Aufrufe
vor 10 Monaten

Unser Rees und Unser Isselburg

  • Text
  • Rees
  • Reeser
  • Volksbank
  • Rosenmontag
  • Mitglieder
  • Wellmann
  • Altweiber
  • Figuren
  • Teilnehmenden
  • Jahres

Nachtwächter bald

Nachtwächter bald Weltkulturerbe? Die Reeser Nachtwächterei soll „Immaterielles Weltkulturerbe“ werden, das wünscht sich Gildemeister Heinz Wellmann. Es ist klirrend kalt gewesen in der Raunacht, als die letzte Tour des Jahres der Reeser Nachtwächter stattgefunden hat. Aber auch diese Eiseskälte hatte die Menschen nicht abgeschreckt und so hatten sich fast 80 Teilnehmer eingefunden, als die beiden Reeser Nachtwächter Heinz Wellmann und Tommy Nienhuysen mit der letzten Nachtwächter-Tour des Jahres 2016 begannen. Und es gab einiges zu hören: Neben der wechselhaften Geschichte der Rheinstadt Rees, bekamen die Teilnehmer viele Informationen über die Raunächte zu hören – schließlich sollen in den kältesten Nächten um den Jahreswechsel die Mächte der Mittwinterzeit ihre wilde Jagd“ treiben. Bei so viel Kälte war es umso schöner, dass es einen Zwischenstopp in den mit Kerzen und Fackeln erhellten Kasematten unter dem Koenraad-Bosman-Museum gab. Und so fand der Glühwein und Kinderpunsch, der in großen Mengen von Hausmeister Rainer van der Horst mit Unterstützung seiner Frau und Tochter ausgeschenkt wurde, zahlreiche dankbare Abnehmer ... Seit 2011 ist Wellmann Gildemeister aller Nachtwächter, Türmer, und Figuren in Deutschland, Österreich, Frankreich und den Niederlan- Ende Oktober hatten sich rund 50 Nachtwächter, die in bunte Gewänder gewandet waren, an der Reeser Promenade eingefunden. Der Reeser Heinz Wellmann ist Gildemeister aller Nachtwächter, Türmer und Figuren in Deutschland, Österreich, Frankreich und den Niederlanden. den. Das geht mit vielen Terminen einher, so auch im vergangenen Jahr 2016. Es gab neue und bewährte Touren, etwa als Hein vom Rhein, Messner und Torwächter von Rees oder als bierseliger Mönch Paul Laner. Aber natürlich auch in seiner Paraderolle als Nachtwächter. Rees beerbte die Gemeinde Bad Münder am 7. Juli sogar als Sitz der Gilde – das ging einher mit einem neuen Antrag auf Gemeinnützigkeit beim Finanzamt Kleve. Dieser wurde genehmigt und trat am 1. Januar dieses Jahres in Kraft. Und auch für das aktuelle Projekt sind Wellmann und seine 190 Gildemitglieder hart am Arbeiten: Die Nachwächterei soll als „Immaterielles Weltkulturerbe“ bei der Unesco eingetragen werden. Gildemeister Wellmann hat auch im gerade abgelaufenen Jahr wieder zahlreiche repräsentative Aufgaben übernommen. So präsentierte er seine Wahlheimat Rees erneut bei vielen Gildetreffen sowie in Fernsehsendungen und Veranstaltungen in Deutschland und den Nachbarländern. Zudem fand im Oktober in Rees die Regionalversammlung Nord- West statt, bei der rund 50 gewandete Führer die über 200 Gäste durch das abendliche Rees begleiteten. In diesem Jahr wird Wellmann zur Jahreshauptversammlung in Boon fahren und ebenfalls zu Gast sein bei Regionalversammlungen in Papenburg, Backnang, Brandenburg an der Havel sowie in Laa an der Taja in Österreich. Spätestens beim 800-jährigen Stadtjubiläum von Rees, das im Jahr 2028 gefeiert werden wird, soll die Hauptversammlung der Gilde in der Rheinstadt abgehalten werden. Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Nachtwächterführungen in Rees. Unterstützung bekommt Heinz Wellmann dabei von den stellvertretenden Nachtwächtern Bernd Schäfer und Tommy Nienhuysen. Und auch Nachtwächterlehrling Jan Roos wird wieder dabei sein: Er wird an den speziellen Kinderführungen in den Osterund Herbstferien eine wichtige Unterstützung sein. Alle Termine zu öffentlichen oder privaten Nachtwächterund anderen Stadtführungen sind telefonisch unter 02851/ 51187 erhältlich. Kindertheater im Bürgerhaus „Freunde“ heißt das nächste Theaterstück, das am Samstag, 11. März, um 16 Uhr im Bürgerhaus Rees zu sehen sein wird. Das Theater Hille Pupille aus Dülmen hat das Stück „Der Streit“ von Helme Heine für Kinder ab vier Jahren neu inszeniert. Dabei erleben der dicke Waldemar, Franz von Hahn und Johnny Mauser, was Streitereien und Freundschaft miteinander zu tun haben. Herr Schmidt und Frau Weber wollten eigentlich nur ihre Waschküche waschen. Aber dann passiert etwas ganz Besonderes: Sie durchleben ganz plötzlich und völlig überraschend und unerwartet eine aufregende Bootsfahrt, eine noch aufregendere Radtour, ein Beinahe-Begräbnis, begegnen dabei einem Hühnerchor und anderen aberwitzigen Gestalten und Gesellen. Dabei lernen die beiden sich näher kennen und mögen. Unglaublich, was so alles möglich ist, wenn man nur die Wäsche waschen Tolle Figuren, überraschende Soundeffekte und auch ein kleines Schattenspiel begleiten die kleinen und großen Zuschauer beim Erinnern und Entdecken der fast wichtigsten Wahrheiten für ein friedvolles schmutzige Wäsche in der will ... Zusammenleben. Der Eintritt beträgt 4 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder. Karten gibt es beim BürgerService im Rathaus, Markt 1, Rees.

Sonderveröffentlichungen