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Unser Emmerich am Rhein -ET 28.08.2017-

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8 SPORT Fit halten in

8 SPORT Fit halten in der Heimat Robin Gosens spielte in der niederländischen Eredivisie, jetzt in Italien für Bergamo. Wenn er zuhause ist, trainiert der Eltener mit seinem Freund Fabio Wissen. Wovon andere Jungs träumen, das hat Robin Gosens schon erreicht. Der 23-jährige Eltener ist Profifußballer und spielt ab dieser Saison für den italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo. „Im Juli begann ich mit einem Trainingslager in den Bergen“, erzählt er. Trotz seiner Erfolge steht der junge Mann mit beiden Beinen auf dem Boden und sorgt sich auch um die Zeit „nach dem Fußball“. So absolvierte er ein Fernstudium zum „Personal Trainer“ mit dem Schwerpunkt „Ernährung und Fitness“ und macht zurzeit ein weiteres Fernstudium in BWL. Beim EMS-Training mit Fabio Wissen (l.) kommen auch Spitzensportler wie Robin Gosens ins Schwitzen. Mit sechs Jahren zum Fußball Wichtig sind ihm seine Familie und Freunde. „Ich bin ein absoluter Familienmensch. Deshalb fiel mir die Entscheidung, nach Italien zu gehen, sehr schwer“, sagt er. „Doch alle haben mir gesagt, dass ich diese Chance auf jeden Fall nutzen soll.“ So oft es geht, will er seine Freunde besuchen und weiß, dass sie auch regelmäßig nach Italien kommen. Mit sechseinhalb Jahren begann Gosens in seiner Heimatstadt bei Fortuna Elten mit dem Fußballspielen. Einer, den er bereits seit seiner Bambinizeit kennt, ist Fabio Wissen. „Bis zur C-Jugend haben wir zusammen gespielt, dann haben sich unsere Wege erstmals getrennt, als ich zum 1. FC Bocholt wechselte“, erzählt Gosens. Doch auch Fabio, der als Torwart auf dem Platz stand, spielte in höheren Ligen. Er stand in der C-Jugend-Zeit bei Schalke zwischen den Pfosten. In der B-Jugend trafen sich dann beide wieder beim Niederrheinligisten VfL Rhede, wo sie zwei Jahre zusammenspielten. Als A- Jugendlicher fiel Robin Gosens den Scouts des niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim auf, in dessen Jugendakademie er 2012 wechselte. Er wurde geschult auf die Position des Linksverteidigers und war zunächst vorgesehen für die U-23-Reserve des Vereins. Im Juli 2013 unterzeichnete er auch einen Profivertrag für die erste Mannschaft von Trainer Peter Bosz. Um Spielpraxis zu erlangen, wurde Robin Gosens im Januar 2014 für die Rückrunde an den Zweitliga-Spitzenreiter FC Dordrecht ausgeliehen. Wenige Tage später debütierte er in der „Eerste Divisie“ beim 1:1 gegen Excelsior Rotterdam. Mit Dordrecht stieg er am Saisonende in die Eredivisie auf. Der Leihvertrag mit Vitesse wurde daraufhin um ein Jahr verlängert. Im Sommer 2015 wechselte Gosens zu Heracles Almelo. „Der Abschied von dieser Mannschaft fiel mir sehr schwer, weil ich hier viele Freunde habe“, so Gosens. Weiter geht seine Fußballkarriere jetzt in Italien. Während Robin Gosens sich fußballerisch weiter entwickelte, machte Fabio Wissen im Jahr 2014 sein Abitur in Sport und Biologie und danach eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma Spectra. Fabio Wissen absolviert Studium zum Sportökonomen Diese war im Januar 2017 beendet, er wurde von der Firma übernommen. „Doch ich merkte schnell, dass es nicht das war, was ich mein Leben lang machen möchte.“ Deshalb war es für ihn ein „echter Glücksgriff“, als er von dem Fitness-Studio „Fixbox“ hörte. Dort konnte er im Mai als „Personal Trainer“ anfangen, gleichzeitig begann der 22-jährige Eltener in Düsseldorf ein Studium zum Sportökonomen. Robin Gosens, der keine Möglichkeit ungenutzt lässt, um sich fit zu halten, absolvierte in seiner Sommerpause ein Fitnesstraining bei seinem Freund. „Wir bieten hier ein EMS-Training an. EMS steht für elektrische Muskelstimulation“, erklärt Fabio. Der Sportler bekommt eine Funktionsweste mit Elektroden an, diese geben bioelektrische Impulse, die alle Muskelgruppen im Körper gleichzeitig fordern. Dazu macht der Trainierende eine Vielzahl an dynamischfunktionalen Fitnessübungen. Obwohl er ein durchtrainierter Profisportler ist, kam Robin Gosens in dem 20-minütigen Training ganz schön ins Schwitzen. Kniebeugen, Ausfallschritt, Seitund Liegestütz absolvierte er ohne Probleme, aber durch die zusätzliche elektrische Muskelstimulation wirkte die Anspannung doppelt. „Das gibt Muskelkater“, war sich Gosens sicher. Italienisch-Sprachkurs seit einigen Wochen Seit Anfang Juni besucht der Eltener einen Sprachkurs, um seine Fußballkollegen und die Trainer verstehen zu können. Mitte August geht dort die Saison los, auch Spiele in der Europaleague stehen auf dem Programm. Er spielt gegen bekannte Mannschaften wie Juventus Turin, Inter Mailand, Lazio Rom, SSC Neapel und AS Rom. „Am Anfang werde ich wenig zuhause sein.“ Doch einige Freunde haben ihren Besuch bereits angekündigt, so auch Fabio Wissen. Gosens freut sich darauf, eine andere Kultur, andere Menschen und eine neue Sprache kennen zu lernen. „Der italienische Fußball steht in Europa hoch im Kurs“, sagt er. „Das ist eine gute Plattform, um sich zu beweisen.“ Denn sein großer Traum ist und bleibt die Bundesliga. „Das ist schon eine Wahnsinnsgeschichte bis jetzt“, freut sich der Schalke-Fan, der hofft, dass er von Verletzungen verschont bleibt. TEXT: MONIKA HARTJES FOTO: M. VAN OFFERN/PRIVAT Robin Gosens. Mannschaftsfoto Bergamo mit Gosens (vorne, 2.v.r.). KOSTEN FÜR BESUCHE Wer einmal ein Spiel von Robin Gosens erleben möchte - die Kosten sind gar nicht so hoch: Ein Direktflug von Weeze nach Bergamo hin und zurück gibt es bereits für unter 30 Euro. Ein B&B-Hotel in Bergamo kostet pro Nacht ab etwa 40 Euro. Karten für ein Spiel sind da teurer: Für das Spiel gegen Sussuolo Calcio am 10. September kosten die Karten zwischen rund 75 und 140 Euro. Gosens im Testspiel gegen den BVB.

Chris Hempel als aktiver Spieler bei Eintracht (knieend, 3.v.r.) Schiedsrichtertrio mit Chris (l.), Jens (r.) und Vater Ernst Hempel. Chris Hempel (l.) als Trainer der Eintracht-Mädels im Jahr 2010 UnserEMMERICHam Rhein SPORT 9 Nach drei Jahren „Babypause“ steht Chris Hempel wieder als Trainer der Eintracht-Damenmannschaft auf dem Platz. Gemeinsam mit Trainerkollege Thomas Ney sorgt er dafür, dass die jungen Damen zum Saisonbeginn Anfang September auch fit sind. „Ich habe eine Mannschaft übernommen, die sich kaum verändert hat. Wir kennen uns und beide Seiten wissen, was auf sie zukommt“, sagt der 46- jährige Emmericher. Sein Ziel für die kommende Saison: Wiederaufstieg in die Landesliga. Echter Eintrachter Chris Hempel: Der alte und neue Trainer der Eintracht-Damen Nach dreijähriger „Babypause“ übernimmt der Emmericher wieder die Betreuung der Chris Hempel ist echter Eintrachter, hat immer nur für Eintracht gespielt. Meist wurde er in der Abwehr oder im defensiven Mittelfeld eingesetzt. 1992 stieg er mit der ersten Herrenmannschaft in die Kreisliga A auf, 1995 in die Bezirksliga. Zwei Jahre später ging es zurück in die Kreisliga A. Besonders ist ihm in Erinnerung, dass Eintracht 1998 erstmals Stadtmeister in der Halle wurde. „Ich war als Torwart dabei“, erzählt Hempel. Die Feier danach war sehr ausgiebig. In der Saison 1999/2000 fungierte er als Co-Trainer, leider stieg die Mannschaft im Jahr 2000 in die Kreisliga B ab. Als er seine Fußball-Laufbahn beendete, widmete er sich mehr seinem Schiedsrichter-Hobby. Im November 1985 legte Chris Hempel seine Prüfung als Schiedsrichter ab. Von 2002 bis 2004 war er Gruppenleiter Emmerich/Rees. Er pfiff in den Jahren 2003 und 2004 etliche Spiele in der Landesliga, anschließend in der Bezirksliga. Da er da schon Mannschaft. Sein Ziel: Wiederaufstieg in die Landesliga. Auf Kondition, Ausdauer und Kraft legte Chris Hempel in der Vorbereitung auf die neue Saison viel Wert. Trainer der Damenmannschaft war, hatte er an manchen Sonntagen einen doppelten Einsatz zu absolvieren: morgens als Trainer und nachmittags als Schiedsrichter. „So manchen Sonntag verbrachte ich vorwiegend auf dem Fußballplatz“, erzählt der selbstständige Versicherungskaufmann. Rund zehn Jahre lang – bis 2012 – war er als Schiedsrichter in den höheren Ligen tätig. In der letzten Saison pfiff er noch über 40 Spiele. „Das wird in diesem Jahr aufgrund der Trainertätigkeit aber weniger“, sagt Hempel, der auch im Vorstand der Eintracht seit Jahren ehrenamtliche Arbeit leistet. Vor zehn Jahren wurde er als Fußballvorstand und als stellvertretender Geschäftsführer gewählt und hat diese Ämter bis heute inne. Zusätzlich ist Chris Hempel seit Mai 2017 Fußballobmann der Frauen und im Gesamtvorstand als stellvertretender Sozialwart tätig. Aufstieg knapp verpasst Seine Trainertätigkeit in der Damenmannschaft von Eintracht Emmerich begann im Jahr 2007. In der Saison wurde die Mannschaft Meister in der Kreisliga und stieg auf, damals noch direkt in die Landesliga. In der ersten Saison schafften die Eintracht-Damen in der Relegation den Klassenerhalt, dann ging es stetig aufwärts vom sechsten Platz über den vierten Platz und dann in der Saison 2011/12 und 2012/13 jeweils Platz 2, wobei der Aufstieg immer nur knapp verpasst wurde. Die Saison 2013/14 belegten die Eintracht-Damen in der Landesliga den siebten Platz. Da sich für Chris Hempel die persönliche Situation änderte, gab er die Trainertätigkeit auf. Er wurde Vater. Gemeinsam mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Karen Klotzky, die ebenfalls Spielerin der Damenmannschaft ist, bekam er vor drei Jahren eine Tochter. „Damit Karen weiter für die Mannschaft zur Verfügung stehen konnte, übernahm ich die Betreuung unserer Tochter“, erzählt der Emmericher. „Auch tut eine mehrjährige Pause mal ganz gut.“ Mehrjährige Pause In der Pause erfolgte dann leider der Abstieg in die Bezirksliga. In der ersten Bezirksligasaison 2016/17 belegte die Mannschaft den zweiten Platz. „In diesem Jahr hoffen wir auf den Wiederaufstieg in die Landesliga“, so Hempel. Mit der Vorbereitung begann er am 20. Juli. Neben dem regelmäßigen Training standen Spiele gegen die Kreisligisten RSV Praest, VfB Rheingold und Pfalzdorf auf dem Programm und eine Begegnung gegen den Landesligisten SV Rees. Das erste Meisterschaftsspiel gegen Mussum wurde auf den 27. August vorgezogen. Hempel kann auf einen Kader von etwa 18 Spielerinnen zurückgreifen und freut sich, dass mit Torhüterin Svenja Gipkens und mit Gina Heinßen und Francis Siemes-Rabs einige Stammspielerinnen zurückkommen. Mittlerweile ist der Nachwuchs fast drei Jahre alt und darf mit Opa Ernst und Oma Josefa mit auf den Sportplatz, um die Mannschaft von Papa Chris und Mama Karen anzufeuern. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: M. VAN OFFERN/PRIVAT

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