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Unser Emmerich am Rhein

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8 SPORT Nico Wolters:

8 SPORT Nico Wolters: Über 25 Jahre im Dienste der SVV-Jugend Wie erfolgreich die Jugendarbeit in Vrasselt ist, zeigt sich daran, dass gleich vier Seit über 25 Jahren kümmert sich Nico Wolters um den Nachwuchs beim SV Vrasselt – und das sehr erfolgreich. Gleich vier Jugendmannschaften, von der D- bis zur A-Jugend, spielen in der Leistungsklasse. Der „an der Dorfgrenze zu Vrasselt“ gebürtige Praester begann als Kleinkind mit Turnen beim TV Jahn Vrasselt. Da er mit den Vrasselter Kindern im Bus zur Michael-Grundschule fuhr, entschied er sich mit etwa sieben Jahren, Fußball beim SV Vrasselt zu spielen. Seine komplette Jugend war er in dem Südstaatenverein aktiv, wurde zunächst meist im offensiven Bereich eingesetzt. „Je älter ich wurde, umso mehr ging es nach hinten. In der A-Jugend spielte ich den klassischen Libero“, erzählt der 48- jährige Personalleiter. Freundschaftsspiel gegen Schalke Mannschaften in der Leistungsklasse spielen. Nico Wolters im Vereinsheim vom SV Vrasselt vor den Fotos der erfolgreichen Jugendmannschaften. Als A-Jugendlicher wurde er zum Senior erklärt und machte unter Trainer Uli Nienhaus einige Spiele in der ersten Herrenmannschaft des SVV, die damals in der Landesliga spielte. Unvergessen für Nico Wolters war ein Freundschaftsspiel 1988 gegen Schalke 04, die Blau-Weißen spielten damals noch in der zweiten Bundesliga. „Es ging 13:1 verloren, war aber ein echtes Highlight“, so der Praester, der meistens in der zweiten Mannschaft eingesetzt wurde. Anfang der 90er Jahre ging er für drei Jahre zum VfB Rheingold, wo er in der zweiten Mannschaft spielte. „Das war eine tolle Zeit, noch heute treffe ich mich mit einigen ehemaligen Spielern zum monatlichen Knobeln“, erzählt er. Danach war er ein Jahr für die DJK Hüthum aktiv. Bereits im Jugendalter begann Nico Wolters, sich in der Jugendarbeit seines Vereins zu engagieren, mit 16 Jahren trainierte er die E2. Botho Brouwer und Henry Brockmann banden ihn dann früh in die Arbeit des Jugendvorstandes ein. „Ich begann als Beisitzer, übernahm aber nach und nach verschiedene „Jobs“, auch als Trainer und Betreuer, je nach dem, wo ich gebraucht wurde.“ Anfang der 90er Jahre spielten zwei Jugend-Mannschaften sogar in der Niederrhein-Liga. „Das war einer der Höhepunkte der Vereinsgeschichte. Es war aber auch mit viel Arbeit und weiten Anfahrten verbunden. Unter anderem mussten wir zu Rot-Weiß Essen und dem MSV Duisburg.“ Ende der 90er ging es für Nico Wolters drei Jahre beruflich in die Niederlande. Er arbeitete und wohnte in der Nähe von Utrecht und kam nur am Wochenende für seine eigenen Spiele an den Niederrhein. Sein Engagement für die Jugendarbeit ruhte. 13 Jugendmannschaften beim SVV gendmannschaften spielen jetzt in der ersten Mannschaft. Das Erfolgsrezept des SVV: Seniorenund Jugendarbeit laufen Hand in Hand. „Unser Trainer der ersten Mannschaft, Sascha Brouwer, arbeitet sehr eng mit uns zusammen und legt viel Wert auf Nachwuchs aus den eigenen Reihen“, erklärt Nico Wolters. Fast alle Teams werden von Trainern mit Lizenz trainiert. „Wir legen viel Wert auf Disziplin und Fairness.“ In keiner Jugendmannschaft gibt es Nachwuchssorgen. „Wir suchen eher Betreuer und Trainer“, so Wolters, der bis vor fünf Jahren noch selber bei den „Alten 2002 kam er zurück nach Emmerich. Hans Achim Peters, damals SVV-Vorsitzender, sprach ihn gleich an, weil ein neuer Jugendleiter gesucht wurde. Wolters übernahm. Die Jugendarbeit lag zu dem Zeitpunkt etwas brach, Sponsoren waren abgesprungen. „Es war ein schwieriger Neuanfang. Zum Glück kam im Jahr 2007 Wolfgang Nitsche dazu.“ Bereits ein Jahr später trug die Zusammenarbeit Früchte, die D1 stieg in die Leistungsklasse auf, so ging es dann kontinuierlich weiter. 2009 war die C-Jugend erfolgreich, 2010 war es die B-Jugend und 2012 die A-Jugend, die alle bis heute in der Leistungsklasse spielen. Insgesamt gibt es beim SVV 13 Jugendmannschaften von den Bambini bis zur A-Jugend. „Das ist für einen Dorfverein wie wir es sind schon klasse.“ 2008: Die Vrasseltr D-Jugend wird Meister Viele Spieler der früheren Ju- 2009: Die erfolgreiche C-Jugend des SV Vrasselt Herren“ dem Ball hinterherlief. Auf drei Plätzen kann trainiert und gespielt werden, wobei der Kunstrasenplatz besonders beliebt ist. Der kleine Platz hat gerade eine Flutlichtanlage bekommen. Um die Jugend zu trainieren und bei Spielen zu betreuen, steht Nico Wolters drei Mal pro Woche auf dem Fußballplatz. „Meine Vision ist es, dass wir auch noch in zehn Jahren ein eigenständiger Verein sind und dass wir dann ebenso gut dastehen wie heute“, wünscht sich der engagierte SVVler. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: M. VAN OFFERN/ARCHIV

UnserEMMERICHam Rhein SPORT 9 Präzisionssport in geselliger Atmosphäre Florian und Ann-Katrin Mey spielen seit rund drei Jahren regelmäßig Dart. Sie trainieren in der Gaststätte „Onder de Poort“ für die ab März beginnenden Liga-Spiele. Viele haben zuhause oder bei Freunden schon mal mit Pfeilen auf eine Scheibe geworfen, das Ergebnis waren dann eher Zufallstreffer. Seitdem große Dart-Sportveranstaltungen regelmäßig im Fernsehen übertragen werden, gibt es immer mehr Hobbyspieler, die in den verschiedenen Dart-Ligen aktiv sind. In der Gaststätte „Onder de Poort“ trainieren für die am ersten Märzwochenende beginnende Saison drei Mannschaften. „Der Spaß steht im Vordergrund, aber wir haben auch den Ehrgeiz, uns weiter zu verbessern“, sagt Gastwirt Marcel Meisters, der das Dartspiel seit vielen Jahren betreibt. Rund 25 Dart-Spieler aktiv Da gab es noch die Gaststätte „Zur Klause“ in Speelberg und „Kömkes Hein“ auf der ’s-Heerenberger Straße. In beiden Kneipen gab es eine Mannschaft, die in der Liga auch gegeneinander antreten mussten. Seit vier Jahren sind Marcel Meisters und Manuela Pertz Pächter von „Onder de Poort“ an der Rheinpromenade. Mit der Eröffnung ließen sie gleich Dart- Automaten aufstellen, um die sich der Emmericher Frank Kilius kümmert. Er wartet und repariert sie, falls nötig. Bis zu acht Spieler können an jedem Automaten die Pfeile werfen, trainiert wird am Mittwochabend. „Wer das Spiel mal ausprobieren möchte, darf ab 19.30 Uhr gerne mitmachen“, lädt Meisters ein. Rund 25 Dart-Spieler sind in den drei Mannschaften aktiv. Die „Vampires“ spielen in der C-Liga, die „Crazy Moskitos“ und die „Glücksbärchis“ in der B-Liga. Der äußere Ring zählt dreifach, der innere zweifach. Florian und Ann-Katrin Mey fasziniert der Dart-Sport. „Jeder kann ihn betreiben, egal ob jung oder alt, Mann oder Frau“, sagt Ann-Katrin Teamkäptn der „Vampires“ ist Florian Mey. „Ich hatte schon als Kind Interesse an dem Spiel, mein Vater hatte eine Dartscheibe im Keller“, erzählt Mey, der vor acht Jahren nach Emmerich zog. Als er dann vor drei Jahren mit seiner Freundin Ann-Katrin - die beiden sind seit September 2016 verheiratet - ein gemeinsames Hobby suchte, schaute er sich die Dart-Aktivitäten bei „Onder de Poort“ an. „Da ging es gesellig zu, die Leute sind nett, da sind wir dabei geblieben.“ Er mag an den Präzisionssport, dass jedes Spiel spannend ist. „Selbst wenn man 100 Punkte hinten liegt, kann man noch gewinnen.“ Das Schöne an dem Sport sei, dass jeder – egal ob Mann oder Frau, ob 16 oder 66 Jahre, ob mit oder ohne Behinderung – ihn betreiben kann, sagt Ann-Katrin Mey. Sein schönstes Dart-Erlebnis hatte Florian Mey vor einigen Jahren, als er mal gegen Max Hopp spielen durfte. Hopp und Jyhan Artut, zwei Dart-Profis, waren damals bei einem Show- Turnier in Geldern zu Gast. „Antenne Niederrhein verloste Karten und ich gewann sie“, erzählt der Darter. Dazu bekam er dann auch noch ein Spiel gegen den „Maximiser“, wie Max Hopp in der Dart-Szene genannt wird, weil der junge, 1996 geborene Profi als größtes Dart-Talent Deutschlands gilt. Er sei ganz schön nervös gewesen, gegen so einen Star zu spielen. „Aber der war ganz locker drauf, scherzte mit mir und so wurde auch ich ruhiger“, so Florian Mey. „So ein Erlebnis gibt dir Selbstvertrauen und stärkt die Motivation.“ „Man wird nur besser, wenn man regelmäßig trainiert“ Gerne verfolgen Ann-Katrin und Florian Mey schon mal die Dart-Weltmeisterschaften im Fernsehen, gerade auch, wenn große Stars dort auftreten. Phil Taylor steht für den Sport, hat 16 WM-Titel in 25 Jahren errungen, davon acht Jahre hintereinander ungeschlagen. Oder auch der Niederländer Michael van Gerwen, Spitzname „Mighty Mike“, wirbt mit seinen Erfolgen für den Dart-Sport. Aber lieber ist das Ehepaar selber aktiv. „Man wird nur besser, wenn man stetig trainiert. Ich merke an den schlechteren Ergebnissen, wenn ich mal zwei Wochen keine Pfeile geworfen habe.“ Am Wochenende finden die Liga-Spiele statt, die ersten beginnen vom 3. bis zum 5. März. Wer mal zuschauen möchte, ist am 4. März herzlich eingeladen, dann hat eine der Mannschaften ein Heimspiel. Jeder Spieler hat drei Pfeile, die er hintereinander wirft. Bei Turnieren wird dabei von 501 bzw. 301 rückwärts gezählt. Wer zuerst exakt „0“ erreicht, hat das Spiel gewonnen. Dabei ist der letzte Wurf vorgeschrieben: In der B-Liga muss man das Spiel durch einen Master out - entweder einen Treffer auf einen Double- oder Triple-Ring - in der C- Liga durch ein „Single-Out“, ein Wurf auf ein beliebiges Feld, beendet. Es geht von einem Punkt bis 20 Punkte, wobei die Punkte im „Double-Ring“ verdoppelt, im „Triple-Ring“ verdreifacht werden. Das „Bulls-Eye“ in der Mitte zählt 50 Punkte. Die Größe der Dartscheibe und der Abstand beim Werfen sind vom Verband genau vorgeschrieben. Jeder Dartspieler hat seine eigenen Pfeile. Mit einem einfachen Satz sollte man beginnen. „Wenn man dann länger spielt, sollte man in einem Fachgeschäft die Pfeile individuell aussuchen. Sie müssen gut in der Hand liegen. Im Fachgeschäft bekommt man eine Beratung und kann verschiedene Pfeile vor Ort ausprobieren. Das kann man im Internet nicht“, gibt Florian Mey einen Ratschlag für alle Dart-Anfänger. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: M. VAN OFFERN/PRIVAT An solchen Automaten wird gespielt.

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