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Unser Emmerich am Rhein

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8 SPORT Spielend und mit

8 SPORT Spielend und mit viel Spaß auf Körbejagd Sandra und Svenja Damen trainieren die U8-Minis von Basket Emmerich. Fröhlich springen die Kinder durch die Realschulhalle. Sie spielen gerade „Katz und Maus“. Die Mäuse haben Trikots hinten in den Hosenbund gesteckt, so dass diese als „Mäuseschwänzchen“ heraushängen. Zwei Kinder sind die Katzen, die die Schwänzchen erwischen wollen. Die „Mäuse“ rennen weg, schlagen Haken und drehen sich weg von den Fängern. Alle sind in Bewegung. „Dieses Spiel ist als Aufwärmspiel sehr beliebt“, erklärt die 18-jährige Svenja Damen, die gemeinsam mit ihrer Mutter Sandra die U8-Kids des FBK – Basket Emmerich – trainiert. Eltern und Geschwister aktiv 13 Jungen und Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren gehören der munteren Truppe an. Die meisten haben irgendwie „familiär“ mit Basketball zu tun, da spielen die Eltern oder Geschwister. „Meine Mama hat gespielt und mein Papa spielt noch Basketball“, erzählt die siebenjährige Emma. „Und mein Bruder Moritz spielt in der U12.“ Einige kamen, weil die Freunde in der Schule darüber erzählten. Auch beim Trainerduo ist Basketball ein Familiensport. Vater Michael spielt und war als Jugendwart im Vorstand aktiv, die 16-jährige Lea spielt gemeinsam mit Svenja in der Damenmannschaft. Mutter Sandra begleitet die Familienmitglieder bei Spielen und Turnieren. Als Übungsleiter für die U8-Minis gesucht wurden, erklärte sich Svenja bereit, das zu übernehmen. Und weil eine Freundin keine Zeit hatte, machte Mutter Sandra mit. Fröhlich geht es bei den Basket-Minis zu, wenn sie im Training ihre Dribbelkünste beweisen. V.l.: Paul Heveling, Linda Franke, Domenic Roth, Lucius Burs Emma Polman, Jorik von der Gabelentz, Devin Jansen, Collin Schawe, Lara Lümmen, Rafael Nunes, Dana Bister, es feht Nicolas Berndsen, hinten die beiden Trainerinnen Svenja und Sandra Damen. ballspielen begann. Ihre Freundinnen Julia und Hannah Loock haben sie zum Training mitgenommen und sie ist dabei geblieben. „Das ist ein toller Mannschaftssport. Es ist schön zu sehen, wie unsere Mannschaft sich entwickelt hat und im Laufe der Jahre sehr gut zusammengewachsen ist.“ Korb in 2,60 Meter Höhe Viel Spaß hat sie dabei, den Kids die ersten Basketballschritte beizubringen. Das geht natürlich kindgerecht mit vielen Spielen und leichten Übungen, die aber teilweise schon auf das „richtige Basketball“ zugeschnitten sind. „Anregungen für das Training bekommen wir unter anderem von der Homepage des Deutschen Basketballbundes“, sagt Sandra Damen. Zum Aufwärmen sind Nachlaufspiele wie „Katz und Maus“ oder „Polizei und Räuber“ sehr beliebt, danach gibt es Dribbelübungen und Wurfspiele. Mit dem Ball wird um Hütchen durch die Halle gedribbelt, mal mit der rechten, mal mit der linken Hand. Das sieht bei den Emmericher Basket-Minis schon recht gut aus. Da der Korb in 3,05 Meter Höhe für den Nachwuchs fast uner- „Wir sind ein gutes Gespann“, sagt Svenja, die in diesem Jahr ihr Abitur macht und dann studieren möchte. Wohin es sie verschlägt, weiß sie noch nicht. Aber für ihre Nachfolge, wenn der Studienort weiter weg sein sollte, ist gesorgt. „Meine Schwester Lea übernimmt dann den Trainerjob“, sagt Svenja, die in der Grundschule mit dem Basketreichbar ist, spielen die Bambini auf einen Korb in 2,60 Meter Höhe. Beim Wettspiel „Welche Mannschaft schafft als erste zehn Körbe?“ wird jeder Treffer lautstark umjubelt. In der letzten Viertelstunde des Trainings findet ein „echtes“ Basketballspiel statt, mit vereinfachten Regeln. „Aus“ und ein Faulspiel werden abgepfiffen, aber auf die richtige Schrittfolge wird zunächst weniger geachtet. Den Kindern macht das Training sichtlich Spaß. „Die Spiele machen am meisten Spaß“, sagt die siebenjährige Linda. „Ich finde es schön, dass man so viel rennen und Körbe werfen kann“, erklärt die gleichaltrige Lara. Und Domenic lobt die Übungsleiterinnen: „Die machen tolle Sachen mit uns.“ Höhepunkt für den Basketball- Nachwuchs war die Teilnahme am „Peanuts-Basketballturnier“ in Doetinchem. Der Trainer der Damenmannschaft, Robbert de Ligt, dessen Söhne in Doetinchem Basketball spielen, hatte den Kontakt hergestellt. Zum ersten Mal stand die U8-Mannschaft dort bei richtigen Basketballspielen gegen fremde Gegner auf den Platz. Mit viel Begeisterung waren die jungen „Korbjäger“ dabei, stolz darauf, eigene Trikots zu tragen. Medaillen für alle Teilnehmer Gespielt wurde auf einem Feld mit Körben in 2,60 Meter Höhe, die Spielzeit betrug zwei Mal sechs Minuten. Vier Partien gingen unentschieden aus, eine wurde mit 16:8 gewonnen. Bei diesem Turnier konnten die Kinder zusätzliche Punkte durch geschicktes Dribbeln und Korbwürfe erwerben. Am Ende des Wettstreits wurde das beste Team gekürt und alle Teilnehmer erhielten Medaillen. „Das war für unsere Kinder eine echte Motivation“, sagt Sandra Damen. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: M. VAN OFFERN/PRIVAT SCHNUPPERTRAINING Wer Lust hat, Basketballluft zu schnuppern und in den Jahrgängen 2008/09 geboren wurde, darf gerne mal am Training teilnehmen. Das findet immer dienstags von 17.30 bis 18.30 Uhr in der Realschulturnhalle statt.

UnserEMMERICHam Rhein SPORT 9 Grenzüberschreitendes Fußballturnier um den VBB-Teller Die Altherren vom VfB Rheingold und von Fortuna Elten spielen mit in der Hobbyliga mit zehn niederländischen Mannschaften. Das Turnier findet sechs Mal im Jahr statt. Das waren früher Klassiker, die Fußballspiele zwischen Holland und Deutschland. An der Grenze war bei diesem WM- oder EM- Events immer eine gespannte Rivalität zu spüren. Das hat sich geändert. Mittlerweile schauen immer mehr Mannschaften in unserer Region über den Tellerrand und suchen Kontakt zu Mannschaften aus den Niederlanden, um dort Freundschaftsspiele auszutragen oder an Turnieren teilzunehmen. Fußball, Bier und Bitterballen So wie die Altherrenmannschaft II vom VfB Rheingold, die seit drei Jahren in der Hobby- Liga um den „VBB“-Zinnteller spielen. „Insgesamt zwölf Mannschaften sind am Start, Rheingold und Fortuna Elten sind die einzigen deutschen Teams“, erklärt Charles Warbroek, ein gebürtiger Niederländer, der die Kontakte herstellte. „Es geht da sehr freundschaftlich zu.“ Und immer gehört die dritte Halbzeit in Form eines geselligen Beisammenseins dazu. Wie VBB schon sagt, denn die Buchstaben stehen für Voetball (Fußball), Bier und Bitterballen. Der 53-jährige Charles Warbroek begann das Fußballspielen als Kind in Arnheim, später war Charles Warbroek als Keeper im Einsatz beim VBB-Turnier Zurzeit sieht es für die Rheingolder Altherren ganz gut aus, den Teller ein drittes Mal zu gewinnen. er in Dieren aktiv und spielte in der ersten Herrenmannschaft. Als er vor rund zehn Jahren nach Emmerich zog, wollte er seinem Sport weiterhin nachgehen und trat vor acht Jahren dem VfB Rheingold bei. Die Altherren spielten in der Hobby-Liga. „Aber wir hatten nicht viele Spiele, als Gegner gab es nur Elten, Vrasselt und Praest. Und oftmals wurden Spiele abgesagt, weil kurzfristig nicht genug Spieler zur Verfügung stehen“, erzählt Franzi Büns, einer der Rheingolder. Da kam Charles gerade recht, der viele Kontakte zu den Niederlanden hat. Mehrere Teams wurden angeschrieben und so erfuhren die Emmericher vom VBB- Turnier, das sechs Mal pro Jahr – März, April, Mai, September, Oktober, November - mit jetzt zwölf Mannschaften durchgeführt wird. Die Organisation geht reihum, so dass jeder alle zwei Jahre mal als Gastgeber dran ist. Zurzeit stehen die Rheingolder oben in der Tabelle, haben gute Chancen, den VBB-Zinnteller zum dritten Mal zu gewinnen. Rheingold ist jetzt seit drei Jahren, Fortuna Elten seit zwei Jahren dabei. Die niederländischen Teams sind: MVR ’s-Heerenberg, SV Loil, Westendorp, Zeddam, Ulftse Boys, SDOUC Ulft, Varsseveld, Etten, Silvolde und VVG’25 Gaanderen. An den Turniertagen kommen alle Mannschaften zusammen, jedes Team absolviert dann zwei Spiele, je zwei Mal 15 Minuten. Sechs Spieler und ein Torwart treten an auf dem halben Fußballfeld, der Keeper steht im Jugendtor. Von den Spielern dürfen nur zwei „um die 40 Jahre“ sein, der Rest älter. Es gibt nur wenige Regeln, an die sich aber jeder hält. „Es geht sehr fair und sportlich zu“, sagt Franzi Büns. Und dass die Altherren noch Fußball spielen können, das stellt so mancher Zuschauer fest. Es gibt kein Abseits Folgnde Regeln müssen eingehalten werden: Man wirft nicht ein, sondern spielt den Ball per Fuß, es gibt kein Abseits, der Torwart darf einen Rückpass nicht in die Hand nehmen, nach 15 Minuten ist Seitenwechsel, Tacklings sind nicht erlaubt und kein körperlicher Kontakt. Die Emmericher Altherren freuen sich immer auf die Turniere, vor allem auch auf die niederländischen Spielstätten. „Da kann man schon mal neidisch werden, es ist toll, was sie zu bieten haben mit Kunstrasen und tollen Kabinen“, sagt Büns. Durch die Kontakte nach Holland sind die Rheingolder mittlerweise auch international unterwegs. Ein Mal im Jahr – in diesem Jahr am 17. Juni - findet ein großes Turnier in Leusden bei Amersfoort statt, da treten auch Mannschaften aus Brasilien, England, Belgien und Spanien an. „Wir haben da recht erfolgreich mitgespielt und bekamen dann sogar eine Einladung zu einem großen Turnier in Portugal, das findet im September statt. In diesem Jahr klappt es noch nicht mit der Teilnahme, aber vielleicht mal in den nächsten Jahren“, hoffen Charles Warbroek und Franzi Büns. Nach dem Spiel findet dann der gemütliche Ausklang mit Essen, Trinken oder Grillen statt. „Der Spaß steht im Vordergrund, es sind viele Freundschaften über die Grenzen hinaus entstanden“, erzählt Charles Warbroek. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: PRIVAT Um diesen Teller geht es. Teilnahme beim Internationalen Turnier in Leusden Niederländische Spieler als Zuschauer bei den anderen Spielen Sie können es noch: Ein Rheingolder beim Kopfball

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