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Unser Emmerich am Rhein

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8 SPORT Vier Monate lang

8 SPORT Vier Monate lang nur Haferflocken, Reis und Hähnchen Um in der Fitness-Welt oben mitspielen zu können, sind Disziplin, hartes Training und eine besondere Diät Pflicht. Marco Liske schaffte es bis zur Deutschen Meisterschaft. Viel Disziplin, Leidenschaft, Training und Überwindung sind notwendig, um Muskeln am Körper zu bilden. Aber auch eine Diät und angepasste Ernährung. Marco Liske kennt sich in der Fitness-Welt aus und weiß, wovon er spricht, wenn er über die Teilnahme an Meisterschaften berichtet. Im Mai war er unterwegs und hat sich mit dem ersten Platz bei den Landesmeisterschaften von Rheinland-Pfalz für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Und auch hier war er erfolgreich. Der Eltener kam ins Finale und belegte einen tollen sechsten Platz. Fußball bei Fortuna Marco Liske ist ein gebürtiger Emmericher. Wie fast alle Jungs begann er seine sportliche Karriere mit Fußballspielen. Er war in seinem Heimatverein Fortuna Elten aktiv. Nach der Bundeswehrzeit machte der heute 29- Jährige eine Ausbildung bei Kao zum Chemikanten. Bereits mit etwa 16 Jahren begann er, regelmäßig im Fitness- Center „Vital Sports“ am Embricana zu trainieren. „Aber nicht so einfach ’just for fun’. Mich interessierte das Thema Muskelaufbau, ich las Bücher und recherchierte im Internet“, erzählt Marco Liske. Nebenberuflich bildete er sich weiter und machte eine Ausbildung zum Fitness- und Gesundheitstrainer bei der Deutschen Trainerakademie in Köln. „Am Anfang war mir nur wichtig, wie ich optimal trainiere und wie ich das Beste aus meinem Sport Und nach dem Wettkampf gönnt man sich auch schon mal einen Hamburger. Siegerehrung beim Grand Prix de Luxembourg, bei dem Marco Liske ( 2.v.r.) den dritten Platz belegte. herausholen kann. Später gab ich auch anderen Tipps, ich wollte auch anderen diese Sportart näher bringen“, so Liske. Die Ausbildung dauerte etwa ein halbes Jahr, dann war er „Personal Trainer“. Außerdem kam eine Ausbildung als Ernährungsberater hinzu. „Fitness und Ernährungsumstellung gehören für mich zusammen.“ Auf seiner Homepage www.marco-liske.de stehen weitere Informationen. Erfolgreich beim Casting Vor etwa einem Jahr kam ihm die Idee, das Fitnesstraining auf ein noch höheres Niveau zu stellen und sich an Wettbewerben zu beteiligen. Gleichzeitig hörte er von einem Casting, bei dem ein Sportnahrung-Hersteller junge Sportler suchte, die für den Wettkampf vorbereitet und deren Teilnahme an Fitness-Wettbewerben gesponsert werden sollten. Marco Liske war dabei, und da man etwa vier Monate braucht, um sich entsprechend vorzubereiten, begannen das Training und die Ernährungsumstellung im Januar. Gut, dass sein Freund und Trainingspartner Kevin Schippers ihm zur Seite stand und ihn immer wieder anspornte. An fünf Tagen in der Woche stemmte Liske ab sofort in zwei verschiedenen Fitness-Studios in Emmerich und Kleve Gewichte. Dazu wurden Ausdauer- und Kardio- Für so einen Body muss man jeden Tag Hanteln stemmen. Trainings absolviert. „Ich wollte das machen und bin mit hundertprozentiger Leidenschaft an die Sache herangegangen“, so Liske. Auch die Sache mit der Ernährungsumstellung zog er ohne weiteres durch: morgens Haferflocken, mittags Kartoffeln, Eier in verschiedenen Variationen und Obst, abends Reis, Hühnchen und Gemüse. Jeden Tag dasselbe. „Wenn ich unterwegs war oder in der Arbeitspause, nahm ich mein Essen in Plastikdosen mit“, sagt er. „So ein saftiges Steak zwischendurch, das habe ich am meisten vermisst.“ Die Kalorien waren exakt so abgestimmt, dass nur noch Muskelmasse übrig blieb. Obwohl er sich zwischendurch „ein bisschen schlapp“ fühlte, musste weitertrainiert werden, damit die Muskeln durch die Diät nicht abgebaut werden. Der erste „Testwettkampf“ fand Ende März in Luxemburg statt. Bewertet wird in der Sportart „Man’s Physique“ das gesamte Erscheinungsbild, der Körper, die Ausstrahlung und die Präsenz auf der Bühne. Bekleidet mit einer Surfer-Hose macht der Sportler Posen und Drehungen, im Finale im direkten Vergleich zu den anderen. Das lief schon ganz gut beim Grand Prix de Luxembourg, dort belegte Liske den dritten Platz in der „Men’s Muscular Physique“-Klasse. Danach startete er beim Deutschen Newcomer-Wettbewerb Ende April und belegte hier den ersten Platz. Weiter ging es bei der Landesmeisterschaft von Rheinland- Pfalz am 7. Mai in Bad Ems. Auch hier gewann er den Wettbewerb und qualifizierte sich für die Deutsche Meisterschaft in Wiesloch bei Mannheim eine Woche später, wo er ins Finale kam, Sechter wurde und sehr zufrieden war. Sein erster Gedanke - und der seiner Sportkollegen: „Jetzt zu Burger King!“ Was sie auch gleich in die Tat umsetzten. „Es war eine tolle Erfahrung und ich bin sehr stolz darauf, dass ich bei meinen ersten Wettkämpfen so erfolgreich war“, resümiert Marco Liske. Sport und Fitness bleiben für ihn die Themen Nummer eins. Ob er sich aber noch einmal vier Monate lang so „quält“ für einen Wettkampf? „Mal sehen, vielleicht in der Herbstsaison“, schmunzelt er. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: PRIVAT Präsentation auf der Bühne

Der „harte Kern“ der Gruppe (vl): Hanna Smits, Ulla Kisow, Joke van Halteren, Carola Hüttmann, Erika Saggau, Hanne Gerhardt, Ingrid Klotzsch, Ursel Nyland, Barbara Kopatz, Gisela Hermsen, Elke Vennemann, Ursel Idink, Cocky van Dam (auf dem Foto fehlt Christel Gathmann). Aalessen in Bad Zwischenahr Vor der Residenz in Würzburg UnserEMMERICHam Rhein SPORT 9 Die munteren „Mittwochs-Damen“ vom Tennisclub Rot-Weiß Seit über 30 Jahren gibt es die Gruppe, die sich regelmäßig zu Sport und Kaffeetrinken trifft und jedes Jahr gemeinsam auf Reisen geht. Eisessen in Bad Zwischenahn Jedes Jahr geht es gemeinsam auf Tour. Da gibt es immer eine Menge zu erzählen. Jeden Mittwochmorgen trifft sich eine Gruppe gestandener Damen - 17 Frauen zwischen Mitte 60 und 80 Jahre alt - im Vereinsheim vom TC Rot- Weiß zum gemütlichen Beisammensein. Vorher wird Sport getrieben, die einen spielen Tennis, die anderen machen Walking. „Unser Fitnesswille kennt keine Grenzen“, schmunzelt Hanna Smits, Leiterin der munteren Truppe, die seit über drei Jahrzehnten besteht. Die Gründungsmitglieder sind mit Ausnahme der 92-jährigen Gisela Schilling, die in Schwetzingen wohnt und zu der ein regelmäßiger telefonischer Kontakt besteht, alle noch aktiv. Jedes Jahr geht es gemeinsam auf Reisen in Sachen „Kultur und Kulinarisches“. Da gibt es natürlich eine Menge zu erzählen. 1982 starteten die Tennisspielerinnen als 1. Damen-Senioren- Mannschaft für den TC Rot- Weiß. Es wurde fleißig trainiert und erfolgreich am Niederrhein gespielt. Weiße Kleidung war damals vom Verband vorgeschrieben. „Wer nicht in ’Weiß’ zu Medenspielen antrat, bekam Schwierigkeiten“, erinnert sich Barbara Kopatz. Damals waren die Schläger noch aus Holz und die Bespannung aus Naturdarm. „Wenn es regnete, wurde diese weich“, erzählt sie. Gerne erinnern sich die Damen an die ersten Trainer Peter Lodesteyn und Hermann Hendricks, dessen lockere Sprüche die Sportlerinnen oft zum Lachen brachten. „Sie führten uns zu vielen Siegen und schließlich zum Aufstieg in die Bezirksliga A“, erzählt Hanna Smits. Damit die Sommersaison unter einem guten Stern stand, ging es 1986 auf die Sonneninsel Mallorca. Das Hotel Rio Bravo, die spanische Küche, das gute Wetter und die tollen Trainingsbedingungen sind allen Teilnehmern in guter Erinnerung. Einige Jahre später zog es die muntere Gruppe noch einmal nach Mallorca, diesmal waren sie privat bei einer Tennisschwester untergebracht. „Abwechselnd machte eine Gruppe das Frühstück, die andere trainierte“, erzählt die Niederländerin Cocky van Dam. An ein Erlebnis erinnern sich die Damen besonders gut: Sie sollten am Abend vom Flughafen Palma in die Heimat zurückfliegen und verbrachten den Tag auf der Insel. Als sie ins Hotel zurückkamen, erfuhren sie dann, dass der Flieger nicht abheben würde. Sie verbrachten eine schlaflose Nacht am Flughafen und kamen erst gegen sechs Uhr morgens in Emmerich an. Da die ersten Reisen so harmonisch verliefen, beschloss man, jährlich eine Tour zu unternehmen. Die Ziele wechselten: Borkum, Budapest, Bad Zwischenahn, Münsterland, Rügen, Bodensee, die holländische Küste, Bad Neuenahr, Rothenburg, Würzburg, Trier, die Lüneburger Heide, der Harz, aber auch Radtouren entlang der Hase und Ems, im Taubertal, eine Maasund eine Moseltour. Jede Reise war ein Highlight. Unvergessen wie auf der Radtour an der Ems eine der Damen ihre „antike“ Regenhose anzog, die sich dann in einzelne Gummiteile auflöste oder wie in Bad Zwischenahn ein Teil der Gruppe auf dem Bahnsteig stand und der andere weiterfuhr. Viel Gelächter im Nachhinein gab es auch über die Dame, die in der Dusche festsaß und immer wieder besorgt betonte, dass die anderen keinesfalls den Hotelier holen sollten. Als dann eine Kollegin entdeckte, dass sich die Türe an der anderen Seite aufschieben ließ, war sie „gerettet“. „Die Gruppe macht einfach Spaß, wir sind wie eine erweiterte Familie“, sagt Gisela Hermsen. Man feiere auch die Geburtstage gemütlich zusammen, erzählt Joke van Halteren, die zweite Niederländerin in der Gruppe. Erika Saggau freut sich über den Zusammenhalt und dass man neben dem Kaffeetrinken auch gemeinsam Sport treibt. „So bleibt man fit“, sagt sie. „Es ist eine gewachsene Gruppe, aber immer offen auch für andere“, betont Hanna Smits. Als die Tennis-Gruppe immer kleiner wurde, weil einige aus Altersund Krankheitsgründen das Racket zur Seite legten, nahmen sie in den vergangenen Jahren mit Wilma Bisselik, Brigitte Heithecker, Marlies Keim, Thea Buiting und Gaby Faulseit-Pieper - mit 64 Jahren die Jüngste im „Kader“ - neue Spielerinnen auf, um den Erhalt der aktiven Spielerinnen zu unterstützen. Die nächste Tour in diesem Jahr ist bereits geplant: Es geht vom 15. bis zum 18. Juni nach Bad Zwischenahn. TEXT: MONIKA HARTJES FOTOS: M. VAN OFFERN (1), PRIVAT Wertheim am Rhein

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