra mit dem Leistungsschwimmen begann, wechselte er zum Schwimmverein Hellas, wo er den Übungsleiterschein Breitensport und später den Trainerschein für Leistungssportschwimmen machte. Zeitweise trainierte er die erste Mannschaft von Hellas. Seit 2009 wird Reiner Angenendt, der im Schwimmbad Aquafit-Kurse gab, auch als Aufsicht im Freizeitbad Embricana eingesetzt. „Vor etwa sieben Jahren kam dann der Kneippverein auf mich zu und fragte, ob ich Kurse im Bürgerbad Elten übernehmen könnte“, erzählt der leidenschaftliche Schwimmer, der seinen beiden Töchtern Allegra und Indra bereits mit drei Jahren das Schwimmen beibrachte. Mit einem Aquakurs begann er, auch die Wassergewöhnung für die ganz Kleinen übernahm er zeitweise. Gruppenhelferschein mit 15 Jahren Die 18-jährige Allegra, die in diesem Jahr ihr Abitur macht, kam mit fünf Jahren zum Hellas. Als der Vater zwischendurch „gesundheitlich angeschlagen“ war, übernahmen sie und ihre Schwester Indra es, nach Anweisung des Papas die Übungen für die Aquakurse im Bürgerbad vorzumachen. „Ich hatte so viel Spaß dabei, dass ich mit 15 Jahren meinen Gruppenhelferschein machte“, sagt Allegra, die dann auch die Idee hatte, die Seepferdchen-Kurse anzubieten. Gemeinsam mit Schwester Indra, die damals zwölf Jahre alt war, und Vater Reiner als erwachsene Unterstützung, begann sie im Dezember 2015 mit den Kursen. Später kamen auch die Bronze- und Silberkurse dazu. Nach den Ferien wird sie in Münster Biowissenschaften studieren, hofft aber, dass sie den einen oder anderen Kurs trotzdem weiterhin übernehmen kann. Auch die 15-jährige Indra ist begeistert vom Familiensport. Sie besucht die neunte Klasse des Willibrord-Gymnasiums, ihre Lieblingsfächer sind Biologie und – natürlich – Sport. Ihren Helferschein absolvierte sie im letzten Jahr. Mutter Corinna unterstützt ihre schwimmbegeisterte Familie gerne und springt ein, wenn mal „Not am Mann“ ist. Unterstützt werden die drei auch von der elfjährigen Emily Karrenbauer, die dann Aufgaben übernimmt, wenn Cousine Allegra wegen des Studiums weniger Zeit hat. Spielerisch führt das Trio zunächst die Trockenübungen, dann die Bein- und Armbewegungen im Wasser mit den Kindern aus. Beliebt ist das „Pferdchenreiten auf der Schwimmnudel“. Jeder im Team übernimmt verschiedene Aufgaben, so kümmert sich Indra vorwiegend über die „Seepferdchen-Frischlinge“, Allegra übernimmt die Kinder, die kurz vor der Bronze-Prüfung stehen und Papa Reiner bereitet die kleinen Schwimmer auf die Silber-Prüfung vor. Immer wieder erzeugt er mit den Armen Wellen im Wasser, damit die Kids ebenfalls lernen, sich bei erschwerten Bedingungen sicher im Wasser zu bewegen. Auch die Erwachsenen kommen gerne zu den Kursen. Sehr beliebt ist der Aquakurs mit Kinderhort, der von 21 Müttern und zwei Vätern besucht wird, während Indra den Nachwuchs im Wasser beschäftigt. Dr. Manon Loock-Braun, Vorsitzende des Kneippvereins, lobt den Einsatz der Familie. Der Bedarf an Schwimmkursen ist groß. „Wir haben lange Wartelisten“, sagt sie. Durch die Schule und die Kurse wird das Bürgerbad wöchentlich von rund 1000 Schwimmern besucht. Die Kurse bringen auch viele junge Familien, Kinder und Jugendliche in den Eltener Kneippverein, der zu den zehn besten in Deutschland zählt. „Von 400 Mitgliedern im Jahr 2011 ist die Zahl auf 720 gestiegen“, so Loock-Braun. Dem kleinen Mick sind die Zahlen egal. Er kann jetzt endlich schwimmen und genießt den Beifall der zuschauenden Eltern. Und natürlich freut er sich auf den Bronze-Kurs, zu dem seine Mama ihn gleich anmeldet, damit er lernt, noch sicherer zu schwimmen. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: MARKUS VAN OFFERN

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