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Unser Rees und Unser Isselburg

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Reeser

Reeser Flagge weht auf Mühlenturm Auf Rheinkilometer 837 fahren jeden Tag ungefähr 500 Schiffe an ees vorbei. Neuerdings sehen die Kapitäe ein rotes i-Tüpfelchen über der historischen Rheinpromenade flattern. Der Grund dafür: Auf der Spitze des im fünften Jahrhundert erbauten Mühlenturms weht neuerdings die Reeser Flagge; ein weißer Schlüssel auf rotem Grund. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) griff damit eine Idee auf, die der inzwischen verstorbene Mühlenturmwart Hans-Ulrich Landers schon vor Jahren geäußert hatte. Der Vereinsvorstand um den Vorsitzenden Bernd Hübner hat 2000 Euro bereitgestellt, damit der zehn Meter hohe Mast und die zwei mal 3,35 Meter große Flagge sowie eine Ersatzflagge gekauft werden konnten. Von leichten Böen unterstützt, kurbelte VVV-Beisitzer Heinz Wellmann unlängst erstmals das rote Tuch von Hand in die Höhe. Das werden er und sein Vereinskollege Michael Roos künftig öfter machen. Denn als Flaggenwarte haben sie die Schlüsselgewalt über den Mühlenturm. „Zieht ein Unwetter auf, ist es unsere Aufgabe, die Fahne rechtzeitig herabzulassen“, erklärt Wellmann. Sofern das Wetter es zulässt, soll die Flagge im Frühling jeden Jahres zu Palmsonntag gehisst und Ende September, nach der Reeser Kirmes, wieder eingezogen werden. Das entspricht auch der Saison der Reeser Rheinfähre „Rääße Pöntje“, von der aus man die Promenade mit mittelalterlicher Stadtmauer besonders gut sehen und fotografieren kann. 86 Stufen führen auf den Mühlenturm, zehn weitere Stufen auf ein weiteres Podest. Damit ist der Turm, der im Sommer täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet ist, eine der besten Aussichtsplattformen über den Rhein und die Dächer von Rees. Der Mühlenturm erfüllte einst drei Aufgaben: In den Backsteinmauern war eine Loh-Mühle untergebracht, die Gerbstoffe herstellte. Mit kleinen Mauergeschützen bestückt, diente er auch der Verteidigung der Stadt. Bei schwerem Eisgang auf dem Rhein konnte der Mauersockel aus Basaltsteinen als Bollwerk gegen den Eisdruck eingesetzt werden. Eine alte Sage berichtet von einer Tragödie, die sich im Mühlenturm abgespielt haben soll: Der Müller, der mit seiner einzigen Tochter in der Mühle wohnte, führte ein verschwenderisches Leben. Als seine Schulden immer größer wurden, lieh ihm ein reicher Händ- Der rund 25 Meter hohe Mühlenturm und das Kolpinghaus mit der markanten Kopfweide sind nur zwei von vielen Hinguckern an der Reeser Rheinpromenade. Seit einigen Tagen weht auf dem Mühlenturm die Rees-Flagge, die der Verkehrs- und Verschönerungsverein gestiftet hat. ler immer wieder Geld. Als Gegenleistung forderte der Händler die schöne Müllerstochter als Frau. Sie liebte aber den Müllersknecht, der nun ebenfalls um die Hand der Tochter bat. Der Müller war dagegen, weshalb es zum Streit und zum Zweikampf mit dem Knecht kam. Dabei stürzten beide in den Tod. Bis heute erinnern dunkle Ziegelfiguren im Mauerwerk des Turms an diese verunglückten Männer. Seit die Rees-Flagge weht, meinen einzelne Anwohner, die Faustschläge des Müllers und des Knechts leibhaftig zu hören. Der Flaggenmast ist nämlich nicht so stumm, wie der Verkehrs- und Verschönerungsverein gehofft hatte, obwohl extra ein Mast mit innenliegendem Seil gekauft wurde. „Wir arbeiten an einer schnellen Lösung“, versprechen die VVV-Vorstandsmitglieder, die aktuell an einer noch viel größeren Herausforderung arbeiten: Möglichst bis zum Start der Reeser Kirmes am 23. September soll ein langgehegter Traum in Erfüllung gehen und die Reeser Rheinbrücke angestrahlt werden. Die technischen Vorkehrungen sind so gut wie abgeschlossen, jetzt muss nur noch das Wasser- und Schifffahrtsamt grünes Licht für die Beleuchtung geben. Aus dem Wohnzimmer auf die große Bühne Das Duo Quite Relaxed tritt am 2. Juli bei der Sommermatinée des Kulturrings Isselburg auf. Die Leidenschaft für die Musik, brachte die zwei Musiker Steffen Meyer und Stefan Ening enger zusammen. Was am Anfang nur ein loser Zusammenschluss war, wächst stetig zu einer engeren Verbindung heran. 2015 trafen sich die beiden Schulfreunde auf einem Abi- Treffen erstmalig wieder und beschlossen öfter mal gemeinsam Musik zu machen, ganz unverbindlich und locker, im Wohnzimmer – versteht sich. Was daraus tatsächlich geworden ist, kann man jetzt in aller Öffentlichkeit bewundern. Mittlerweile tauschen sie immer öfter das heimische Sofa, gegen eine große Bühne aus und spielen vor Publikum. Ihr Repertoire besteht im Wesentlichen aus Rock und Pop Covern, wobei der Individualismus immer eine entscheidende Rolle spielt. So spielen sie natürlich Hits aus den aktuellen Charts, aber auf ihre ganz besondere und vor allem „ruhige“ Art. Prinzipiell sind die zwei Musiker offen für alles und vor allem spontan. Da findet auch gerne mal ein spezieller Musikwunsch Berücksichtigung, auch wenn er vorher noch gar nicht auf ihrer Playlist stand. Kurz gesagt – wer den beiden zuhört, der spürt einfach die Musik in ihren Herzen. Am 2. Juli lädt der Kulturring in der Stadt Isselburg zu einer kleinen intimen Sommermatinée unter dem Motto „Easy Like Sunday Morning“ mit „Quite Relaxed“ in den Garten des Hotel Restaurant Nienhaus ein. Einlass ist ab 10.30 Uhr, Beginn um 11 Uhr. Die Karten kosten im Vorverkauf und an der Tageskasse 9 Euro. Auf Grund der geringen Platzzahl ist eine Reservierung der Karten im Vorfeld nicht möglich. Der Kartenvorverkauf läuft. Wer möchte, kann sich im Anschluss an das Konzert kulinarisch vom Team des Restaurants Nienhaus verwöhnen lassen. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in das Restaurant verlegt. Weitere Informationen unter Telefon 02874 / 911 – 13 oder auf der Facebookseite des Kulturringes: www.facebook.com/ KulturRingIsselburg.

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